Frage zu Besuchszeiten des Vaters.

    • (1) 24.10.18 - 22:36

      Hallo. Wir leben seid 1 Jahr getrennt. Er ist direkt zu einer anderen gezogen.
      Nun habe ich 3 grundsätzliche Fragen:

      1. Ist der Vater zum Holen u Bringen (Wohnort des Kindes) verpflichtet?

      2. Welche Kinder-Termine in der VaterZeit müssen wahrgenommen werden? (Verein, Schwimmkurs,Kindergeburtstag etc.)

      3. Wie lange muss ein Baby unter 1 Jahr dem Vater mitgegeben werden. Wie ist danach die Staffelung...ab wann über Macht etc. noch wird die Kleine gestillt.

      Danke für eure Infos. Verena

            • Ich fasse mal zusammen: ihr habt ein großes Kind? Wenn er weiter weg zieht, dann wird er anderen Umgang wollen? Du wirst ihm kein Kind bringen müssen, er MUSS aber auch sein Kind nicht zu irgendwelchen Veranstaltungen mitnehmen.

              Dann habt ihr noch ein kleines Kind? Auch hier: solange kein Gericht was sagt, musst du erstmal nichts. Bei kleinen Kindern, sollte der Umgang öfter, aber auch kürzer statt finden. Solange du stillst natürlich nicht über Nacht.
              Fakt ist: wenn er keine Beziehung zum Kind aufbauen, vertiefen etc. kann, werden Trennungen von dir schwierig. Also würde ich natürlich empfehlen, dass ihr da euren Weg findet.

              • Zu den Kindern kommt er einmal die Woche nach dem Arbeiten für zwei Stunden. Ab und zu hat er den großen zum Übernachten dabei. Allerdings immer in seiner Übergangswohnungen und erst einmal bei seiner neuen Freundin die weiter weg wohnt. Ich möchte jetzt, nach einem Jahr Trennung, dass er den großen öfter mitnehmt an den Wochenenden. Trotz alledem gibt es eben Termine, die am Wochenende bestehen und meiner Ansicht nach von ihm übernommen werden sollen. Dazu ist der aber nicht bereit.

                Ich finde das aber wichtig, da es sich um das soziale Umfeld unseres Sohnes handelt.

                Daher war meine Frage, ob sich jemand damit auskennt, inwieweit er solche Termine mit dem Kind wahrnehmen muss.

                Ich unterstütze den Umgang seit Anfang an. Ich möchte natürlich dass meine Tochter eine Beziehung zu ihrem Vater hat. Ich finde, dass deine Antwort etwas angreifen klingt.

                Ich habe wirklich viel auf meinen Schultern zu tragen und einiges toleriert und erduldet. Nur meinen Kindern zuliebe.

                Dass er nicht bereit ist, sein Kind an Silvester zu nehmen, als ich hochschwanger war, nur weil er lieber mit seiner Freundin unterwegs sein wollte, ist nur eines der wenigen Beispiele bei denen ich die Füße still gehalten habe.

                Aber dass er nur nicht bereit ist, für sein Sohn mal eine weitere Strecke zu fahren, die er seit einem Jahr fast täglich fährt um seine Freundin zu sehen, finde ich seinem Sohn gegenüber einfach unfair.

                • "Daher war meine Frage, ob sich jemand damit auskennt, inwieweit er solche Termine mit dem Kind wahrnehmen muss."

                  Nochmal: gar nicht.

                  Er kann sich sogar komplett aus dem Leben seiner Kinder zurück ziehen, wenn er das will.

                  Was er muss, ist Unterhalt zahlen.

                  Es ist auch egal, was du gut oder doof findest.

                  Am besten holt ihr euch externe Hilfe, wo etwas festgelegt wird und sich beide daran halten.

                  Ich sehe bei euch nicht, dass ihr emotionslos solche Dinge klären könnt.

                  • Ich glaube, dass wir aneinander vorbeireden. Es geht nicht um seine Termine. Es geht um die Termine des Kindes

                    Er möchte sich ja gar nicht aus dem Leben der Kinder zurückziehen.

                    Wenn das Kind bei ihm ist, und das Kind in diesem Zeitraum einen Termin hat, muss er es doch unter Umständen dorthin begleiten.

                    Wenn das Kind am Wochenende beim Vater ist und freitags nachmittags einen Arzttermin ansteht, muss der Vater doch mit dem Kind zum Arzttermin oder nicht?

                    • Das wäre alles sehr schön, aber nein, er muss es nicht.
                      Das versuche ich dir die ganze Zeit zu sagen. Selbstverständlich wäre es für ihn ratsam, auch für die Beziehung zu seinem Sohn, auch spielt es dir in die Hände, wenn er sich weigert, wenn du mal irgendwas anstrebst, aber er ist gesetzlich da einfach nicht verpflichtet.
                      Arzttermine kann man anders legen, alles andere wird er irgendwann mit seinem Kind klären müssen.

                      • Ok. Danke. Jetzt habe ich es verstanden. Ich dachte, gewisse Sachen hat er zu übernehmen.
                        Wenn es das Wechselmodell ist. Woche 1 hier. Woche 2 dort. Da kann das Kind ja nie in einen Verein, wenn der Vater nicht bereit wäre, dass Kind dort hin zu begleiten und es dann immer 50% fehlt.
                        Aber ok. Danke für eure Bemühungen, es mir zu erklären.

                        • Ich lege die Arzttermine (sind ja nur Zahnarzt und die Us) in meine Woche.
                          Aber auch weil ich eben da auf dem laufenden sein will.

                          Wegen der Vereinssache. Euer Kind wird da ja irgendwann Wünsche äußern. Würde sein Vater diese dann auch boykottieren?

                    Das versuchen Nele und ich dir von Anfang an klarzumachen: Termine des Kindes in "seiner Zeit" musst du mit ihm absprechen. Und wenn er nicht will, muss er nicht. Weder zum Arzt, noch zum Fußballtraining, Kindergeburtstag oder Kaffee trinken bei Tante Monika.

                    Er muss nix, nada, niente.

                    LH

                    • Okay. Jetzt habe ich es auch kapiert. Ich war einfach der Meinung, das gewisse Sachen eben stattfinden müssen. Wenn es das Wechselmodell ist, und das Kind jede Woche für eine Woche beim Vater ist, so wurde mir von meiner Therapeutin erklärt, ist der Vater in dieser Woche für alle Termine verantwortlich. Und eben auch bei eine kindergeburtstagseinladung.

                      • Ja, da gibt es dann ja auch gleichwertige Betreuung. Und ein Wechselmodell funktioniert ja nur, wenn beide Eltern sich einbringen.

                        Umgang hat aber andere Ziele, nämlich die Bindung zwischen Kind und nicht zudammen lebenden Elternteil aufrecht erhalten. Unser Rechtssystem ist eben (leider) so aufgebaut, dass einer betreut und dafür eben Kindesunterhalt bekommt und der Andere eben zahlt und Umgang aber keine Verpflichtungen hat.

                        Man könnte auch sagen:

                        Will der Vater kein Wechselmodell und lässt das Kind bei der Mutter, "kauft" er sich durch den Unterhalt frei.
                        Will die Mutter kein Wechselmodell und nimmt das Kind mit, muss sie eben zusehen, wie sie klar kommt.

                        Anders wird das imho nur, wenn Paare schon während der Ehe die Organisation der Kinderbetreuung am Kind und nicht am Portemonnaie ausrichten und das nach einer Trennung auch selbstverständlich so weiter führen.

                        LG

              Wenn er Umgang wahrnimmt, bestimmt er auch was er an den Umgängen unternimmt und wo er den durchführt. Dass er alle 2 WE das Kind komplett nimmt wäre "üblich", aber wie Nele schon schrieb, ist es nicht erzwingbar.

              Du kannst aber nicht vorschreiben, dass er Freitagabend zum Handballturnier mit ihm muss, Samstag zum Kindergeburtstag bei Jonas abgeben und Sonntag Kuchen bei Tante Ilse essen soll, um es mal überspitzt zu sagen.

              LG

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