Trennung von einem Narzissten

    • (1) 19.01.19 - 17:56
      ichbinraus

      Schönen Abend euch allen!

      Wie im Betreff schon steht, bin ich gerade dabei mich nach 15 Ehejahren und 3 (bald 4) Kindern von meinem Mann zu trennen.
      Er war meine erste Liebe, mein erster Freund und naiv und unerfahren wie ich mit 20 Jahren war (er ist 11 Jahre älter) zog er mich in seinen Bann und schaffte es all die Jahre trotz mehrmaligen Betrug usw. an sich zu binden. Dabei bin ich alles andere als ein kleines, dummes Duckemäuschen. Trotzdem brauchte es eine fast 2jährige Therapie und der Druck, dass ich mit den Kindern jetzt zu ihm ziehen soll (er zog im Laufe der Ehe aus beruflichen Gründen in ein anderes Bundesland) um endlich einen Schlussstrich zu ziehen.
      Jetzt ist ja bekannt, dass Narzissten eine solche Trennung nicht so ohne weiteres hinnehmen können und ein wenig Angst habe ich schon, was mir und den Kindern noch bevorsteht. Zur Zeit spielt er eher die "ich bestrafe dich mit ignorieren" Rolle, nachdem er mit seinen "ich liebe dich aber über alles" Beteuerungen keinen Erfolg mehr hatte.
      Eigentlich fast überflüssig zu erwähnen, dass er an der Trennung keine Schuld sieht und nicht versteht warum ich mich wegen ein paar solcher Nacktfotos die er von sich an unzählige Damen verschickt trennen. Die vorangegangene jahrelange Demütigung durch seine Webcam Sex Geschichten und realen Affären ignoriert er.

      Naja, ich wollte hier eigentlich nur fragen ob jemand von euch eine Trennung von einem Narzissten durch hat und mir vielleicht ein paar Tips oder aufbauende Worte mit auf den Weg geben kann!
      #winke

      • Hallo, ich bin gerade mitten drin. Er manipuliert die Kinder, droht sie mir weg zu nehmen usw. Nächste Woche bekommt er den Brief meiner Anwältin und ich muss ehrlich sagen dass ich Angst habe vor seiner Reaktion. Er flippt zwischendurch aus, wurde auch grob und hat mir unter anderem im Streit ins Gesicht gespuckt. Er beschimpft und beleidigt mich im Beisein der Kinder bereits seit Jahren und ich hatte immer Angst zu gehen. Ich habe ihn letztendlich bei einer anderen Frau erwischt und gehofft so wird es leichter. Jetzt redet den Kindern ständig ein dass ich eine beschissene Mutter bin. Er will das Wechselmodell weil er keinen Unterhalt zahlen möchte - hat er mir so ins Gesicht gesagt. Hat sich aber nie wirklich um die Kinder gekümmert, trotzdem ist er der Vater. Mittlerweile schüchtert er sie ein. Die Kinder werden jetzt psychologisch betreut. Er war absolut dagegen weil es ihnen eh gut geht meint er.... Ich sage dir dass es ein Kampf wird aber niemand hat es verdient so behandelt zu werden. Schreib mir gerne eine Nachricht wenn du willst.

        LG und viel Kraft

        • (3) 22.01.19 - 08:56

          hallo Nelly,

          oh nein, das ist ja furchtbar was du erleben musstest. Das tut mir sehr leid!
          Ich hoffe du setzt das alleinige Sorgerecht durch, denn so ein Mann wie deiner scheint mir nicht der richtige Umgang für die Kinde zu sein!
          Danke für deine Erfahrung und alles Gute für dich und die Kinder
          ps. Du machst das mit der psychologischen Betreuung ganz richtig! #pro

      Oh je... Ich hab das vor 4,5 Jahren durchgemacht. Geändert hat sich mittlerweile, dass ich keine Angst mehr habe. Anfangs war ich oft wirklich unsicher, wie weit er wohl gehen würde. Mittlerweile lasse ich alle größeren Baustellen gerichtlich klären. Die Psychologen der Kinder haben mir das anfangs schon gesagt und so ist es auch: Ich kann sie nicht davor schützen, zu erkennen, wie er ist und was ihm wirklich wichtig ist. Ich kann nur eine gute Homebase schaffen, in der sie sich sicher fühlen und vertrauen können. Es ist hart, zusehen zu müssen, wie sie enttäuscht werden. Deswegen habe ich auch lange Dinge hingenommen, um ihnen die Enttäuschung zu ersparen. Ich habe aber mittlerweile kapiert, dass das SEIN Problem ist und nicht meines. Ich tausche keine Umgangswochenenden mehr, möchte korrekt berechneten Unterhalt haben und weise ihn darauf hin (stets mit Dokumentation durch das Jugendamt), wenn Dinge falsch laufen....

      Wenn Du möchtest, kannst Du mir gern eine PN schreiben.

      • (5) 22.01.19 - 09:04

        Vielen Dank,

        du sprichst ein für mich sehr wichtiges Thema an. Wie weit kann/soll man die Kinder schützen und ihnen vorspielen dass Papa ja doch ein guter Kerl sei.
        Da stehe ich noch ganz am Anfang und wenn es dann in den nächsten Monaten zur Scheidung kommt muss ich mir auch hier Hilfe suchen: wie soll ich es den Kindern sagen? Wie soll ich ihnen die Trennung begründen? Natürlich kann ich ihnen hier nicht die Wahrheit sagen.
        Das steht mir alles noch bevor!
        vielleicht melde ich mich wirklich per pn mal bei dir, wenn ich ein bisschen Luft dafür habe
        #winke

        • Ja, das ist wirklich schwierig. Ich habe das schleichend gemacht, ob es richtig war, wird sich zeigen. Entweder sie werden Stück für Stück enttäuscht oder es kommt der große Knall, wenn sie alt genug sind, das alles selbst zu sehen.

    (7) 20.01.19 - 10:50

    Ich weiß nicht, ob mein Nochmann ein Narzisst ist. Meine Schwester brachte den Begriff in Bezug auf ihn ins Spiel. Vielleicht ist er auch nur ein egoistischer A******.

    Als wir vor Jahrzehnten mit 20 Jahren zusammenkamen war ein völlig bodenständiger netter Typ von nebenan. Recht ruhig, ehrlich, bei jedermann beliebt. Letzteres gilt wahrscheinlich auch heute noch.

    Er war sehr ehrgeizig und machte Karriere. Zu Lasten der Familie leider, denn 50 - 60 Std. die Woche war normal. In den Urlaub reiste das Firmenhandy und Laptop mit, um wichtige Dinge abzuwickeln. Wenn ich mal was gesagt habe z. B. dass er viellleicht am Geburtstag der Kinder oder beim Kindergartenfest dabeisein könnte - immerhin arbeitet er Std. genug und niemand wird es ihm verübeln, wenn er 3- 4 x im Jahr nachmittags Feierabend macht - dann ging das nie.

    Er veränderte sich natürlich auch vharakterlich. Klar, wir wurden beide erwachsen. Die letzten 15 Jahre wurde er überheblich. Blickte auf andere herab (nie öffentlich oder in deren Gegenwart), die weniger arbeiteten. Kümmerte sich nicht um seine Fa.milie oder andere. Um soziale Kontakte hab ich mich gekümmert sonst hätten wir wahrscheinlich gar keinen Freundeskreis gehabt. Genau wie um praktisch alle relevanten Dinge des täglichen Lebens. Versicherungen, Steuererklärung, Kinder, Schule, Haushalt, Urlaub, Freizeitplanung. ER musste ja arbeiten, war immer das totschlagargument.

    Bis er dann eine Affäre hatte. Die ging über ein paar Jahre als es rauskam. Anscheinend war ich so gut in meinem Job den Rücken ffreizuhalten, dass er mit 50-60 Std. Arbeit nnoch so viele Ressourcen frei hatte.
    Das war eigentlich am schlimmsten. Für die Kinder hatte er kaum Zeit oder mal unter der Woche abends mit mir und meinen Kollegen bowlen oder essen zu gehen. Ich bin immer allein mitgegangen. Aber für eine andere hatte er Zeit.

    Wir rauften uns zusammen, machten eine Paartherapie, die er aber nach 3 Terminen schon als überflüsdig erachtete. Ich suchte mir jemand anderen und ging ein Jahr allein zur Therapie. Er war wenig geduldig mit mir, und hätte gern gehabt, dass ich nach wenigen Monaten wieder "normal" ticke und alles läuft wie vorher. Mit der anderen hatte er währenddessen tel. Kontakt weiterhin, was ich aber erst nach einigen Monaten rausfand. Da waren wir gerade erst in ein Haus umgezogen. Die Kinder freuten sich.

    Mir war klar, dass das schwer zu kitten ist bzw. gar nicht. Er machte mir Vorwürfe, ich würde ihm nicht vertrauen.

    Ein paar Jahre später hatte er wieder eine Affäre mit der selben Frau. (Oder immernoch). Er log mir dreist ins Gesicht, da wäre nichts. Ich ahnte es schon länger und hatte die Trennung vorbereitet. Nur den Beweis wollte ich, weil ich weiß wie er tickt. Er baute sich vor mir auf, wieso ich ihn kontrollieren würde, so dass ich ihn letztlich erwischte. 🙈
    Ich bekam keine Erklärung...seit wann....warum...wieso.....nichts. nur die dreiste Lüge.

    Ich zog aus und die andere in Teilzeit ein, wenn sie nicht gerade bei ihrem Mann ist.

    Wir wollten die Trennung mit einem Anwalt abwickeln. Der errechnete den Unterhalt - alles gut.
    Nur er überwies nach Belieben. Im 1. Monat nach Auszug musste ich in dran erinnern. Am 12. des Monats kam das Geld für mich und das Kind.
    Im 2. Monat erinnerte ich ihn nach einer Woche usw.

    Er fing an mich zu erpressen, weil ich nicht sofort die Hälfte der Anwaltskosten überweisen wollte (formal SEIN Anwalt). Er bekam eine Mahnung, weil er die Rechnung verschlampt hatte. Ich bat aber erst um eine Rechnuu

    • (8) 20.01.19 - 11:10

      Ups....zu früh

      Ich bat um eine Rechnung, weil ich über 50ü € nicht einfach auf Zuruf seinerseits überweisen wollte. Ist ja keine Kleinigkeit. Nein, es müsse JETZT sofort überwiesen werden. Wenn ich ihm so komme, dann würde er es vom Unterhalt abziehen. Und den Unterhalt erst am Ende des Monats überweisen. Schließlich hätten wir dahingehend nichts vereinbart. Da könne er überweisen, wann er wolle.

      Ich besorgte mir die Rechnungskopie von seinem Anwalt und zahlte die 570 € an ihn. Am nächsten Tag suchte ich mir eine eigene Anwältin..

      Er hat mich auf WA blockiert und ich kann ihm keine Mails senden. Wenn was zu besprechen ist oder etwas mit unserem Sohn, dann muss ich anrufen oder sms schicken.

      Bis heute weder eine Erklärung oder den Hauch einer Entschuldigung. Nur wenn es um Geld geht (Steuervorrauszahlung in 2018 noch, da wir erst alles beim Alten ließen), dann ruft er an. Er war letzten Sommer nicht auf der Abi- Abschlussfeier unseres Sohnes (der bei IHM wohnt) und nicht auf der Feier nach Kl. 10 FOR des Jüngeren, der bei mir ist.

      Es ist, als hätten wir nie existiert. 3 Jahrzehnte haben sich in Luft aufgelöst.

      Und er benimmt sich als hätte ich ihm irgendwie übel mitgespielt. Er hat alle Möbel behalten, Barvermögen wurde gerecht geteilt. Ich habe finanziell den schlechteren Schnitt gema ht. Was bei ihm im Haus, Garage etc. steht, ist bei weitem mehr Wert als meine neue Einrichtung der kleinen Wohnung. Küche war hier z. B. drin.

      So.....irre langer Buchtext. Was denkyt du - falls du es so weit geschafft hast - ist mein Ex ein Narzisst?

      Ich bin froh, ihn loszusein.
      Mir kommt zugute, dass ich mich ums simple Alltagsgeschäft gekümmert habe. ER hat davon keine Ahnung und erdreistete sich, mich noch zu fragen, wie .man zu 2019 die Steuerklasse wechselt u. Ä.

      Du schaffst das auch!!!!

      • (9) 22.01.19 - 09:12

        Hallo,

        vielen vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Puh, Wahnsinn was auch du hast durchmachen müssen.
        Da ist man so lange Zeit mit jemandem zusammen und am Ende steht man doch irgendwie vor einem Scherbenhaufen. So geht es mir zumindest. Ich habe 15 jahre in einer Ehe gelebt, die immer nur phasenweise und oberflächlich glücklich war.
        Aber besser man löst sich spät als nie daraus und ich habe ihm doch auch das Beste in meinem Leben zu verdanken - meine Kinder!
        Ob dein Mann Narzisst war? Er hat zumindest mM nach sehr starke narzisstische Züge. Aber wie du geschrieben hast - vielleicht ist er einfach auch nur ein egoistischer A....
        Ich wünsche dir alles Gute und danke, ich schaffe das!

(10) 20.01.19 - 10:57

Das wird bestimmt hart. Ich habe mich auch gerade von so einem getrennt, als ich in der 15. Woche schwanger war! Wir waren 1,5 Jahre zusammen und diese Züge kamen zum Vorschein, als ich schwanger war und er sich dadurch vermutlich sicher gefühlt hat. Er hat mich nur noch terrorisiert. „Warum trinke ich keinen Kaffee mehr? Warum wasche ich mir die Hände mit warmem Wasser? Warum trinke ich nicht wenigstens mal 1 Glas Alkohol? Unsere Beziehung wird kaputt gehen. Ich weiß nicht, warum ich noch mit Dir zusammen bin. Ich wollte das Kind nicht (stimmt nicht, es war sogar eine künstliche Befruchtung, weil er es natürlich nicht kann),...“
So einen Albtraum habe ich noch nie erlebt, kann ich Dir sagen. Das Gute war, dass ich noch meine eigene Wohnung hatte und wir nicht verheiratet waren.
Erst hat er die Trennung ignoriert und nach 3 Tagen so getan, als sei alles beim Alten. Keine Entschuldigung, nichts. Als ich es ihm dann nochmal klar gemacht habe, wurde er zornig, aber hat es halbwegs akzeptiert. Er meinte dann sogar, das Kind hätte so einen Vater wie ihn nicht verdient und ich solle es besser nur auf meinen Namen anmelden. (Ich denke, er wollte sich eher vor dem Unterhalt drücken, aber das wäre mir sehr recht gewesen.) Nach 3 Wochen ist er aber aufgedreht und lässt mir seitdem (seit nun etwa 6 Wochen) keine Ruhe! Erst Drohungen, dass er, wenn ich nicht zurückkomme, mir mit einem Anwalt nach der Geburt das Kind wegnimmt. Dann wieder Schleimspuren mit „ich kann ohne Dich nicht leben“, dann Versuch des schlechten Gewissens, dass ich unserem Kind nicht antun kann, mit getrennten Eltern aufzuwachsen und es ständig hin und her reisen muss (er wohnt zum Glück weit weg) und es so leiden wird. Ich habe ihn dann überall gesperrt. Dann kamen Einschreiben, dass er zwar weiß, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben will, aber er beschlossen hat, für immer mit mir zusammenzuleben. Es kamen Pakete, Geschenke, er hat seine Familie auf mich gehetzt, stand morgens vor meiner Tür und hat über 1 Std überall gegen geklopft. Er bekam dann ein Schreiben meiner Anwältin, dass er sich mir nicht mehr nähern oder Kontakt aufnehmen darf. Das hat er allerdings auch ignoriert und wieder eine Karte vor die Tür gelegt, dass er mich so liebt und doch nur schauen wollte, wie es mir geht. Ich bin dann zu meinen Eltern geflüchtet und überlege nun, ihn noch wegen Stalking anzuzeigen, weil ich nicht mehr kann und mir nicht anders zu helfen weiß. Das Kind kommt in 3 Monaten auf die Welt und ich brauche bis dahin Ruhe, auch wenn ich sowieso nicht abschalten kann. Das ist der aktuelle Stand. Es geht mir absolut beschissen. Ich habe mich anfangs so auf das Baby gefreut und jetzt habe ich nur noch Angst, wie das alles wird. Ich kann mich null freuen und würde alles geben, nochmal ein paar Monate zurückzudrehen, um kein Kind von ihm zu haben. Ich hatte 3 Wochen Blutungen, habe mehrere Kilo abgenommen, kann von morgens bis abends an nichts anderes denken und träume dann noch teilweise davon.
Es wird sicher sehr sehr schwer, solche Menschen sind unberechenbar und wechseln jede Stunde ihre Meinung. Sie versuchen es mit Drohung, Mitleid und können sich einfach nicht vorstellen, dass man sie nicht mehr haben will.

  • (11) 22.01.19 - 09:21

    Hallo,

    Oh mein Gott, es ist der absolute Horror was du durchmachen musst!
    Vorab gleich einmal: du verhältst dich absolut richtig! ja keinen persönlichen Kontakt mehr zu diesem kranken Menschen. Schütze dich und dein Baby vor ihm. Dokumentiere jedes Vergehen seinerseits, rufe jedes mal wenn er die Grenze überschreitet die Polizei und nimm jede Hilfe an, die du kriegen kannst!
    Es ist so unglaublich wie krank manche Menschen sind und wie sehr sie Andere beherrschen wollen.

    Ich bete, dass es bei meinem Mann nicht so schlimm wird. Bisher ist es so, dass er die Trennung (noch) nicht akzeptieren will und wahrscheinlich hofft dass er mich wieder weichkochen kann. Er versucht es abwechselnd mit "ich liebe dich ja so, du bist mein Ein und Alle" und Ignoranz meinerseits. Dieses Verhalten wechselt beinahe täglich.
    Mal sehen, wie es weitergeht wenn er bemerkt, dass sich an meiner Entscheidung nichts mehr ändern wird!

    ich bin ja aktuell auch schwanger. Jedoch erst in der 7. SSW. Am Freitag habe ich meinen ersten Termin beim FA und ich hadere sehr mit der Entscheidung dass Baby zu bekommen oder nicht :-(

    Ich wünsche dir sehr viel Kraft für dich und dein Baby und wie gesagt, bitte nimm Hilfe an und wehre dich!!!

    • (12) 22.01.19 - 20:10

      Danke! Ich wünsche Dir auch ganz viel Kraft. Wegen Deines Babys ist es sicher eine sehr sehr schwierige Entscheidung. Wobei Ihr ja schon gemeinsame Kinder habt und dadurch sowieso Umgang usw regeln müsst und Du ihn ohne das Baby auch nicht komplett aus dem Leben streichen könntest. Wenn das ungeborene Kind nun das einzige wäre, würde ich es in der Situation nicht bekommen. Aber sowas muss jede Frau selbst entscheiden, da es eine sehr traurige Angelegenheit ist und man es sich vielleicht nie verzeihen würde. Das hört sich sehr kaltherzig an, aber wenn es noch erlaubt wäre, würde ich meins sogar in meiner weit fortgeschrittenen Schwangerschaft nicht behalten. Wegen dieser Gedanken fühle ich mich auch sehr schlecht, denn es war gewünscht, es kann überhaupt nichts dafür und liegt total unschuldig in meinem Bauch. Daran merkt man aber, wie schlimm die Situation wirklich ist und man kann es nur beurteilen, wenn man selbst drin steckt oder Ähnliches erlebt hat.
      Ja, Hilfe nehme ich an. Ich habe demnächst einen Beratungstermin beim Jugendamt und möchte mich informieren, inwiefern ich nach diesen Erfahrungen mit dem Erzeuger selbst Kontakt haben muss oder ob das jemand anderes übernehmen kann und wie man den Umgang gestalten kann. Ich möchte nicht, dass er das Baby alleine mitnimmt, da ich ihm inzwischen leider alles zutraue, von Entführung bis zu erweitertem Suizid. Das kann sich in einiger Zeit auch wieder entspannen, je nachdem, wie er sich verhält oder überhaupt Interesse zeigt. Aber ich möchte mir Rat einholen. Desweiteren werde ich mal eine Psychologin aufsuchen, weil sie mir vielleicht etwas zu solchen Menschen erklären kann und weil ich wirklich durch die Ereignisse ziemlich traumatisiert bin. So kenne ich mich garnicht. Dann wollte ich ihn noch anzeigen, damit dort auch schonmal was registriert ist, falls er mir nochmal irgendwo auflauert. Wenn mir mal jemand gesagt hätte, dass ich jemals in solch eine Situation komme, hätte ich denjenigen ausgelacht. Ich bin ein vollkommen normaler Mensch mit vielen Freunden. Aber hier im Forum merkt man, dass sowas öfter vorkommt. Erschreckend...

      • Hallo,du kannst bei solch einen Fall begleiteten Umgang einfordern!!das bedeutet er sieht sein Kind aber in geschützen Raum mit den Jugendamt für Std weiße.so wird er auch beobachtet und es wird ein Protokoll angelegt wegen Pünktlichkeit,Umgang und zuverlässigkeit.diese kannst du im Notfall eines Sorgerechts Streits mit einbeziehen.habe ich damals so gemacht.zudem habe ich veranlassen lassen das es eine Art "Gespräch Sitzung"gibt ....da ich wusste das er dort nicht erschienen ist ist nach dem zweiten Termin nicht aufgetaucht ,den dritten auch nicht.somit wurde auch ein Protokoll angelegt und es hieß darin kurz gesagt er hat kein Interesse irgendwie was zu ändern zwecks Kind /Umgang etc .alles protokollieren lassen...ich musste damals diese Dinge woanders aufbewahren lassen da er damals wusste wo wir wohnen und wegen Gefahr eines Einbruch von seiner Seite aus um diese Dinge zu "vernichten"auch das Stammbuch

        • (14) 23.01.19 - 11:04

          Über begleiteten Umgang im Beisein eines JA-Mitarbeiters habe ich auch nachgedacht. So wird es dann wohl kommen. Wobei ich da die „Angst“ habe, dass er sich natürlich als Super-Daddy zeigt und den Mitarbeiter mit seinem Charme um den Finger wickelt. Das hat er bei mir ja auch lange genug geschafft. Dann schreiben die am Ende ganz schnell, dass er total toll ist, am Besten noch unbedingt gemeinsames Sorgerecht bekommen sollte und das Kind darf ganz schnell auch alleine mit ihm weg. Und wer weiß, was dann passiert... Wie man es macht, ist es wahrscheinlich falsch und es tut mir so leid, dass ich dieses Kind in die Welt gesetzt habe 😢 Es kann doch unter solchen Umständen nicht fröhlich aufwachsen.
          Gespräche werden schwierig umzusetzen sein, da er nicht in Deutschland wohnt und auch kein Deutsch spricht, sondern nur halbwegs verständliches Englisch.

          • Glaube mir,bei denen kann er "Schauspieler"sein hin oder her,es ist ein extra ausgebildeter Beamter.bei mir zumindest gewesen,du hast ja bevor das alles in Gang kommt Gespräch mit denen ,da schilderst du alles !!! Die stellen sich dann drauf ein..und so schnell geht das auch nicht vorbei,bei mir wurden 160std angesetzt,sprich freitags von 15-17 Uhr..die muss er erstmal "abarbeiten", bevor er dann alleine mit dem Kind sein kann,gibt's eine Gesprächsrunde mit den Jugendamt den der das begleitet hat und bei Unsicherheit kann man dieses sogar Verlängerung beantragen.dann so war es bei mir (hätte er es durchgehalten) wieder zur Gerichtsverhandlung,je nach dem wie alt dein Kind ist bekommt es einen eigenen Anwalt gestellt ...und du brauchst einen ...zur Not kannst du auch andere Anlauf stellen angehen (bei mir war es zudem die nawa Jugendhilfe) zudem kann's Du dich auch bei der Caritas erkundigen.und deine Angst daß er abhauen wird,dazu braucht er einen Pass für das Kind,dazu braucht er die Geburtsurkunde.sollte er trotzdessen es versuchen bekommt er eine Anzeige wegen versuchten Kidsentführung, Urkunden Fälschung...wenn du alle Papiere hast und er keine wird es schwierig dieses zu beantragen.und wenn er eh im Ausland wohnt gut so...dann isser aus der Reichweite...und ab einer gewissen Zeit kannst du alleine das Sorgerechtbeantragen...wärt ihr verheiratet?wenn nein dann hast du automatisch das alleinige Sorgerecht und Aufenthaltes Bestimmungsrecht!!dann kann er gar nix ..so doof wie das klingt für Väter die sich wirklich kümmern,aber so darf er dann wenn überhaupt aufkommen fürs kind.beantrage auch uvg ...

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