Noch ein Problem wegen Trennung

    • (1) 22.06.18 - 14:34

      Ich bin von meiner Frau seit 7 Jahren getrennt. Sie hat nie Unterhalt von mir verlangt. Sie wohnt in unserem gemeinsamen haus für das sie weiter Kredit abzahlt. In dem Haus wohnt ihr Vater in einer angeschlossenen Wohnung für die er jeden Monat 100€ miete an meine Frau bezahlt. Sie selber geht nur halbtags arbeiten. Hat sich auch nie gekümmert etwas dazu zu verdienen. Jetzt verlangt sie nach 7 Jahren Unterhalt. Da ich aber bisher nie zahlen musste hab ich 2 kredits aufgenommen. Ich hatte ja das Geld zur Verfügung. Ist es ihr recht und wie lange müsste ich zahlen? Sie muß ja langsam mal alleine klar kommen. Kinder leben nicht mehr im Haus. Kann ich bei einer Scheidung verlangen das sie das Haus verkauft?

      • Hallo!

        Ich lese schonmal nichts von Kindern. Das macht es einfacher.
        Nach 7 Jahren dürfte es schwierig werden noch einen Anspruch auf Unterhalt durchzusetzen.

        Zunächst wäre es da mal an ihr ihren Lebensunterhalt selber zu bestreiten:
        Vermieten der Wohnung zum marktüblichen Preis, Aufnahme einer Vollzeittätigkeit.

        Für was will sie denn Unterhalt haben? Für "die Ex von netti sein"? Wird nach 7 Jahren Trennung aber nicht sehr einfach für sie werden, das durchzusetzen.

        Aber da es offenbar zwischen euch anfängt, sehr stressig zu werden, solltet ihr das Haus und Finanzen bzw. auch eine Scheidung so langsam mal angehen und auseinander dividieren. D.h. Du solltest einen Anwalt aufsuchen und Dich beraten lassen. Das wird ja nicht besser..

              • Das schon, aber das Trennungsjahr ist vorbei und sie ist fähig, voll erwerbstätig zu sein (keine Kinderbetreuung). Ist das nicht ein Kriterium, womit man das Recht auf Unterhalt verwirkt?

                • (8) 22.06.18 - 17:57

                  Als Ehepaar wirtschaften sie generell gemeinsam, man spricht vom Ehegattenunterhalt.

                  Was du meinst, ist der Trennungsunterhalt, der ist nach der Scheidung.

                  Soweit sind sie ja noch lange nicht, wenn noch nicht einmal die Scheidung eingereicht ist.

                  • Jo, wohl wahr, ich war beim Trennungsunterhalt. Bleibt aber nicht trotzdem das Problem, dass sie ihre Halbtagstätigkeit erst aufstocken müsste, weil sie ihre niedrigen Lebenskosten selbst zu verantworten hat? Und wie würde sich begründen, dass sie 7 Jahre ohne Unterhalt ausgekommen ist? Bzw. könnte sie da auch nachträglich was einfordern?

                    • (10) 22.06.18 - 18:10

                      Als Ehefrau muss sie gar nichts, wenn sie das noch nie so gemacht hat. Nachträglich kann ich mir aber nicht vorstellen, es geht ja um den aktuellen Lebensunterhalt. Das weiß ich aber nicht sicher, da müsste man wohl ein paar Urteile suchen. Der Regelfall ist das ja nicht, dass man sich nicht scheiden lässt. Da gibt es ja sicher auch gute Gründe dafür.

                      • Erstmal kann sie ja fordern, was sie will, klar. So lange sie nicht klagt und gewinnt, bekommt sie gar nichts, so wie sich der TE ja äußert. Zudem könnte er ja dann auch Miete für seine Haushälfte sowohl von ihr als möglicherweise auch von ihrem Vater verlangen. Dann wird sie vielleicht gar kein Interesse mehr an einer Klage haben. ;-)

                        Ich würde ihm aber nach wie vor zu klaren Verhältnissen raten.

                  Nee das ist der nacheheliche Unterhalt. Trennungsunterhalt ist der zwischen Trennung und Scheidung.
                  Im 7. Trennungsjahr darf man idR darauf pochen, dass der Ehepartner (insb. ohne Kinder) seine Verpflichtung für sich selbst zu sorgen wieder aufgenommen hat. Hat sie ja auch 7 Jahre lang. Die Schonfrist, sich auf die ehelichen Verhältnisse zu berufen wird idR mit einem Jahr angenommen, wenn überhaupt.

                  Siehe auch:
                  Dagegen ist die Rechtsprechung heute deutlich strenger und bejaht – wenn keine Kinder betreut werden – eine vollschichtige Erwerbsobliegenheit teilweise bereits nach Ablauf des ersten Trennungsjahres (OLG Schleswig, Beschl. v. 06.01.2015 – 10 UF 75/14 und auch BGH, Urt. v. 05.03.2008 – XII ZR 22/06).

                  LG

            (13) 22.06.18 - 18:17

            Aber schon 7 Jahre Trennung. Ich meine nach so langer Zeit ist sie verpflichtet ihren Lebensunterhalt selber zu erarbeiten bzw. Verfällt nach 3 Jahren der Anspruch. Bin mir nicht sicher.deshalb frag ich hier.

            • (14) 22.06.18 - 19:21

              Sie kann den Anspruch verwirken, wenn sie mit einem anderen Mann eine dauerhafte Lebensgemeinschaft eingeht oder schwanger von ihm wird.

              Verfallen habe ich noch nicht gehört. Auch beim kurzen googeln jetzt nicht gefunden.

              (15) 22.06.18 - 19:23

              Vielleicht ist es aber auch nicht so schlimm und dadurch, dass sie kostenlos wohnen kann, musst du nichts mehr oder nicht mehr viel bezahlen.

              Ihr solltet zum Anwalt gehen und euch beraten lassen.

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