Rechtlicher Vater

    • (1) 29.01.18 - 16:21

      Hi zusammen,

      Ich nehm ja bei meiner Scheidung so alles mit, was geht. : P


      Nun ist ja ex schwanger vom Next. Zwar läuft die Scheidung aber ein Termin steht noch nicht.

      Das Problem ist ja, dass das Kind, wenn Scheidung noch nicht durch, ich der rechtliche Vater würde und dann auch unterhaltspflichtig wäre

      Habe ich so ziemlich gar keinen Bock drauf.

      Habe dann mal fix einen Termin zur Vaterschaftsanerkennung des Next beim ja gemacht und ihnen 2 Termine zur Wahl gestellt.

      Von beiden kam keine Antwort.

      Leistungsfähig wäre ich für den (weiteren) KU und wohl auch für den BU. Next ist arbeitslos und wohl auch ungelernt. Da was später wiederzuholen wird schwer.

      Wie kann ich meine Finanzen noch schützen? Ohne vaterschaftsanerkennung vom Next wird es ja schwer.

      Bin für jeden Tipp zu haben.

      • Soweit ich das verstehe, musst du die Vaterschaft anzweifeln und einen Vaterschaftstest machen lassen. Dieser muss - damit er auch "gültig" ist, von einem Gericht angeordnet werden. Da du von deiner Frau getrennt lebst, kannst du auch gut Begründen, warum du die Vaterschaft anzweifelst, vor allem, da deine Ex in einer neuen Beziehung ist.

        Die Klage sollte möglichst vor der Geburt eingereicht werden, und an deiner Stelle würde auch keinen Unterhalt bezahlen solange das Verfahren läuft. Wie du schon gesagt hast: Es dürfte schwierig sein, das Geld wiederzubekommen. Deine Ex kann von dir nur auf dem Klageweg den Unterhalt einfordern - das dauert. Vermutlich wird sie erst mal Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen.

        Ich würde mir dafür einen Anwalt suchen - nicht, das du wegen eines Verfahrensfehlers länger als nötig als Vater eingetragen bist und das Jugendamt bei der die Hand wegen des Unterhaltsvorschusses aufhält.

        Was du noch bedenken solltest: Du hast eine Tochter, die (nehme ich an) bei deiner Ex lebt. Mütter verteilen das vorhandene Familieneinkommen auf ALLE Kinder. Der Unterhalt für deine Tochter wird also auch dem Baby zugute kommen, egal, ob du jetzt der Vater bist oder nicht. Unterm Strich bleibt für deine Tochter einfach weniger übrig.

        • Du meinst also, er soll freiwillig die Familie der Next bezuschussen, dass seine Tochter evtl mehr bekommt?!

          Sorry, ich habe schon viele kuriose Ansichten gelesen, aber das ist schon heftig!
          Er kann seiner Tochter auch so mehr zukommen lassen, indem er beim Umgang Dinge für sie kauft. Aber ich würde einen Teufel tun und der Familie mehr Geld geben, nur weil sie unfähig ist sich selbst zu finanzieren!

          • Ich weiß nicht, wo du das gelesen haben willst, das ich geschrieben hätte, das er mehr Geld bezahlen soll.

            Tatsache ist, das sein Unterhalt in die Familienkasse der Ex fließt, und das dieses Geld jetzt für 3 reichen muss, da der Leibliche Vater vermutlich nichts zum Unterhalt beitragen wird. Also wird das Baby über den Unterhalt, den er für seine Tochter bezahlt mitfinanziert wird.

            Was der TE mit dieser Information anfängt, ist ganz seine Sache.

      Heißt die Ex wie Du mit Nachnamen? Dann wäre mein nächster Punkt, dem Next freundlich zu stecken, dass das Kind dann automatisch auch diesen Namen bekommt und Du, im Falle einer Verweigerung der Vaterschaftsanerkennung, auch nicht über die Änderung des Namens zustimmen wirst. Plus dass Du dann auch deine väterlichen Rechte einfordern wirst, also Umgangsrecht, Sorgerecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht.

      Da wär ich ja knallhart.

      • Ach so, mir ist natürlich bekannt, dass Du automatisch als Ehemann diese Rechte hast, aber vielleicht denken sie nur daran, dass Du dann die Melkkuh bist.

        Naja, man kennt die Verhältnisse nicht. Vielleicht ist dem "richtigen" Vater das egal. Er ist arbeitslos und ungelernt. Da sucht man eben nach jeder Geldquelle. Und ob die Beziehung hält, weiß man ja auch nicht. Also diesen Weg würde ich nicht gehen.

        • Das soll ja auch nicht das letztendliche Mittel zum Zweck sein, sondern einfach nochmal klar stellen, dass der Zahlvater dann eben auch seine väterlichen Rechte einfordern wird. Ob die Mutter Bock hat, dass ein Umgang stattfindet? Und sie Unterschriften bei ihm einfordern muss, so sie nötig sind?

          Klar würde ich das noch versuchen. Das Elternpaar kann nicht wissen, ob das nur ein Bluff ist oder letztendlich dann aus Rache auch so durchgezogen wird. Wenn es ihnen wirklich egal ist, gibt es ja noch andere Möglichkeiten. Aber ich glaube, die sind einfach naiv und haben das nicht zuende gedacht.

          • (10) 02.02.18 - 06:57

            Hallo.

            Das Problem wird aber dann sein, sollte der "Nichtvater" drohen damit, seine Rechte dann einzufordern, obwohl er ja nicht der Vater ist, dann wird er sich damit ein Leben lang verpflichten. Denn dann wird es schwer sein, die Nichtvaterschaft noch mal anzufechten. Und ich glaube, da gibt es ja auch eine Zeitgrenze.

            Wie gesagt, an seiner Stelle würde ich warten bis das Kind da ist und wenn er eine Aufforderung bekommt, zwecks Unterhalt, würde ich dagegen angehen. Das wäre der realistischste Weg, wo man dann auch beweisen kann.

            Mein Ex war auch am Anfang naiv, weil er dachte, mir/uns damit eins auswischen zu können. So nach dem Motto, dann ist eben sein Kind mein Kind, nur damit der richtige Vater nicht glücklicher Vater ist. Er kann dann ja über das Kind mitbestimmen. Aber als ich dann sagte, dann muss er auch Unterhalt zahlen, da wachte er auf. Das wollte er natürlich nicht. Somit haben wir die Vaterschaft sofort nach der Geburt anerkannt und mein Ex dem zugestimmt. Und als die Scheidung rechtskräftig war, wurde mein Ex rausgetragen und der richtige Vater eingetragen. Namenswechsel haben wir dann auch gleich gemacht.

            LG

            PS: Warum muss man einiges immer so kompliziert machen.

            • Ah, Du hast mich nicht ganz verstanden: Es geht nicht darum, diese Rechte auch wirklich einzufordern, sondern der Ex und ihrem Partner mitzuteilen, dass man das dann auch tun wird, wenn sie sich weiter weigern.

              Bei Dir ist es ja umgekehrt gelaufen, aber Du bestätigst ja genau das, was ich meine. Die Herren denken zu kurz. In Deinem Fall dachte der Ex, er könnte Euch damit ärgern, wenn er seine Rechte durchsetzt. Daran, dass er Unterhalt zahlen muss, dachte er wohl keine Sekunde. ;-) Hier wäre es anders herum, der Next denkt wohl nur an die finanzielle Seite, aber nicht an die Unannehmlichkeiten, die ein rechtlicher (falscher) Vater noch schaffen könnte. Zum Beispiel auch der Nachname des Kindes, das ist dann im Zweifel der Name des Ex. Darüber kann man ruhig mal aufklären.

              Warum es überhaupt Leute gibt, die so denken, ist mir auch ein Rätsel. Wäre ich der Mann und meine Partnerin schwanger, würde ich alles dafür tun, dass das auch rechtlich mein Nachwuchs wäre. Geld hin oder her.

              Mich würde aber schon interessieren, wie das hier ausgeht. ;-)

    Ein Weg ist, die Vaterschaft ganz offiziell bei Gericht anzufechten. Sobald das durch ist, bist du nicht mehr der rechtliche Vater. Und zwar egal ob next dann anerkennt oder nicht. Du bist dann raus aus der Nummer und kannst dich entspannt zurücklehnen.

    Ich würde das aber nur mit Anwalt machen, der kostet zwar was, ist im Zweifel aber immer billiger als für Mutter und Kind zu zahlen, weil dir irgendein Fehler unterlaufen ist.

    Und schau mal auf vatersein.de da kannst du auch im Forum fragen, bist nicht der einzige mit dem Problem.

    LG

    Hallo.

    Also ich war auch während meiner Scheidung schwanger bzw. habe entbunden. Also wäre theoretisch mein Ex der Vater gewesen. Der Vater des Kindes und ich haben beim Standesamt die Vaterschaft angegeben und somit wurde mein Ex (er musste dem zustimmen) rausgenommen. Er ist genau das Gegenteil von dir. Er wollte erst nicht, da er dachte, mir eins auswischen zu können. Habe ihn dann aber mitgeteilt, dass er dann unterhaltspflichtig wäre. Da hat er eingelenkt und hat dem zugestimmt.

    An deiner Stelle würde ich zum JA gehen und das im Vorfeld schon abklären. Da du belegen kannst, dass ihr getrennt seid und deine Ex einen Neuen hat, müsste es eigentlich klappen. Denn: Ich hatte mich im Vorfeld beim JA erkundigt, wie es wäre, wenn das Kind während des Scheidungsprozesses zur Welt kommt. Sie sagte, der Noch-Ehemann wird erstmal eingetragen. Er müsste dann gegen vorgehen. Sie meinte aber dann im Vertrauen, sie wollen doch nicht Unterhalt von ihm verlangen. Nein natürlich nicht, wäre ja blöd. Haben ja schließlich die Vaterschaft schon anerkannt beim Standesamt vor dem Scheidungsurteil.

    <<<Habe dann mal fix einen Termin zur Vaterschaftsanerkennung des Next beim ja gemacht und ihnen 2 Termine zur Wahl gestellt.

    Von beiden kam keine Antwort.>>>

    Termine kannst du machen, wie du willst. Wenn beide nicht reagieren, dann kannst du nichts machen. Aber wirklich was machen kannst du erst, wenn das Kind da ist. Aber ehrlich, ich würde es drauf ankommen lassen. Wenn das Kind da ist, reagiere einfach nicht. Dann wirst du aufgefordert und kannst dann agieren (falls sie wirklich Unterhalt von dir verlangen wird). Dann ist sie nämlich verpflichtet, die Vaterschaft offen zu legen. Und du kannst die Vaterschaft anzweifeln. Und da du ja weißt, dass du "gewinnst", würde ich es laufen lassen. Und nichts zahlen, bevor das geklärt ist.

    Alles Gute und viel Glück.

    Hallo!

    Ich war während der laufenden Scheidung auch bereits schwanger, bzw. Haben wir die Scheidung erst dann eingereicht.
    Nach Aussage meines Anwalts benötigt es im Scheidungsprozess keiner Vaterschaftsanfechtungsklage, sondern nach der Scheidung bzw. Mit Scheidung kann die Vaterschaft geklärt werde. Ob dann bis zu dem Zeitpunkt Unterhalt zu zahlen wäre, weiß ich nicht. Da die Scheidung bei uns noch rechtzeitig vor Geburt geklappt hat, war es dann kein Problem.

    Frag am Besten deinen Anwalt. Wenn du sicher gehen willst, reiche eine Vaterschaftsanfechtungsklage ein. Aber Vorsicht...die kostet richtig Geld.

    Viele Grüße!

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