Ablauf Trennung, es den Kindern sagen, Organisatorisches....

    • (1) 01.02.18 - 09:12

      Hallo!

      nach 11 Jahren Beziehung und 3,5 Jahren Ehe ist es für mich zu Ende - der Respekt fehlt, die Unterstützung fehlt, die Herzlichkeit fehlt. Seit knapp 2 Jahren stehen wir eine schwere Ehekrise durch, in der ich herablassend behandelt werde und im Haushalt kaum Unterstützung bekomme, ich bin Putzfrau und Sklavin zugleich und wenn ich mich einmal aufrege, ist er böse, weil ich böse bin. Gespräche mit seiner Familie / Freunden, um einen anderen Zugang zu ihm zu finden, haben auch nichts genutzt. So oft hab ich schon über Trennung gesprochen. Er ist nachwievor der Meinung, wir hatten nie eine Krise und wir sind ja so weit entfernt von Trennung. Das alles verletzt natürlich umso mehr, weil ich nicht verstehe, wie ein Partner so links liegen gelassen wird und leidet - der andere sein Leben lebt.

      Wir wohnen in einem Reihenhaus, das meine Eltern bezahlt haben und ich stehe im Mietvertrag. Es ist auch hier in Österreich "normal", dass die Frau im Haus bleibt mit den Kindern. Ich möchte die Kinder nicht aus der Nachbarschaft reißen, da sie hier aufwachsen und es hier nur so wimmelt vor Gleichaltrigen. Auch der KiGa ist um die Ecke, meine Eltern wohnen um die Ecke und so weiter....

      Er ist momentan Polizeischüler, verdient also sehr wenig für die nächsten zwei Jahre und kann sich abzüglich der Alimente kaum eine Wohnung leisten. Er müsste also zurück zu seinen Eltern oder zu seinem Bruder oder was weiß denn ich....
      und hier beginnt mein schlechtes Gewissen.... soll ich noch 2 Jahre warten, bis er sich ein Eigenheim leisten kann? wo soll er denn hingehen, wenn ich mich trenne? soll ich ihn noch einige Zeit hier wohnen lassen? (wäre für mich grundsätzlich kein Problem).
      Oder ist es nicht meine Sache, wo er hingeht?

      Wird er es seiner Familie und den Freunden alleine sagen, dass es zu Ende ist oder soll ich nach alle den Jahren zumindest seinen Eltern erklären, warum es für mich vorbei ist? sie aber die Kinder immer sehen können - genauso wie mein Mann das jederzeit kann.

      Meine Mädels sind 3 und 2 Jahre alt - inwiefern soll ich sie über die Trennung aufklären? was sagt man da genau? zu sehr ausschweifen macht doch keinen Sinn, da sie noch so wenig verstehen....

      Gibt es einen richtigen Moment für die Trennung? womöglich nicht.... wie weit im Voraus habt ihr eure "Trennung" geplant? oder war das bei euch eine Kurzschlussreaktion?
      Woher weiß man, dass es sich nicht mehr bessern wird? So oft schiebe ich die Trennung schon auf, weil es ja wieder heißt, er bemüht sich. es wird wieder besser. das ist nur eine Phase. wann ist die Phase keine Phase mehr? wann ist genug? ich habe Angst, dass ich nicht genug gegeben habe.
      Andrerseits - hätten wir keine Kinder, wäre ich schon längst weg.

      Soll ich ihm und der Schwiegermutter dann den Hausschlüssel abnehmen? Ich möchte keine schlechte Stimmung verbreiten und ich habe grundsätzlich damit kein Problem, da ich beiden vertraue und sie auch weiterhin viel Kontakt zu den Kindern haben werden.

      Ich fürchte mich schon davor, wie es wohl mit den zwei kleinen Mädels wird, ganz alleine, das wird wohl sehr anstrengend. Andrerseits hilft er mir jetzt offiziell auch nicht unbedingt. Aber zu wissen, dass abends jemand im Haus ist, falls etwas ist, ist natürlich beruhigend...

      Ich danke euch für eure Erfahrungen, Meinungen, Beiträge..... und hoffe auf ein paar Antworten, die mir meine Grüblerei etwas erleichtern oder andere Sichtweisen geben...

      Danke!!!

      liebe grüße

      Also, den Kindern würde ich sagen, dass Papa nicht mehr dort wohnt, sie aber ganz oft besucht und etwas mit ihnen unternimmt.
      Sei froh, dass sie noch so klein sind, bei mir war es schwieriger mit meiner 12-jährigen.

      Besprich mit ihm, wo er nach der Trennung wohnen kann (Vater, Bruder?)

      Wahrscheinlich ist es am besten, wenn jeder es erstmal allein seiner Familie sagt. Du kannst ja im Nachhinein nochmal Kontakt zu Deiner Schwiegerfamilie aufnehmen.

      Wenn die Trennung im Nachhinein doch nicht richtig war, werdet Ihr es merken.

      LG
      bruchetta

    • (7) 01.02.18 - 23:02

      Für mich wirken diese Gründe, die Du auflistest sehr banal.

      Was muss man sich unter fehlendem Respekt/Unterstützung/Herzlichkeit vorstellen?

      • Vlt, dass der Mann den ganzen Tag vor dem PC/Fernseher sitzt, sich nicht mit seiner Frau unterhält. Nicht im Haushalt und bei der Körperpflege hilft? Mein Mann war eine Zeit lang auch so, nach 7 Jahren Beziehung und 1. Jahr Ehe, hieß es plötzlich. " Jetzt nicht, ich lese jetzt, wenn du mit mir reden willst, dann wenn ich nicht beschäftigt bin" oder ich sagte ihm :" -Räum deine Socken in den Wäschekorb" Darauf bekam ich zu hören:"- Immer musst du meckern" Er hat mich sogar mehrmals ohne Grund "Mistviech"genannt. Da meine Scheidungsandrohungen nicht reichten, bin ich zum Anwalt gegangen. Seit er geblickt hat, dass ich es ernst meine, ist er wieder der liebevollste Mensch auf der Erde geworden. Er kocht, putzt, kümmert sich um das Kind, ist rund um die Uhr für mich da und hat seinen PC nicht mehr als 20 Minuten am Tag an. Genauso wie er auch die ersten 7 Jahre war. Er meint selbst, er hätte diesen Arschtritt gebraucht, da er sich unverschämt verhalten hat. Wieso soll man dem mit einem Menschen leben, der einen nicht schätzt und ggf. beleidigt? Wieso haben manche Frauen so wenig Selbstwertgefühl?

        • (9) 04.02.18 - 22:43

          Das war in Deinem Fall so - aber hier gehts ja um die TE, und da sie sich nicht genau geäußert hat, kann man halt schlecht urteilen.

          so läuft es hier auch - er hilft mir mittlerweile wenig bis kaum mit den Kindern, Haushalt ist für ihn ein Fremdwort. die kacke bleibt im klo kleben, die mit haaren verklebten rasierklingen liegen lose herum, er hortet dreckiges geschirr überall, das verschimmelt. wenn ich mich zu wort melde ist es ein "du hast zu machen was ich dir sag". oder "du versaust mir mein ganzes leben". oder "interessiert mich einfach nicht".
          genug drohungen zum thema scheidung hatten wir schon durch - er is felsenfest der meinung, wir hatten nie eine ehekrise und er ist eigentlich glücklich so wie es ist. er ist auch der meinung, dass er eigentlich mehr im haus macht als ich #gruebel
          und nein, ich bin nicht paranoid oder sonst etwas...
          unabhängig von diesen dingen habe ich mich (glaube ich) mittlerweile emotional so entfernt, dass für mich ein freund ist - nicht mehr. oder wird liebe immer zu so etwas wie freundschaft mit der zeit? #augen

      Es sollte Kinderpflege heißen

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