Trennung - wie bringe ich das meinem Kind bei?

    • (1) 01.03.18 - 11:14

      Hallo zusammen,
      Ich brauche einen Rat. Wie sage ich meinem Kind, das ich mich von Papa Trennen will und das wir in andere Wohnund umziehen?
      Mein Sohn ist 4.
      Wir sind mit seinem Vater nicht verheiratet, seit 2009 zusammen, seit 2012 zusammenlebend. Haben Gemeinsamen Sorgerecht und leben (noch) zusammen in seiner Wohnung. Mein Name steht nicht mal in Mietevetrag, und bei Trennung werde ich ausziehen.
      Ich will, das mein Kind bei mir bleibt, will aber meinem Freund nicht etwas verweigern. Von mir aus, kann alles bei alten bleiben, nur wie sind nicht mehr ein Paar. Wir sind Eltern und kümmern uns zusammen ums Kind, und er kann ihm ohne Einschränkungen sehen, aber wir sind kein Paar mehr.
      Wie sage ich das meinem Sohn, ohne ihm zu schädigen?
      Mein Freund ist ein guter Vater, nach seine Art. Er ist kein Schläger oder Trinker oder so ähnnlich.
      Es ist nur so, das er mich seit Jahren massiv psychisch belastet. Jede Kleinigkeit ist für ihm ein Grund zu Diskussion, und er hat natürlich immer Recht. Und ich bin immer die langsamste, die dummste, die Frau ohne Geschmack, meine haare, meine Figur, meine Kleidungsstil, meine Schuhe, meine Art sich zu benehmen(bin lässig-sportlich und gemütlich) , alles ist nicht gut genug und wird immer wieder kritisiert. Ostblock-Mentalität auch oft erwähnnt :(. (bin nicht Deutsch). Das ganze ist etwa in der Elternzeut angefangen, also als Kind kam.

      Ich werde auch wegen meine Einstellungen zu Kindererziehung und Kindesernährung oft kritisiert. Ich werde belastet, weil ich keine Verhütungspille nehmen will (tut mir nicht gut, 3 marken rumprobiert), und er keine Kondome mag.
      ich werde beschuldigt, dass ich KIndergeld für 4 Jahre ohne nachzudenken ausgegeben habe. Er sagt, "das sind doch 8000 euro, wo sind die? Wie, du hast alles ausgegeben? Gibts nicht! So viel Geld! Wie dumm muss man sein usw".
      Wenn man daran denkt , erscheint das ganze keine Grund zu Trennung zu sein. Aber wenn solche Kleinigkeiten jeden Tag haufenweise kommen, das geht auf die Nerven und auch auf Gesundheit. Man krigt ständig schlechte Laune, Kopfschmerzen, manchmal schmerzt mir in der Brustkorb, wenn wir streiten, sticht es plötzlich und ich kriege kein Wort mehr raus. Schlafstörungen auch.
      Letztes mal habe ich von 1,5 Jahr von Trennung gesprochen. Ich habe mir diese entscheidung gut überlegt und ich ziehe es durch.
      Weil ich glaube ich kann nicht mehr aushalten. Das ist wie Schaukeln - mal bist du oben, alles schön und gut, und mal WUUUMMS!!! und du bist wieder unten, du bist wieder dumm und machst alles falsch. Das schlimmste ist, ich weis nie, wie ich diese oben-unten beeinflüssen kann. Es reicht etwas unpassendes zu sagen. Oder ihm mal nach dm Arbeit ohne Lächeln begrüssen. Also ich muss immer aufpassen, was und wie ich sage und tue, und ich kann nicht mehr.

      Ich habe mit meinem Freund noch nicht geredet... Werde ich aber bald tun.
      Nur mein Sohn macht mir Sorgen. Wie erkläre ich ihm das?

      • Hallo!
        Meine Kleine ist auch 4, wir sind im Oktober ausgezogen.

        Als ich die Wohnung hatte hab ich sie ihr gezeigt, hat ihr zum Glück sofort gefallen (grösseres Kinderzimmer, grosser Garten, Tiere vorhanden). Dann hab ich sie gefragt wie es wäre wenn der Papa un der alten Wohnung bleibt und sie dort auch ihr Zimmer behält. Hab ihr erklärt dass sie jedes 2. Wochenende bei ihm sein wird und die Ferien. Als Begründung habe ich ihr erklärt dass Mama und Papa viel streiten und nicht mehr zusammen wohnen möchten. Mehr versteht ein 4jähriges Kind ja noch nicht.
        Sie war einverstanden. Wenn sie ihn vermisst rufen wir ihn an. Er kommt auch mal zwischendurch zum Abendessen wenn er Zeit hat.

        Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft
        Sunny

        Ich stehe vor einem ähnlichen Problem

        Nur das ich in der gemeinsamen Wohnung bleibe und er muss gehen

        Mein großer ist fast 6 und liebt seinen Papa meine Tochter ist 1 Jahr alt

        Hier ist es so das jeder Bock vom großen eskalieren kann und mein Freund sich nicht im Griff hat dann total heftig reagiert mich und das Kind beleidigt
        Ich gehe dazwischen weil ich mit seinem Verhalten nicht einverstanden bin dann bekommen wir uns in die Wolle

        Ja is nicht schön

        Wären diese Momente nicht wäre es aber auch nicht alles ok

        Ich mache im Prinzip fast alles zu Hause
        Er kommt von Arbeit kurz zwei drei Worte und Zack sitzt er vorm Pc und spielt

        Ich kann nicht mehr

        Wir ziehen es jetzt Samstag durch

        Kinder sind bei meinen Eltern wir zum Essen bei seinen Eltern, die wissen Bescheid und stehen hinter mir

        Ach man ich hab echt schiss

        Lg kitty

          • Verschrieben Sonntag also übermorgen

            Ich weiß absolut nicht wie er reagieren wird eigentlich dürfte er sich nicht wundern aber er glaubt ja nicht das ich es durchziehe

            Gerad war er wieder total lieb mit den Kindern
            Diese Momente machen es mir schwer aber ich kann nicht jedesmal Angst haben wenn er alleine ist mit den Kindern das dann irgendne Situation eskaliert

              • Ja das Gespräch war soweit gut

                Er hat gemerkt das ich es ernst meine

                Wir haben lange geredet

                Jetzt haben wir Absprachen getroffen

                Bisher hält er sich an alle Absprachen

                Wir sehen wie es weiter geht

                Hey ...

                Jetzt hat es wieder „geknallt“

                Ich hab mir beim letzten Mal geschworen passiert das nochmal ist Schluss

                Jetzt hab ich es ihm gestern gesagt das ich uns nicht mehr als paar sehe und das wir getrennte Wohnungen brauchen

                Jetzt ist es raus

                Ich fühle mich erleichtert aber bin echt ratlos wie es jetzt weiter geht

                Wie sagt ich es unserem 6 jährigem Sohn :-(

      Kindern in dem Alter ist es egal was du denen erzählst. Sie realisieren es eh nicht. Die Worte „wir trennen uns“ verstehen sie nicht.
      Kindern in dem Alter ist es wichtig dass es am besten so bleibt wie vorher:
      Warst du seine Hauptbezugsperson bleibt er bei dir. Geht papa mit ihm jede Woche in den zoo bleibt auch das. So kommen sie am besten über die Trennung hinweg.
      Ich empfehle sonst gerne dieses Buch: Glückliche Scheidungskinder. Hab erst ein paar Seiten gelesen aber die waren schon sehr gut.
      Außerdem sollte Kinder man erst einweihen wenn das Grundgerüst steht: wo bleibt das Kind, wie sieht die Betreuung in Zukunft aus, wer zieht aus, wie ist das Sorgerecht aufgeteilt,....
      mein Mann und ich haben die Kinder erst 5 Monate nach der ausgesprochenen Trennung informiert ( 4 & 7), als wir allle diese Themen beantworten konnten.
      Und die Kleine hat es, wie gesagt, noch nicht realisiert. Sie weiß, dass ich ausziehe und die beiden ein eigenes Zimmer in meiner neuen Whg bekommen werden. Aber dass es heißt, dass sie in Zukunft 50% der Zeit bei Papa in der alten Whg bleiben wird, ohne mich, wird sie erst begreifen, wenn es in 5 Wochen soweit ist.

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