Nochehemann möchte Ausgezahlt werden

    • (1) 16.07.18 - 22:10

      Hallo ihr lieben ,

      Ich brauche Rat , da unser Anwaltstermin noch eine Woche hin ist .. ich möchte einfach mal die Chancen abwägen ...

      Also ..
      Mein Nochehemann und ich haben Dez 2016 ein Haus gekauft. Es handelte sich um eine 100% Finanzierung mit null Eigenkapital.
      5 Monate nach dem Einzug haben wir uns getrennt . Als ich einen neuen Partner hatte meinte mein Ex, mein neuer solle sich doch nun in das Darlehen und das Grundbuch Einschreiben , damit der ex die Schulden los ist .

      Das hat nun alles etwas gedauert mit den Banken und jetzt wo alles klar gehen würde , hetzt der ex einen Anwalt auf uns und fordert darin eine Auszahlung ... wir fragen uns wofür ??? Er hat 5 Monate in dem Haus gewohnt und es dementsprechend mit abgenutzt . Den kompletten Garten haben mein neuer Partner und ich hergerichtet ( eingezäunt , Erde aufgefüllt , Terrasse neu ect ) .

      Ist es tatsächlich sein Recht das mein ex da Kohle bekommt ? Das Haus hat 127000€ gekostet und es sind noch 150000€ zu tilgen. Er hat eine Martkwertschätzung machen lassen , wo behauptet wird das Haus sei 203000€ Wert . Wir reden hier von einem 104 Quadratmeterbungalow mit Minigrundstück und eng umbaut ..
      die Bank meint das Haus sei 160000 maximal wert und 163000€ müssten mit Vorfälligkeitszinsen abbezahlt werden .. frage mich was er erwartet .. Ach und unsere 2 gemeinsamen Kinder wohnen auch hier in dem Haus .

      Was meint ihr , wie stehen seine Chancen ? Ich werde weder verkaufen , noch kann ich ihn auszahlen ... Irgendwer hat ihm das eingeredet , das er da Kohle machen kann . Versteht mich nicht falsch , aber soll er nicht froh sein das er seine Schulden an den neuen Partner abgeben kann ? Ich meine wie viele Leute Geraten da in Schulden ?!
      Ich werde aus dem Grund die Scheidung erstmal auf Eis legen .. das geht Nicht wohl bis zu 1 Jahr ohne einen neuen Antrag stellen zu müssen ...

      Danke euch Schonmal 💋🤗

      • Hallo.

        Also ich habe damals (2007) auch das Haus übernommen. Mein Ex ist aber erst 2011 rausgeschrieben worden. Er zahlte aber bis dato nix mehr an Kredit etc. Beim Anwalt wurde es aber so geklärt, dass er, solange das Haus über Kredit läuft, noch keine Ansprüche hätte. Also kann er noch keine Ansprüche stellen. Da würde die Bank auch nicht mit machen.

        Und in deinem Falle würde ich sogar vermuten, dass die Bank ihn dann auch nicht rausschreiben lassen würde, sollte er Ansprüche stellen. Er schießt sich damit ein Eigentor. Wichtiger ist nur das Grundbuch, was und wer dort drin steht.

        LG

        • Danke dir , er würde raus kommen zu null aus dem Kredit und mein Partner rein . Ebenso ins Grundbuch .. das wäre die Chance für meinen Ex aber naja... liebe Grüße

          • Er würde aber nur von der Bank abgelöst werden, wenn er auf Ansprüche verzichtet. So wird ihm die Bank das darlegen, denn die Bank möchte doch nix auszahlen. Also er hat da Null Chance was zu bekommen.

            • ich mach mir seit dem Brief des Anwalts echt Gedanken .... ich kann mir kaum vorstellen, das er Chancen hat , allerdings weis man ja nie . Wir haben am Montag einen Termin bei seinem Anwalt und ich habe dann die Woche auch noch einmal einen Termin bei meinem Anwalt ... wollte aber mal vorweg horchen . Ich wette er hat die Fakten ganz anders dargelegt.

              Schönen Dienstag noch

              • Einfach mal den Anwalt fragen, von was er ausgezahlt werden soll und ob die Bank auch bescheid weiß. Sind ja nur Schulden auf dem Haus und noch ist er nicht raus. Oder wollte er die Schulden übernehmen. Lass dich nicht beirren. Der Anwalt versucht dich vielleicht auch zu verwirren. Nichts unterschreiben und sagen, ich lass es durch meinen Anwalt checken. Dann bist du dann auf der sicheren Seite.

                • Naja, wenn etwas einen Wert x, sagen wir mal 200.000 hat. Und darauf liegen noch 180.000 Euro Schulden, 20.000 hat man schon gemeinsam getilgt, dann finde ich irgendwie logisch, dass man von dem Anteil abbezahlten Eigentum gern die Hälfte abhaben will.

                  Natürlich nicht, indem man den Wert in 1,5 Jahren um eine Fantastillion steigen lässt. Aber im Grundsatz eben schon.

                  Allerdings wird das Haus doch sowieso im Zugewinn verhackstückt.

                  LG

                  • Das Haus hat 127000€ gekostet und es sind 150000€ noch zu tilgen . Jemand der keinerlei Beitrag geleistet hat , Bis auf 50% Tilgung für 5 Monate , kann doch jetzt nicht kommen und sagen ich will was vom KUchen. Wie schon gesagt es gibt kein Gutachten. Lediglich eine Wertschätzung von jemandem der das Haus und deren zustand nie sah ... somit müsste der nächste Schritt sein, das er einen Gutachter beauftragt .. dieses Haus hat keinen Wert von 200000€ . Es gibt keine Besonderheiten , keine außenrollos, Badezimmer 20 Jahre alt keine Hichwertigen Böden ect. Woher soll Eine Wertsteigerung von 127000€ auf 203000€ kommen ... das regt mich total auf und ich bin froh wenn ich beim Anwalt war ... habe auch zusätzlich bei meinem Anwalt einen Termin

                    • Es waren bei mir lediglich Beispielwerte.... Die Wertsteigerung mag ja an den Haaren herbei gezogen sein. Du kannst dennoch nicht per se ausschließen, dass Ausgleichsansprüche da sind, das wollte ich damit nur ausdrücken.

                      Und wie gesagt, es müsste außerdem auch sämtliche Ansprüche im Rahmen des Zugewinns müssten betrachtet werden.

                      LG

                      Das spielt keine Rolle, wer das Haus abbezahlt, solange es eine Zugewinngemeinschaft ist und er Eigentümer ist.
                      Wechle den Güterstand.

                Mein ex wollte das Haus nicht haben bei der Trennung. Er meinte immer , sogar schriftlich, das ich hier mit den Kindern wohnen bleiben kann und er sobald Möglich aus dem Darlehen entlassen wird ... Diese Möglichkeit hat er nun und wie befürchtet fängt er den Streit nun an ... einen Verkauf kann er auch nicht erzwingen außer über eine Teilversteigerung welche ja aber nur Minus für ihn brIngt

                • Ja, so war es bei mir auch. Ich wollte eigentlich nicht im Haus bleiben. Wäre auch ausgezogen. Aber da er damals im HartzIV war, konnte er es eh nicht halten. Ich hätte es auch verkauft, aber dann habe ich mal durchgerechnet und gesehen, es passt. Die Kinder sind dann bei mir geblieben und er hatte sich ab dem Tag des Auszuges nicht mehr am Kredit beteiligt oder auch nur Unterhalt gezahlt. Ich bin dann so mit ihm verblieben, dass er erst mal selbst zurecht kommt und er mir dann den Unterhalt zukommen lässt. Daraufhin meinte er, was er auch tat, dass er auf den Ausgleich verzichtet, wäre ja eh auch nicht viel gewesen. Aber nach zwei Jahren dachte ich mir, jetzt könnte er doch mal langsam Unterhalt zahlen. Das habe ich dann im Zuge der Scheidung gleich mitgemacht bzw. kurz danach, aber es wurde in der Scheidung mit angesprochen zwecks Unterhalt. Er wurde dann bei der Anschlussfinanzierung (fünf Jahre später) aus dem Kreditvertrag rausgeschrieben. Er zahlte ja eh nicht mehr. Er hat aber seine Grundbuchanteile unserer Gößten überschrieben, damit ich da nicht allein im Grundbuch stehe. Ich hätte ja sonstwas machen können. Aber sie möchte jetzt raus aus dem Grundbuch, da sie selbst vor hat zu bauen. Da das Haus noch abbezahlt wird, hat sie Angst, dort irgendwo mit reinzurutschen. Naja, eine Haus hat so seine eigene Geschichte. Sehr vielfältig.

                  Alles Gute euch.

          Aber er könnte eine Teilungsversteigerungbeantragen richtig? Dieser Gedanke macht mich fertig 😐

          • Für fünf Monate, die er da drin gewohnt hat? Bestimmt nicht. Was will er angeben. Könnt ihr belegen, dass ihr (du und dein neuer Partner), die Außenanlagen selbst gemacht habt. Er muss belegen, womit er sich finanziell beteiligt hat und nur das kann er auch zurück verlangen.

Wem gehört das Haus jetzt im Moment?

Sofort auf Gütertrennung wechseln und vor allem, selbst nen Anwalt suchen. Zur Not muss ein Gutachter her.

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