3. Trennung. Und wieder ist mein Mann wieder Thema.

    • (1) 05.04.18 - 14:52

      Hallo, ich weiß, ihr könnt mir nicht helfen oder aus der Ferne beurteilen. Vielleicht gibt es ja gleichgesinnte oder doch die ein oder anderen guten Ratschläge. Mein Mann und ich sind 9 Jahre verheiratet und haben 2 Kinder. Wir sind getrennt. Es ist die 3. Trennung, das erste mal allerdings mit den Kindern. Ich habe ihn als unreifen Mann kennengelernt mit allerhand Baustellen und Problemen. Das war der Grund für Trennung 1 und 2. die ziemlich schnell aufeinander folgten. Nun, 7 Jahre später sind wir das 3. mal getrennt. Wir waren beide sehr unglücklich und haben uns viel gestritten. Am Ende eskalierte es und eine Trennung war unumgänglich. Ich wollte eine paartherapie, er aber nicht. Und anders ging es nicht weiter. Jetzt, nach knapp einem Jahr ist er einsichtig. Möchte zurück. Eine Therapie machen uvm. ich fühle mich ihm so verbunden und ja, ich liebe ihn noch. Mein Herz sagt: lass es langsam angehen, er soll sich beweisen ihn fann ... vielleicht ja. Mein Kopf sagt: auf keinen all, das ist Wahnsinn. Ich weiß nicht weiter :((( hat jemand schon mal eine ähnliche Beziehung geführt?

      Hallo.

      Aus eigener Erfahrung würde ich vor Wiederaufnahme einer Beziehung auf ausführliche Therapie bestehen. Und erst nach einiger Bewährungszeit und sichtbaren und gefestigten Therapiefortschritten mit einer partnerschaftlichen Annäherung starten.

      Ich bin auch dafür, Ehe und Familie erstmal retten zu wollen. Nur ist das eben mit harter Arbeit verbunden. Die scheut man gern mal, wenn man sein Ziel zu schnell wieder erreicht.

      Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.

        • Hmm. Mir wären jetzt 4 Monate zu wenig.

          Wir waren 12 Jahre zusammen, haben zwei Kinder (5 und 2). Wir kommen beide aus kaputten Familien, wobei ich niemals gedacht hätte, dass mich das beeinträchtigt, aber so ist es, denn sonst wären wir kein Paar geworden bzw so lange zusammen geblieben. Ich bin seit 5 Jahren dabei, meine Vergangenheit abzuarbeiten. Bzw ist sie das weitestgehend, aber dadurch würde mir immer bewusster, wie katastrophal meine Gegenwart ist.

          Sein Vater hat seine Mutter lange verprügelt. Mein Mann ist sehr cholerisch, eigentlich harmoniebedürftig aber immer unglücklich und unzufrieden und dann eben absolut ohne Selbstkontrolle. Er hat mich immer sehr beleidigt, jahrelang Mobiliar oder Gegenstände bei seinen Ausbrüchen zerstört.

          Leider wurde das nach einer längeren Zeit der Besserung bevor wir unser erstes Kind bekamen danach wieder schlechter. Da er auch irgendwann keinerlei Scheu hatte, mich vor den Kindern sehr derbe nieder zu machen und immer gereizter wurde, habe ich ihn letzten Sommer gegen seinen Willen, sogar unter Androhung einer Anzeige, rausgeworfen. Er hatte sich jahrelang gegen eine Therapie gesperrt.

          Danach hat er eine Kur mit überraschenden Therapieerfolgen gemacht. Aufgrund der gesamten Situation haben wir es nochmal versucht. Allerdings ist er sofort in alte Muster gefallen und ist auch nicht, wie versprochen seine Anschlusstherapie angetreten. Natürlich hat uns das das Genick gebrochen und wir sind nun erneut getrennt. Viel festgefahrener als im letzten Jahr. Und gerade die Kleine bekommt nun viel mehr mit und leidet darunter.

          Tja. Vielleicht hätte es geklappt, wenn er länger in Therapie gewesen wäre, wenn seine Erfolge gefestigt gewesen wären. In so kurzer Zeit können keine Verhaltensmuster aufgebrochen werden, die sich sein ganzes Leben lang manifestiert haben.

          Wir alle leiden, Liebe wäre genug da, aber ich kann so nicht mehr leben und will das meinen Mädchen auch nicht vorleben. Sie werden ansonsten vermutlich mal Opfer, weil sie es ihr ganzes Leben lang vorgelebt bekommen haben, dass Beziehung so funktionieren darf.

          Die letzte Trennung ist gerade sehr akut und mir geht es so schlecht damit. Tut mir leid. Ich hoffe, es kam rüber, was ich im Kern versuchen wollte zu zeigen.

          Wenn er therapiebereit ist, soll er sie antreten und erst wenn lange und stetige Erfolge zu sehen sind, den gemeinsamen nächsten Schritt wagen.

          Mensch, ich wünsche euch wirklich, dass es funktioniert, von Herzen. Genauso, wie ich es mir für uns gewünscht hätte.

          LG

    Hallo Maya,

    ohne Details zu kennen (undwahrscheinlich selbst dann nicht), kann ich dir keinen Rat geben, ob sich kämpfen lohnt, ob die Beziehung noch eine Chance hat....
    So aus dem Bauch heraus bin ich ambivalent:
    Einerseits:
    Lass dir Zeit, aber kämpft! Wenn noch Liebe da ist, gibt es Chancen und wenn ein gemeinsames Kind da ist, lohnt es sich erst recht (jede nachfolgende Partnerschaft wird sich nie wieder so "ganz" wie Familie anfühlen!)
    Andererseits:
    Lass es! Schon dreimal getrennt ward ihr nicht ohne Grund. ...und für einen erneuten Versuch wird viel Kraft draufgehen, die du eigentlich für dich und dein Kind brauchst.

    Aber was ich auch ganz ungünstig finde: den Zeitdruck durch die Übergangslösung! Ich weiß nicht, ob 4 Monate reichen. Kommt auf den Trennungsgrund und vieles mehr an. Aber "In 4 Monaten muss er aus der Übergangswohnung raus" heißt ja (je nach Wohnort) schon, wenn ihr nicht wieder zusammenzieht, muss er eigentlich schon in spätestens 2 Monaten nach einer neuen Wohnung suchen. Das setzt euch enorm unter Druck. Das könnte deinen noch-Mann dazu verleiten, falsche Geborgenheit und Sehnsuch nach der Partnerschaft (vs. kein Zuhause mehr/Wohnungssuche) verspüren.

    Also neuer Versuch?! Keine Ahnung! Aber wenn, dann nur unter der Vorraussetzung, dass eure Paarzufriedenheit und das Fortschreiten der Therapien/Gespräche den Zeitpunkt für einen möglichen erneuten Zusammenzug setzen und nicht die Wohnungsnot, das hieße für mich, er müsste sich parallel um eine weitere Bleibe kümmern, damit auch das Scheitern der erneuten Beziehungsbereitschaft ohne Wohnungsprobleme möglich sein kann.

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