Trennung Ja oder Nein?

Trennung

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    • (1) 13.05.19 - 23:06

      Hi, also ich bin ziemlich verzweifelt. Mein Mann und ich haben eine ausgewachsene Ehekrise. Wir haben uns vor 5 Jahren kennen gelernt und vor 3 Jahren geheiratet.
      Das größte Problem ist, dass mein Sohn (14 Jahre alt) meinen Mann nicht wirklich leiden kann. Immer wieder kommt es zu Konflikten.
      Aber das ist tatsächlich nicht alles. Mein Mann ist seit langer Zeit durch einen Bandscheibenvorfall nicht arbeitsfähig. Er ist ziemlich viel am Jammern und das nervt mich so extrem. Außerdem ist er extrem anhänglich und textet mich mit Nichtigkeiten zu. Aber es besteht absolut keine Leidenschaft zwischen uns.
      Er wurde vor kurzem wieder operiert und ist nun in der Reha. Ich vermisse ihn gar nicht und denke mir eher "oje, nächste Woche ist er wieder da".

      Ich weiß nicht, ob ich ihn noch liebe oder ob ich ihn nur noch lieb habe. Denn er ist ein herzensguter Mensch und eigentlich auch sehr lieb zu mir. Nur irgendwie haben die Probleme in unserem Leben meine Gefühle zu ihm verändert.

      Aber das schlimmste ist, dass mein Sohn gestern zu mir auch, ob er die Reha nicht verlängern kann, damit er ihn länger nicht sehen muss.
      Das zeigt wie schlimm es tatsächlich um die zwei steht.

      Wie kann ich mit ihm verheiratet bleiben, wenn mein Sohn zu ihm einfach keinen Bezug aufbauen kann?
      Aber ich habe auch Angst vor der Trennung, ihm weh zu tun und ich mache mir Sorgen was dann aus ihm wird. Ich brauche einfach mal jemand fremdes der mir Tipps geben kann.

      Liebe Grüße Coco

      • (2) 13.05.19 - 23:22

        Hi.

        Ich denke, dass du das erst einmal differenziert betrachten solltest bzw auseinander dividieren. Dein Sohn und dein Partner sind ein Kapitel. Eure Beziehung zu einander ein anderes. Ihr als Familie ein weiteres.
        Stellt sich zum einen die Frage, was sagt dein Herz? Was könntet ihr für euch als Paar tun? Gespräche? Gemeinsame Zeit? Wo sind die Spannungen oder Differenzen? Wo seht ihr euch in einigen Jahren?
        Das nächste ist, dass dein Sohn älter wird. Zieht viell in einigen Jahren aus... Minimierung der Konflikte. Habt ihr euch mal zusammen gesetzt oder eine Beratung vorgenommen?
        Oft sind es zwischenmenschliche Divergenzen, die dann meist unüberbrückbar werden.. Hier hilftnur reden, reden reden...

        Vg

        • Wir haben immer wieder Gespräche zu dritt geführt, aber so wie ich es mitbekomme versucht mein Sohn sich immer wieder mit ihm gut zu stellen, weil er mir halt nichts böses möchte. Aber dann gibt es trotzdem immer wieder Streit zwischen den beiden.

          Meine Mutter hat mir erzählt, dass mein Sohn so früh wie möglich ausziehen möchte, damit er nicht mit meinem Mann zusammen leben muss. Das ist schon hart, besonders weil ich eigentlich eine sehr enge Bindung zu meinem Sohn habe. Es bricht mir mein Herz, dass es meinem Sohn so geht. Und ich fühle mich tatsächlich in der Pflicht für meinen Sohn die Ehe zu beenden.

          Und es bricht mir nicht das Herz, wenn ich mir vorstelle in Zukunft ohne meinen Mann leben zu müssen.

          Eigentlich weiß ich was das richtige ist, aber es fällt mir dennoch total schwer den Schritt zu machen. Ich habe Angst vor all dem was danach passiert. Wo er hin soll und wie ich das dann finanziell mache, weil ich ihm ziemlich viel Trennungsunterhalt zahlen müsste. Ich mache mir Sorgen, ob er das emotional verkraftet, da er sehr labil ist.

          Und gleichzeitig tut es weh, dass ich überhaupt diese ganzen Gedanken habe.

      Du weißt doch schon was du willst!
      Also entweder ein Ende mit schrecken oder ein schrecken ohne Ende!
      Ihr seid erwachsen, dein Mann wird es schon überleben.

    • Trenn dich. Damm hat der Mann noch die Chance eine nette Familie zu finden

      Ähnliches habe ich hier schon soo oft gelesen.

      Da wird dem Kind/den Kindern ein neuer Mann vorgesetzt und sie müssen sehen, ob und wie sie damit klarkommen.

      Klappt es nicht mehr gut in der Partnerschaft, "besinnt" sich die Mutter plötzlich, dass sie sich ihrem Kind/ihren Kindern zuliebe doch besser trennen sollte, vorher waren deren Befindlichkeiten weniger wichtig.

      Anscheinend weißt du ja schon, dass du den Mann nicht mehr willst, dann ist eine Trennung das einzig Sinnvolle.

      • Naja Vorsetzten ist so eine Sache.
        Man ist ja nicht nur ein Elternteil ohne Wünsche und Gefühle sondern auch noch ein Mensch welcher das Recht auf Glück hat.
        Hat man im Leben eine netten Menschen gefunden, der sich liebevoll kümmert und gut zu den Kindern ist....haben diese es hinzunehmen.
        Vater oder Mutter kann man sich ja nicht aussuchen.

        Viele Kinder denken, die ganze Welt dreht sich um sie.

    Gerade jetzt fällt dir auf, dass der Sohn wichtiger ist? Warum nicht schon vor 2, 3 oder 5 Jahren?
    Ich denke das ist eher ein Vorwand.
    Mal ganz ehrlich....wäre deine Ehe toll, hättest du dich für deinen Sohn trotzdem getrennt?

    Ist dein Mann böse zu deinem Kind?
    Schlägt er ihn? Behandelt er ihn abwertend und beleidigend? Ich vermute nein....
    Dann hast du keinen Grund deine Gefühle mit deinem Sohn zu entschuldigen.

    Wenn du dich trennen willst, musst DU dahinter stehen. Tust du es für deinen Sohn, wirst du es ihn vorwerfen....
    Wahrscheinlich sobald dir alleine doch nicht so gut wie gedacht geht.
    Oder wenn dein Sohn dann trotzdem früh auszieht.

    Liebe Coco,

    Um das Verhältnis zu deinem Kind zu verbessern und ihm den Raum zu geben in Ruhe erwachsen zu werden würde ich meinen Mann, nach einem langen klärenden Gespräch bitten, dass er sich eine kleine eigene Wohnung sucht und auszieht.
    Dies alles wegen Deinem Sohn und nicht um die Ehe zu beenden.
    Für diese finde ich, lohnt es sich zu kämpfen. Ihr habt Euch zwar voneinander entfernt aber die Liebe kann man sich zurück erarbeiten.
    Auch dafür sind getrennte Wohnungen vielleicht genau der richtige Weg.
    Meinem Sohn würde ich klarmachen, dass ich die nächsten Jahre ihm zuliebe auf ein zusammenleben mit meinem Mann verzichte ich aber von ihm erwarte, dass er im Gegenzug bereit ist an der Beziehung zu meinem Partner zu arbeiten.
    Das heißt, er akzeptiert meine Ehe, er akzeptiert, dass ich mir auch Zeit für meinen Partner nehmen werde (Dates, Verabredungen etc.) und er akzeptiert auch, das dieser ab und an bei mir übernachten wird und/oder ich bei ihm.
    Die Zeit bis der Sohn eigene Wege geht ist wirklich absehbar und
    diese Zeit könnte man gut nutzen um sich dem Mann wieder zu nähern oder sich darüber klar zu werden ob man die Ehe überhaupt aufrecht erhalten möchte.
    Eine Trennung mit schon getrennten Wohnungen wäre dann eh um einiges einfacher.
    Oder aber man findet wieder zusammen und startet dann noch einmal gemeinsam neu.
    Im Besten Fall hat sich, der dann Erwachsene Sohn, dann auch ein Gutes Verhältnis zum Ehemann, da die Konkurrenzsituation aufgelöst wurde.

    Ich glaube, so würde ich es machen.
    Liebe Grüße
    und alles Gute
    sunny

    (10) 14.05.19 - 10:52

    Hi,

    war das Verhältnis zwischen Deinem Mann & Sohn schon immer so? Oder erst seit einiger Zeit?

    Dein Sohn ist voll in der Pubertät und es ist völlig normal, sich an den Eltern / Stiefeltern zu reiben. Vielleicht sind die Grenzen hier nicht klar gezogen.

    Als meine Mutter einen neuen LG hatte nach der Scheidung, der auch noch bei uns einzog, gab es deutliche Differenzen. Ich war ebenfalls 14 und ihr LG war der Meinung, dass er mich erziehen muss. Dazu sprach er schlecht über meinen Vater (dass er in vielem Recht hatte steht auf einem anderen Blatt). Lange habe ich den Mund gehalten, aber irgendwann hat es beim Abendessen gekracht. Und zwar so, dass meine Mutter mich zum Essen in mein Zimmer geschickt hat mit dem Hinweis, wenn ich mich wieder benehmen kann, darf ich wieder am Tisch essen.
    Ich hatte die größere Ausdauer und habe bei allen folgenden Mahlzeiten meinen Teller geholt und in meinem Zimmer gegessen. Nach gut einer Woche wollte meine Mutter dann wissen, warum ich mich so ablehnend benehmen. Das habe ich ihr sehr deutlich gesagt und auch, was ich mir in Zukunft verbitte: Erziehungsversuche und Meinungen zu meinem Vater. Ihr LG hat auch noch mit mir gesprochen und sich an das gehalten, was ich gesagt habe. Umgekehrt gab ich mir Mühe, nicht jedes mal rumzuzicken (was mit 15 nicht ganz so leicht ist ;-)). Es dauerte eine Weile, aber irgendwann gehörte Günter zur Familie. Leider verunglückte er vor fast 19 Jahren tödlich - für mich war er da schon lange nicht mehr nur der LG meiner Mutter sondern mein Stiefvater.

    ABER:
    Meine Mutter hat mir damals auch sehr deutlich klar gemacht, dass sie mich versteht, mit ihrem LG reden wird, aber auch, dass sie sich nicht trennen wird, weil sie ihn liebt und auch ein Recht auf einen Partner hat. Sie wollte, dass wir zumindest vernünftig zusammen leben können, hat aber niemals erwartet, dass ich Günter als Vaterersatz o.ä. ansehe. Für meine Mutter war diese Zeit auch sehr schwer, denn ich habe deutlich gezeigt, was ich davon hielt. Allerdings war Günter nie gemein zu mir, schlug mich nicht oder ähnliches (was man ja durchaus öfter mal hört) - im Gegenteil, er gab sich richtig Mühe dabei, mich zu unterstützen - auch mal gegen meine Mutter.

    Vielleicht sprichst du mal mit Deinem Sohn, WARUM er ein Problem mit Deinem Mann hat. Warum er ihn nicht ertragen kann.

    Zu Deinen Gefühlen kann ich nicht viel sagen, aber sie scheinen sehr ambivalent zu sein. Einerseits sagst du, du vermisst Deinen Mann nicht bzw. nervt dich sein Jammern und Klammern andererseits hast du Angst vor einer Zukunft ohne ihn. Ich glaube, dass du deinen Sohn nur vorschiebst, um jemanden zu haben, der dir die Entscheidung abnimmt.

    Ich finde es durchaus normal, dass in einer Ehe nicht immer alles rosarot ist. Eine Beziehung bedeutet Arbeit - vor allem dann, wenn nicht alles rund läuft. Und ja, ich weiß wie nervig es ist, wenn jemand nur noch jammert oder nur noch negatives sieht oder einfach, weil er nicht raus kommt / kaum Kontakte außerhalb der Ehe hat (z.B. wg Krankheit) belangloses Zeug redet, was einen selbst nicht interessiert, weil man ganz andere Probleme hat. Mein Mann, den ich wirklich sehr liebe, ich psychisch nicht immer stabil und das seit mehr als 16 Jahren. Der Grund liegt in seiner Jugend mit einem alkoholkranken, prügelndem und herrischem Stiefvater und einer Mutter, die das einfach als "ist ja nicht so schlimm" abtut (bis heute). Er war lange krank, mit Aufenthalt in einer psychatrischen Tagesklinik und nimmt bis heute Medis gegen Depressionen. Wir stand mehr als einmal vor der Trennung, weil auch er nur noch jammerte, nichts mehr auf die Reihe bekam, mit allem unzufrieden war und alles an mir hängen blieb. Dazu eben auch die tollen Ratschläge von außen, weil er ja körperlich nicht eingeschränkt ist und sich einfach nur mal zusammen reißen muss.
    Ja, es war hart und manchmal ist es das auch heute noch, aber wir haben unseren Weg gefunden und diese Phasen sind selten geworden.

    Wir reden miteinander. Und nicht nur oberflächlich sondern richtig. Nicht immer in Ruhe, manchmal müssen wir auch abbrechen. Und ich bin ganz sicher auch nicht einfach, fahre schnell aus der Haut, jammere auch immer mal wieder (habe mehrere BSV, fehlende Bandscheiben, Arthrose und unterschwellige Dauerschmerzen), aber wir bekommen es immer wieder hin.

    Hast Du Dich mal in Deinen Mann rein versetzt? Kannst du dir ausmalen wie er sich fühlt, wenn er wegen Schmerzen nichts machen kann? Wenn er sieht, wie du alles übernehmen musst? Kannst du dir vorstellen, dass man dadurch in eine Depression rutschen kann? Glaubst du nicht, dass er merkt, wie er dich mit seinem Verhalten von sich treibt, aber nichts dagegen tun kann? Kannst Du dir vorstellen, dass es für ihn selbst auch schlimm ist, dass er nicht mehr arbeiten kann - und das seit Monaten und auch scheinbar keine Besserung in Sicht ist? Kann es sein, dass auch ihn die Beziehung zu Deinem Sohn belastet, weil er ihm vielleicht nicht egal ist?

    Ich kann auch absolut nachvollziehen, dass Du Deinen Mann aktuell nicht vermisst. Er macht dir - unabsichtlich durch seine Krankheit - das Leben schwer. Ohne ihn hast du weniger Belastung, weniger Stress, es läuft eben alles.

    Geh einfach mal in dich. Liebst du ihn noch? Wenn ja, warum? Was liebst du an ihm? Was stört dich an ihm? Und kommt das durch seine Erkrankung oder war es auch vorher schon so? Würdest du eurer Beziehung grundsätzlich noch eine Chance geben, wenn man nach der Reha sieht, dass es aufwärts geht, dass er sich Mühe gibt?

    Mein Weg wäre:
    Ich würde ihn in der Reha besuchen und mit ihm reden. In neutraler Umgebung fällt das oft leichter als Zuhause. Es darf emotional werden, aber nicht gemein. Sprich mit ihm über eure Beziehung, drüber was dich belastet, was deine Sohn belastet / stört. Mach ihm deutlich, dass es DEINE Gefühle sind - und Gefühle nicht rational sind und versuche nicht zu sagen "du machst, du bist..." Vorwürfe bringen euch nicht weiter.

    Und dann höre ihm zu. Hör ihm wirklich zu - lass ihn reden, auch wenn du gerne einhaken möchtest. Nimm es nicht persönlich - er muss genauso mit seinen Gefühlen klar kommen, was zumindest meinem Mann oft schwer gefallen ist - er verfiel schnell in: aber DU machst auch immer etc.

    Überlegt gemeinsam, ob ihr zusammen mit einer Eheberatung / Familienberatung an eurer Ehe und Familie arbeiten wollt. Ob euch eure Beziehung diese Arbeit wert ist. Und wenn ihr beide euch einig seid, dass sprich alleine mit deinem Sohn darüber, wie es weiter geht, was ihr vorhabt. Nur, weil ihr dann vielleicht an eurer Beziehung arbeitet heißt das nicht, dass dir dein Sohn weniger wert ist, dass dich seine Wünsche nicht interessieren. Aber du bist mehr als nur Mutter - er ist in ein paar Jahren erwachsen und geht seiner Wege - ohne Rücksicht auf dich (was auch richtig und normal ist) und was dann? Oder was, wenn er vielleicht auch mit einem neuen Partner nicht klar kommt? Willst du dann immer ihm zuliebe alleine bleiben?

    Ich wünsche Dir, dass du den richtigen Weg für dich, deinen Sohn und Deine Beziehung findest.

    Gruß
    Kim

    (11) 14.05.19 - 10:55

    Du solltest dich trennen und deinem Mann eine Chance geben, eine Familie zu finden / gründen, die ihn auch liebt.

    (12) 14.05.19 - 12:16
    langfristig.denken

    Und wenn in 4-6 Jahren dein Sohn ausgezogen bist, sitzt du allein in deiner Wohnung, schaust auf 1-2 gescheiterte Ehen zurück und fühlst dich als der einsamste Mensch der Welt....

    Ehe ist immer Arbeit. Und man verspricht sich doch: in guten wie in schlechten Zeiten . Gerade ist eine schlechte Zeit, in der er dich braucht. Was würdest du denn sagen, wenn du in Reha wärst und er das zu anstrengend fände? Das sind für mich allesamt kein Trennungsgrund.

Du liebst Deinen Mann eindeutig nicht mehr - kann man aus Deinen Formulierungen herauslesen. Schieb nicht Deinen Sohn vor - bei DIR ist die Luft raus. Sei so ehrlich und trenne Dich. Dann hast Du Deine Freiheit, Dein Sohn seinen Willen und Dein Mann kann auch tun, was er möchte. Aus "Angst, ihm wehzutun" hält man keine Ehe aufrecht, er hat auch Ehrlichkeit verdient.

Mein zweiter Mann wurde wenige Monate nach unserer Hochzeit auch sehr krank und war ein Jahr daheim - und nein, mein Sohn war absolut nicht unproblematisch, aber eine Trennung wäre nie und nimmer im Raum gestanden, da hätte schon mehr passieren müssen als pubertäres Genöle. Dein Sohn merkt genau, dass Du nicht mehr hinter Deinem Mann stehst und nutzt das aus.
LG Moni

(15) 14.05.19 - 22:17

Zuerst Mal finde ich es ziemlich krass und unverschämt eine Umfrage zu erstellen ob du deinen Partner verlassen sollst oder nicht. Wie alt bist du den bitte? 12 🙄 . So wie du schreibst hast du wohl absolut keine Gefühle (mehr) für ihn und deswegen sollte er froh sein dich loszuwerden. In guten wie in schlechten Zeiten war bei dir wohl nur ne Floskel. Zuguter Letzt schiebst du jetzt noch deinen Sohn vor der vorher schon Probleme mit ihm hatte aber als es dir passte war das egal und jetzt auf einmal nicht mehr. Da fehlen einem echt die worte.

  • Wow man kann auch ganz schön hart zu Menschen sein... Nur weil ich die Umfrage gemacht habe, zeigt das doch nicht mein alter an.
    Ich bin verzweifelt! Ich bin ein sehr emotionaler Mensch! Und manchmal weiß man eben nicht was man möchte. Manchmal macht man vielleicht Dinge, die man nie für möglich gehalten hätte. Aber weißt du was, das ist menschlich. Ich schiebe nichts auf meinen Sohn! Und wenn ich mich trenne, dann ist die Beziehung zwischen den beiden nur einer von vielen Gründen. Mein Mann und ich teilen absolut keine Leidenschaft miteinander. Es ist nur ein Miteinanderleben.

    Dinge passieren. Ich schiebe es weder auf meinem Sohn, noch auf meinen Mann, sondern auf das Leben und die Lebenssituationen, die sich so entwickelt haben.
    Ich reiße mir den Allerwertesten auf, damit es unserer Familie gut geht. Ich bin diejenige, die Vollzeit arbeitet und das einzige Gehalt in die Familie mitbringt. Das nicht erst seit kurzem. Nach der Arbeit kümmere ich mich um meinen Sohn, meinen Mann, meine Hunde und ich bleib oft auf der Strecke.

    Mein Mann hat depressive Phasen und ich war immer seine "Psychologin". Aber irgendwann geht auch meine Kraft zu Ende. Also bitte urteile nicht über mich, wegen ein paar wenigen Sätzen, die ich davor hier geschrieben habe.

    Man kann hier ja trotzdem nett zueinander sein.

    • (17) 15.05.19 - 09:44

      Ich persönlich finde schon das die Umfrage gut zeigt was für ein emotionales alter du hast. In deinem ganzen Text lese ich einfach heraus das du eher Abenteuer suchst als Bodenständigkeit. Leidenschaft und das können viele in sehr langen Beziehungen bestätigen verschwindet auch Mal in schwierigen Zeiten. Was du beschreibst ist das alltägliche Leben mit alltägliche problemen. Aber du denkst es muss leidenschaftlich sein. Was willst du den von deinem Mann? In der Beziehung ist es auch normal Mal den "Psychiater" zu sein. Wenn er nicht mit seiner Ehefrau reden kann mit wem den sonst.

      (18) 15.05.19 - 10:49

      Mein Mann und ich teilen absolut keine Leidenschaft miteinander. Es ist nur ein Miteinanderleben.

      Ja, was glaubst du denn, wie lange Leidenschaft so aktiv bleibt wie zu Beginn? Vor allem dann, wenn einer der Partner krank ist und der andere sehr belastet ist? War das die einzige Basis für eure Beziehung? Meinst du nicht, es gibt wichtigeres als Sex in einer Beziehung? Natürlich gehört das alles zu einer Beziehung, aber es wird immer Phasen geben, die weniger leidenschaftlich sind.

      "Dinge passieren. Ich schiebe es weder auf meinem Sohn, noch auf meinen Mann, sondern auf das Leben und die Lebenssituationen, die sich so entwickelt haben.
      Ich reiße mir den Allerwertesten auf, damit es unserer Familie gut geht. Ich bin diejenige, die Vollzeit arbeitet und das einzige Gehalt in die Familie mitbringt. Das nicht erst seit kurzem. Nach der Arbeit kümmere ich mich um meinen Sohn, meinen Mann, meine Hunde und ich bleib oft auf der Strecke."

      Ich denke schon, dass du deinen Sohn -auch- vorschiebst. Er liefert dir einfach einen Grund, den fast jeder ohne zu zögern akzeptiert. Er kann halt nicht mit seinem Stiefvater und deshalb versteht jeder, wenn du dich trennst. Klar, ist vielleicht überspitzt, aber im Kern passt es.

      Ihr seid 5 Jahre zusammen, davon 3 verheiratet, davon ist dein Mann wie lange krank 1Jahr? Sooo wahnsinnig lange sorgst du nicht alleine für die Familie. Und Dein Mann bekommt ja vermutlich noch Krankengeld - trägt also auch einen Teil bei.

      Ich bin seit gut 16 Jahren für das Familieneinkommen zuständig, habe zum VZ-Job immer auch mindestens einen Nebenjob, mein Mann hat krankheitsbedingt auch immer nur auf Minijobbasis arbeiten können, konnte oft den Haushalt nicht so führen wie es nötig gewesen wäre, hat seit vielen Jahren Depressionen (durch Medikamente und unsere stabile Beziehung geht es ihm mittlerweile zu 85-90% psychisch gut), ich habe ebenfalls einen Sohn, vier Hunde, hatte zweitweise 2 Pferde und musste mich wirklich um alles andere kümmern incl. meinem Mann. Unsere Beziehung ist daran gewachsen, mein Mann unterstützt mich mittlerweile so gut es geht, hält Termine von mir fern etc. Das war nicht immer so und führte fast zur Trennung. Und auch heute noch habe ich oft das Gefühl, dass ich zu kurz komme. Das wird besser werden, das weiß ich, aber nicht heute und nicht morgen.

      Natürlich war das nicht immer einfach und ist es auch heute nicht (ich hatte u.a. auch durch diese Belastung einen Burn Out), aber wir haben miteinander geredet - und zwar richtig geredet - als Paar und ohne unseren Sohn. Und gemeinsam haben wir dann überlegt, ob unsere Ehe / unsere Beziehung eine Zukunft hat.

      Ich finde es schon sehr krass, dass du dich trennen willst, weil dein Mann seit einigen Monaten nicht mehr arbeiten kann und depressiv ist. Es heißt doch "in guten und in schlechten Zeiten". Diese Zeiten wird es im Laufe einer Ehe / einer Beziehung immer wieder geben. Deshalb muss man doch nicht alles hinwerfen.

      Natürlich ist die Belastung für dich riesig, aber rede doch erst einmal mit deinem Mann, erzähl ihm von deinen Problemen, deinen Gefühlen und auch, dass du so nicht weiter machen kannst. Vielleicht bringt diese OP ihm die gewünschte Besserung und er kann in einigen Wochen wieder anfangen zu arbeiten. Vielleicht sieht er, das er psychische Unterstützung in Form einer Therapie / Medikamenten benötigt oder sieht Möglichkeiten, wie er dich trotz Krankheit entlasten kann. Oder aber ihr kommt gemeinsam zu dem Ergebnis, dass eine Trennung für euch das beste wäre.

      Mich schockiert tatsächlich immer wieder, wie schnell Beziehungen weggeworfen werden, wenn die Schmetterlinge und die rosaroten Wolken weg gezogen sind und es dann mal graue Wolken gibt.

      Würdest du auch genauso schnell aufgeben, wenn ihr ein gemeinsames Kind hättet?

    Wir haben auch Hunde und noch andere Haustiere.
    Aber bevor meine Kinder und mein Mann und ich auf der Strecke bleiben...würde ich die Gaustiere abgeben und schauen, dass ich so wenig wie nötig Pflichten hab.

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