Wem stehen bei der Trennung die Kids zu

Hallo!

Wem stehen bei einer Trennung eher die Kids zu?
Mann Vollzeitjob (Mo-Fr)
Frau Teilzeitjob (Mo-Sa) jeden 7. Sa frei

Frau nimmt mehr die Termine war für die 6 jährige Tochter (Ganztagskind in der Kita) kommt im Sommer zur Schule.

LG

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Hallo,

Kinder sind kein Gegenstand, der jemanden zusteht, sondern lebendige Wesen. Also ist zustehen ein furchtbarer Begriff.

Es geht nur um das Wohl des Kindes und meistens ist das Wohl des Kindes dann gewahrt, wenn es in seiner gewohnten Umgebung bleibt. (gleiche Wohnsituation, gleiche Schule/Kita etc.).

Die Eltern müssen sich zusammen setzen und gemeinsam schauen was für das Kind am Besten ist. Wenn die Eltern in der Nachbarschaft wohnen, dann wäre das Wechselmodell wohl das beste für das Kind, da es so beide Elternteile gleich oft hat.

LG Morgain

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Niemandem stehen die Kinder zu. Allein schon der Gedanke dass Menschen jemandem zustehen ist irre. Beide Eltern haben genau die selben Rechte, völlig egal wer wieviel arbeitet und wer Termine wahr nimmt. Natürlich nimmt die Person die weniger arbeitet Termine mehr wahr weil sie mehr Zeit hat. Ist ja logisch. Die Kinder bleiben dort wo es für sie am besten ist oder es gibt eine 50/50 Regelung. Das wird individuell entschieden. Es geht um das Wohl der Kinder und die Idee dass jemandem die Kinder zustehen macht denjenigen schon zu einem "schlechteren" Elternteil, denn derjenige denkt nicht an die Kinder sondern an sich.

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Die Frage ist nicht, was den Eltern zusteht, sondern was den Kindern zusteht. Auch wenn die Formulierung seltsam ist, übernehme ich sie mal. Sie haben ein Recht auf gleiche Zeit mit beiden Elternteilen. Als Minimum in dem Alter würde ich aber empfehlen, wenigstens einen Tag unter der Woche plus jedes zweite Wochenende plus hälftige Ferien bei dem Elternteil, bei dem das Kind nicht seinen Hauptwohnsitz hat.

Und falls Du mit der Frage meinst, wo das Kind hauptsächlich wohnen soll, dann ist das etwas, was die Eltern im Sinne des Kindeswohls gemeinsam entscheiden sollten, bevor ein Richter das macht. Der wird eventuell nämlich eine Entscheidung treffen, die zwar objektiv richtig erscheint, praktisch aber für das Kind nachteilig sein könnte.

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In diesem Fall wohl dem Elternteil, der so eine Formulierung gar nicht im Repertoire hat.