Einfach nur verzweifelt

    • (1) 27.08.18 - 12:12

      Hallo an alle,

      ich brauche eure Erfahrungen, auch wenn ich weiß, dass ich mich am Ende selbst entscheiden muss.
      Mein Bauch sagt seit Jahren, er ist nicht das was du willst. Es gab viel hässlichen Streit mit vielen unvergesslichen Verletzungen. Ich habe mir immer wieder in den Hintern getreten und bin geblieben. Wollte das was wir haben nicht verlieren. Uns geht es finanziell ausgezeichnet, mein Wunschkind ist wundervoll. Ich habe ihr das Gefühl alles zu haben, was ich möchte und wovon ich je geträumt habe, nur der Mann ist der falsche.
      Ich habe den Wunsch das er nicht mehr nach Hause kommt. Wenn er weg ist,geht es mir besser und als er vor einer Weile mal nen paar Tage ausgezogen ist, hatte ich den Höhenflug. Ich finde andere Männer interessant, denke an Sex mit anderen, zumal ich unseren Sex nicht mehr gut finde. Ich verstecke manchmal meinen Ehering oder trage ihn erst gar nicht mehr. Mein Bauch sagt,so geht es nicht weiter...
      Dann ist da die andere Seite. Ich sehe das gute in meinem Mann,das was wir aufgebaut haben und unser Kind. Ich habe Angst die Trennung bereuhen zu können, mein Kind verletzt zu haben und Haus etc. verloren zu haben.
      Ich bin finanziell abhängig und habe nur einen kleinen Job. Ich habe definitiv Zukunftsangst.
      Wie sind eure Erfahrungen nach einer Trennung? Habt ihr es bereuht? Oder seid ihr trotz großer Zweifel geblieben und hat es sich gelohnt?
      Ich freue mich über eure Erfahrungen

      • Nein, ich habe meine Trennung nie bereut. Ich habe daran gearbeitet, unabhängig zu sein, damit ich nur bei dem Menschen bleibe, bei dem ich sein will.

        Ich finde das Bleiben aus Abhängigkeit auch dem Partner gegenüber nicht fair.

        Eine Trennung muss kein Ende von Elternschaft sein. Es kann auf Augenhöhe geschehen, wenn niemand das Kind als seinen Besitz sieht und man seine Ehe mit Augenmaß abwickelt und sich nicht versucht gegenseitig aus Rache und verletzten Eitelkeiten eine reinzuwürgen.

        Dem Kind lebt man mit einer gefühlskalten Ehe und der inneren Abneigung auch nichts Gutes vor. Und Kindern, die klein sind, kann man eine Trennung auch bildhaft gut erklären.

        Meine Schritte wären: Abhängigkeit beseitigen, Entscheidung treffen, auf Augenhöhe trennen.

        LG

        An deiner Stelle würde ich mich definitiv trennen. Zuerst würde ich die nötigen Unterlagen wie Verdienstbescheinigungen, Einkünfte aus sonstigem Vermögen, Mieteinkünfte, Pachteinkünfte deines Mannes zusammen sammeln und kopieren.

        Dann würde ich zum Familienanwalt meines Vertrauens gehen und eine sogenannte Erstberatung zwecks Trennung/Scheidung in Anspruch nehmen.. Kostet ca 220 Euro.

        Der Anwalt kann die Unterlagen dann einsehen und dich beraten, wieviel an Kindesunterhalt und Trennungsunterhalt, sofern ihr verheiratet seid, von deinem Mann an dich zu zahlen ist.

        Auch kann er dir sagen, ob gegebenenfalls nachehelicher Unterhalt durch deinen Mann zu zahlen wäre.

        Nach dieser Beratung bist du Schlauer und kannst mit den Tipps des Anwaltes deine Trennung und auch den Trennungszeitpunkt planen.

        Wenn das Verlangen nach Nähe und Sex mit dem eigenen Partner nicht mehr vorhanden ist, das Verlangen nach fremder Haut aber umso stärker ist, dann gibt es keine Partnerschaft mehr. Die lässt sich dann auch nicht mehr wiederbeleben.

        In diesem Falle tue dir und deinem Partner den Gefallen und trenne dich baldigst sauber.

        Je unsauberer die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Trennung sind, desto mehr Ärger wird es im Nachgang geben.

        Klar wird dein Mann verletzt sein, weil er es nicht kommen sehen wollte...Aber das Leben ist kein Ponyhof und das haben Milliarden andere Menschen auch schon geschafft.

        Du musst nach vorn schauen .. Für dein eigenes Glück und das deines Kindes

        <<<Wie sind eure Erfahrungen nach einer Trennung? Habt ihr es bereuht? Oder seid ihr trotz großer Zweifel geblieben und hat es sich gelohnt?>>>

        Ich habe es auch nie bereut meine Trennung. Nur bereut, dass ich sie nicht schon früher durchgezogen habe. Aber ich muss dazu sagen, ich war noch nie abhängig von meinem Ex bzw. auch jetzt nicht von meinem Mann. Ich habe immer mein eigenes Geld verdient und werde es weiter tun.

        • Ich verdiene auch aber viel weniger. Habe aufgrund der Kinder auf mehr berufliche Tätigkeit verzichtet unter anderem um meinem Mann seine Karriere zu ermöglichen

          • <<<Habe aufgrund der Kinder auf mehr berufliche Tätigkeit verzichtet>>>

            Warum wegen der Kinder? Ich war auch nur bei jedem Kind ein Jahr zuhause und bin dann, auch nicht Vollzeit, wieder arbeiten gewesen. Und das mit vier Kindern. Man muss nicht wegen der Kinder so lange zuhause bleiben. Aber dazu hat ja jeder eine andere Einstellung. Aber dann darf man auch nicht jammern, im Falle einer Trennung, dass man ja dem Mann den Rücken freigehalten hat.

            • Ich bin nicht der Typ der jammert. Wir hatten uns so entschieden und ich war jetzt auch nicht ewige Jahre Zuhause. Es ist aber nun wie es ist. Ich jammere nicht. Es macht meine Situation im Moment nur nicht einfacher.

              • <<<Ich habe mir immer wieder in den Hintern getreten und bin geblieben. Wollte das was wir haben nicht verlieren. >>>

                Du meinst, was du hast. Nur sitzt leider der flasche Mann im Boot.

                Es gibt nur einen Weg. Entweder, du harrst aus, bis du unabhängig bist und gehst dann. Oder du machst Nägel mit Köpfen und gehst gleich. Musst natürlich dein Leben neu ordnen, hast aber vielleicht den richtigen Mann an deiner Seite.

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