Wir ziehen weit weg - Vater stimmt nicht zu

    • (1) 23.12.18 - 01:34
      Mama mit Angst

      Hallo,

      Wir ziehen bald ca. 400 km weit weg. Seit 5 Jahren sind wir getrennt und seit 4 lebt das Kind bei uns angemeldet, Papa hat 14 tägigen Umgang und liebt sein Kind.
      Der Bub hat bei uns noch Geschwister dazu bekommen, also Halbgeschwister. Aus beruflichen Gründen steht nun bei meinem Mann und mir der Umzug an, dem Papa vom ersten Bub hab ich schon vor einiger Zeit Bescheid gegeben, dass wir Wohnraum suchen und es losgeht, sobald wir was haben. Er verlor sich seitdem in dem Glauben, ich würde das Kind bei ihm lassen. Nun haben wir endlich einen Mietvertrag und bald sind wir weg. Der Ordnung halber habe ich von einem Anwalt ein Schreiben mit Bitte um Zustimmung machen lassen. Und der Vater hat abgelehnt. Ich meinerseits mache nun mit der Planung trotzdem weiter, Kind dalassen ist keine Option. Ich habe also die Schulen verständigt und den Hort gekündigt.
      Mein Angebot an den Vater : einmal im Monat komme ich in die Heimat zurück, schlafe über das Wochenende bei Familie und Kind kann beim Papa sein. Außerdem stehen ihm Anteile der Ferien und Urlaube zur Verfügung.

      Kennt jemand eine ähnliche Situation und kann aus der Erfahrung berichten? Habe ich Chancen vor Gericht, wenn es dazu kommt?

      • Hallo

        Ich denke deine Chancen stehen schlecht.
        Da du nun eigenmächtig handelt sieht sowas natürlich vor Gericht auch nicht gut aus.

        Du kannst hinziehen wohin du möchtest das Kind nicht.

        Der Vater hat alle 14 Tage das Besuchstecht und nicht einmal im Monat.

        Was willst du dem Kind denn zumuten alle 4 Wochen 800 km.

        Dann fängt es an das dir ein Wochenende nicht passt und irgendwann bleibt der Kontakt aus.

        Ich würde mich als Vater auch dagegen wehren

        Du müsstest schon nachweisen das es nur da Arbeit für dich gibt.

        LG arienne41

        Da hat du ganz ganz schlechte Karten vor Gericht. Wenn ihr das geteilte Sorgerecht habt kannst du nicht einfach wegziehen. Vor allem nicht wenn der Vater dies schon abgelehnt hat. Versuch eine außergerichtliche Lösung zu finden! Wenn nicht und er vor Gericht geht kann es sein das du wegen Entziehung Minderjähriger nen echtes Problem bekommst.

        Wie die Angelegenheit rechtlich aussieht weiß ich nicht. Ich kann den KV aber sehr gut verstehen und würde an seiner Stelle dem Umzug vom Kind auch nicht zustimmen. Irgendwie habe ich den Eindruck das eventuell nicht ganz mit offenen Karten gespielt wurde und er jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt werden soll.

        Der Satz folgende Satz von dir wirft bei mir die Frage auf ob ihm von Anfang an gesagt wurde das auch geplant ist das sein Sohn mit umzieht und der Umgang somit stark eingeschränkt wird:

        " Er verlor sich seitdem in dem Glauben, ich würde das Kind bei ihm lassen."

        Als verantwortungsvoller Vater handelt er sogar im Sinn von eurem Sohn wenn er den Umzug nicht zustimmt da euer Sohn einen Anspruch hat regelmäßig Umgang mit seinem Vater zu haben.

        Ich hoffe es kommt zu einer Lösung die vor allem euren Sohn dient.


        FG blaue-Rose

      • Warum hast Du den Kindsvater denn "einige Zeit" in dem Glauben gelassen, Du würdest ohne das gemeinsame Kind umziehen? Du hattest dieses Missverständnis doch schon längst aufklären können. Vielleicht wäre der Kindsvater damals ja gesprächs- und kompromissbereit gewesen.

        (6) 23.12.18 - 12:48

        Und wieso wäre es ein Problem, das Kind beim Vater zu lassen und in seiner gewohnten Umgebung und DU fährst 1x pro Monat zum Umgang dorthin?

        Du stellst deinen Mann und das Zusammenleben mit ihm vor die berechtigten Interessen des Kindes. Der könnte auch einfach am Wochenende nach Hause fahren und für das Kind würde sich nichts ändern. Dein ganzes Handeln ist eigenmächtig (Schule, Hort).

        LG

        • (7) 24.12.18 - 00:43
          Mutter mit Angst

          Ich handle so, wie das Leben so spielt.
          Er hat ein inniges Verhältnis zu seinen Geschwistern, die würde ich definitiv nicht mitbringen, der Kontakt würde also fast völlig abbrechen. Das will ich nicht.

          • „Ich handle so, wie das Leben so spielt“ - Wie spielt denn das Leben? du solltest eher im Sinne des Kindes handeln! Warum bleibst du nicht mit deinen Kindern in gewohnter Umgebung und dein Mann kommt an den Wochenenden zu euch?

            Und eigenmächtig Hort und Schule ummelden geht gar nicht. Habt ihr gemeinsames SR? Die Ex meines Mannes brauchte für solche Angelegenheiten immer seine Unterschrift.

      Nein, Du hast keine Chancen. Wenn Du das Kind nicht beim Papa lassen möchtest, musst Du auch dableiben.

      Ich schließe mich den Vorschreiberinnen an: Du wirst das vor Gericht nicht so durch bekommen wie du es dir vorstellst.
      Das Gericht könnte dich verpflichten deinen Sohn zum 14-tägigen Umgang zum Vater zu bringen.
      Wenn ihr das gemeinsame Sorgerecht habt durftest du deinen Sohn auch nicht eigenmächtig von der Schule ab bzw ummelden. Das wird dir dein Anwalt sicher alles vermittelt haben.
      Gruß

      (11) 24.12.18 - 13:29

      Ich war nie selber in der Situation, aber ich kann dein handeln absolut nicht verstehen! Und ich gehe davon aus, ein Gericht auch nicht.
      Klar, das Leben ist selten gradlinig, aber wie man damit umgeht, spielt doch schon eine Rolle? Du benimmst dich wie die Axt im Walde, Umzug steht, hort abgemeldet etc. Dir ist die Zustimmung des Vaters doch völlig egal! Schlimmer noch, du informierst ihn überhaupt nicht! Wieso hast du ihn im Glauben gelassen, das Kind würde da bleiben?? Sprechen Kind und Väter eigentlich miteinander? Oder weiß der Sohn auch noch nichts von seinem Glück?

      Sorry, aber ich hoffe, der Richter schüttelt genauso den Kopf wie ich!

      "Mein Angebot an den Vater : einmal im Monat komme ich in die Heimat zurück, schlafe über das Wochenende bei Familie und Kind kann beim Papa sein. Außerdem stehen ihm Anteile der Ferien und Urlaube zur Verfügung."

      Oh, wie überaus großzügig von dir! Möchtest du dafür Lob und Anerkennung?

      Was sagt eigentlich dein Sohn dazu? Oder hast du ihn mit deinen Entscheidungen ebenso übergangen wie den Vater?

      Ich hoffe, dass der Vater seine Rechte durchsetzen wird und ein Gericht deinem egoistischen Verhalten einen Riegel vorschiebt oder dir zumindest einen ordentlichen Dämpfer verpasst.

      Wie eigentlich alle schon geschrieben haben, kannst du nicht mal eben 400km weit weg ziehen und das Kind einfach mitnehmen. Du hättest bevor du sowas endgültig entscheidest mit dem Vater klären müssen. Deine Chancen stehen vor Gericht also schlecht, denn das Kind könnte genauso gut beim Vater Leben und Du hast Umgang. Ist das keine Option musst du bleiben wo du bist, ein neuer Job ist kein Argument.

      Warum hat der arme Mann dies geglaubt?
      Warum darf das Kind nicht beim Papa bleiben?
      So Frauen wie Dich habe ich echt gefressen...mit offenen Karten und gemeinsam nach einer Lösung schauen ist Dir nicht in den Sinn gekommen
      Immer diese Weibchen!

      • Was für eine Lösung soll es da bitte geben? Es gibt nur schwarz oder weiß. Ich hab ihn in keinem Glauben gelassen, sondern wir hatten besprochen, dass das Kind entscheidet. Es zeigte sich allerdings, dass er damit zunehmend belastet war.
        Ich habe keine Schule abgemeldet, sondern Bescheid gesagt, mit der Info, dass der Vater nicht zugestimmt hat.

    Ich hoffe für den Vater das er schlau genug ist sich schnell bei Gericht zu melden.

    Das was du vor hast ist nicht erlaubt und wenn er klagt kannst du gerne umziehen, dein Sohn aber nicht !!

    (19) 25.12.18 - 13:39

    Ich finde das auch extrem.

    Warum hat dein Mann eine Stelle so weit weg angenommen? Warum ziehst du mit den Kindern mit?

    Du bist leider in der Lage Kinder von 2 Vätern zu haben. Da darfst du, nur weil einer davon dein ex ist, keinen übergehen und ihr müsst zu dritt schauen, was die beste Lösung ist und ihn nicht einfach ignorieren, als ob er im Leben eures Kindes nix zu melden hätte.

    Ihr hättet das schon zuvor klären müssen, bevor dein Mann den Job annimmt und dann gemeinsam eine Lösung finden. Notfalls mit Anwalt. Und nicht jetzt hinterher. Da würde sich jeder normaldenkender Mensch dagegen wehren.

    Da du mit dem Anwalt (Das Schreiben) angefangen hast, wird er das gleiche tun. Es wird höchstwahrscheinlich vor Gericht enden und da kannst du definitiv damit rechnen: der Richter wird sozialer sein als du und ihr werdet eure hau-ruck-aktion, wie ihr es euch jetzt wünschen werdet, vergessen. Evtl verlierst du sogat das Sorgerecht und bekommst nur ein Besuchsrecht, da dein ex sich in dieser Situation nichts zu Schulden hat kommen lassen. Im Gegensatz zu dir.

    Also bespreche lieber mit deinen jetzigen Mann eure Pläne und plant lieber um und kommt deinem ex entgegen. Er ist Teil eures Lebens, auch wenn es euch nicht passen sollte.

    Kackdreist und egozentrisch.
    Ich finds echt heftig was du da abziehen willst.
    Da dein Ex logischerweise nicht einverstanden damit ist, dass euer gemeinsames Kind mit dir 400km weit weg zieht, du weder auf dein Kind noch auf den aktuellen Partner verzichten magst, seid ihr alle ortsgebunden.
    Folglich ist es bescheuert eine Stelle 400 km weit weg anzunehmen beziehungsweise zu denken, die ganze Familie könne mal einfach so dorthin ziehen.

    Du bist also so nett und bringst das gemeinsame Kind alle 4 Wochen zu ihm?
    Ja mei! Das ist aber lieb.
    Du musst das nur leider alle 2 Wochen machen, denn das steht dem Vater zu. Und auch nur dann, wenn er überhaupt dem ganzen zustimmen würde!
    Du bist weggezogen und damit für das Bringen und Holen verantwortlich.
    Ich bete, dass der Vater seinen Weg weiter verfolgt und du mit dieser unfassbar unverschämten, kackdreisten Aktion so richtig ordentlich auf deine F**** fliegst!
    So eine Mutter braucht kein Mensch!

    (22) 26.12.18 - 20:33

    Ich finde es schrecklich was Du machst. Stell Dir mal vor Dein Ex-Mann würde sowas machen. Das bricht einem doch das Herz auch dem Kind. Tut das nicht...

    Die Chancen stehen tatsächlich schlecht wenn der Umgang regelmäßig stattfindet und der Unterhalt regelmäßig fließt.

    Sollte er einen Betreuungsplan aufbieten können, stehen die Chancen nicht schlecht.

    Ich meine die Gerichte sind auch nicht doof und sehe sowas täglich. Die sehen doch sofort dass der Vater des ersten Kindes entsorgt werden soll. So ist es auch, das kannst auch versuchen schönzureden wie du magst.

    Das beste was rauskommen kann für dich: Kind darf mitziehen und du bist dafür verantwortlich ( finanziell wie organisatorisch) den aktuellen Umgangsplan sicherzustellen, auch über 400 km. Sehr wahrscheinlich noch mit einer Klausel über eine Geldstrafe sollte der Umgang von dir eingeschränkt werden.

    Wenn der Vater ( und dessen Anwalt) Klever sein, stimmen sie dem Umzug unter den Bedingungen zu mit gleichzeitiger Übertragung des alleinigen abr. So herrscht Waffengleichheit und solltest du den Umgang torpedieren, kann er rechtlich jederzeit das Kind holen ( lassen) und du MUSST es rausgeben.

    (24) 31.12.18 - 23:17
    ErstmalRuhebewahren

    So wie hier alle schreiben ist es nicht. Du bist Hauptbezugsperson des Kindes und es sind Geschwister vorhanden. Das wiegt sehr schwer vor Gericht.

    So schlecht sind deine Chancen also gar nicht. Das Gericht wird eine intakte Familie nicht auseinaderreißen. Allerdings würde ich bis zur Entscheidung nicht umziehen.

    (25) 01.01.19 - 20:42

    Hey.

    Fühl dich erst mal gedrückt😘 wenn ich hier die ganzen Antworten lesen könnte ich kotzen. Sorry aber was stellen sich die meisten Leute hier vor?
    Wie es rechtlich aussieht weiß ich nicht. Ich weiß nur, das eine Freundin von mir das gleiche durch hat. Sie hat neben dem gemeinsamen Sorggerecht dann das alleine Aufenthaltsbestimmungsrecht angefordert und bekommen. Sie treffen sich alle 3 Wochen auf halber Strecke. Kilometer und Geschwister sind in etwa gleich.
    Das Kind ist fünf und hat seine Familie einfach nicht beim Kindsvater. Ja klar er ist der leibliche Vater und wird es auch bleiben, aber seine Freunde, Geschwister und Interessen sind halt hier... es wird darauf hinauslaufen das der Kontakt einschlafen wird, und dieses geht vom Kind aus.

    Hier zu sagen du seis eine schlechte Mutter, weil ihr umzieht wegen eines Jobs. Unglaublich 😱
    Informiere dich und hole dir Hilfe.
    Ich denke es wird eine Lösung für dein Problem geben. Denn wenn es so ein wundervoller Überpapa wäre, so wie es hier von manchen dargestellt wird, warum gibt er sich mit den 14 Tagen zufrieden. Das Kind wird älter als 5 sein, der Vater wird jetzt nicht weit weg wohnen und trotzdem ist das Kind nur alle zwei Wochen da? Ich meine wenn das Kind und der Vater so innig wären und dem Kind seine Familie und Geschwister so egal wäre warum ist es nicht öfter da?
    Meint ihr ernsthaft, das auch an dem Wohnort das Kind noch lange Lust hat jedes zweite Wochenende zum Vater zu gehen? Ernsthaft Leute? Das Kind hat Freundschaften und spätestens in ein paar Jahren ist das Papa Wochenende uninteressant, weil man sich mit Freunden trifft. Es ist einfach Realität.
    Also informier dich mal bezüglich des Aufenthaltsbestimmungsrecht und lass dich von den anderen nicht ärgern.😉

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