Er droht mit Selbstmord

    • (1) 02.02.18 - 08:38
      ysn

      Hallo, ich habe mich vor ein Monat endgültig getrennt und seit ein paar Tagen bin ich in einer neuen Beziehung. Mein Ex weiß es jetzt und setzte mich jetzt unter Druck indem er mit Selbstmord droht. Wir haben ein gemeinsames Kind ich sagte auch zu ihm das er doch bitte an den klein denken soll er braucht doch sein Vater. Da sagte er nur das er uns braucht und ohne uns nicht leben möchte.

      Viele meiner Freunde und Familie sagen ich soll das dem Jugendamt melden da er ja völlig durchknallt und man Angst haben muss das er nicht weiter geht. Vorstellen kann ich es mir nicht allerdings wusste ich auch nicht das er überhaupt soweit schon geht.

      Ich weiß nicht was ich tun soll, will ihm ja auch nicht das Kind wegnehmen hab aber schon Angst das er völlig ausflippt.

      Wäre schön wenn ich ein paar Tipps bekäme.

      LG

      • (2) 02.02.18 - 09:03

        Definitiv würde ich das auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und mich dahingehend beraten lassen. Es gibt auch erweiterten Suizid, das darf man nicht vergessen. Und hier kann Dir niemand sagen, ob er es ernst meint.

        Er braucht Hilfe und Du kannst, auch wenn Du Dir das im Moment nicht vorstellen kannst, eben auch nicht einschätzen, in welchem emotionalen Zustand er ist.

        Wenn das Jugendamt Dich nicht ernst genug nimmt, dann schalte den Kinderschutzbund ein.

        (3) 02.02.18 - 11:34

        Ich würde sofort zur Polizei und das zur Anzeige bringen - die nehmen das auf und sprechen mit Deinem Ex, evtl. kommt er in die Psychatrie, dort wird ihm durch die Krise geholfen.

        (4) 02.02.18 - 17:35

        Ich würde an deiner Stelle beim Sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt anrufen. Du bist nicht die erste, der sowas passiert. Die können dich beraten, was zu tun ist und dir auch Unterstützung anbieten. Es gibt auch Notfallnummern dort. Nehm das ruhig in Anspruch.
        So eine Drohung muss man auf jeden Fall ernst nehmen.
        Ich wünsche euch alles Gute.

        Lg

      (7) 03.02.18 - 10:54

      Mein Ex hat das auch mal gemacht. Allerdings habe ich ihm spontan ins Gesicht gesagt "Tu was du nicht lassen kannst. Reisende soll man nicht aufhalten."

      Dieser Spruch ist idR nichts als eine Erpressung, denn so eine "Schuld" will sich ja niemand aufladen.

      Meine Ärztin damals nannte das einen "hochaggressiven Akt" gegen mich.

      Natürlich kann man auch alle möglichen Stellen kontaktieren. Besonders, wenn man den Eindruck hat, das ist eine ernst gemeinte Ansage. Aber man darf auch nicht unterschätzen, dass das von jemandem, der die Trennung nicht akzeptiert auch gern als ein "Liebesbeweis" (Sie will ja nicht, dass ich mich umbringe) gewertet wird.

      Von daher würde ich die Tür weiter schließen. Sein Leben, seine Verantwortung. Mein Leben, kein selbstschädigendes Helfersyndrom.

      LG

      PS: Mein Ex ist noch mopsfidel.

      • Dein erster Satz könnte von mir sein - auch ich habe meinem Ex damals das Gleiche gesagt. Nachdem ich über zweieinhalb Jahre verdroschen wurde, war mir das vollkommen wurscht, was der mit seinem Leben gemacht hätte.
        So eine Erpressung würde ich niemals zulassen.
        Ach ja, mein Ex hat auch noch 20 Jahre danach gelebt, dann hatte er sich totgesoffen.
        Tja.... seine Entscheidung.
        LG Moni

    (9) 03.02.18 - 18:42

    Ach was, das ist nur pure schizophrene Erpressung! Das kenne ich auch aus einer früheren Beziehung. Sowas muss man knallhart ignorieren. Der wird sich nie etwas antun, wenn man es machen will, dann macht man es still und leise! Da brauchst du dir gar keine Sorgen zu machen.

    • (10) 04.02.18 - 00:30

      Das ist ein großer Irrglaube. Die meisten Menschen kündigen ihren Suizid vorher an.

      Lg

      • (11) 04.02.18 - 00:34

        Jemand, der wirklich sterben will, kündigt das nicht an und riskiert damit, dass sein Selbstmord verhindert wird. Jemand, der wirklich sterben will, benimmt sich so normal wie möglich, damit niemand Verdacht schöpft und zieht es dann durch ohne es anzukündigen. Denn nur so hat derjenige die besten Chancen, dass es klappt und keiner ihn aufhält. Jemand, der eigentlich nicht sterben will, sondern einfach nur SO nicht weiter leben will, kündigt es an und hofft so auf Hilfe und Verhinderung damit sein leben besser wird.

        • (12) 04.02.18 - 12:23

          Dann lies dir dazu mal Stazltistiken durch. Bzw Literatur. Die besagt genau das Gegebteil. Niemand will sterben. Der Tod scheint nur oft die letzte Option zu sein. Und fast immer werden Selbstmordgedanken und Absichten vorher angekündigt.

          Lg

          • (13) 04.02.18 - 15:06

            Doch, natürlich möchten viele sterben.leite, die einfach keinen Sinn mehr im leben sehrn, unheilbar kranke Menschen wählen oft lieber den suizid als den langsamen und qualvollen Tod durch die Krankheit. Es gibt viele Menschen, die wirklich sterben wollen. Der Mann der te gehört aber nicht dazu. Er will nur SO nicht weiter leben.

            • (14) 04.02.18 - 16:18

              Das ist genau das, was ich gesagt habe. Der Tod scheint die bessere Option zu sein, als das Leben. Trotzdem hat jeder Mensch einen Selbsterhaltungstrieb. Und deswegen sprechen die meisten suizudalen Menschen über ihre Absichten.
              Solche Warnungen muss man also immer ernst nehmen. Kann sein, dass ihr Ex sie nur erpressen will. Kann aber auch sein, dass er sich ein Leben ohne die beiden nicht vorstellen kann. Woher willst Du das wissen?

              Lg

              • (15) 04.02.18 - 17:31

                Und das ist dann ihre Verantwortung?

                • (16) 04.02.18 - 18:23

                  Vielleicht geht ihr Exfreund ja nich am Arsch vorbei!?!

                  (17) 04.02.18 - 18:44

                  Und wir sind alle nicht in der Lage, zu entscheiden ob es ernst ist oder nicht. Deswegen habe ich das mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst vorgeschlagen. Ihr bildet euch alle ein Urteil. Natürlich ist sie nicht für sein Leben verantwortlich. Aber es gibt sowas wie Emphatie, Pflichtbewusstsein usw. Ich kann die Reaktionen nicht nachvollziehen. Typischen Klischees folgen.

    Oh doch, sie muss sich Sorgen machen. Denn in dem Kontext ist das Risiko eines Rachesuizides leider gross, was man noch als seine persönliche Angelegenheit einstufen könnte, aber es muss leider eine Gefährdung des Kindes in Betracht gezogen werden.

    • Weißt du, ich war sehr lange bei AGUS, als Helferin aktiv, ich habe auch schon quasi ein Selbstmord miterlebt, die Leute, die sich wirklich umbringen, wollen keinem damit schaden, sie sind nur verzweifelt und sehen keine Möglichkeit mehr in diesem Leben wieder glücklich zu werden. Von einem Selbstmord aus Rache, hab ich trotz langjähriger Erfahrung noch nie gehört. Ja, es gibt dann gestellte Selbstmordversuche, um sein Gegenüber zu erpressen und unter Druck zu setzen, wirklich sterben will und wird er aber nicht.

      • Also, du würdest dein Kind deinem Expartner anvertrauen, nachdem dieser gedroht hat sich umzubringen, wenn du nicht das tust, was er von dir verlangt?
        Hattest du bei deiner jahrelangen Beschäftigung mit Angehörigen von Selbstmördern ernsthaft keine Fälle von Kindstötung mit anschliessendem Suizid? Fällt mir schwer zu glauben.....

        • Natürlich würde ich ihm kein Kind anvertrauen. Sondern die Polizei anrufen ubd ihn Zwangseinweisen lassen. Es geht mir nich darum, dass sie ihm das Kind anvertraut, das wäre mir zu gefährlich, sondern nur darum es festzustellen, dass er nicht wirklich sterben will, wenn er sich aus Rache umbringt, dann war dies kein beabsichtigter Selbstmord, sondern eine schiefgelaufene
          Selbstmordinszenierung!!!

(22) 04.02.18 - 17:18

Wenn er NICHT mit dem Kind zusammen ist, dann würde ich nicht viel unternehmen, allerhöchstens um mir nicht irgendwann ein Gewissen zu machen, jemand informieren der ihm näher steht. Soll der dann entscheiden ob und wie handeln. Mit Selbstmorddrohungen lasse ich mich nicht erpressen, sollte jemand einen Rachesuizid begehen wollen, dann ohne, dass ich mir den Schuh mit der Schuld anziehe....

Wenn er hingegen mit dem Kind zusammen ist, dann würde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Nach so einer Äusserung wäre er mindestens so lange keine Sekunde mit dem Kind alleine bis ein psychiatrisches Gutachten belegt, dass keine Suizidgefahr (mehr) besteht.

Ja, ich habe in der Hinsicht eine sehr konsequente Haltung, ich bin Überlebende eines sogenannten erweiterten Suizids und unter anderem deshalb ziemlich mit dem Thema vertraut.

  • Weißt du, ich war sehr lange bei AGUS, als Helferin aktiv, ich habe auch schon quasi ein Selbstmord miterlebt, die Leute, die sich wirklich umbringen, wollen keinem damit schaden, sie sind nur verzweifelt und sehen keine Möglichkeit mehr in diesem Leben wieder glücklich zu werden. Von einem Selbstmord aus Rache, hab ich trotz langjähriger Erfahrung noch nie gehört. Ja, es gibt dann gestellte Selbstmordversuche, um sein Gegenüber zu erpressen und unter Druck zu setzen, wirklich sterben will und wird er aber nicht! In meinem Fall, ist mein Erpresser z.B. auf Bahngleisen spazieren gegangen, oder hat sich vor meinen Augen sich eine Autobatterie gekauft mit den Worten:" So kann die Sicherung nicht ausgehen" Alles nur pure Erpressung. Hat darauf eine Auflage bekommen und lebt inmer noch...

    • Dann hast du eventuell etwas einseitige Erfahrungen gemacht mit den Hintergründen von Suizidalität und vollendetem Suizid.
      Wenn du beispielsweise ein bisschen recherchierst über erweiterten Suizid ( was für ein widerlich beschönigender Begriff für einen Mord mit anschließendem Suizid), dann wirst du insbesondere bei Vätern sehr schnell auf den Rachesuizid stossen.

      • (25) 06.02.18 - 21:25

        Er hat es versucht ich habe mit seiner Mutter gesprochen. Wir beide ziehen jetzt an einen Strang. Ich möchte ihm den klein nicht ganz entziehen da er ein lieber Papa ist und der kleine seinen Papa braucht. Da ich aber Angst habe das er den klein mitnehmen will wenn er es wieder versucht haben wir uns jetzt die Lösung genommen das er den klein nur mit Aufsicht von seiner mum nimmt. Er wird jetzt eingewiesen und bekommt die entsprechende Behandlung. Ich hoffe das es ihm dann besser geht.

        Ich mache mir schon selbst Vorwürfe ich hätte schon viel früher ein endgültiges Ende setzen müssen nämlich da als ich schon das Gefühl hatte das irgendwas nicht stimmt mit ihm

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