Schwanger verlassen nach 10 Jahren und er hat direkt eine neue Freundin

    • (1) 19.11.18 - 22:21
      m4m

      Hallo,
      lange habe ich überlegt auch mal meine Geschichte hier im Forum nieder zu schreiben.
      Nach 11 Jahren Beziehung hat er mich 2 Monate vor Geburt unserer Tochter, frisch umgezogen in eine neue Stadt, wegen einer Anderen verlassen. Die Andere hat mich sogar noch schwanger kennen gelernt, uns beim Umzug geholfen und war generell sehr an der Schwangerschaft und leider auch an meinem Ex interessiert. In der neuen Wohnung wohnte ich eine Woche als er es beendete - für mich brach die Welt zusammen! Ich habe ihm
      vergangenes Jahr einen Seitensprung verziehen und ziemlich knapp danach wurden wir schwanger ... ich muss dazu sagen, dass wir schon seit 2 Jahren es darauf anlegten hatten das es passieren kann und dann passierte es nach diesem Schicksalsschlag. Wir hatten uns bereits gut ausgesprochen und auch seinen Seitensprung als einen Weckruf gesehen unsere Kommunikation zu verbessern und wollten anders weiter machen, jeder hat geäußert was für ihn nicht läuft oder fehlt, als wir erfuhren das wir ein Baby erwarteten. Wir waren beide ängstlich nach diesem Einbruch, aber für mich war klar das Kind zu bekommen! Er sprach sich ebenso nicht dagegen aus und so freuten wir uns, verkündeten es allen und stürzten uns in die Vorbereitungen. Das neue Glück war nur leider nicht von langer Dauer, seine Depressionen kamen immer wieder stärker zum Ausbruch und mein Vertrauen in ihn war angeknackst, besonders wenn es um diese neue Bekanntschaft (die Andere) ging - leider sprach er nie Tacheles, meine Befürchtungen waren real, er belügte mich und verbrachte viel Zeit mit ihr und beendete die Beziehung schließlich in einem Streit zwischen uns und flüchtete direkt zu ihr und sie schliefen miteinander und waren dann auch ziemlich schnell in einer Beziehung.

      Ich musste dann hochschwanger wieder umziehen und mit diesem seelischen Knacks umgehen lernen, was Wirklich schwer war, besonders schwanger. Ich war alleine in den letzten Monaten während er in den Armen einer anderen lag - für mich das schlimmste Gefühl! Auch das ich dachte er würde mich ehrlich behandeln nach dem ich ihm verziehen hatte. Stattdessen kommen Vorwürfe seinerseits, dass ich ja wusste auf wen ich mich eingelassen habe und selbst schuld bin das unsere Tochter jetzt da ist. Natürlich tragen wir dies bezüglich beide die "Schuld" - aber ich war mit vollem Herzen dabei wenn ich verzeihe.

      Inzwischen ist unsere Tochter auf der Welt ... im Wochenbett bin ich total eingebrochen. Ich hatte natürlich noch Hoffnung, wir gingen in eine Paarberatung und er war bei der Geburt dabei und unterstütze mich etwas im Wochenbett. Doch auch da gab es die Freundin.

      Wie es inzwischen läuft mit unserer Tochter und welche Baustellen es hier gibt, sprengt den Rahmen dieses Threads - er macht es auf jeden Fall liebevoll, daran habe ich auch nie gezweifelt.

      Aber warum um Gottes Willen war er nach dem Seitensprung so offen und für alles bereit wenn er es nicht so meinte!? Immer wieder sagte er, er hatte die Beziehung damit eigentlich beenden wollen aber dann stand er wieder da und wollte mich zurück und für mich war dieser sexuelle ausrutschter wirklich ok... jetzt das emotionale und das die andere mich kennt, zerbricht mir täglich Kopf und Herz. Ich fühle mich unserer Tochter gegenüber als Versagerin, ihr keine Familie zu bieten! Aber das wir genau dann schwanger wurden, war für mich auch ein Geschenk und ich glaubte an uns und nahm
      An das es jetzt kaufen soll und es sein Fremdgehen gebraucht hat - mag für den ein oder anderen sicher nicht nachvollziehbar sein oder absurd klingen.

      Wie kann man aber nur als Mensch so sein und sich wieder voll in die Beziehung stürzten und dann gehen, wenn man sich auf das Kind freut wegen einer Verliebtheit!? Und dann immernoch die Behauptung, ich hätte
      Gewusst er wolle nicht mehr - für mich nicht ersichtlich gewesen, da er sich ganz anders als dem anzunehmen mir gegenüber verhalten hat. Umzug, Kinderzimmer, alle Ultraschalls gemeinsam etc ...

      Und auch das Mädel, sie trifft nicht die gleiche Schuld wie ihn, aber sie wusste was Sache ist und auch sie will mal Mama werden; wieso???

      Mein Horizont reicht hierfür nicht aus. Außer das ich denke bzw auch Angst habe, dass die beiden denken sie seien ihre große Liebe und sind dann glücklich mit unserer Tochter. Diese Vorstellung bricht mir das Herz, ihn glücklich mit der Frau, wegen der er mich schwanger verlassen hat, und unserer Tochter zu wissen.

      Hat hier jemand das Selbe erlebt?
      Was würdet ihr davon halten?
      Wie weiter machen mit dem Ex? Klar auf Elternebene, aber es tut unheimlich weh ihm
      Erneut etwas verzeihen müssen obwohl
      Ich ihn am
      Liebsten in den Wind schießen möchte, was nicht geht bzgl unserer Tochter, sie kann nichts dafür und soll ihn genau so haben wie mich und diese Machtlosigkeit meiner Gefühle macht mich fertig...

      Ich freue mich über einen Austausch!

      • (2) 19.11.18 - 22:37

        Hallo M4M,
        Du wirst nicht drum herumkommen dich mit ihm zu arrangieren. Es ist am Ende euer gemeinsames Kind. Hätte er es nicht gewollt oder bewusst in Kauf genommen, dass es passieren kann, hätte es andere Möglichkeiten gegeben. Er muss sich, wenn dann selbst Vorwürfe machen.
        Im übrigen, kann man dich nur beglückwünschen ihn los zu sein.
        Mein Ex hat mich auch betrogen, ich verzieh, wurde schwanger und er betrog mich kurz nach der Entbindung schon wieder.
        Sie werden es nie sein lassen.
        Nutze diese neue Situation für dich und deine Tochter. Es warten viele tolle Männer da draussen und einer nur auf dich und deine Tochter. Sei offen.
        Er ist es nicht wert, auch wenn du ihn noch liebst. Du wirst darüber hinwegkommen.
        Bleib stark.

        Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft.
        LG Katty

        • (3) 20.11.18 - 07:08

          Noch erkenne ich nicht glücklich darüber sein zu können ihn los zu sein - bin ich ja auch nicht wirklich 😳 und das macht es obendrauf so schwer mit ihm abzuschließen.
          Bist du denn noch mit dem kindsvater zusammen? Oder hast jemanden neuen kennen gelernt?
          Wir waren seit der Jugend zusammen und jetzt nach so langer Zeit Single zu sein und dann auch noch als Mama, erscheint mir schwierig - aber gut, wie man bei ihm sieht gibt es tatsächlich junge 22jährige Studentinnen die einen werdenden Papa nehmen 🤷🏻‍♀️ .... verrückt!!!

          Vorwürfe macht er sich selbst denke ich nivht, er hat sorgen mit dem allem nicht gerecht zu werden, ist ja auch Wirklich schwer, ne neue Beziehung und ein Kind - sein Kind sieht er 1x wöchentlich und macht selbst mir hier den Vorwurf, dass er sie öfter sehen können wenn ich ihm entgegen fahre aber er ist so weit weg gezogen, mal kann ich es machen aber ich sehe es eher als dein to do!

          • (4) 20.11.18 - 12:23

            Ich habe mich nach vielen Jahren getrennt. Es war bis dahin durchaus eine Tortur. Daher ein Befreiungsschlag.
            Der auch längst überfällig war.
            Du wirst Zeit brauchen. Aber ich denke du wirst darüber hinwegkommen.
            Er ist ein A... , zumindest mit dem was er dir/ euch angetan hat. Das sollte es leichter machen.

            Alles Gute.

      (5) 19.11.18 - 22:52

      Erstmal Glückwunsch zum Kind....

      So und nun schließ mit dem Mann ab. Er ist der Vater des Kindes mehr nicht Punkt!
      Er hat Unterhalt für Euch beide zu zahlen und Umgangsrecht Punkt!
      Das er menschlich gesehen ein A**** Loch ist, ist Dir klar.
      Er hat nicht wirklich mit gemacht und das eben mitgenommen was Du geboten hast.
      Das vertraute, Sex und eben die heile Welt nach aussen hin.
      Tja aber die Next war eben schon da.... keinen dick Bauch, mehr Lust auf Sex...mehr "von dem was Du in seinen Augen icht bieten konntest"....
      Lass Dich nicht unterkriegen.
      Wenn Du NICHT mit ihm Verheiratet gewesen bist, lass das Sorgerecht des Kindes ganz bei Dir.
      Erleichtert Dir dann auch den Umzug und das Leben.
      Denn im Moment fühlst Du Dich ganz klein und er weiß das und baut darauf.
      Warte noch ein Weilchen ...und eine Weile später ist es anders....da trifft Dich die Erkenntnis wie ein Schlag das "Er" nicht mehr wichtig ist sondern nur der Sonnenschein in Deinem Leben.
      Lass Dir diese Zeit nicht mies machen durch seine Spirenzien....sondern geniesse das Leben mit deinem Sonnenschein.
      Beantrage Beistandschaft beim Jugendamt, lass Dich nicht mit leeren Versprechungen abspeisen von seiner Seite aus...
      Frage einen Anwalt was Du für Möglichkeiten hast.
      Du kannst mich gerne Privat Anschreiben
      LG

      • (6) 20.11.18 - 07:02

        Wenn das alles so einfach wäre... wir waren nicht verheiratet und vor ab möchte ich auch das Sorgerecht alleine inne haben, bin aber auf lange Sicht nicht vom gemeinsamen abgeneigt. Allerdings versteht er eben nicht, dass ich das erstmal so möchte um eben, wie du auch schreibst, meinen Neustart ohne Einschränkung durch ihn zu bewältigen - unsere Kommunikation ist ebenso miserabel, zu oft entsteht Streit aufgrund meiner Verletzung, weil es eben höllisch weh tut, schwanger verlassen zu werden und den Ausblick zu haben, dass er unser Kind vielleicht mal mit ihr hat. Es zerreißt mir das Herz!!! Ich gehe inzwischen auch in psychologische Behandlung, aber es ist viel Arbeit - während er mich scheinbar nach so langer Beziehung einfach austauschen kann - er ging reibungslos über, obwohl ich seine Tochter unter der Brust trug! Ich frag mich wie das geht, ein Glück auf dem Unglück anderer auf zu bauen??? Ich möchte keinem was böses wünschen, aber diese Liebe kann ich Ihnen nicht gönnen 😖

        • (7) 20.11.18 - 18:52

          Dir muss bewusst sein, wenn er das Sorgerecht will, dann wird er es problemlos bekommen. Egal wie deine Wünsche diesbezüglich sind.

          P.s. Rechtlich gesehen ist er alleine für das Bringen und Holen verantwortlich.
          Wenn er zudem dann noch weit weg zieht, ist das sein alleiniges Problem.

          • (8) 20.11.18 - 22:34

            Das ist mir bewusst... ich kann auch verstehen, dass er es möchte. Aber akut sehe ich hierfür, klar werden meine Ansichten dann nicht relevant sein, keine Grundlage, kein miteinander und es daher eher erschwerend und mehr Streitigkeiten mit sich bringend. Er könnte sie so einfach zu seiner neuen bringen und da einen auf happy Family Machen - der Gedanke daran zerbricht mir das Herz, da ich hier ja selbst schon schwanger hinblicken musste, was das für ein psychischer Wirrwarr für mich ist liegt allerdings alleine bei mir, eben bezüglich dessen die Mutterrolle nun so anders leben zu müssen ...

            Momentan sieht er unsere Tochter nur 1x die Woche, dass ist echt traurig 😔 mir scheint die pflege der neuen Partnerschaft geht, dabei läuft die Zeit mit seinem
            Kind davon, sie wird immer größer - aber gut, seine Entscheidung, doch was da in seinen Augen das gemeinsame Sorgerecht bessern soll weiß ich nicht!? Manchmal
            Glaube ich, er denkt das sich so dann alles schon regeln wird

        (9) 21.11.18 - 05:29

        Versuch bei dir zu bleiben. Das grübeln wieso und warum und die Missgunst bringen dich nicht weiter, im Gegenteil! Versuch dich auf die Liebe für dein Kind zu konzentrieren und lass dir dieses schöne Gefühl nicht durch schlechte Gefühle dem ex und seiner neuen ggü. kaputt machen. Womöglich hält sie ihn für ihre große Liebe, wer weiß wwa was er ihr erzählt hat über eure Beziehung...

        • (10) 21.11.18 - 06:46

          Es wird immer besser mit dem grübeln aber manchmal kommt es dazu das ich solche Einbrüche habe, wie jetzt wieder seit ein paar Tagen als er fragte ob wir Weihnachten zusammen feiern. Er hat selbst zu
          Gegeben, dass diese Frage aus purem
          Egoismus war da er sonst alleine da sitzt. Das dies aber kurz in mir Hoffnung auslöste, hat er nicht bedacht.
          Natürlich weiß ich nicht was er der neuen erzählt, ich weiß nur das sie sich schlecht fühlt für das alles und mir nicht mal unter die Augen treten will, aber dann meine Tochter mit betreuen möchte und mit ihr spielen will! Das geht überhaupt nicht klar für mich.... und außerdem hat sie doch ebenso gesehen wo wir stehen, kurz vorm Familie werden, der Umzug, wir waren 10 Jahre zusammen ... also ich weiß nicht. Ja es war die Entscheidung meines Ex, aber dass sie ihn unter diesen Umständen will!? Für mich unverständlich - wenn sie mal Mama wird, wird sie vielleicht an mich denken. Sie hätte doch an sich selbst appellieren, als Frau!
          Sie kennen sich seit April, sie war selbst 5 Jahre in einer Beziehung und hat sie dann beendet, es ging ihr schlecht, mein Ex hat ihr noch ein Buch von mir geliehen und dann wurden regelmäßige Treffen daraus, bis hin zu unserer Trennung 4 Wochen später und sie waren dann zusammen.
          Mein Ex und sie, also beide erst frisch getrennt, er an einem Schneidepunkt in seinem Leben und sie gehen diese Beziehung ein.
          Wo ist die Trauer mir gegenüber?
          Er sagt immer die wäre da - ob ich mir nicht vorstellen können, dass es ihm
          Trotz seiner Entscheidung schlecht ginge...

          Da kommt doch ab und an die Missgunst in mir auf!

      (11) 22.11.18 - 23:32

      Ja das tut weh, ja das ist fürchterlich schmerzhaft...und ja Deine Wut und Deine Gefühle sind verständlich .....wenn es Dir hilft bastel ne Puppe die Du genauso anziehst wie "Er" immer angezogen rumrennt.
      Und dann lässt Du die ganze Wut an dieser Puppe raus.... rede....sag dieser Puppe all das was Dich gestört hat Dich verletzt hat und wenn es stundenlange Monologe sind...aber danach fühl man sich besser und mit jedem Mal wird das leichter... und man fühlt sich weniger "Belastet".....( ja ich gebe zu es klingt blöd... ja es sieht auch blöd aus wenn man mit einer Kugelwampe durch die Bude watschelt und Monologe ( geistige Dialoge) führt...oder mit nem Kissen auf die Puppe einprügelt oder die Puppe durch die Gegend wirft....Aber der ganze angestaute Ärger,Frust,Neid,Wut und ja auch der Liebeskummer kann raus.... und das hilft)
      Du brauchst ihn auch nicht in Deine Wohnung lassen..... und er braucht auch nicht bei der Geburt dabei sein....da hilt Dir die Hebamme mehr .....
      Um Dich zu schützen lebe im JETZT denke nicht über das nach was sein könnte oder sein wird....denn das macht Dich traurig und hindert Dich damit abzuschließen.
      Richte Dein Zuhause her, bereite die Ankunft des Kindes vor....koche vor...lege Dir Vorräte an das Du im Wochenbett nicht so oft raus musst.
      Frag Deine Hebamme nach Unterstützung, Welcome ist eine Gesellschaft die Dich unterstützen kann wenn Du garkeinen hast und auch Zeit für Dich brauchst.
      Er muss nicht im Wochenbett permanent da sein... wenn Dich das runter zieht.....zumal irgendwann dann ja die Next auch mitkommen will....wenn er jeden Tag da sein wird schlägt die Next irgendwann arlam und will mit....ist eine natürliche Folge


      Ja er konnte Dich so einfach austauschen, da er innerlich schon längst keine Liebe mehr für Dich empfunden hat aber eben nicht den Arsch in der Hose hatte den CUT zu machen ....
      Du warst bereit zu kämpfen, zu vergeben, er hat nur fein jaja gesagt .. weil es einfacher ist als wirklich Stellung zu beziehen....
      Wenn es Dich tröstet... das wird der Next vermutlich genauso ergehen sprich genauso behandelt zu werden wie Du behandelt wurdest....
      Wichtig ist für Dich nur eines.... das Du und Dein Kind eine schöne Zeit miteinander habt.
      Ich wünsche Dir eine schöne Niederkunft....ganz leicht, minimale Schmerzen und das tolle Erlebnis Mutter geworden zu sein....

      • (12) 23.11.18 - 07:13

        Unsere Tochter ist schon seit 3 Monaten auf der Welt 🙂 das schrieb ich auch, hast du evtl überlesen ... ich bin ja so verzweifelt, dass bei ihm das Glück tatsächlich hält! Seine neue hat es scheinbar nicht gestört, dass er im Wochenbett doch so oft da war und auch bei der Geburt, was ich übrigens nicht bereue.
        Im Wochenbett bin ich allerdings eingeknickt, meine Hebamme hat mich ganz toll betreut und auch mit uns zusammen über die Situation gesprochen und uns dazu geraten das er nicht so oft kommt, mir hat das nämlich weh getan das er da vor mir rum springt und wir keine Familie werden/sind.
        Ich hatte einfach nicht richtig die Zeit mit der Trennung fertig zu werden, bevor unsere Tochter zur Welt gekommen ist - 2 Monate und vor allem hochschwanger ist nichts und jetzt die Mamarolle so anzunehmen bzw hinein zu wachsen ist wirklich schwer ... für ihn scheint es auch nicht Leicht zu sein allem
        gerecht zu werden, es ist traurig das unsere Tochter ihn deswegen nur 1x die Woche sieht. Ich kann ihm dieses Glück mit der neuen Freundin, er erzählt seinen Freunden das es nicht leicht ist als frischer Papa ne neue Beziehung zu starten, einfach nicht gönnen und genau das ist auch mein Hauptthema. Er kann unsere Tochter immer sehen, er hat sie auch schon teilweise paar Stunden übern Tag alleine. Nur einmal hat er es total Ausgenutzt und sie Schon der Neuen Freundin gezeigt und mich dafür angelogen - mir tut es unfassbar weh, dass er einfach sie hat mit unserer kleinen und ich das in Zukunft akzeptieren muss. Ausgerechnet mit der Frau wegen der er mich schwanger verlassen hat und die Krux ist, dass auch noch akzeptieren zu müssen, ich kann dagegen nichts tun wen er bei sich hat wenn er unsere Tochter hat! Genau diese Ohnmacht macht mich fertig, mit dem Schmerz so viel hin zu nehmen - wo ist denn sein Berg den er erklimmen muss!? 🤷🏻‍♀️
        Das mit dem Kissen oder nieder schreiben von Gefühlen an ihn hab ich alles schon hinter mir, es hilft nicht weiter mit
        Der Akzeptanz das unsere Tochter mit seiner neuen hat.

        • (13) 23.11.18 - 08:54

          Ich kann dein Anwüten gegen die Situation so gut verstehen. Es ist ungerecht, es ist frustrierend und es tut furchtbar weh. Das Schlimmste ist, dass man weiß, dass man sich irgendwann mit der Situation arrangieren musst, weil sie die kommenden Jahre anhalten wird. Aber: Das nimmt dir Kraft, die du woanders dringend brauchst.
          Indem du dich innerlich immer weiter an ihm und ihr abarbeitest, hältst du das Feuer am lodern - und du machst es dir unmöglich, dir ein eigenes Leben aufzubauen. Im Moment reagierst du nur wieder und wieder auf die Umstände, aber du kannst nicht aktiv werden, weil du so gefangen bist. Aber du wirst nur wirklich weiterkommen, wenn du beginnen kannst, selbst wieder zu entscheiden und zu agieren. Mir hat Therapie sehr geholfen, aus dem Loch zu kommen - ist das für dich denkbar?
          Und auch wenn der Gedanke dir jetzt absolut absurd vorkommt: Irgendwann wird es vielleicht eine gute Sache sein, dass deine Tochter in zwei Familien geliebt und gewollt ist.

          • (14) 23.11.18 - 09:13

            Danke dir!
            Ja ich gehe zur Psychologin. Ich mache diese Behandlung schon seit der Trennung, also noch vor Geburt unserer Tochter. Die Geburt hat mich nochmals ziemlich zurück geschleudert und im Wochenbett hab ich nur geweint - die Therapie hat mir bisher noch nicht das gewünschte Ergebnis erbracht, dass ich mir erhoffe.
            Ich weiß nicht ob ich da falsch liege, es sind sich erst knapp 6 Monate seit der Trennung nach 10,5 Jahren vergangen - es braucht wohl Zeit!
            Wie war das mit deiner Therapie?
            Hat es auch so lange Zeit gebraucht, welche hast Du gemacht?

            Freue mich über Tipps. Auch der das ich die Situation so oft lodern lasse, dass stimmt. Das hat mir einer Freundin auch gesagt. Ich mache das nicht absichtlich, ich komme nur einfach nicht daraus - bzw es wird schon besser, aber ich wäre so gerne weiter und die Ohnmacht, mich einfach damit auch noch arrangieren zu müssen, eben mit einer Situation die ich mir nicht ausgesucht habe, plus den Schmerz, zerreißt mich innerlich.
            Da sehe ich einfach nicht wo er leidet - er hat es entschieden und jammert auch, aber er muss doch lernen das seine Entscheidung Konsequenzen mit sich bringt ...

            • (15) 23.11.18 - 09:33

              Glaub mir: Das wird er. Da bin ich mir zu hundert Prozent sicher. Ich bin nach unserer Trennung auch lange fassungslos gewesen, wie leicht mein Ex das alles weggesteckt hat - für mich ist unsere Familie auseinandergebrochen, er war erstmal erleichtert und fröhlich. Ich konnte das nicht fassen.
              Inzwischen ist es komplett umgekehrt - ich bin in meinem neuen Leben sehr glücklich und er hat mit einem Jahr Verspätung realisiert, was da eigentlich passiert ist. Inzwischen habe ich aber so mit ihm abgeschlossen, dass er mir da nur noch leid tut, ich erlebe das gar nicht als den Triumph, den ich mir mal so gewünscht habe.
              Ich habe die Therapie zwei Monate nach der Trennung angefangen und bin anderthalb Jahre hingegangen, das war die beste Entscheidung überhaupt. Das war eine klassische Verhaltenstherapie - mir hat extrem geholfen, dass mein Therapeut einfach immer auch eine andere Sichtweise als meine angeboten hat, mir aber gleichzeitig immer vermittelt hat, dass ich das Recht habe, so zu fühlen, wie ich es tue. Mit seiner Hilfe habe ich gelernt, wo es sich lohnt, zu kämpfen (etwa im Umgang mit unserem Sohn) und wo ich besser loslasse.

(16) 20.11.18 - 12:19

Sehr schön geschrieben.
So ist es auch.

Alles gute für M4M und deine Tochter.

(17) 20.11.18 - 12:29

Zunächst finde ich du bist viel stärker als du glaubst und als du dich selbst machst. Warum er wieder voller Energie war es wieder zu versuchen und es nicht gleich beendet hat? Ganz einfach. Das hat einen psychologischen Hintergrund. Er geht fremd und wenn er dann sagen würde es ist nun vorbei scheitert die Beziehung an ihm und von ihm ausgehend. Somit steht er komplett schlecht da. Er möchte es wieder versuchen und in einem Streit, an dem du auch Schuld hast (redet er sich schön) wird es beendet. Also ist der Streit an dem du wie gesagt genauso Schuld trägst der Auslöser. Nicht allein sein fremd gehen an dem nur er Schuld hat. Um ehrlich zu sein finde ich kannst du froh sein so einen Mann los zu sein. Es gibt sooo viele Männer die gerne eine Familie hätten und Kinder als Geschenk sehen und nicht als “etwas“ an dem du ja auch Schuld hast 🙄 Tut mir leid aber zu diesem Kerl kann ich nicht mehr sagen. Armselig mit dir ohne Verhütung zu schlafen und dich dann sitzen zu lassen. Dir wünsch ich alles Gute und sei etwas selbstbewusst. Für deine Tochter bist du wundervoll so wie du bist 🙂

  • (18) 22.11.18 - 11:38

    Danke dir! :)
    ... ja er hätte Genauso aufpassen müssen, für mich war eben alles klar und wenn es das für ihn nicht war, hätte er Tacheles sprechen müssen statt zu machen - da bringt es jetzt nichts mehr von ihm zu sagen, dass er es damals nicht wollte und eigentlich für ihn Schon durch sein Fremdgehen alles vorbei war, er kam zurück und wir haben weiter gemacht - dass war dann nicht fair von ihm und ich fühle mich dadurch verarscht.

(19) 21.11.18 - 12:02

Puhhh.... schwere Kiste.

Ich denke zuerst solltest du aufhören dich immer wieder zu fragen, weshalb und warum. Das bringt dich nicht weiter und die Antwort darauf, wirst du auch niemals erhalten. Dein Ex wird wahrscheinlich selbst keine Antwort darauf haben. Er scheint es versucht zu haben, aber die Gefühle haben nicht mehr gereicht. Und ich denke nicht, dass er sich aus böser Absicht in die andere verliebt hat. Deshalb solltest du ihm in erster Linie verzeihen und die Situation so akzeptieren.

Ich bin der Meinung. dass alles im Leben einen Grund hat und es am Ende immer ein Happy End gibt, bzw. du irgendwann erfahren wirst, wofür diese Erfahrung gut war und wie sie dich im Leben weitergebracht hat.

Aber bis es soweit ist, solltest du mit dieser Geschichte abschließen, dir ein schönes Leben mit deiner Tochter machen und versuchen, die Elternebene so gut wie möglich für sie zu ermöglichen. Alles andere wird sich dann fügen und du wirst wieder glücklich werden.

  • (20) 22.11.18 - 08:01

    Da geb ich dir voll recht: Alles Negative hat auch was Positives. Das erschließt sich einem nicht sofort, aber ich hab das auch so erlebt nach der Trennung vom Kindsvater. Mittlerweile bin ich froh, dass es so gekommen ist. Mit dem wäre ich auf lange Sicht nicht glücklich geworden. Ob ich mich ohne seine Fremdgeherei von ihm getrennt hätte? Unwahrscheinlich. Jetzt hab ich die Chance, mit einem Mann glücklich zu werden, der viel besser zu mir passt. Der muss nur noch auftauchen #rofl.

    (21) 22.11.18 - 11:42

    man weiß nie wofür das gut ist, dass stimmt! Aber solch ein leid durch zu stehen, auch wenn das von ihm keine böse Absicht war, ist fies. Er war selbst zu feige und hat die Situation zuspitzen lassen, statt Tacheles zu reden - ebenso verlangt der Umstand nun ein erneutes verzeihen meinerseits für unsere Tochter. Mir ist bewusst, dass ihr das alles zu gute kommt und daher arbeite ich daran, denn sie kann nichts dafür. Doch der innere Konflikt damit, ihm das verzeihen zu müssen, zu akzeptieren das er mich schwanger sitzen lassen hat, seine Neue auch nicht abgeschreckt war, ärgert mich so sehr und genau diese Erschöpfung macht mich fertig, ich bin hier wehrlos - da kommt er einfach besser weg!

    • (22) 22.11.18 - 12:48

      Ich verstehe deinen Groll gegen ihn absolut.

      Aber möchtest du ihm denn weiterhin die Macht über deine Gefühlslage geben?

      Mit deiner Wut und Enttäuschung (die absolut verständlich ist) ihm gegenüber, stoppst du deine Verarbeitung über die Geschehnisse und wirst langsamer darüber hinweg kommen. Und soviel Aufmerksamkeit bzw. Energie sollte er dir nicht mehr Wert sein und seine Neue sowieso nicht.

      (23) 25.11.18 - 13:00

      Ganz offensichtlich ist es für ihn wesentlich nervfreier und für dich wesentlich gesünder, wenn es bei der Trennung bleibt.

(24) 22.11.18 - 07:58

Ich hatte vor 7 Jahren eine ähnliche Scheiße durch wie.
War mit meinem Partner 7 Jahre zusammen, wir hatten bereits eine Tochter zusammen (damals 3 J.), und ich war mit Kind Nr. 2 schwanger, als ich merkte, dass er sich anders benahm. Hab gleich eine andere Frau dahinter vermutet, er stritt alles ab. 3 Wochen vor Entbindungstermin hab ich es durch einen Zufall rausbekommen, dass er mich seit 6 Monaten betrügt. Ich hätte ihn rückblickend sofort rauswerfen sollen, aber SS-Hormone machen einen echt zu weich für so einen Schritt. Also seine Lügen geglaubt, dass er die Affäre beendet, Geburt zusammen durchgestanden, und ab da ein einziges Hin und Her. Als die Kleine 3 Monate alt war u er sich immer weiter mit der Frau traf (Kollegin, konnten sich auch nicht aus dem Weg gehen), haben wir uns für einen Monat getrennt, damit wir beide einen klaren Kopf bekommen. Er kam nach 4 Wochen wieder. Lügen gingen aber weiter. Also hab ich ihn 4 Wochen später dann verlassen. Sein Auszug war eine einzige Befreiung.
Er ist übergangslos mit der Frau zusammengeblieben, schnell zusammengezogen. Ich habe es gehasst, dass die beiden mit unseren Kindern heile Familie spielten, das war das Schlimmste für mich zu wissen, dass sie jetzt unsere Kinder betreut.
Aber die Zeit heilt so viele Wunden. Zu hassen ist für mich ein furchtbares Gefühl. Das macht einen nur kaputt, ist destruktiv. Durch die Kinder waren wir immer verbunden, mussten miteinander klarkommen. Und für die Kinder mussten wir es schaffen, miteinander gut zu klarzukommen. Wenn man Kinder schon eine Trennung der Eltern zumutet, dann ist man es ihnen meiner Meinung nach schuldig, das Beste aus dem Mist zu machen. Egal wer wem wehgetan hat.

Heute sind wir eine "heile" Patchworkfamilie. Die Kinder haben noch einen kleinen Halbbruder bekommen. Und ich komme mit der Frau, der ich vor 7 Jahren noch die Pest an den Hals gewünsht habe, total gut klar. Zwischen uns Frauen hat sich sogar eine sehr gute Freundschaft entwickelt. Mittlerweile kommuniziere ich eher mit ihr, wenns um die Kinder geht, hole ihren Sohn aus dem Kindergarten ab, der schläft sogar bald mal bei uns, weil die beiden auf ne Weihnachtsfeier von der Firma müssen. Wir machen Ausflüge zusammen, alles ganz entspannt. Mit meinem Ex ist auch alles geklärt, wir können wieder normal miteinander reden. Aber das war ein langer Prozess. Ich bin sehr froh, dass wir das geschafft haben, aber da gehört ganz viel Größe dazu, diese ganzen negativen Gefühle für den Ex wegzuschieben und im Sinne der Kinder an einer normalen Elternbeziehung zu arbeiten. Und zum Glück ist er wenigstens mit einer Frau fremdgegangen, die man einfach mögen muss (was sein Handeln damals nicht rechtfertigt, denn ich bin auch ne tolle Frau, so ist das ja nicht :-p ).
Du musst kein schlechtes Gewissen deiner Tochter gegenüber haben, dass du ihr keine "echte " Familie bieten kannst. Du hast so viel richtig gemacht. Kenne aber diese Loch, was sich unter einem aufmacht, wenn man mit einem Kind allein dasitzt, wo eigentlich alles so schön sein müsste. Und dann laufen ständig glückliche Eltern um einen herum. Ätzend. Aber du schaffst das. Mich hat das am Ende ganz stark gemacht. Ich wusste, was ich alles kann und sah, was ich allein erreichen kann. Und das ist auch ein tolles Gefühl. Aber das muss man sich selbst erkämpfen. Lass den Mann los. Und denk nicht an die andere Frau. Er ist derjenige, der seiner Verantwortung nicht nachkam, für seine Familie da zu sein. Den schwarzen Peter, dass du ja wusstest, dass er so ne arme Wurst ist, die nicht treu sein kann, lass dir mal bloß nicht unterschieben. Wird dich selbst genug ärgern. Ich hätte es auch besser wissen müssen. Mein Ex war auch schon Vater, er hat die Frau damals meinetwegen verlassen (Karma is a bitch, könnte man berechtigterweise wohl sagen ... ). Sei froh, dass du den Kerl los bist und sich ne andere Frau mit dem Typen rumschlagen muss (das Gefühl wird sich auch einstellen, und das tut dann richtig gut ;-) ). Du findest deinen Weg. Ganz viel Kraft wünsche ich dir. Und du und deine Tochter werdet ein tolles Team. Uns hat das sehr zusammengeschweißt. Uns 3 kriegt so schnell nichts auseinander.
LG, palo

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