Wann weiß man das es aus ist ?

Hallo ihr Lieben.
Ich möchte gerne mal in die Runde fragen wann man sich sicher ist das es sich nicht mehr Lohnt für die Ehe zu kämpfen ?

Wenn man der Meinung ist, dass man nur noch wegen Kind beim Partner bleibt. Ich habe meinem Kind nie gewünscht ein Scheidungskind zu sein. Ich selber lebte bei meiner Mutter meine Eltern haben sich Scheiden lassen, mir ging es soweit gut, ich denke auch das läge ja an uns wie wir das Leben gestalten, aber ich für mich bin nicht glücklich, ich habe es jetzt über 1 Jahr versucht es aufrecht zu halten, merke aber das ich gereizt bin das ich eine "Schlechte Mutter" bin.

Ich weiß gar nicht wie man sowas anfängt mit dem Austausch hier, vielleicht gibt es Mamas oder Papas die es geschafft haben.

Natürlich ist da auch die Gewohnheit die Sicherheit, wir haben ein Haus, Kredite, etc. pp wie wahrscheinlich die meisten.

Wo fängt man an ? Wo bekommt man Hilfe ? Beratungsstellen ? Wie kann man sich sicher sein ?

Vielleicht sind ja ein Paar unter euch die sich Austauschen mögen oder die mir Erzählen können wie es war wie ihr es geschafft habt.

Ich weiß nur die Feiertage stehen bevor und ich bin ausgelaugt, sobald jemand fragt was ist denn los ? Breche ich Tränen aus wie in einem schlechtem Film.

Ich bin fast 35 und mein Sohn fast 7 er kam jetzt in die 1 Klasse. Ich würde am liebsten einfach weit weg von all dem hier. Aber natürlich steht das Kind ganz oben mit seinen Bedürfnissen und das es ihm gut geht. Wie bringt man einem sehr sensiblem Kind bei das Mama und Papa sich trennen ? Das man umziehen muss ? Das ich ihm Papa und sein Zuhause nehme ?

Ich würde mich einfach über Austausch freuen.

Danke

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"Das ich ihm Papa und sein Zuhause nehme "

Sowas liest man hier so oft.... wer sagt, denn das du das tust?

Es gibt soviele Möglichkeiten.. es gibt rein theoretisch sogar die Möglichkeit, dass dein Kind beim Papa bleibt....

Ich war nicht verheiratet, vielleicht hilft eine Paartherapie?
Mir hat eines geholfen: ich habe mir bewusst die Frage gestellt: will ich noch über Jahre so weiter leben?

Hast du denn mit deinem Mann schon gesprochen? Du solltest dich nicht allein mit den Gedanken rum treiben. Nimm deinen Mann mit.

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Danke für deine Antwort.
Nein beim Papa würde er nicht bleiben. Eine Paartherapie habe ich drüber nachgedacht aber mein Mann ist dagegen. Im letzten Jahr haben wir mal gesprochen auch Wohnungen angesehen etc. aber er hat nur gedacht das ist ne Phase ich spinne rum. Derzeit mache ich das alles mit mir selber aus.

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Was macht dich da so sicher, dass dein Sohn nicht beim Papa bleibt ?

Ich war mir auch sicher... zu sicher...
Jetzt kämpfe ich damit, weil er sich für Papa entschieden hat

Wünsche dir viel Glück.
Ich wusste es übrigens, dass ich mich trennen will, als mich tausend kleine Dinge anfingen zu stören , die mein noch Mann macht
Und ich mich wohl fühlte zuhause, bis er nach Hause kam..
Ich Gedanken bekam wie.. ich möchte mich wieder verlieben , glücklich sein...

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Du schaffst das!
Für mich war Trennung immer das schlimmste denkbare Szenario. Ich wollte meinem Sohn nicht die Familie nehmen, konnte mir absolut nicht vorstellen, wie es danach weitergehen sollte. Genau wie du habe ich mir vorgenommen, einfach noch so lange durchzuhalten, bis mein Sohn groß ist.
Es hat nicht funktioniert und heute sage ich, dass das beste war, was mir passieren konnte. Ich bin jetzt glücklich, mein Sohn hat das sehr gut weggesteckt, er wechselt zwischen seinem Papa und mir und braucht uns beide, wir leben hier mit meinem neuen Partner sehr harmonisch. Hinter mir liegt ein langer Weg (die Trennung ist drei Jahre her), am Anfang stand ich vor einer riesigen Wand und ich wusste einfach nicht, was der nächste Schritt sein sollte. Ich war oft traurig und leer, es hat viel Kraft gekostet, mit meinem Ex zu einer funktionierenden Eltern-Beziehung zu kommen. Aber: alles fügt sich im Leben - und manchmal stellt man fest, dass man sich viel zu lange gefürchtet hat.
Rückblickend würde ich sagen, dass uns am meisten Klarheit geholfen hat. Wir hatten ein Betreuungsmodell ausgearbeitet, bevor wir es unserem Sohn gesagt haben. Es gab nie einen Zweifel an unserer Entscheidung, er ist da nie irgendwie zwischen die Fronten gekommen, sondern hat uns immer verlässlich erlebt. Natürlich war er traurig, es gab viele Tränen, die wir als Eltern aushalten und auffangen mussten. Aber wir sind da gut durchgekommen.
Hab keine Angst. Wenn das dein Weg ist, wirst du ihn auch bewältigen.

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Man weiß es, wenn man es weiß 🙂

Du nimmst ihm nicht den Vater, sondern schenkst ihm eine glückliche Mama....

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Hallo,

Ich bin in der gleichen Situation wie du. Nur das ich in unserer Wohnung erstmal bleiben würde.
Ich schaffe grad noch so den Alltag weil es mich einfach mitnimmt. Ich habe es letztes Jahr auch schon mal angekündigt. Mein Mann dachte ich spinne.
Jetzt vor paar Wochen habe ich es nochmal angesprochen und jetzt ist er für eine Ehetherapie. Ich dagegen habe schon lange abgeschlossen.

Was meine 2 Kinder sagen werden weiß ich noch nicht aber mein Entschluss steht fest. Ich muss wieder glücklich werden und schauen das ich das Glück meinen Kindern weiter gebe.
Das vorspielen das Mama und Papa „glücklich“ sind kann ich auch nicht mehr aufrecht erhalten. Die Kinder merken mehr als wir denken.

Da mein Mann aber gleich gesagt hat ich muss das den Kindern beibringen weil ich mich trennen möchte, da dachte ich ich bin hier echt im Kindergarten. Aber wahrscheinlich ist das sogar noch der bessere Weg den Kindern es kindgerecht zu erklären. Außerdem hat er gleich gesagt er möchte die Kinder nur alle 2 Wochen. - was auch dafür spricht das er kein großes Interesse an den Kindern hat.

Ich werde es schon schaukeln und ich denke mir einfach es gibt so viele alleinerziehende warum soll ich es nicht auch schaffen.
Klar ist es mit sehr viel Stress verbunden aber ich habe kein 3. Kind mehr an meiner Seite das mich auch noch Kraft kostet.

Ich selber bin auch bei meiner Mama groß geworden und irgendwann kam mein Stiefvater hinzu. Und das war Bzw ist mein unser Glück gewesen. So ein toller mann. Ich hoffe ich werde auch so einen tollen Mann an meiner Seite finden, der mich mit meinen Kindern akzeptiert.

Ich drück dich ganz fest.

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Ich glaube du weißt, dass du keine innigen Gefühle mehr für deinen Mann hast.
Du hast bereits den Gedanken nur noch weg zu wollen.
Die Beziehung für das Kind aufrecht zu erhalten ist ein großer Fehler. Denn auch euer Sohn spürt das etwas nicht stimmt. Ihr gaukelt ihm etwas vor, das nicht mehr existiert. Geht vielleicht eine Zeit lang gut, aber im Endeffekt leidet ihr alle darunter.
In dem Punkt geb ich dir recht, bei einer Trennung kommt es stark darauf an, wie mit dem Kind umgegangen wird. Wie ihr selbst miteinander umgeht. Ob es möglich ist auf freundschaftlicher Basis gute Eltern weiterhin zu sein. Denn mit einer Trennung nimmst du dem Kind nicht automatisch den Vater. Sondern es kommt wie gesagt darauf an wie ihr damit umgeht. Das Kind sollte nicht zum Leidtragenden werden, dann wird alles gut. Der Junge hat dann nämlich eine glückliche Mutter und einen glücklichen Vater. Das hat er jetzt nicht.
Trotzdem würde ich noch die Feiertage abwarten und dann mit dem Mann reden.
Alles Gute für dich.