Nach Trennung im selben Haus bleiben?

    • (1) 21.01.19 - 04:25

      Hallo ihr Lieben! Es beschäftigt mich eine Frage. Und zwar möchte ich mich bald von meinem Mann trennen, bin aber noch auf der Suche nach einem Anwalt. Ich möchte das alles nicht ohne den Rat eines guten Anwalts starten.

      Jetzt ist es so, dass wir im selben Haus wohnen und ich selbständig bin. Diese Selbständigkeit ist vom Jugendamt für diese Räumlichkeiten abgesegnet (alles sehr bürokratisch mit Ortsbegehung und Erlaubniserteilung). Nachdem ich meinem Mann also gesagt habe, dass ich mich ganz offiziell von ihm trenne, wird es noch wer weiß wie lange dauern, bis ich eine Wohnung gefunden und den bürokratischen Kram durch habe.

      Hat jemand Erfahrung damit, wie es mit dem Ex-Partner in den selben vier Wänden ist? Wir haben zudem zwei Kinder und ich noch einen Hund und eine Katze. Es wird also richtig schwierig, eine passende Wohnung zu finden.

      Das Haus gehört eigentlich ihm, ich habe damals nichts unterschrieben. Da kein Ehevertrag besteht, hätte ich rein rechtlich gesehen aber einen mir zustehenden Teil.

      Mein Mann und ich schlafen seit 2013 getrennt. Ich bei den Kindern. Beim Essen will er nicht gestört werden und verbringt die meiste Zeit in seinem Arbeits- und Fernsehzimmer.

      Erst wollte ich warten, bis ich genug für Kaution, Möbel, Küche usw gespart habe. Jetzt gibt es einen ganz lieben Menschen in meinem Leben, der mich auch hierin unterstützt, so dass ich nicht noch Monate bis zur (ausgesprochenen) Trennung warten möchte.

      Mein Mann wiederum ist sehr aggressionsgeladen und schnell von 0 auf 100.

      Danke für Eure Meinungen und Erfahrungen!

                • Anwalt aufsuchen, klären!

                  • (8) 23.01.19 - 12:41

                    auf welcher rechtlichen Grundlage soll diese Zuweisung denn geschehen? Sie kann doch mit ihm friedlich gemeinsam im Haus leben . Sie will sich trennen. Sie will die Gemeinschaft nicht mehr. Somit muss Sie gehen! Nicht er!

                    So einen Spass hatte ich auch bereits, dass mich meine EX-Frau aus meinem Haus werfen wollte. Ging böse nach hinten los der Spaß. Also Vorsicht mit deinen Ratschlägen..Es ist SEIN Haus. Nicht das GEMEINSAME Haus!

                    • (9) 23.01.19 - 13:02

                      Ich lese nicht heraus, dass das Haus nicht dem Zugewinn unterliegt. Unabhängig davon, dass Zugewinn manchmal sowieso der größte Witz ist. Aber ist nun mal so und da ist vollkommen uninteressant, wer im Grundbuch steht oder wer Kreditnehmer ist.
                      Um den Zugewinnausgleich kommt er nicht herum.

                      Als rechtliche Basis in der Zeit der Trennung sehe ich 1361 b BGB. Sie schrieb, dass er schnell auf 100 ist.
                      Bitte Urteile dazu selbst lesen.

                      Was nach der Scheidung ist, steht wieder auf nem anderen Blatt.

                      Aber, wie gesagt, Beratung ist unerlässlich.

                      • (10) 23.01.19 - 13:49

                        Das Haus wird dem Zugewinn unterliegen. Nur ist die Höhe fraglich. Sie wird das Recht an der Hälfte der in der Ehezeit gezahlten Tilgungssumme haben. Alles andere ist fraglich. Damit wäre der Zugewinn erledigt, wenn der Mann nicht aus einem Schuppen eine Villa gezaubert hat, wird da kein großer Mehrwert zu erzielen sein. Auch das ist dann wieder eine Sache der Gutachter, die bezahlt werden wollen. Kein Gutachten ohne Gegengutachten. Kann man sich in der Regel somit sparen. Viel lustiger finde ich, dass du darauf spekulierst, dass die TE sich die Wohnung aufgrund Anwendung körperlicher Gewalt des Noch-Mannes gerichtlich zuweisen lassen kann.

                        Wer sagt denn, dass er sie körperlich angehen wird?

                        Wer sagt denn, dass die Kinder bei der Mutter bleiben werden?

                        Was, wenn die Kinder beim Vater bleiben wollen?

                        Viele Dinge von denen du keine Ahnung hast. Finde ich sehr überheblich dieses Denken. Nach Sowas gab es oft schon ein böses Erwachen.

                        Zur Info: Ich bin alleinerziehend und berufstätig mit zwei Kindern.

                        Die TE hat was neues am Start. Ob die Kinder hier mit wehenden Fahnen in dessen Arme sinken werden, bleibt abzuwarten.

                        Eine Trennung ist immer Lotterie-Spiel mit vielen Unbekannten.

                        Von 0 auf 100. Das kann viel heißen. Er muss dann auch eine Gefahr darstellen und es muss kundig sein. Behaupten kann sie viel.

                      "Als rechtliche Basis in der Zeit der Trennung sehe ich 1361 b BGB. Sie schrieb, dass er schnell auf 100 ist."

                      Ihre vage Aussage stellt ganz sicher keine rechtliche Basis dafür da, den Mann aus dem Haus zu werfen.

                Da hatte sie schon lange Zeit.
                Sie wird ihm Miete zahlen müssen, falls sie im Haus bleibt.
                Auf Dauer wird sie es nicht zahlen können.

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