Aktuelle Lage

    • (1) 31.01.19 - 11:17

      Hallo nochmal,

      einige von Euch hatten mir ja im Post geantwortet, in dem es darum ging, dass ich mich von meinem Mann trennen, aber noch für unbestimmte Zeit im selben Haus wohnen wollte bzw müsste.

      Ich wollte Euch kurz auf dem Laufenden halten. Ich war gestern beim Anwalt und er rät mir dringend davon ab, mich zu trennen und dann noch im Haus zu bleiben. Stattdessen soll ich nun Geld zurück legen, gute Miene zum bösen Spiel machen und heimlich nach einer neuen Wohnung für die Kinder und mich suchen. Und dann ausziehen und das nötigste mitnehmen, ohne dass mein Mann das mitbekommt. Er wird dann vor vollendete Tatsachen gestellt.

      Finde ich persönlich sehr bescheiden, aber ich höre auf den Rat und werde das so machen. Da niemand einschätzen kann, wie mein Mann nach der Trennung reagieren wird.

      Ich danke Euch nochmal für Eure Ratschläge und guten Wünsche. Ich muss jetzt erstmal damit fertig werden.

      LG

      • (2) 31.01.19 - 12:05

        Ich bin doch erstaunt...

        Du darfst doch die Kinder gar nicht einfach mitnehmen....

        • (3) 01.02.19 - 09:31

          Hallo , doch bei bestimmten Gründen darf man die Kinder mitnehmen!!! Bestimmte Gründe genügen auch ,das man 100te km wegziehen darf! Und ja Anwälte beraten auch aus menschliche Sicht und nicht in jeden Satz nur das Gesetz im Kopf zu haben ...habe selbst 3anwalte die auch "menschlich"denken ...es kommt immer auf die Situation an...einen eventuellen gewaltigen ex Partner würde ich auch nicht sagen wo ich mit den Kindern hinziehen würde...da würde ich Auskunftssperre einrichten die alle halbe Jahre verlängern und nach einer gewissen Zeit das alleinige Sorgerecht beantragen

          • (4) 01.02.19 - 10:24

            Jedem Anwalt, der derart "menschlich" berät und dabei eben nicht die Rechtslage im Kopf hat, wünsche ich eine Bruchlandung vor Gericht - und seinen Mandanten direkt mit. Ich kann mit keinem Wort aus dem Ausgangspost lesen, dass es hier um einen gewalttätigen Partner geht und finde die grundsätzliche Ermutigung, jemandem einfach seine Kinder zu entziehen, einfach mal fürchterlich. Nicht nur, weil es eben gegen die Rechtslage ist, sondern auch weils menschlich so unterirdisch ist. Ohne Vorankündigung wird die Trennung allein vermutlich für den Mann ein Schock sein, dass man ihm dann auch noch seine Kinder entzieht, ist einfach nur grausam.

            • (5) 01.02.19 - 12:23

              Recht hast du !!habe mich falsch ausgedrückt.tut mir leid!! natürlich hat eine Frau /Mann niemals das Recht aus Gründen weil das "Ego"abgekratzt ist die Kinder nicht vorzuenthalten!!! Das kann wenn der /die ex Partner vor Gericht geht schnell nach hinten los gehen ...sollte nicht so falsch rüber kommen...ich meine wenn Gewalt etc WIRKLICH vorliegt ,dann kann sie es gerichtlich erwirken lassen...bei puren "Egoismus" wo eine "normale "Trennung besteht ,sollten die Kids immer die Chance haben beide Eltern sehen zu dürfen! Tut mir leid ,sollte nicht so gemeint sein

          (6) 01.02.19 - 11:44

          Es hat niemand gesagt, dass die Kinder nicht bei ihr bleiben können. Es geht darum, dass sie nicht berechtigt ist das alleine zu entscheiden.

          Entweder die Eltern entscheiden gemeinsam. Wenn ihnen das nicht gelingt, entscheidet das Gericht.

          Es geht nicht, dass ein Anwalt, sorry, so einen Schitt von sich gibt.

          LG

          • (7) 01.02.19 - 12:19

            Hi.ja gut ,mein Fehler ,ich weiß natürlich nicht die genaue Situation bei ihr...tut mir leid...ich kann nur aus meiner Sicht reden ,ich durfte dieses damals (auch vom Gericht aus ) natürlich hast du Recht ,nur weil gerade eine "normale "Trennung"passiert und um "ihn" als Beispiel eins "reinzuwürgen"ist es natürlich nicht OK!!! Und da sollte man sich wirklich alles gut überlegen...ich durfte es damals,da Gewalt bis hin zu Kindsmord Androhung waren etc..

        (8) 01.02.19 - 11:49

        Von einem Anwalt erwarte ich, dass er in erster Linie eine juristisch korrekte Beratung macht. Dafür hat er studiert, dafür darf er ordentlich abrechnen.
        "Dutzidutzi, Du Arme, natürlich gehören die Kinder zur Mutter und Du darfst alles allein entscheiden, denn nur die Mutter weiß, was für ihre Kinder gut ist", gibt es bei Bedarf bei urbia zur genüge gratis.

Ich bin auch etwas erstaunt, dass ein Anwalt sowas rät. Wenn man zusammen Kinder hat und das gemeinsame Sorgerecht, kann man nicht einfach abhauen. Man muss das zusammen besprechen. Sonst kann man sicher viel Ärger bekommen.

(10) 31.01.19 - 13:06

Das ist ein fataler Rat, wie begründet er das denn? Das wäre das Dümmste, was Du tun kannst, wenn Du hinterher nicht ohne Kinder da stehen willst. #kratz

(11) 31.01.19 - 16:27

Suche dir einen anderen Anwalt. Der Rat ist fahrlässig. Fehlt ja nur noch, dass du dir selbst eine Tür vor den Kopp kloppen sollst, dann die Polizei rufst und ihn der Gewalt bezichtigst.

Wenn du die Kinder mitnimmst, kann dein Mann zum Gericht gehen, eine einstweilige Anordnung beantragen, dass du die Kinder heraus geben musst und sie bis zur Entscheidung in der Hauptsache bei ihm im gewohnten Umfeld bleiben. Hat der Schlaukopf dir das auch erklärt?

Unglaublich.

LG

Hm, er begründete es u.a. damit, dass mein Mann mir wahrscheinlich das Leben ungemein schwerer machen wird und es zu noch mehr Konflikten innerhalb des gemeinsam bewohnten Hauses kommen wird als eh schon. Er kann es unter Umständen so weit treiben, dass ich im Haus nicht mehr arbeiten kann.

Zudem wird wohl generell davon ausgegangen, dass die Bindung zur Mutter stärker ist als zum Vater.

Die Kinder möchte ich ihm nicht wegnehmen. Außerdem werde ich hier in Ortsnähe bleiben, wegen dem sozialen Umfeld meiner älteren Tochter (5) und meiner Arbeit. Mein Mann wäre also trotzdem in erreichbarer Nähe.

Ich habe aber heute schon für mich entschieden, dass ich ihn VOR statt nach dem Auszug vor vollendete Tatsachen stellen werde. Ich kann das sonst nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.

Und ja, ich werde mir noch eine Zweitmeinung einholen von einem anderen Fachanwalt. Der, bei dem ich war, hat aber schon über 40 Jahre Berufserfahrung und kann die Situation meiner Meinung nach sicher recht gut einschätzen.

Naja, am Ende kommt es doch, wie es kommen muss. Ich erhalte momentan unerwartet viel Rückhalt von meiner Familie und meinen Freunden. Das stärkt! Auch meine "neue Flamme", wie ihn jemand im ursprünglichen Post nannte, steht mir nach wie vor unterstützend und tröstend zur Seite.

Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden! <3

  • Der Punkt ist der, Du darfst natürlich jederzeit ausziehen, um Dir das Leben nicht schwer machen zu lassen. Was Du aber nicht darfst (dürfte Dein Mann umgekehrt auch nicht) ist, ohne Absprache und Zustimmung die Kinder aus der gemeinsamen Wohnung mitnehmen. Tust Du das doch, kann Dein Mann per Gerichtsverfügung erwirken, dass die Kinder unverzüglich zurück geführt werden, d.h. sie wohnen dann wieder bei ihm und Dich muss er dann nicht mehr aufnehmen.

    Das meinte ich und das ist nach 40 Jahren Berufserfahrung trotzdem ein völlig falscher Rat, den Du da bekommen hast. Was er Dir korrekt geraten hat ist aber, Dich erst vollständig auf die Trennung vorzubereiten, bevor Du sie bekannt gibst. Schnellschüsse gehen gerne nach hinten los. Geh mal zu Beratungsstellen und zum Jugendamt, auch dort kannst Du Dir nochmal die Situation bzgl. der Kinder erläutern lassen.

    (14) 01.02.19 - 10:38

    "Der, bei dem ich war, hat aber schon über 40 Jahre Berufserfahrung und kann die Situation meiner Meinung nach sicher recht gut einschätzen. "

    Vor 40 Jahren war das vielleicht auch noch so möglich und üblich. Ich würde mir tatsächlich jemanden als Zweitmeinung suchen, der da auf dem neuesten Stand ist.

    Hallo

    Ich glaube kaum, das dein Anwalt aus Erzählungen von dir das richtig einschätzen kann. Ist irgedwo schon mal was aktenkundig geworden? Nur weil dein Mann dir bestimmte Steine in den Weg legen könnte, kannst du nicht einfach mit den KIndern ausziehen. Da muss schon eine Kindeswohlgefährdung vorliegen etc.

    • Ich musste damals "Beweise"vorlegen ,Polizei Berichte ,Krankenhaus Aufenthalte,Telefonabrechnung (eingehde anrufe mit Nr ) ärztliche Atteste ,psychologisches Gutachten etc... wäre das so einfach,dann fände ich es sehr schade daß es dann ja "ausgenutzt"werden kann und Mann /Frau dem ex Partner einfach auf Kosten der Kids eins reinzuwürgen...

(17) 01.02.19 - 11:46

Dann beantrage du gerichtlich, dass du die Kinder mitnehmen darfst. Dann bist du auf der sicheren Seite.

LG

Ist mir neu, dass "man" annimmt, dass die Bindung zur Mutter stärker sei... Was ich aber sicher weiß, ist das Richter grundsätzlich dazu tendieren, Kinder im gewohnten Umfeld zu lassen, was in eurem Fall im Haus beim Vater wäre... (Besonders bei kleinen Kindern)

Stell Dir einfach das Szenario mal aus seiner Perspektive vor...und entscheide dann.
Ich würde ihm die Kinder auf keinen Fall einfach so entziehen und das kann für Dich vor Gericht auch absolut nach hinten losgehen.

Gruß

W

Dass deine "neue Flamme" keine Probleme damit hat, als Spaltkeil einer jungen Familie mit Kleinkindern zu fungieren, spricht doch schon Bände über ihn. Und dich auch, leider.

Dass Du nach dem Ehebruch jetzt auch noch allen Ernstes die Kinder heimlich wegschaffen willst, setzt dem Ganzen das Sahnehäubchen auf. Pfui finde ich das!

> Er wird dann vor vollendete Tatsachen gestellt.

Im Gegensatz zu allen anderen hier glaube ich nicht, dass dieser Rat von vorneherein falsch oder unüblich ist: Ich habe vor kurzem genau diesen Rat ebenfalls von einem Anwalt gehört, der nachweislich sehr kompetent ist und dem ich sehr vertraue.

Nach seiner Praxiserfahrung sei es in bestimmten Fällen tatsächlich zielführender, die John-Wayne-Strategie anzuwenden: "Erst schießen, dann fragen."

  • "Nach seiner Praxiserfahrung sei es in bestimmten Fällen tatsächlich zielführender, die John-Wayne-Strategie anzuwenden: "Erst schießen, dann fragen." "

    Wenn das Opfer den Schuss überlebt, kann es aber aufgrund der Kindesentziehung recht ungemütlich für den Schützen werden.

Ich finde den Ratschlag auch nicht richtig.

Jedoch muss man bedenken, dass er „seine“ Richter gut kennt, wenn er 40Jahre in der Region tätig ist.
Und leider habe ich am eigenen Leib erfahren, dass Kindsmütter besonders an ländlichen Gerichten bei so etwas meist mit einem „Dududu“ davonkommen.

Traurig, aber wahr

(24) 02.02.19 - 20:03

https://m.urbia.de/forum/20-allein-erziehend/5196049-antrag-auf-sorgerecht-mutter-zieht-3-tage-vor-dem-termin-auf-familiengericht-um

Bitte mal lesen, insbesondere Antwort 18.

LG

Ich finde diesen Rat sehr fragwürdig und auch die Begründung, nämlich dass dir dein Mann das Leben schwer machen wird.

Kennt der Anwalt deinen Mann oder wie kommt er darauf?

Wenn du dich so unfair verhältst, könntest du einen Rosenkrieg zum Zaun brechen. Und einen zukünftigen Richter gegen dich einstellen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein seriöser Anwalt so einen Rat erteilt. Es sei denn, er will einen laaaangen Rechtsstreit provozieren, um gut daran zu verdienen.

Top Diskussionen anzeigen