Ich bin wegen Unterhaltszahlungen so durcheinander und habe Angst

    • (1) 27.01.18 - 20:32

      Hallo,
      mein Großer Sohn ist zu seinem Vater gezogen. Er hat ihn so lange bearbeitet und gelockt...er hat hier auch nur noch randaliert und seine beiden Geschwister 9 und 4 haben große Angst gehabt-
      nunja, jetzt kam der Brief vom Anwalt, ich solle 370 Euro Kindesunterhalt überweisen. Ärgert mich etwas, er hat nie oder wenn 50 Euro immer nur zahlen müssen. Trotz Einkommen!!!
      Ich habe also immer schon alles allein getragen. Nun ich lebe seid 11 Jahren mit meinem Partner zusammen, wir haben 2 Kinder 9 und 4,5 Jahre. Beide haben mit dem Bruder einiges durch und nunja Ergotherapie, Frühförderung, Logo usw. stehen oft an.
      Beide wären bis mittags durch OGS und Kita betreut.
      Ich lasse meine Kleine aber nicht von 7.30 bis 15.45 jeden Tag dort, da sie besondere Aufmerksamkeit fordert und bald noch im SPZ getestet wird, da sie wibbelig ist etc. Eventuell liegt eine Wahrnehmungsstörung vor.
      Nun sagt mein Ex, dass das Gehalt meines Partner zugezogen wird?
      Der Große ist 13 übrigens.
      Also mein jetziger Partner hat 100 Euro mehr Schulden als Einnahmen, geht Vollzeit arbeiten aber unter Tarif (1380 Netto).
      Er kommt spät nachmittags nach Hause.
      Ich gehe eigentlich 22,5 Stunden arbeiten, bin aber seid Dezember durch einen Wegfall meines Falles auf 10 Stunden gekürzt worden.
      Mein Ex sagt, ich muss Vollzeit arbeiten.
      Meine Kinder sind oft krank und das wurde mir bei Teilzeit schon zum Verhängnis.
      Vollzeit will und kann ich nicht arbeiten, da im Kindergarten es schon um 7 losgeht und man bis mindestens 16 Uhr anbieten muss plus Team etc.
      Ab Sommer fällt beim Mittleren die OGS weg, da er in die 5. kommt.
      Ich verdiene zur Zeit schlecht, normal bei 20 Stunden 1200 Netto.
      Muss ich nun wirklich 370 Euro zahlen? Ich habe leider auch einiges an Schulden und zahle teilweise die Schulden meines Partners ab. Wir leben in einem Haus, das aber auf Mietbasis abbezahlt wird. Wir teilen uns die Kosten aber wenn er nicht kann, zahle ich.
      Ich wüsste nicht, wo ich 370 Euro hernehmen soll, ich hab auch noch die beiden Kinder hier.
      Muss ich wirklich alles zahlen? Und wenn ich nicht kann, dann mein Partner?
      Das macht uns grad auch wirklich fertig. Ich habe meinem Sohn immer alles versucht zu bezahlen, mich in Schulden gestürzt für Geschenke etc. Weiss jemand, was ich machen kann? Natürlich gehe ich zum Anwalt. Ich habe Angst, dass mein Ex uns unser Leben zerstört.-Achja der feine Herr ist noch in seiner alten Wohnung alleine mit meinem Sohn gemeldet. Die hat er aber nur, ist aber leer. Er wohnt mit seiner neuen Partnerin zusammen, die 2 Kinder von 2 Vätern hat. Also beziehen sie dann für 3 Kinder Unterhalt...Es ist nicht so, dass ich nicht will, ich habe nur Angst, dass meine anderen Kinder leiden. Meinen Sohn bringt er zusätzlich auch gegen mich auf...

      • (2) 27.01.18 - 20:59

        Liebe nadinenie,

        auf welcher Basis hat der Anwalt den Unterhalt berechnet? Hast Du ihm Deine Unterlagen über Einkommen etc. geschickt? Für mich liest es sich so, als ob der Anwalt Dir einen Brief nach Gutdünken mit dem Mindestunterhalt geschickt hat. Und nun bist Du am Zuge, die Sachlage richtigzustellen.

        Eure Situation (zwei weitere Kinder, Lebenspartner, aktuell geringes Einkommen etc.) ist recht komplex, so dass (D)ein Anwalt den tatsächlich zu zahlenden Unterhalt berechnen sollte.

        • Ja, der Anwalt schrieb mich auf Aussagen meines Ex an. Ich solle es überweisen. Mein Ex würde mir die Konto daten per Whatsapp senden... also er will ja auch" nur" den Mindestunterhalt...

      Das ist eine schwierige Kiste.

      Einerseits hat dein Ex Recht, du bist wegen deiner Unterhaltspflichten verpflichtet Vollzeit zu arbeiten, so dass du den Mindestunterhalt zahlen kannst.

      Wenn du allerdings durch eine besondere Betreuungsbedürftigkeit der anderen Kinder (und damit ist nicht das Alter gemeint) nicht arbeiten kannst, wird vermutlich ein Gericht klären müssen, welches Interesse schwerer wiegt. Fakt ist, bei Vollzeit wärst du wohl locker leistungsfähig.

      Korrekt ist auch, dass dein Mann Dir Unterhalt schuldet, wenn du wegen der Kinderbetreuung nicht arbeiten kannst. Allerdings sind eure Kinder im Rang vor dir. Mit seinem Einkommen ist er für die Kinder schon nicht leistungsfähig, so dass für dich nichts übrig bleibt.

      Was nicht passiert: dass euer Einkommen in einen Topf geschmissen wird, damit du zahlungsfähig wirst.

      Was für den Sachverhalt irrelevant ist:
      1. dass der Vater nicht gezahlt hat
      2. dass seine Partnerin x Kinder vom y Männern hat
      3. wo er wohnt

      Der Unterhaltsanspruch besteht für dein großes Kind an dich. Der Vater ist nur der "Verwalter", weil das Kind minderjährig ist.

      Eine Prognose wage ich nicht. Ein Vater könnte sich mit den Problemen seiner weiteren Kinder vermutlich nicht von der gesteigerten Erwerbsobliegenheit befreien. Bei einer Mutter und unserer Rechtsprechung könnte das klappen.

      LG

      • Danke. Ich bin nicht verheiratet. Ich werde es meinen beiden nicht antun, Vollzeit arbeiten zu gehen. Ich müsste von 7 bis 17 Uhr flexibel Zeit haben. Das habe ich nicht. Ab Sommer fällt ja auch die OGS weg. Er musste nie einen besser bezahlten Job annehmen um Geld zu zahlen. Mir reichen 20 Stunden. Schon da habe ich oft Betreuungs probleme bei Krankheit oder generell. Man hat ja auch noch Hin und Rückfahrt. Meine Kinder haben unter dem allen Schon genug gelitten. Ich verstehe nicht, wieso er keinen UnterhaltsVorschuss beantragt hat sondern direkt zum Anwalt läuft? Muss man das so machen?
        Ich arbeite gerne dort, wo ich bin. Er hat immer nur 50 Euro gezahlt aber erst am Ende wo ich mir einen Anwalt nahm. Er musste nie was dafür tun um mehr zu zahlen. Ich habe derzeit die Ferien frei. Was ich auch benötige da der Kindergarten und die OGS leider im Sommer zb genau die anderen 3 Wochen offen haben. Also ein Kind die ersten 3 Wochen betreut wird, das andere die letzten 3. Mich ärgert es auch menschlich. Mein Ex lacht uns aus, dass wir wegen wenig Geld Urlaub mit meinen Eltern machen. Wie arm.... die Eltern der neuen seien ja Makler.... sie fliegen natürlich weg. Ich habe immer verzichtet um fair zu bleiben. Habe trotzdem allen Kindern alles ermöglicht. Wie schnell kann man denn verlangen , dass man sich eine Stelle sucht? Was ist, wenn ich wegen fehlender Kinder Betreuung immer wieder die Arbeit verliere? Ich habe auch Herzrhythmus Störungen und schon 3 Hörstürze hinter mir da mich Teilzeit oft an meine Grenzen bringt. Da ich jetzt bereits oft nachmittags arbeiten muss und nicht weiss , wie... ich habe gelesen, dass bei einer gemeinsamen Haushalts Führung mein Selbstbehalt auf 750 runter gesetzt wird. Dann hätte ich bei 1200 (kann man laufende Schulden und Kredite und Inkasso und Fahrten jeden Tag zur Arbeit abziehen?) Um die 450 Euro. Werden die auf meine 3 Kinder aufgeteilt oder muss ich 370 abgeben und der Rest bleibt für die beiden jüngeren? Derzeit bekomme ich nur 760 Euro netto aber ich mache alles, um wieder auf 20 Stunden zu kommen.

        • Hallo,

          wie Kuestenqueen schon schrieb - es ist kompliziert.

          Rein sachlich - was gewesen ist, ist irrelevant.
          Dein Sohn hat einen Anspruch auf den Mindest-KU, ohne diesen in irgend einer Form begründen zu müssen. Du unterliegst mdj. Kindern gegenüber einer gesteigerten Erwerbsobliegenheit - soweit zu den gesetzlichen Fakten.

          Gründe, die Dich hindern, den MKU zu zahlen hast Du nachzuweisen und zu begründen.
          Wenn er UV-Leistungen beantragt hätte, ändert sich für Dich auch nicht viel, weil die UHV-Kasse das Geld von Dir erstattet haben will - und auch da bist Du in der Beweispflicht bzgl. Deiner eingeschränkten Leistungsfähigkeit.

          Was am Ende dabei heraus kommt wird sich nur vor dem Familiengericht klären lassen (so der Vater bzw. die UHV-Kasse klagt) - was dort dann theoretisch alles möglich wäre ist m.M. nach reine Spekulation.

          Sich nur auf die Betreuung der anderen Kinder heraus zu reden wird aber eher nicht zum Ziel führen, da es noch einen weiteren Elternteil gibt, der auch in der Pflicht steht.

          LG

Grundsätzlich nicht einfach irgendwas überweisen. Bei 20 Stunden 1200, aktuell also die Hälfte damit bist du aktuell ein Mangelfall. Da dein jetziger Mann dir gegenüber unterhaltspflichtig ist, wären folgende Punkte interessant: sind die Geschwister von ihm? Denn eigenen Kindern gegenüber ist er vorrangig unterhaltspflichtig. Bei seinem Gehalt wird er dann vermutlich auch bis zur Selbstbehaltsgrenze kommen.
Du solltest ganz klar das ganze von Profis durchrechnen lassen und dabei auch klären lassen in wieweit die Beeinträchtigung des einen Kindes es dir ermöglicht, mehr zu arbeiten. (Wobei mehr als 10 Std sollten es schon sein und es sollte auch in deinem Interesse liegen, dass dein großer gut versorgt ist)

Eins vorweg : es nützt nichts - du bist verpflichtet den Mindestunterhalt sicher zu stellen .
Am besten du lässt das von einem Anwalt ausrechnen.
Ich kann verstehen wieviele Ängste sowas auslösen kann - gerade wenn noch andere Kinder und auch Schulden da sind.
Leider führt am mindestunterhalt aber kein Weg vorbei.
Lass es ausrechnen und dann werdet ihr einen Weg finden !
Das Leben geht weiter - auch mit Unterhaltspflicht

Nur mal so zum Verständnis:

Die beiden zu betreuenden Kinder, wegen denen du nicht mehr als die 20 Std. arbeiten möchtest, sind von deinem neuen Partner, richtig?

Wieso bist du nur für deren Termine, Betreuung etc. zuständig? Der Vater wäre doch genauso in der Pflicht, damit du deinen Unterhaltsverpflichtungen nachkommen kannst gegenüber DEINES Sohnes. Ihr habt euch verschuldet bis unter die Hutschnur, dein Partner schafft sich mit dir zwei Kinder an und kommt auf keinen grünen Zweig und du willst nicht mehr arbeiten, weil du nicht flexibel genug bist.......... Und nun soll die Allgemeinheit UV zahlen? Das würde ich wahrlich mal vom Anwalt aufschlüsseln lassen.

(13) 04.02.18 - 19:32

Wenn Dein Partner halbtags arbeiten würde und Du Vollzeit, hättet ihr mehr Geld.
Jetzt habt ihr 2580€, andersrum hättet ihr 3100€ (ungefähr, die Steuerstufensprünge mal unbeachtet). Damit könntest Du den Unterhalt für Deinen Grossen zahlen.

Grüsse
BiDi

Ich würde an deiner Stelle erstmal den Unterhalt rück
fordern den er dir noch schuldet. Ich denke für mindestens 1 Jahr kann man das, wenn nicht sogar länger, ist nicht mein Fachgebiet!

Fakt ist du brauchst einen Anwalt.

hey mach dich bitte nicht verrückt und wenn dir ein anwalt zu teuer ist kannst du auch zum jugendamt die berechnen das auch.ich glaub du wirst den betrag nicht ansatzweise zahlen müssen ihr lebt ja fast unterm mindestsatz.leider gibt es nicht nur angeblich frauen die unterhalt ziehen möchten ohne ende sondern auch männer so wie dein ex.es tut mir leid das du so viel stress dadurch hast aber das schreiben kannst du unbeeindruckt lesen und lachen das ist wahrscheinlich wunschdenken deines ex.

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