Ideen für Betreuungsmodell

    • (1) 29.08.18 - 15:05

      In Vorbereitung der Trennung unserer Ehe bearbeiten wir gerade das Thema der Betreuung unserer zwei Kinder 8/10.
      Zur Zeit leben wir in meinem Haus. Meine Frau möchte nach einer Trennung nicht allein mit den Kindern in dem Haus verbleiben, d.h. die Lösung ich ziehe aus entfällt dadurch. Wir denken z.Z. über das Nestmodell nach mit gemeinsamer Elternwohnung die wir abwechselnd nutzten, nur ist es irgendwie für mich (noch) nicht denkbar zumindest zeitweise in einer Wohnung zu leben. Denkbar wäre auch ein Wechselmodell (Wohnung/Haus) für die Kinder, nur diese würden dann zumindest zeitweise aus ihren Umfeld müssen.
      Gibt es im Forum Erfahrungen und Ideen für so eine Situation. Danke.

      • Schön, dass ihr euch trotz Trennung gemeinsam Gedanken macht.

        Könntet ihr im Haus für jeden von euch beiden einen "Privatbereich" einrichten, wo ihr eure Sachen verstaut und schlaft, so dass ihr nur Küche und ggf. Bad teilen müsstet? Ok, Wohnzimmer wäre auch zusammen. Ich denke aber, das würde ich probieren.

        Guten Morgen.
        Meine Erfahrung ist: Je weniger konkret die Trennung ist (wenn man also wie in eurem Fall darüber spricht, sie aber noch nicht endgültig vollzogen hat), desto einfacher scheint es möglich zu sein, in engem Kontakt zu stehen und über Lösungen wie das Nestmodell nachzudenken. wir hatten auch eine ausgesprochen zivilisierte Trennung, haben uns am Anfang auch nicht nu des gemeinsamen Kindes wegen auch häufig gesehen. wir konnten uns, auch wenn die Beziehung gescheitert war, nicht vorstellen, den Kontakt wirklich zu reduzieren. Das hat sich spätestens mit dem Moment geändert, als auf einer Seite ein neuer Partner dazu kam, da gab es dann auch ein sehr großes Bedürfnis nach Distanz und viele der Konflikte, die über ein Jahr lang einigermaßen erwachsen behandelt wurden, sind uns heftig um die Ohren geflogen.
        wir sind jetzt in einem 50-50-Betreuungsmodell in zwei nicht weit voneinander gelegenen Wohnungen und einem freundschaftlichen Kontakt, der sich aber im Grunde auf das Kind beschränkt. Nestmodell wäre für mich absolut keine Option, obwohl ich anfangs darüber nachgedacht habe. Aber eine Trennung durchläuft meiner Erfahrung nach in Phasen, man kann da am Anfang kaum überblicken, wo man landen wird. Ich würde immer wieder auf einen sauberen Schnitt und eine klare räumliche Trennung setzen.

        Das Nestmodell hatte mein Mann auch vorgeschlagen. Aber ich habe abgelehnt.
        Ich kenne mich und würde nach ner Zeit so vieles sehen, was mich stört: ungewaschene Wäsche, volle Mülleimer, ect..... und dann wäre die gute Stimmung zw. uns passé gewesen.
        Hat er eingesehen, er kennt mich gut genug 😅
        Wir machen jetzt 50/50. Ich habe eine Whg gefunden, die ca. 2km entfernt ist.
        Für uns läuft es so sehr gut.

        • Danke für die Antworten.
          Das Nestmodell ist von unserer Seite aus eher für den Übergang in ein anderes Modell gedacht. Meine Frau ist sich noch nicht 100% sicher wie sich für sie eine Trennung anfühlt und ob sie sich wirklich endgültig trennen möchte. Sie trägt im Moment einen starken inneren Konflikt mit sich aus dessen Ende nicht in Sicht ist (soll sie ihren Weg gehen oder kann sie ohne Familie und mich nicht leben).
          Daher ist von meiner Seite aus die Idee in dieser Phase nimmt sie sich eine Zimmer und kommt zur Betreuung der Kinder zu uns ins Haus. Abends geht sie dann zu sich um mit sich allein zu sein. Sie möchte gern ihr eigenes Reich haben.

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