Trennung mit Kind

    • (1) 20.09.18 - 00:26

      Ich weiß nicht genau wie ich anfangen soll., da ich mir selbst noch nicht sicher bin und sehr verwirrt bin.
      Kurz zu meiner Situation
      Ich 32 und mein Lebensgefährte 33 sind seit sechs Jahren zusammen. Haben zusammen gebaut und haben eine 13 Monate alte Tochter.
      Es war von Anfang an nicht einfach. Er ist sehr schwierig im Umgang. Grundsätzlich unzufrieden und oft einfach respektlos. Ohne dabei laut oder richtig blöd zu werden, aber er schätzt mich nicht, hält alle Menschen für dumm und faul und er steht eigentlich über allen. Anfangs dachte i h es wird besser, ich dachte irgendwann öffnet er sich, respektiert mich. Etwas naiv. Um es kurz zu machen, ich habe immer mehr das Gefühl dass eine Trennung früher oder später unumgänglich ist. Es ist nur noch ein aushalten meinerseits und ich will nicht nur davon träumen dass sich etwas bessert. Ich bin noch in Elternzeit, im zweitem Jahr. Eltetngeld würde bereits im ersten Jahr ausgezahlt, da ich nicht sehr viel verdient habe, machte es keinen Sinn es auf zwei Jahre zu ziehen. Das heißt ich bin im Moment komplett abhängig von ihm.
      Ich will weder was vom Haus noch Unterhalt für mich. Das einzige was ich mir wünsche ist aus diesem Haus auszuziehen. Mit meiner Tochter. Die Frage ist, kann er mir das verbieten? Kann er sagen, ich könnte gehen aber unsere Tochter bleibt da? Er ist ein guter Vater und wir lieben unser Mädchen beide sehr. Ohne sie gehe ich nicht und bleiben kann ich auch nicht bei ihm. Wie geht es weiter nach einer Trennung mit Kind? Wir haben ein gemeinsames Sorgerecht und ich will ihr auch nicht den Vater wegnehmen. Ich denke schon dass wir das irgendwann regeln würden aber wie geht das in den ersten Tagen/ Wochen?
      Gibt es Stellen, wo man genau über das sprechen kann und beraten wird?

      • (2) 20.09.18 - 09:00

        Hallo,

        bei gemeinsamen Sorgerecht muss er mit dem Auszug des Kindes einverstanden sein.

        Außerdem ist er dir zu Unterhalt verpflichtet, bis das Kind 3 Jahre alt ist, wenn es bei dir bleibt und du nicht selbst für dich sorgen kannst. Für das Kind muss er natürlich auch zahlen.

        Auf diese Zahlungen kannst du nicht verzichten, wenn du dafür von Sozialleistungen abhängig bist.

        Also entweder: auf eigene Füße stellen und dann verzichten können oder Unterhalt einfordern.

        Für das Kind gäbe es die Möglichkeit, dass ihr euch die Betreuung teilt.

        LG

        (3) 20.09.18 - 17:48

        Keine Ahnung wie euer Verhältnis ist.
        Ich habe mit den Trennungsschritt gewartet bis ich finanziell wieder auf eigenen Beinen stand. Auch nach dem Trennungsgespräch habe ich nicht fluchtartig die Wohnung verlassen.
        Man kann also die Kindesbetreuung durchaus zeitnah regeln.

        Das du nicht einfach mit dem Kind gehen kannst ist ja doch selbstverständlich. Es gibt von AWO & Co. Beratungen.

        • Das Verhältnis ist soweit gut nur weiß ich nicht wie er auf die Trennung reagieren würde. Und ich kann mir einfach nicht vorstellen nach einem solchen Gespräch mit ihm noch in einem Haus zu wohnen, auch wenn es nur vorübergehend ist. Solange zu warten bis ich finanziell wieder auf eigenen Beinen stehe, fände ich in meinem Fall ungerecht ihm gegenüber.

          • (5) 20.09.18 - 18:42

            Naja, wer weiß was er eigentlich will?
            Bei uns war es dann soweit, dass es nur noch ein: „Trennung?“ - „ja wäre wohl das Beste“ war. Es war keiner von beiden überrascht.
            Wir haben auch noch 3 Monate zusammen gewohnt. Ich meine, eine neue Wohnung muss man ja auch erst mal finden.

      Tut mir leid, aber irgendwie lebst du in einer Traumwelt.
      Du bist nicht verheiratet und kannst nicht auf das Sicherungsnetz der Ehe zurückgreifen. Das Einzige was du hast ist ein Kind unter 3 Jahren und ein halbes Haus. Du willst weder das Haus (wie willst du das eigentlich anstellen?), noch Unterhalt für dich.
      Es gibt eigentlich nur eine einzige Lösung bei deinen Wünschen: dein Lebensgefährte kümmert sich ab jetzt um das Kind und du ziehst aus. So behältst du zwar die Haushälfte, aber er zahlt dir Miete. Dein Kind kann in seiner gewohnten Umgebung weiterhin aufwachsen. Du erhältst keinen Unterhalt und musst dich auch nicht mehr um ein Kind kümmern. Du kannst dich ganz auf die eigene Karriere konzentrieren.

      Falls du aber wirklich das Kind mit zu dir nehmen willst, wirst du nicht umhinkommen auch Unterhalt für dich zu fordern. Aus dem Haus auszuziehen muss man sich erstmal leisten können. Ich habe mit meinem Mann damals bis weit nach der Scheidung noch zusammengewohnt.
      Dann wäre natürlich auch noch das ABR. Der bisherige Wohnsitz des Kindes ist das Haus. Den habt ihr gemeinsam festgelegt. Wieso sollte der Vater zustimmen, dass sein Kind jetzt in einer anderen Wohnung wohnt? Wie ist das Verhältnis vom Vater zum Kind?

      • Ich will die haushälfte doch garnicht. Ich lebe auch nicht in einer Traumwelt. Ich habe ja nur geschrieben dass ich keine vorderungen an ihn habe. Ich möchte nichts haben, ausser dass ich mit unserer Tochter ausziehen kann und ich wollte nur wissen ob er mir das verwehren kann. Das er das kann habe ich jetzt verstanden. Er geht vollzeit arbeiten, also könnte er sich sowieso nicht um das Mäuschen kümmern. Ohne mein Mädchen würde ich nie weg gehen, auch nicht vorübergehend. Wie es letztendlich ablaufen wird werde ich erst erfahren wenn es soweit ist. Ich kann mir nicht vorstellen wie man zusammenleben kann wenn man getrennt ist. Das ich das ablehne habe ich nicht gesät, ich würde es nur nicht wollen. Ich würde kein Unterhalt für mich wollen, weil ich ihn nicht ausnehmen will. Wenn es mir zusteht und ich es kriegen muss, dann ist es eben so.
        Ich habe nicht viele Wünsche, nur eine räumliche Trennung und dass unsere Tochter mit mir geht.
        Wir wohnen auf dem Land und er müsste nie länger wie 15 Minuten fahren um seine Tochter zu sehen.

        Das Verhältnisse ist toll. Er liebt unser Mädchen sehr. Aber wir werden ja nach der Trennung nicht ewig zusammenleben können. Und da ich mir das Haus nicht leisten kann und es auch nicht will, werde Ich ausziehen. Er könnte seine Stelle nicht aufgeben und in seinem Beruf könnte er auch nichts kürzen. Das heißt er könnte (auch wenn Ich sie nie zurücklassen würde) sich auch nicht den ganzen Tag um sie kümmern. Ich habe mir vorgestellt, dass wir ausziehen, nicht weit irgendwo in die Nähe. Und wir regeln wer und wann Zeit mir ihr verbringt. Sie hat dann zwei zuhause
        Wie ich mir eine Wohnung finden und finanzieren will weiß i h mich nicht. Ich wollte erstmal nur wissen ob es überhaupt Sinn macht, sich darüber Gedanken zu machen.

        • Im Haus zu wohnen ist preiswerter als in einer neuen Wohnung (zur Miete)zu wohnen.
          Es kann eben sein, dass deine Vorstellung vom Auszug mit Kind schon daran scheitert, dass er nein sagt. Du darfst immer ausziehen, nur das Kind braucht die Zustimmung des Vaters.
          Was heißt du willst das Haus nicht? Es gehört dir doch schon...

          • Das Haus gehört uns beiden, aber ist ja noch nicht abbezahlt. Die Raten für das Haus kann ich nicht bezahlen. Eine zwei Zimmer Wohnung könnte ich bei uns in der gegen schon für die Hälfte haben.

            • Und wie planst du DEINEN VERTRAG zu erfüllen? Bitte erinnere dich, du hast Kreditverträge unterschrieben! Du kannst nicht einfach sagen, ich will da nicht mehr wohnen, ich will eine Zweizimmerwohnung. Sorry, da hat die Bank ein Wörtchen mitzureden und der ist deine Beziehung vollkommen egal.
              Trennungen mit Immobilien sind sehr komplex. Die Berechnungen, falls das Haus nicht verkauft wird, gehen wirklich über einen Anwalt. Die Hälfte aller Hauskredite hast du weiterhin zu bezahlen, falls du alle Kreditverträge mit unterschrieben hast und zu 50% im Grundbuch stehst. Falls dein Partner weiterhin im Haus wohnen bleiben will, muss er dir für deine Hälfte die ortsübliche Miete zahlen.
              Falls du es dir also leisten kannst Tilgung + Zinsen (für das Haus) UND die Miete für die Zweizimmerwohnung zu zahlen, darfst du das machen. Aber grundlos haben die meisten Expartner nicht diese Schwierigkeiten nach einer Trennung mit dem Geld.
              Das nächste ist natürlich...eine Zweizimmerwohnung ist sehr klein. Du hast ein Kind. Klar jetzt braucht es kein eigenes Zimmer, irgendwann aber schon und dass Mama auf dem Sofa schläft, kommt bei Schulfreunden immer nicht so gut an.
              Was hast du mit den Möbeln geplant? Wie finanzierst du die?
              Lass dir etwas einfallen, wie du das alles finanzieren willst. Die Allgemeinheit wird es nicht bezahlen. Es wird definitiv so sein, dass dein Partner dich weiterhin unterstützen MUSS, egal ob er will oder nicht. Die für euch preiswerteste Variante ist einfach, dass ihr noch solange in dem Haus zusammenwohnt, bis du auf eigenen Beinen stehst.
              Eine Trennung ist nie leicht. Aber du hast dir noch nicht einmal ansatzweise Gedanken darüber gemacht, wie das alles funktionieren könnte. Willst du dich trennen, oder nicht? So wie du es dir denkst, klappt das alles nicht. Lass dich beraten. Es gibt entsprechende gemeinnützige Organisationen, die da kostenlos helfen. Da kannst du dich erstmal informieren und musst noch nicht mit deinem Partner reden.

              • Wir haben zusammen unterschrieben, allerdings bezahlt er die Raten momentan eh selbst, wie auch alles andere auch. Ich weiß schon dass es nicht einfach wird, aber ich weiß nicht wie ich das nervlich aushalten soll bis ich wieder arbeiten gehe.

                • Natürlich tut er das. Immerhin fällt dein Gehalt ja weg, weil du das gemeinsame Kind betreust. Ihr könntet euch auch den Kredit teilen und er zahlt Unterhalt an dich.
                  Warum soll er nach der Trennung die Raten für deinen Anteil am Haus zahlen? Warum soll er dein Vermögen aufbauen? Solange du noch im Grundbuch mit stehst, ist das zur Hälfte dein Haus. Vielleicht könnt ihr das Haus gut verkaufen, vielleicht entlässt dich die Bank aus dem Vertrag (sowas macht sie nicht allzu gern) oder eben du vermietest deinen Teil an deinen Partner.
                  Lass dich beraten. Ansonsten wirst du aus den Schulden nicht wieder rauskommen.

            Besteht die Möglichkeit, dass du wieder arbeiten gehst und die Elternzeit vorzeitig beendest?
            So kannst du dir eine Wohnung leisten und dann könnt ihr den Umgang regeln.

            • Nein wir haben leider keinen dem wir die kleine für die Zeit geben könnten. Vielleicht haben wir Glück und es klappt mit dem Kindergarten Platz im Juni 2019. Eine Zusage haben wir noch. Nicht.
              Ich denke mir wird nichts anderes übrig bleiben als erstmal abzuwarten bis sie in den Kindergarten geht, dann gehe ich wieder arbeiten.

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