Fehlgeburt und Trennung

Hallo Ihr Lieben.
Vielleicht kann ich mir hier meinen Schmerz von der Seele schreiben .Ich hatte Mitte September eine Fehlgeburt in der 7 .Woche.In der Zeit fingen die Streitereien mit meinem Freund an und es führte letzte Woche schlussendlich zur Trennung. Nun sitze ich da mit doppeltem Verlust. Er hat noch gesagt ,er will mich heiraten und wir versuchen es nochmal mit einer Schwangerschaft. Von einem Tag auf den anderen wollte er nicht mehr. Ihm sei das alles zu viel. Er will auch kein Kind mehr.
Für mich bricht gerade eine Welt zusammen. Ich liebe diesen Mann so sehr, es tut so weh und nun trauere ich auch noch völlig allein um mein armes Kind. Ich hab das Gefühl ich schaffe es nicht ,ich könnte schreien vor seelischer Schmerzen.
Ich habe schon mehr Trennungen hinter mir aber nie hab ich solche Probleme danach gehabt .
Es tut so weh wie mein ex mich ignoriert,
Dann hab ich heute ,exakt 4 Wochen nach der Ausschabung meine Tage bekommen und bin dann nochmal völlig zusammen gebrochen.
Kann mir irgendwer einen Rat geben ?
Ich bin ganz alleine ,ohne Ansprechpartner, nur mein kleiner, 18 Monate alter Sohn ist da und der sieht seine Mama so am Boden

Ich hab keine Kraft Mehr

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Zudem hab ich noch schreckliche Angst, dass ich nie mehr die Chance auf ein zweites kind hab .ich wünsche es mir nach dem Verlust so sehr

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Ach Gott, du Arme.... es tut mir furchtbar leid. Ich kann mir nur vorstellen, wie sich sowas anfühlt, da ich weder eine Fehlgeburt noch eine richtige Geburt erlebt habe. Aber fühl dich gedrückt.

Falls du mir jemandem schreiben magst, kannst du mir ja gerne eine PM schreiben, dann tauschen wir Nummern aus. Ich weiß, wie furchtbar es ist, wenn man kaum Ansprechpartner hat und in einer schlimmen Situation ist.

Der kriesendienst wäre glaube ich auch eine gute Idee und auf jeden Fall eine Psychologische Betreuung!! Das ist keine Schande, sowas in Anspruch zu nehmen, ich würde es dir empfehlen.

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Hallo annamaxim318,

das ist wirklich eine schwere Situation und es tut mit leid, dass du das durchmachen musst - fühl dich gedrückt.

Es klingt für mich irgendwie als wäre dein Exfreund mit der gesamten Situation der Fehlgeburt völlig überfordert, da die Differenzen ja da erst angefangen haben, wenn ich dich richtig verstehe. Finde es aber nicht in Ordnung dich deswegen so blöd zu behandeln. Hattet ihr denn mal ein offenes Gespräch oder ist es zu der Trennung Knall auf Fall gekommen und darf ich fragen ob er auch der Vater deines ersten Kindes ist?

Ich weiß dass es schwerfällt aber ich denke du musst solltest positiv denken und dir nicht so eine negative Zukunft ausmalen.
Ich bin zwar in einer ganz anderen Situation aber auch ich habe immer gedacht dass ich es nie schaffen werde, eigene Kinder zu haben - erst recht nicht als ich mich mit 30 von meinem Langzeitfreund getrennt habe, keine Wohnung mehr hatte und dann erstmal wieder bei meinen Eltern einziehen musste. Als kurz darauf noch meine Mama ganz plötzlich verstorben ist, war ich komplette ohne Perspektive und positive Gedanken.

Das Leben hält viele schöne Dinge bereit und auch wenn es gerade bei Liebeskummer und nach so einem Verlust oft schwer ist, diese zu sehen, lass dich davon nicht unterkriegen. Konzentriere dich auf das Leben mit deinem Sohn, versuche sich bestmöglich abzulenken und offen über deinen Kummer zu sprechen um es zu verarbeiten und irgendwann wird der Schmerz erträglicher. Narben bleiben zurück aber man lernt mit diesen zu leben und sich sein Leben trotz dieser Dinge schön zu gestalten und es zu genießen.

Hoffe auf jeden Fall, dass es dir bald besser geht!

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Das hast du schön geschrieben.

Es wird auch wieder die Sonne scheinen... aber erstmal ist das alles eine furchtbare Situation für dich..ich hoffe du hast die eine oder andere gute Freundin die dir beistehen kann!

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Danke, lieb von dir.

Das Ganze ist schon zwei Jahre her und gerade bin ich schwanger mit meinem ersten Kind und dafür sehr dankbar. Leider hat sich der Vater des Kindes komplett dagegen entschieden und meidet momentan auch jeglichen Kontakt aber ich habe zum Glück meine Familie und Freunde die mich auffangen.