Wie trennen aus toxischer Beziehung mit Kindern?

    • (1) 25.01.19 - 21:36
      Toxische Beziehung

      Hallo zusammen, ich möchte mich von meinem Partner trennen. Wir haben 2 Kinder, 10 + 13. Ich möchte die Kinder mitnehmen, da mein Partner Alkoholiker ist, Soziopath und Narzisst. Er sieht die Ehe selbst als gescheitert an, will sich trotzdem nicht trennen.

      Meine Trennungsgründe (Trinken, Lieblosigkeit, Respektlosigkeit, Phobien, Fetische, Menschen- und Frauenfeindlichkeit) sieht er als "anstellen" an, ich bin zu empfindlich, das sind alles keine Gründe, sich zu trennen. Nun manipuliert er dir Kinder so, dass sie nicht mit mir kommen wollen, wenn ich ausziehe. Er erzählt ihnen, dass ich ja dann hier wegziehe (kann mir hier keinen Wohnraum leisten und muss in meine Heimatstadt zu meinen Eltern in die Nähe ziehen) und er würde aber hier bleiben, er macht meine Eltern und meine Herkunft schlecht und redet den Kindern ein, dass es einen sozialen Abstieg bedeutet, wenn sie mit mir gehen. Mein Großer sagt jetzt schon, er will bei Papa bleiben, als Grund sagte er mir, er hat Angst, dass Papa sich sonst umbringt. Meine Kleine ist noch unschlüssig. Ich weiß nicht, was ich tun kann. Ich will die Kinder keinesfalls bei ihm lassen oder trennen, aber ich kann auch nicht länger bei ihm bleiben, ich bin schon langsam ein psychisches Wrack, ich muss hier raus, aber nicht ohne die Kinder. Was kann ich tun, wo kann ich mich beraten lassen, wer hilft Frauen und Kindern aus solchen toxischen Beziehungen mit trennungsunwilligen Männern? Ich überlege schon noch 5 Jahre durchzuhalten, bis mein Großer 18 ist, weiß aber nicht, ob ich das mental überstehe, bin schon depressiv und geh am Stock psychisch.

      • (2) 25.01.19 - 22:18

        P.S. Er sagt zu meinen Kindern, meine Eltern sind dumme Unterschichts-Asis (meine Eltern sind normale Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet haben) und zu meiner Tochter sagte er, die Ehe ist gescheitert, weil ich keinen Sex mehr will. Das sagt er einer 10-jährigen. Ich muss hier weg, mit den Kindern, aber wie und wohin? Ohne seine Zustimmung darf ich ja nicht mal auf die andere Straßenseite umziehen.

        Hallo,


        ich kann mir vorstellen das du psychisch an deinen Grenzen angekommen bist. Das was er mit den Kindern abzieht ist unterste Schublade. In meinen Augen ist es wichtig das du nicht alles mit dir selbst ausmachst. Versuch dich Freunden / Bekannten anzuvertrauen. Ich hoffe, das er es noch nicht geschafft hat dich so zu isolieren das du so gut wie niemand mehr außer ihm hast. Sprich bei Familienberatungsstellen vor. Viele Träger wie ASB, Johanniter, Diakonie oder ähnliche bieten Beratungen an. Das Jugendamt kann auch eine Anlaufstelle sein.

        Da ich nicht ausschließen möchte das es bei euch auch zu Gewalt kommt denke ich das der folgende Link dir auch helfen kann.

        https://www.hilfetelefon.de/

        https://www.re-empowerment.de/


        Ich schicke dir viel Kraft um aus diesem Teufelskreis auszubrechen.


        Freundliche Grüße

        blaue-Rose

        Erst mal möchte ich Dir in deiner Situation viel Kraft wünschen! Versuche aller Widrigkeiten positiv zu bleiben.

        Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation-habe mich von meinem Partner (räumlich) getrennt, weil er seine Suchterkrankung nicht einsieht und diese seine narzistische Art noch verstärkt. Jetzt bin ich mit dem Großen (6) und dem Baby alleine.

        Ich bin der Meinung, dass man da nicht alleine raus kommt.
        Ist seine Familie eventuell eine Unterstützung?
        Ist er wegen dem Alkoholkonsum in ärztlicher Behandlung? Den Arzt mit ins Boot nehmen.
        Erziehungshilfe und Jugendamt einschalten! So schwer das klingt: Diese Instrumentalisierung der Kinder seinerseits geht gar nicht, aber vertrau darauf, dass deine Kinder wissen, wo es für sie besser ist!

        Ihr habt gemeinsame Kinder, also werdet ihr leider trotz eventueller Trennung immer miteinander verbunden sein. Aber diese Option bis zur Volljährigkeit deines Großen halte ich für unrealistisch. Deine Kinder brauchen eine gesunde Mutter, und wenn du so weiter machst, wird es dir nicht besser gehen!

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