Wechselmodell...

    • (1) 05.09.18 - 09:02

      Hallo,

      Seit einem dreiviertel Jahr praktizieren mein noch Mann und ich das Wechselmodell. Es wurde vom Gericht so bestimmt.
      Unsere Kinder sind zwei und vier.
      Mein ex hat die Trennung bis heute nicht verkraftet. Die Kinder sind oft bei seiner Mutter, weil er arbeiten muss.
      Seit einem halben Jahr habe ich einen neuen Partner. Die Kinder kennen ihn noch nicht, abwr wir wollten eigentlich ein Treffen planen jetzt bald.

      Nun schrieb mir mein ex, der große hätte angeblich zu seiner Mutter gesagt, ich sei seine Stiefmutter und aus diesem Grund soll ich meinen Freund noch fernhalten.

      Es zerreißt mir das Herz.
      Mein Sohn liebt mich das weiß ich.
      Jede Woche weint er, weil weil nicht wechseln möchte. Er sagt, er will bei mir bleiben...
      Bei meinem ex wird ihm aber eingeredet, sein zu hause ist nur dort.

      Wie soll ich damit umgehen?

      Liebe grüße
      Katharina

      • Du solltest eine Elternberatung aufsuchen und dort versuchen, dass ihr regelmäßig Gespräche dort führt. Dein Ex muss lernen, dass diese Manipulationen Gift für die Kinder sind und dass dieses Verhalten nicht akzeptabel ist.

        Ich denke, unabhängig davon würde ich einen neuen Partner auch noch nicht involvieren. Es macht so den Eindruck, als hätten eure Kinder schon eine Menge auszuhalten, da muss jetzt nicht noch eine Baustelle her.

        Wenn du es unbedingt möchtest, würde ich einen gemeinsamen Ausflug planen, dort aber nicht zu sehr auf verliebtes Paar machen.

        Wie ist denn das Feedback vom Kindergarten? Kannst du mit deiner Schwiegermutter reden? Ihr mal versuchen klar zu machen, dass ihr Erwachsenen euch sicher total doof finden könnt, aber die Kinder jedes Familienmitglied lieb haben und es nicht gut für sie ist, dass an ihnen gezerrt wird? Dass das WM eben heißt, dass sie zwei Zuhause haben und es eben nicht geht, dass Oma ihnen sagt, ihr Zuhause sei nur dort?

        LG

        Darf ich mal indiskret fragen, wieso ein Gericht bei einem 1.5 Jahre und 3.5 Jahre alten Kind die Trennung von der Mutter anordnen? Ich bin geschockt. War es dein Wille? Bis zum 3 Lebensjahr darf doch theoretisch die Hauptbezugsperson zur Betreuung daheim bleiben. Und hat Anspruch auf Betreuungsunterhalt.

        Ich bin geschockt , da ich davon ausgehe dass Kinder unter 3 der Haupt betreuenden Person zu sprechen. Ein Wechselmodell unter 3 empfiehlt eigentlich keine Erziehungsberatungsstelle. Gerade euer kleiner wird ja total unsicher. Da verstehe ich das Verhalten des Grossen . Unverantwortlich. Und die Manipulation zeigen ja, dass es nicht funktioniert. Dachte so ein Modell erfordert Harmonie und gute Kommunikation der ex Partner.

        Dass es bei so jungen Kindern angeordnet wird , hab ich noch nie erlebt. Das tut mir leid. Für dich. Insbesondere aber für die Kinder. Mir wurde empfohlen bis zum 3 . Jahr nur bei der Mutter zu übernachten. Von Pädagogen und Hebammen/ Therapeuten. Um dem Kind die Routine und Sicherheit zu schaffen. Tagsüber kein Problem.

        Und ja, ich würde mit dem neuen Partner warten. Sie leben eh in 2 Welten. Und das ist schwer zu begreifen. Das tut weh. Und dann einen neuen Papa / Bezugsperson zu bekommen, finde ich nicht gut für die Kinder. Ich organisiere nicht mal nen Babysitter. Denn ich denke, es sind genug Veränderungen, die erst mal verarbeitet werden wollen.

        Traurig. Viel Kraft und viel Erfolg.
        Anne

        • Und warum kann nicht auch der Papa Bezugsperson sein? Warum muss es eine Hauptbeszugsperson geben?
          Wir leben doch nicht mehr in den Fünfzigern. Frauchen an den Herd und Kinder betreuen, und Mann schaffts Geld ran?
          Ich finde, dass durchaus beide paritätisch betreuen können. In dem Alter ist der Wechsel ja meist nicht wochenweise, sondern 2-2-3 oder ähnlich.

          Du kannst auch länger als 3 Jahre zu Hause bleiben wenn du es dir leisten kannst. Bei einer Freundin wurde gerichtlich auch das Wechselmodell angeordnet, Kind ist 2,5 Jahre.

          Ich versteh wirklich nicht warum du so geschockt bist?!
          Du weißt doch gar nicht ob sich die beiden bereits in der Partnerschaft die Betreuung der Kinder 50/50 geteilt haben. Oder ob der Vater vielleicht nicht sogar jeden Abend das zu Bett gehen alleine übernommen hat…
          Außerdem sind mir deine ominösen Erziehungsberatungen sehr suspekt. Gerade das Jugendamt und echte Pädagogen würden NIE eine Empfehlung herausgeben die an ein alter gekoppelt ist. Es wird IMMER der individuelle Fall und die Umstände berücksichtigt.
          Und nur so nebenbei auch der Vater hätte Anspruch auf 3 Jahre Elternzeit und Betreuungsunterhalt. Wie gesagt du kennst die Umstände nicht. Und auch Väter können Routine und Sicherheit geben.
          Das Wechselmodell kann super funktionieren, wenn man sich davon löst dass Kinder eben nicht das Eigentum der Mutter sind.

          • Hallo..

            Also zunächst habe ich kritisch gefragt, wie so die Kinder per Gericht zugesprochen worden sind. Das zeigt bereits, dass eine Partei ein Verfahren angestrebt hat. Das bedeutet sicher keine konfliktfreie Situation. Wechselnodell ist eigentlich üblich bei Eltern die konfliktfrei die Kinder vorher in der Tat gemeinsam erzogen haben. Das klingt für mich aber anders .. sonst hätte die Dame ja nicht betont, dass es gerichtlich angeordnet wurde. Und ja: Gerichte beschliessen etwas nachdem zuvor Jugendamt u. Erziehungsberatungsstelle befragt worden sind. Fachleute eben. Und natürlich stellt man auf das Alter und Einzelfall ab. Ich kenne keine Konstellation, wo beide Eltern ab Geburt 50 % betreut haben. Keine !!!! Es mag sie geben. Aber dann werden sie sich im Einvernehmen einigen zum Modell und kein Gericht benötigen. Ferner habe ich unterstellt , dass es vorher eine Hauptbezugsperson gegeben hat. Sonst hätte es kein Gericht bedurft. Ich habe bewusst nicht unterstellt dass die Mutter im ersten Jahr daheim war.

            Insofern bitte vernünftig lesen, bevor ihr argumentiert. Nach wie vor versteh Ich die Mutter nicht. Wechselnodell setzt konfliktfreie Kommunikation voraus , bei der die Kinder nicht instrumentalisiert werden. Aber das ist genau das Thema. Für mich nicht nachvollziehbar. Die Geschichte ist nicht rund.

            VG

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