Liebeskummer Tochter

    • (1) 19.03.18 - 06:24

      Hallo Zusammen,
      Letzte Woche hat sich der Freund meiner Tochter nach drei Jahren und zwei Tage vor ihrem Geburtstag von ihr getrennt. Beide sind 19 Jahre und waren fast täglich zusammen. Sie treiben Sport im gleichen Verein und seine Mutter ist die Trainerin. Das heißt, dass sich meine Tochter nach einem neuen Verein umschauen muss und zusätzlich zur persönlichen Trennung noch die Trennung vom verein kommt. Bisschen viel.
      Er ging bei uns ein und aus und war ein Familienmitglied.
      Ich bin noch immer fassungslos und versuche ihr beizustehen , zu trösten, zu reden.
      Er hat ihr erklärt, dass er erst mal keinen Kontakt möchte, hat ihr zum Geburtstag gratuliert. Sie hat darauf nicht reagiert
      Nun hat er mir eine Nachricht zukommen lassen : Es tut mir leid!
      Was fange ich damit an? Ich komme damit nicht klar. Soll ich antworten oder nicht und wenn ja was?
      Bitte um Rat
      Danke

      • Ich würde ihm nur kurz antworten, dass er die Entschuldigungen an deine Tochter zu richten hat und mitteilen, dass du da nicht reingezogen werden möchtest. Das müssen die beiden untereinander klären. Ich hätte nicht gewollt, dass meine Mutter sich da reinhängt und mit dem Ex kommuniziert.
        Tut mir leid für deine Tochter. Liebeskummer ist ein Arschloch. Sei für sie da, unternehmt was Schönes, lenk sie ein wenig ab (wenn sie das möchte). Mehr kannst du als Mutter da fürchte ich nicht machen.
        LG, palo (die sich mit 2 Töchtern irgendwann auch auf diese tränenreiche Zeit einstellen muss #zitter)

        • Vielen Dank Für deine Antwort,
          Dann liege ich mit meinem ersten Impuls nicht so falsch .
          Ich habe jetzt erfahren dass er auch meine jüngere Tochter angeschrieben hat und sich auch entschuldigt hat mit der Bitte dass sie auf ihre Sxhwester aufpasst

          • Hallo.

            Weißt du denn, ob was vorgefallen ist. So einfach macht er nicht Schluß, zumal er sich ja auch noch bei dir und der Schwester entschuldigt.

            Ich habe mittlerweile jetzt zwei Trennungen meiner Töchter "mitgemacht". Die Große hat sich nach fünf Jahren Beziehung von ihrem damaligen Freund getrennt. Für uns war er auch schon ein Familienmitglied. Aber man hat schon gemerkt, etwas stimmt da nicht. Und so war es, sie haben einige Sachen erlebt, wo die Beziehung einen Knacks bekam. Und das ist meistens nicht mehr zu kitten. Ihr fiel es nicht leicht, darüber zu reden, aber man hat es gemerkt. Hab gefragt, ob alles in Ordnung ist. Erst sagte sie, ja alles gut. Ok, dann ist ja gut. Aber dann sagte sie, nein nichts ist in Ordnung. Und dann hat sie erzählt. Ich hab zu ihr gesagt, ich bin deine Mutter, ich bin für DICH immer da. Auch wenn mir der Freund leid tat. Er hat sich auch noch sehr oft gemeldet und wollte sich "ausheulen". Ich habe auch da zugehört, aber gesagt, dass ich ihn verstehe und es mir leid tut, aber mich da nicht einmische. Das ist eine Sache zwischen dir und meiner Tochter. Inzwischen ist sie seit drei Jahren neu liiert und glücklich und der "Ex" auch glücklich. Das freut mich für ihn, denn er hat wirklich gelitten. Und sporadischen Kontakt haben wir auch. Und meine Jüngste ist seit Valentinstag wieder "frei". Sie ist eher der Typ, sie verkriecht sich erst mal und macht es mit sich aus. Aber inzwischen haben wir drüber geredet und ich merke, ist noch ganz schön frisch. Zumal sie sich auch in der Berufsschule immer noch sehen und auf Freundschaft machen. Sie findet es ganz gut, aber ich denke mal, sie hält diesen Strohhalm fest. Sie sagt, sie kommt klar damit. Sie beide haben jetzt auch diese Woche Geburtstag und schenken sich noch was. Na mal schauen, wie es da weiter geht. Aber auch da bin ich immer für sie da, wenn sie mich braucht.

            Ich denke mal, derjenige, der verlässt merkt manchmal gar nicht, wie sehr der andere Part darunter leidet. Ich würde immer auf die Seite meiner Tochter stehen, dennoch würde ich den anderen Part nie was vorwerfen oder die Schuld geben (Sofern keine Gewalt etc. im Spiel ist). Es hat seine Gründe und sie kommen drüber weg.

            Meinen Töchtern hat es geholfen, dass ich dann immer da war, wenn sie quatschen wollen/wollten. Ich aber nicht wirklich gelöchert. Das Leben geht weiter und es muss nicht dieses Problem im Mittelpunkt stehen. Aber man kennt ja seine Kinder und weiß, wie man auf sie eingeht. Und meine Kinder müssen reden. Aber ich habe sie kommen lassen, habe nie angefangen. Denn man fängt mit Sicherheit mit der falschen Frage an. Aber da sind echt alle vier so.

            Alles Gute und viel Nerven.

            LG

      Ich denke, dass es nichts bringt, wenn sie den Verein und damit ihre Freunde im Verein verlässt, nur wegen ihm und der Mutter. Das ist der falsche Weg. Irgendwann werden sie sich eh begegnen.

      Wir mussten alle schon mal durch Liebeskummer durch. Du kannst nur für sie da sein - die Freude am Leben wiederfinden und damit abschließen, das kann nur sie selbst! Es wird bestimmt etwas dauern..

      Nein, sie muss sich keinen neuen Verein suchen. Ich selbst war auch mal mit einem Vereinskollegen zusammen und ja am Anfang war es sonderbar nach der Trennung, aber das legt sich. Ist man in der Schule mit einem Klassenkamerad zusammen, hat man das ja auch.

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