Unterhalt/Vermögensaufteilung/Scheidung und arbeitsunfähig! Bin überfordert und weiß nicht wie es weitergehen soll

    • (1) 09.09.18 - 12:17
      Inaktiv

      Hallo!

      Mein Problem ist folgendes:
      Der Vater meiner Kinder und Noch-Ehemann macht Probleme in Hinsicht auf Unterhalt und Umgang.

      Wir leben seit circa 8 Jahren getrennt, dazwischen waren wir noch einmal für circa 1 Jahr zusammen. In dieser Zeit kaufte er ein Haus und lies mich (von sich aus) ins Grundbuch mit eintragen, um uns finanziell abzusichern.
      Da ich wegen wiederkehrenden depressiven Phasen seit längerer Zeit arbeitsunfähig bin, erhalte ich seit circa 2 Monaten mehr Unterhalt von ihm. Unterhalt für die 2 gemeinsamen Kinder ist extra. (bis dahin hat er nur den Unterhalt für die Kinder bezahlt)
      Ich hatte ihn im letzten Jahr mehrfach um mehr Geld gebeten, da es mit den Krankengeld immer so knapp war, dass ich teilweise schon Flohmarkt machen musste, um überhaupt was zu Essen kaufen zu können. Ich sagte ihm, ich wolle nicht jeden Monat um Geld betteln müssen, doch er kam mir nicht entgegen. Daraufhin folgte ein Termin beim Anwalt, welcher den Unterhalt neu berechnete. Seitdem ist er "sauer" und behauptet, ich sei nur auf Geld aus und "zu faul", arbeiten zu gehen. (er bekam immer mit, wenn ich krank war. War auch schon mehrfach stationär)

      Jetzt behauptete er, er müsse mehr arbeiten, um das alles finanzieren zu können und erzählt den Kindern, er hätte nicht mehr so viel Zeit, weil ich mehr Geld von ihm verlange und er deshalb mehr arbeiten müsse. :-[ Er ist - trotz Termin beim Jugendamt!- nicht in der Lage, vernünftig damit umzugehen und die Kinder da rauszuhalten. Diese werfen mir das nun vor. Ich versuche ruhig zu bleiben und erkläre, das dies ein Thema zwischen ihrem Vater und mir sei.
      Klar....ich bin die Erwachsene; trotzdem....es tut weh, wenn die eigenen Kinder gegen einen sind, obwohl man nur das Beste für sie will. :-(

      Es kommt hinzu, dass meine Kinder natürlich unter der Trennung leiden und eines der beiden auch noch zusätzlich psychische Probleme hat, weshalb es auch in Behandlung ist. Dies wirft der Kindsvater auch mir vor! Anstatt zu helfen schiebt er mir die Schuld in die Schuhe (schließlich bin ich ja selbst ein "Psycho"!) und hackt zusätzlich immer wieder auf dem Kind rum, wenn es sich mal "anders" verhält.

      In ein paar Monaten steht nun endlich die Scheidung an, welche zur Folge hat, dass eine Vermögensaufteilung berechnet wird und mir offiziell die Hälfte des Hauses zusteht. Anfangs dachte ich, es stünde mir nicht zu, da wir es ja nicht gemeinsam kauften. Jedoch war (und bin es nach wie vor) ich all die Jahre hauptsächlich alleine für die Kids verantwortlich und dadurch nicht in der Lage, zusätzlich arbeiten zu gehen.
      Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, eine gute Mutter zu sein. Meine Kraft reicht (derzeit) einfach nicht aus für mehr. (Ich habe noch eine weiteres Kind von einem anderen Mann).

      Mir fällt es unheimlich schwer, dieses Geld anzunehmen, obwohl ich es dringend brauche..... (ich sehe es als Absicherung)....jedoch habe ich Angst vor seiner Reaktion.
      Ich weiß, dass ich es wert bin. Dass MEINE FAMILIE es WERT ist, dieses Geld anzunehmen, doch er setzt mich mit seinen Vorwürfen und seinem Verhalten so unter Druck, dass es mir wirklich davor graut. Hauptsächlich wegen der Kinder. Die kriegen ja leider das meiste ab.

      Gibt es hier jemandem, dem es ähnlich erging? Vielleicht würde mir ein Austausch bezüglich dieser Themen helfen.

      Viele Grüße,
      Yunamoon

      • (2) 09.09.18 - 15:17

        Ich kann deinen Exmanm schon verstehen, für deinen Lebensunterhalt bist du in erster Linie selbst verantwortlich umd nicht er. Mir scheint, du möchtest ihn ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. "Mutter sein" ist auch keine Berufung oder ein Status auf welchem man sich ewig ausruhen kann.


        In Anbetracht der Umstände würde ich fast empfehlen die Kinder vorerst zum Vater zu geben. Bis du gesundheitlich und beruflich wieder Fuß gefasst hast.

        LG

        Eine Ehe kann unter Umständen Unterhaltspflichten auslösen. Allerdings gilt auch der Grundsatz der Eigenverantwortung und der lässt es nicht zu, dass du dich hinter dem "Gute-Muttersein" versteckst. Diese Haltung findet dein Ex mit Recht nicht akzeptabel.

        Du könntest also wenigstens versuchen etwas hinzu zu verdienen, um ihn zu entlasten und wenn du deine Probleme in den Griff bekommst, wieder allein für deinen Unterhalt zu sorgen.

        Ob du an dem Haus "verdienst" wird davon abhängig sein, wie viel Wertsteigerung und Ertrag es schon seit dem Erwerb eingebracht hat. Wenn es noch überschuldet ist, wird dein Anteil keinen großartig auszuzahlenden Wert haben.

        LG

        Hallo!
        Es tut mir leid, das du momentan in so einer schwierigen Situation bist. Ich kann das nachvollziehen (war bei mir ähnlich)!
        Ich bin jedoch sehr überrascht das du KEINE Arbeit hast. Du hast doch Kinder, zu erwarten das nur die Väter sorgen finde ich einen traurigen Gedanken. Zudem weiß ich wie es einem in so einer Situation geht, aber ich wusste auch in der schlimmsten Phase: ohne Arbeit geht es einfach nicht.
        In deiner Vorbildfunktion als Mama würde ich zumindest versuchen Teilzeit-Job hinzubekommen.
        Was ich jedoch wirklich schlimm finde, ist das Haus. Hat er es gänzlich bezahlt und dich nur im Grundbuch eingetragen? Ich würde sagen fair-Play: du hast nix gezahlt, dir steht nichts zu. Du solltest ihn nicht bestrafen und ausnehmen weil er dachte ihr bleibt lange zusammen..

        Liebe Grüße

        • Hallo!
          "Ich würde sagen fair-Play: du hast nix gezahlt, dir steht nichts zu. Du solltest ihn nicht bestrafen und ausnehmen weil er dachte ihr bleibt lange zusammen.. "

          SO einfach ist das in diesem Fall nicht.
          So wie die Situation klingt ist es möglich das sie auf staatliche Unterstützung angewiesen sein wird wenn sie weger UH für sich selber bekommt und gleichzeitig auf den ihr zustehenden Zugewinn verzichtet.
          Selbstverständlich kann man nicht einerseits großzügig verzichten, und auf der anderen Seite direkt Unterstützung durch die Allgemeinheit fordern.

      Erstens war es eine Schnapsidee so lange mit der Scheidung zu warten. Damit hat dein Mann rechtlich mehr Verpflichtungen als als echter Ex Ehemann.

      Zweite Schnapsidee war das Haus für beide zu kaufen.

      Warum willst du das Geld überhaupt? Du hast keinen Job, wohl auch in absehbarer Zeit nicht. Also wird wohl irgendwann Alg II auf dich warten. Dann musst du dieses Geld ja sowieso zuerst verbrauchen. Für die Familie ist da also eh gar nix.

      LG

    Da Du als Miteigentümerin im Grundbuch stehst, gehört Dir ja bereits jetzt das halbe Haus. Diesbezüglich gibt es also bei der Scheidung gar nichts aufzuteilen.

    Dein Mann mag vielleicht denken, dass es ein Fehler war, Dich mit ins Grundbuch aufzunehmen. Hätte er das aber nicht getan, so wäre er Alleineigentümer und müsste Dir bei der Scheidung den Wert des halben Hauses als Zugewinnausgleich zahlen. Es kommt also so oder so auf dasselbe hinaus.

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