Ausziehen, aber wie?

    • (1) 13.09.18 - 13:37

      Hallo,
      meine Freundin verdient etwa 1300€ und möchte sich eine Wohnung mieten in der Nähe der jetzigen ä (sie trennt sich gerade). Sie möchte 3 Zimmer (2 Kinder und sie). Nun hat sie noch null Ahnung, wieviel Unterhalt ihr zusteht. Wenn sie jetzt eine Wohnung besichtigt, was muss sie direkt vorzeigen? Gehaltsabrechnung? Kindergeldnachweis? Aber mit 1300 Einkommen wird ihr kein Vermieter eine Wohnung für 900€ geben. Wie macht man das? Bis sie einen Schrieb hat, dass sie xy an Unterhalt bekommt, kann das ja dauern. Wie geht man da vor?
      VG

      • (2) 13.09.18 - 14:53

        Wenn sie weiss was ihr Mann verdient kann sie pi mal Daumen hier nachfragen oder mit der Kopie der letzten Gehaltsabrechnungen eine Beratungsstelle oder einen Anwalt aufsuchen.

        1300 Euro sind schon eine gute Basis. Wenn da noch kein Kindergeld, keine Alimente und ggf. ihr Trennungsunterhalt einberechnet sind, dann steht sie am Ende ganz gut mit den Kindern da. Allerdings finde ich eine Wohnung für 900 Euro trotzdem zu teuer, denn man sagt, die Wohnung sollte maximal 1/3 des monatlichen Gesamtfinanzbudgets betragen.
        Und im kommenden Jahr sollen ja Geringverdiener bis 1300 Euro steuerlich nochmal entlastet werden. Wenns stimmt und der Betrag so bleibt. ;-)

        • (3) 13.09.18 - 14:58

          Sie hat noch nie eine Gehaltsabrechnung von ihm gesehen und sie haben noch nie über SEIN Gehalt (etwa 3000-5000€ netto) gesprochen, sie weiß nur, was er beruflich macht. Über ihrs allerdings schon. Groben Unterhalt von 800-1100€ wissen wir, aber sie hat nichts Schriftliches.
          Es geht mir mehr um "was braucht der Vermieter"? Dass sie das mit dem Unterhalt angehen muss, weiß sie, aber ihr erster Schritt soll Auszug sein.
          VG

            • (5) 13.09.18 - 18:07

              Ja, das denke ich auch. Erstmal mit dem kalkulieren, was man wirklich hat.... ich werde ihr das so raten. Danke für den Link.

              • (6) 13.09.18 - 18:32

                Vielleicht stapelt sie erstmal klein und zieht in eine Zweizimmerwohnung. Dann lässt sie den Unterhalt berechnen und spart noch einen Moment und sucht sich ein Jahr später in Ruhe und mit mehr Finanzhintergrund ihre gewünschte Bleibe. Wenn sie nämlich nicht einmal weiss, was der Herr verdient kann es sein, dass der sich bis zur Gerichtsverhandlung sträubt, die Finanzen offenzulegen.

                Zum Jugendamt kann sie noch, Beistandschaft einrichten. Kostet nichts und vielleicht kriegt sie da auch noch guten Rat.

                • (7) 13.09.18 - 19:35

                  Was ist Beistandschaft?
                  Sie möchte es gleich schön haben wegen der Kinder...

                  • Nun, schön machen kann sie es sich auch erstmal auf 2 Zimmern...

                    • Aber nicht zu dritt, davon 2 Pubis Junge und Mädchen 😂. Aber klar, du hast schon recht, erstmal klein beginnen.

                      • Oh, ich dachte, es handelt sich um kleine Kinder. Ich kenne nun die Umstände der Trennung nicht,aber ist sie sicher, dass die Kinder mit ausziehen wollen?

                        • Es geht erstmal um eine Bleibe, wo die Kinder eben AUCH ihre Zimmer haben. Die Kids werden sicher je nach Arbeitszeit mal hier mal da sein. Sie möchte sich keine 1-Zimmer-Wohnung nehmen, da sie das als Flucht vor Mann UND Kindern sehen würde. Ach man....

                          • Hm, so sehr ich das Ansinnen deiner Freundin verstehe, aber da wird sie runterschrauben müssen.

                            Denn wenn absehbar ist, dass da eine Art "Wechselmodell" entsteht, dann ist das ja auch mit dem Unterhalt nicht so, dass sie ihm bekommt und er halt zahlen muss...

                            • Stimmt, dann bekommt sie ja nichts für die Kinder ....soweit habe ich gar nicht gedacht. War aber mit sowas - selbst im Freundeskreis - noch nicht involviert. Ich denke auch, dass sie da noch kräftig runterschrauben müssen wird. Danke für deinen Rat. VG

                  (14) 13.09.18 - 21:33

                  Beistandschaft regelt UVG und Unterhaltsfragen. Dann muss sie sich erstmal nicht mit dem Vater herumärgern. Der kann sich aber wie gesagt weigern, die Unterlagen herauszugeben. Dann muss sie eh vor Gericht.

                  Und "schön haben" ist Ponyhof, wenn eine Wohnung bei euch 900 Euro kostet. Das was sie braucht nennt sich "Realismus". ;-)

                  • (15) 14.09.18 - 08:51

                    Da hast du sicher recht. Sie hatte auch gleich gewisse Ansprüche bzgl. Lage, Balkon etc. - da muss sie sicher erstmal auf den Boden der Tatsachen. Danke für die Erklärung mit der Beistandschaft, das schicke ich ihr gleich weiter.

    (16) 13.09.18 - 22:07

    Ist das denn alles mit dem Umgang geregelt?
    Davon ist ja auch der Unterhalt abhängig. Zumindest wenn das Wechselmodell als Möglichkeit besteht.
    Ist es denn eine „harte“ Trennung? Ich mein möglicherweise steht sie auch in der jetzigen Wohnung im Mietvertrag das muss ja auch geregelt sein.
    Wie lange dauert das mit der Unterhaltssache denn?
    Ob Vermietern sowas reicht ist ja auch nicht selbstverständlich, gerade wenn diese sich ihre Mieter aussuchen können.
    Ich habe nur ein Kind, aber ich kann versichern, auch mit 2 Zimmern kann man es sich schön machen. (Auch wenn der Wäschständer rum steht ;-))
    VG

    • (17) 14.09.18 - 08:53

      Nein, da ist noch überhaupt nichts geregelt...das macht es ja so schwierig. Alles ist ganz frisch und die Kids wissen noch von nichts.

      • (18) 16.09.18 - 21:27

        Dann würde ich raten, mal einen Gang runter zu schalten und eines nach dem anderen zu klären.
        Auch bei einem Wechselmodell kann es sein, dass sie Unterhalt bekommt, aber eben weniger. Sie hätte dann aber auch die Möglichkeit mehr zu arbeiten, was ihre Finanzen ja anders aussehen lässt.

Hallo,
ich war vor vielen Jahren in einer ähnlichen Situation.
Bei der Besichtigung der Wohnung habe ich zu meinen Einkünften nicht weiter gesagt sondern nur erwähnt das ich vollzeit und unbefristet beschäftigt bin.

Nach einer positiven Rückmeldung des Vermieters, schrieb ich diesem eine Mail in welcher ich meine Situation erklärte und vorgeschlagen habe die Kaltmiete für ein Jahr im vorab zu zahlen. und ihm umgehend meine Einkünfte offenlege wenn mir alles vorliegt.

Hat geklappt. Vielleicht ist es eine Lösung und sie bekommt dieses Geld aufgebracht?

VG Anja

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