Muss Freund für meine Kinder aufkommen?

    • (1) 05.04.19 - 09:20

      Hallo Mädels,

      mal wieder eine Frage, vielleicht könnt ihr mir helfen!

      Mein Freund und ich möchten in der Zukunft zusammenziehen.
      Ich selbst übe eine freiberufliche Tätigkeit aus und das Geld zum Leben reicht noch nicht ganz aus. Ich bekomme noch einen Mietzuschuss vom Jobcenter. Diese rechnen das Kindergeld als Einkommen ein.
      Lange Rede kurzer Sinn: Mein Noch-Mann bekommt kein Kindergeld (das erhalte ich, wurde auch von kindergeldkasse so nach der Trennung und Wechselmodell festgelegt) und bezahlt für beide Kinder den KIndergartenplatz. Ich könnte es finanziell auch gar nicht und sehe auch nicht und habe auch nicht die Mittel, dass halbe Kindergeld abzugeben. Mein Angebot, Sachen zu kaufen, hat er abgelehnt, er möchte das Geld!

      Jetzt frage ich mich: Wenn ich mit meinem Freund zusammenziehen sollte, könnte er dann vor Gericht oder Jugendamt das halbe Kindergeld und den halben Beitrag für Kindergarten einklagen, weil ich ja dann mit jemanden zusammenlebe, der Geld verdient? Die Stütze vom Jobcenter würde natürlich wegfallen!
      Also müsste mein Freund dann sozusagen für derlei Kosten meiner Kinder aufkommen?

      Katha

      • Hallo!

        All das hat zunächst mal gar nichts damit zu tun ob du alleine lebst oder nicht.

        Ihr habe derzeit eine freiwillige Vereinbarung bezüglich des Unterhalts.
        Diese kann natürlich von jedem jederzeit aufgekündigt werden - da braucht nicht mal etwas "eingeklagt" zu werden.

        Tritt dieser Fall ein, dann ist der UH nach den üblichen Regeln zu berechnen.
        Entsprechend der bereinigten Nettoeinkommens wird in der DDT der UH-Betrag ermittelt, davon wird das halbe Kindergeld abgezogen, und den Rest bekommst du als KU.
        Die Kita ist wird zusätzlich fällig, allerdings werden die Kosten entsprechend der Einkommen von KV und KM aufgeteilt.

        Deine Wahrnehmung bezüglich eines Zusammenziehens oder gar einer Eheschließung ist korrekt:
        In verschiedenen Fällen wird effektiv der neue Partner für die Kinder zur Kasse gebeten - auch wenn dies so natürlich nirgends steht und auch niemand dies laut so sagen würde.
        Das deutlichste Beispiel dafür ist der Wegfall von UHV bei neuer Eheschließung.

        • Also wenn es wirklich so wäre und er für meine Kinder mit aufkommen müsste, wäre das echt ungünstig!
          Dann hat das Zusammenziehen für uns ja keinen Sinn.
          Manchmal kommt man hier nicht mehr mit. Schon schwer genug, in einem winzigen Ort überhaupt ein haus zu finden, weil ich nicht wegziehen dürfen und können. Meine Kinder lasse ich nicht zurück!!!

          Dann ergibt sich eine Möglichkeit, und er wird noch zur Kasse gebeten! Das schlimmste ist, bei meinem Ex geht es nicht darum, dass er kein Geld hätte. Er hat genug ... aber er macht es nur, um mir eins auszuwischen!

          • Wenn der KV genug verdient, dann verstehe ich ohnehin nicht warum der KU nicht korrekt berechnet wurde.
            So teuer kann die Kita gar nicht sein als das der jetzt nicht erheblich weniger zahlt als er müsste.

            Für dich ist das ziemlich einfach: Gehe zum Jugendamt, richte eine Beistandschaft ein, und die fordern dann beim KV die notwendigen Unterlagen an und fordern Ihn zur Erstellunge einer UH-Urkunde auf.

            • Naja, der KV ist da ein wenig seltsam: Er sagt, ich hab mich getrennt und dann muss alles halbe halbe gehen. Ich soll mich kümmern! Er ist da einfach stur. Ich denke, wenn er das wirklich versuchen würde, würde bei ihm eh nichts bei rauskommen, weil er gutes Geld verdient!

              • Nur weil er das will heißt ja noch lange nicht das das so auch sein wird.
                Wenn er morgen meint, er wolle das die Erde eine Scheibe ist, dann wird sie auch nicht plötzlich flach ..

                Noch viel mehr - er kann da gar nicht viel "Versuchen". Die hälftige Auszahlung von Kindergeld ist schlichtweg gar nicht möglich.
                Er kann lediglich seine Zahlungen für die Kita einstellen.

                • Ja, das macht er aber nicht, da bin ich mir sicher.

                  Bin total verunsichert, also wenn ich jetzt mit freund zusammenziehen würde, könnte er jetzt nicht zum Jugendamt oder so gehen und sagen, er will jetzt alles halbieren?
                  Jobcenteranspruch hab ich keinen mehr und meine Kv muss ich dann auch selbst bezahlen. Wenn ich dann auch noch rund 300 Euro an ihn zahlen müsste, bleibt nicht mehr viel übrig ...😔

                  In einem.andren Forum hieß es gerade, ich muss für die kinder aufkommen, ob ich will oder nicht. Aber zum Leben brauche ich doch noch was ...

                  • Aber wenn du kein hohes Einkommen hast würden die Kindergarten Beiträge von Jugendamt übernommen werden

                    • Ja, aber das geht auch nicht hälftig, es wird immer das Einkommen zurate gezogen. Mehr würden sie auch nicht bezahlen. aber da liegt schon das problem, er gibt es ja nicht mit einem Teil zufrieden, sondern sieht nur geanu die Hälfte als gerecht an.
                      Die Anwältin sagte, ausschlaggend ist das einkommen!

                      Dafür bezahlt er auch keinen Unterhalt.

                      • (10) 06.04.19 - 07:11

                        Hallo,

                        im Eingangsposting steht "Wechselmodell" - falls dem tatsächlich so ist, geht das Meiste von dem was bisher geschrieben wurde an der Realität vorbei.

                        Beim echten Wechselmodell (50:50) hat jeder Elternteil einen Anspruch auf 1/4 des Kindergeldes - ohne jegliche Einkommensprüfung, wegen der Betreuung. Die verbleibenden 50 % des KG werden nach erbrachtem finanziellen Aufwand verteilt.
                        Es liest sich so, als ob Du mangels Einkommen keinen finanziellen Beitrag leistest, dann würden ihm 3/4 des KG zustehen, was auch grds. zunächst mal geltend gemacht werden kann.

                        LG

      Vielleicht irre ich mich, aber deine Ansprüche scheinen zu hoch zu sein für das, was du dir leisten kannst:

      1. Du verdienst nicht genug, um davon zu leben und dennoch suchst du dir keinen (anderen) Job. Obwohl du Kinder hast.

      Deine freiberufliche Existenz solltest du zurück stellen oder parallel zum festen Job ausbauen, wenn du so wenig damit verdienst.

      2. Du hast kaum genug zum Leben und willst ein Haus anmieten mit diesem Freund. ich finde das riskant, solange dein Einkommen nicht hoch genug ist, dass du das Haus im Fall der Fälle auch behalten könntest. Der Mietzuschuss vom Jobcenter fällt dann doch sicherlich auch weg, oder?

      • Wir wollen uns noch nichts anmieten, es wäre nur eine überlegung!!

        Ich bin auf Jobsuche, habe keinen Führerschein und hier fährt kein Bus! Ich kann die Situation leider nicht ändern und der fehlende Führerschein ist krankheitsbedingt!

    Wo ist denn der Unterschied ob du das Geld abgibst oder eben „Sachen“ kaufst ?!
    Mit Sachen sind vermutlich Schuhe und Kleidung gemeint ?!
    Wenn ich da drüber nachdenke was winterjacke, Stiefel, Übergangsschuhe, Sandalen etc so kosten ... puh

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