toller Ehemann, aber schlechter Familienmensch ­čśó

Das kann wahrscheinlich lang werden, sorry daf├╝r....

Also, wir sind 8 Jahre zusammen und haben einen 3 j├Ąhrigen Sohn, Mann mitte 30, ich ende 20. soviel mal zu den grundfakten.
Wir f├╝hren eine tolle Beziehung, sehr harmonisch, streiten kaum, Beschimpfungen oder Beleidigungen gibt es in unserer Beziehung nicht, wir gehen wirklich immer respektvoll miteinander um, ├╝ber Probleme k├Ânnen wir immer miteinander sprechen.
Nun hab ich aber ein Problem, dass ich schon lange habe.
Kurz gesagt kann man es so beschreiben am besten: mein partner ist ein erstklassiger partner in einer Beziehung, aber leider nicht der papa bzw Familienmensch den ich mir gew├╝nscht h├Ątte.

Ich habe keine zweifel das er ein stolzer papa ist und alles f├╝r mich und seinen sohn machen w├╝rde, aber irgendwie hat er auch nicht die Leidenschaft daf├╝r, die ich mir von einem Papa erwarte. Ich bin immer diejenige, die IMMER vorschl├Ągt und daf├╝r sorgt, was wir unternehmen, dass wir rausgehen und was wir so machen. Ich stehe jeden tag mit unserem sohn auf. Au├čer ich bitte ihm am vortag, ob ich auch mal wieder liegen bleiben kann am n├Ąchsten tag. ( ich mach das auch nur selten, maximal 1x im monat, wenn ich wirklich das Gef├╝hl hab ich muss einfach mal wieder etwas schlaf aufholen). Er hat dazu auch noch nie nein gesagt, aber von selbst w├╝rde er nicht auf die idee kommen, dass er mit dem kleinen aufsteht. Wenn ich dann aufstehe, und er schl├Ąft weiter, schl├Ąft er meistens immer so bis 11, halb 12.. das hei├čt es geht der halbe tag um ohne ihn. Gemeinsames familienfr├╝hst├╝ck gibt es somit auch nie..

Und eigentlich gehts mir auch haupts├Ąchlich um das: von selber, macht er gef├╝hlt nichts (zumindest was unseren sohn betrifft).
Ich muss ihm sagen, bitte zieh ihn schonmal um, ich muss ihm sagen, unser sohn muss heute baden, ich muss ihm sagen, wenn ich zb arbeiten bin und die beiden alleine daheim, BITTE geht eine runde spazieren oder raus, sonst ist er abends nicht ausgelastet. Ich muss sagen, bitte bring du ihn heute mal ins bett...
Mir w├╝rden wahrscheinlich noch viel mehr dinge einfallen.
Wenn ich mal ne menge zu tun hab, im haushalt, oder sonst was, w├╝rde ihm niemals von selber einfalllen, dass er mit dem kleinen mal ne runde alleine rausgeht.
Unser sohn klebt mittlerweile total an mir, und will sich am liebsten alles nur noch von mir machen lassen. Ich finde man merkt total, das er eigentlich gar keine starke bindung zu seinem papa hat.
Auch k├╝mmert sich mein freund nicht um seine familie. Alle rufen mich an, wenn sie was von uns h├Âren wollen, wenn sie ein treffen wollen oder sonst was. Weil er sich eigentlich nie von selber meldet. Auch um sein patenkind (8 jahre) k├╝mmert er sich nie, bis auf die feiertage. Was ich pers├Ânlich schrecklich finde. Mittlerweile bin ich mehr mit deren mutter im kontakt, um zu darauf zu achten, dass wir uns mal ├Âfters treffen. Geschenke f├╝r sie besorge schon seit jahren ich, weil er da nicht wirklich interesse hat.

Unser sohn war ein wunschkind, und er w├╝rde auch noch ein zweites wollen, unsere hochzeit w├Ąre auch geplant.
Aber ich denke schon seit letztem jahr ├╝ber trennung nach.
Wir haben dar├╝ber im Dezember auch noch sehr viel gesprochen. Ich hab ihm das auch gesagt, dass ich ├╝ber trennung nachdenkem weil ich wei├č, dass dass eben einfach er ist, und sich das vermutlich nie ├Ąndern wird. ( ├╝ber viele der aufgez├Ąhlten dinge haben wir schon sehr oft geprochen, manchmal hat sich kurzfristig was ge├Ąndert)
Ich wei├č er gibt sich gro├če m├╝he, und es w├Ąre das allerschlimmste f├╝r ihn, wenn wir uns trennen. Genau deshalb f├╝hl ich mich auch total als schlechter mensch. Weil ich wei├č, dass er alles tun w├╝rde f├╝r uns. Ich wei├č aber auch, dass er niemals dieser ÔÇ×Typ FamilienmenschÔÇť wird. Und ich wei├č nicht, ob ich das mein restliches leben mitmachen will.

Ich kann nicht sagen ob ich ihn noch richtig liebe. Wir haben eine tiefe Verbindung, und eine tolle stabile Beziehung ja. Aber trotzdem bin ich soo oft total ungl├╝cklich, weil es einfach nicht das familienleben ist, welches ich kenne, und welches ich mir w├╝nsche. Mir tut es allein schon f├╝r unseren sohn so leid.

Gleichzeitig f├╝hle ich mich selbst wie der schlechteste mensch der welt, weil ich unserem sohn eigentlich kein scheidungskind leben antun will (ich und mein freund sind beide scheidungskinder , und ich hab immer gesagt ich mach es besser als unsere eltern...), weil er ja eigentlich ein total guter kerl ist, und ich wahrscheinlich unser halbes umfeld mich dann als die b├Âse frau hinstellen w├╝rde, weil ich angst hab dass es an mir liegt, und meine Anspr├╝che vielleicht einfach zu hoch sind, und ich angst hab dass es niemals mehr jemanden gibt, der es mir vlt recht machen kann..

Ich Wei├č aber auch, dass ich schon lange recht ungl├╝cklich damit bin..
ich wei├č dass hier keiner genau sagen kann, was ich tun soll. Aber vielleicht hat ja jemand ├Ąhnliche Erfahrungen und kann mir ein bisschen was erz├Ąhlen...

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Wie w├Ąre es, wenn ihr Mal eine Woche "Rollen tauscht"? Also sobald er von der Arbeit Zuhause ist hat er den kleinen und du hilfst nur im letzten Notfall. Er soll selber Mal einen Tag mit Kind planen, spielen, rausgehen usw.

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Das ist wahrscheinlich eine gar keine so schlechte idee.
Es ist ja nicht so das er noch nie alleine war mit ihm.. aber als Denkansto├č f├╝r ihn w├Ąre sowas sicher mal nicht so schlecht wieder ..
danke dir. Ôś║´ŞĆ

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Ich sage jetzt mal nichts zur Trennungsfrage, dazu f├Ąllt mir wenig ein, sondern zu Deinem beschriebenen Problem.

Man w├╝nscht sich oft, der Partner w├╝rde die eigenen W├╝nsche verstehen, ohne dass man sie auszusprechen braucht, aber das ist leider nicht der Fall. Insofern geht es nicht ohne Worte. Aber wenn es Dich verst├Ąndlicherweise st├Ârt, jedesmal zu fragen, dann w├Ąren Regeln gut. Z.B. ist es heute doch ziemlich verbreitet, dass V├Ąter, wenn sie schon tags├╝ber aufgrund der h├Ąufig h├Âheren Arbeitsstunden weniger pr├Ąsent sind, die Kinder abends zu Bett bringen. Ebenfalls k├Ânnte man doch ausmachen, dass Du entweder Samstag oder Sonntag immer ausschlafen kannst.

Wichtig bei solchen Regeln w├Ąre, dass sie a) grunds├Ątzlich eingehalten werden und b), dass dann derjenige, der die Aufgabe ├╝bernimmt, auch entscheidet, wie es gemacht wird. Nicht selten werden V├Ąter auch in die Unt├Ątigkeit getrieben, weil die M├╝tter sich gerne und oft einmischen. Wenn ich mit den Kindern rausgegangen bin, dann gab es nicht selten schon vorher Diskussion, ob die Kinder das Richtige anhaben und hinterher Mecker, wenn die Sachen schmutzig geworden sind -- das macht einem als Vater auch keinen Spa├č.

Jeder macht die Sachen anders und da sollte man sich nicht allzu viel einmischen. Ich verstehe z.B. auch nicht, weswegen Du Dich bei seinem Patenkind einmischt. Unsere Paten melden sich i.d.R. auch nur zu Geburts- und Feiertagen, so what? Ich w├╝rde an Deiner Stelle vermeiden, mich in solchen Nebenkriegsschaupl├Ątzen zu verzetteln.

Um vielleicht doch noch mal auf das Trennungsthema zu kommen: Es geht nat├╝rlich darum, eine gemeinsame Schnittmenge zu finden, aber es geht auch darum, den anderen nicht ummodeln zu wollen, vor allem nicht gegen dessen Willen. Familientauglicher kann Eure Beziehung sicher werden, aber er wird vermutlich auch nicht jeden Sonntag sein Patenkind auf dem Scho├č haben -- und das ist eigentlich auch nicht n├Âtig, oder?

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Hallo, vielen Dank f├╝r deine ausf├╝hrliche Antwort.
Das mit den festen regeln ist tats├Ąchlich ein sehr guter ansatz, wo ich bestimmt mal dran arbeite jetzt dann. Wir hatten solche regeln auch schonmal, aber irgendwie sind die dann wieder im nirgendwo verschwunden, und vielleicht br├Ąuchten wir auch mehr davon.
Da werd ich definitiv mal dr├╝ber nachdenken, wie wir das am besten f├╝r alle einbauen k├Ânnen.
Das mit dem einmischen da hast du nat├╝rlich recht, vlt sollte ich auch darauf mal achten, dass ich das nicht mehr mache wie ich vielleicht von mir denke.
Nat├╝rlich mache ich das gelegentlich, aber weil ich eben auch das Gef├╝hl hab ich MUSS mich darum k├╝mmern und auf alles genau achten, weil er es alleine nicht schafft.
Aber es stimmt was du sagst, wenn wir frauen uns immer einmischen macht das wahrscheinlich keinen Spa├č mehr.
Danke f├╝r die Denkans├Ątze.

Und nat├╝rlich will ich ihn nicht komplett ver├Ąndern, das ist auf keinem fall meine absicht und ich bin auch der Meinung dass das nicht geht.
Aber ich w├╝rde eben f├╝r unseren sohn einen vater w├╝nschen, der sich gerne und leidenschaftlicher mit ihm besch├Ąftigt.

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"aber weil ich eben auch das Gef├╝hl hab ich MUSS mich darum k├╝mmern und auf alles genau achten, weil er es alleine nicht schafft."

Also f├╝r mich als Mann ist es sehr wichtig, das Gef├╝hl zu haben und zu bekommen, dass ich es schaffe, auch mit den Kindern. Nichts demotiviert so sehr wie das Botschaft, in Wort oder eben auch in Tat, dass man das ja eh nicht schafft.

Manchmal geht es auch bestimmt nicht anders, aber seien wir mal ehrlich: Meist geht es auch nicht um Leben und Tod, aber manche M├╝tter meinen, nur perfekt w├Ąre ausreichend, aber das ist ein Krampf, f├╝r alle Beteiligten, f├╝r die Kinder inklusive. Meine Gro├če (10) liebt zur Zeit ganz besonders Geschichten von meinen Mi├čgeschicken & Dummheiten als Kind, ich glaube auch, weil sie das entlastend findet, wenn sie h├Ârt, dass auch andere viel Quatsch gemacht haben. Also vergiss die Suche nach dem perfekten Vater aus der Bilderbuchfamilie und schau', ob er ein Vater ist oder sein kann, der gut genug ist (genauso wie M├╝tter besser nicht nach Perfektion streben, sondern es einfach gut genug machen sollten).

Und noch mal ein anderer Gedanke: Manche M├Ąnner haben es auch einfach so nicht mit sehr kleinen Kindern (unabh├Ąngig davon, ob sich die M├╝tter nun einmischen oder nicht), bekommen den Spa├č aber mit der Zeit, weil man mit den Kindern umso aktiver sein kann, je ├Ąlter sie werden. Mit drei Jahren reicht's jetzt auch noch nicht f├╝rs Fu├čballmatch, aber Laufrad ist schon angesagt und andere Sachen kommen dazu. Insofern kann auch das vielleicht ein Indikator sein, ob es sich mit der Zeit in eine Richtung entwickelt, mit der Du Leben kannst.

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Hallo

Meiner ist ├Ąhnlich wie dein Partner, und obwohl es auf eine Art sch├Ân w├Ąre, eine 'Bilderbuchfamilie' zu sein wie auf den Generationenfotos, weiss ich, dass das niemals passieren wird. Daf├╝r schaue ich auf seine guten Seiten, und nat├╝rlich hat es seine guten Seiten, dass er nicht allzu familiengesteuert ist - mehr Unabh├Ąngigkeit f├╝r uns! Keine Schwiegerfamilie, die stets auf der Matte steht und sich in Sachen einmischt, usw. Kann ja auch schwierig werden, wie man in anderen Threads oft liest.

Grunds├Ątzlich also sehe ich keinen Grund bei euch f├╝r einen so drastischen Schritt wie die Trennung. Pass auch auf, ob du nicht etwas am Vergleichen bist mit den Familien deiner Freundinnen. Das, was bei anderen familientechnisch wie Friede, Freude, Eierkuchen aussieht, kann t├Ąuschen..

Schliesslich ist das aber dein Leben und deine Erwartungen daran..

lg
nizanra

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Eher mal ein paar Fragen aus Sicher einer Alleinerziehenden.
Als Perspektivwechsel und als Fragestellung, um f├╝r dich herauszufinden, was du wirklich willst.

- Bei Trennung: wie stellst du dir euer Leben weiterhin vor?

Keine Liebe ist durchaus ein Trennungsgrund.
Er ist nicht Familienmensch .... was w├╝rde sich bei Trennung dann ├Ąndern?

- Wie sieht euer Familienalltag so aus?

Ich bin so gestrickt: wenn ich das Gef├╝hl habe, ich reiche nicht aus: dann lass ich es!
wenn ich das Gef├╝hl habe, es l├Ąuft so, wie es l├Ąuft, dann greife ich gar nicht erst ein.

Die Gro├če Frage ist: wie ist es, wenn er alleine mit Kind ist?
Nicht nur ein paar Stunden, sondern ein paar Tage?

Schreit er dann um Hilfe? Ruft er dich alle 5 Minuten an?

Oder habt ihr dann ein schokoverschmiertes, aber gl├╝ckliches Kind, das eben sp├Ąter im Bett war?


Wie schon erw├Ąhnt bin ich alleinerziehend. Offiziell.
Inoffiziell gibt es ein Dorf, das miterzieht. Freunde, Verwandte.
Ich habe die Verantwortung, sie erziehen mit.

Das hei├čt: ich lass sie machen, das entlastet mich.
Ich greife nur ein, wenn
a) ich die Folgen zu tragen habe
b) es dem Kind schadet.

Beispiele: klar, darfst du meinem Kind noch ein 2. oder 3. Eis geben. Falls es nachts *** bist du dann dran.

Die meisten ├╝berlegen dann. Spa├č oder Sicherheit. Ich w├╝rde es nicht tun, ich trage zwar die Generalverantwortung. Aber die Situation ├╝bernimmt dann die Person.


Klar, darf mein Kind heute l├Ąnger bei dir aufbleiben.
Wenn ich schlafe, bist du dann zust├Ąndig daf├╝r das ├╝berdrehte Kind ins Bett zu bringen. ICH schlafe dann.

Klappt prima.
a) die Person m├Âchte es dann nicht riskieren
b) es klappt super. Kind geht sp├Ąter ins Bett, ich habe meinen Schlaf. Alle gl├╝cklich.


Nun ist mein Kind selbst in der Pubert├Ąt.
Ich bitte und bettle nicht, wer was macht.

Es gibt klare Regeln. Wir wohnen gemeinsam.
Sie hat Aufgaben a, b, c ; ich habe Aufgaben d - z

Das sind Regelm├Ą├čigkeiten. Die geh├Âren zu unerem Familienleben dazu.
Allerdings lebe ich damit, wenn die Aufgabe ANDERS erledigt wird. Sofern sie erledigt ist.

Zusatzsachen bitte ich um Ausnahme. Sie aber auch.

Diese Regeln sind auf uns beide angepasst.

Ich plane mir Computerzeit ein,
sie hat Handyzeit,
ich stelle Zeit und Raum f├╝r Hausaufgabenzeit.

Fr├╝hst├╝ck ist gemeinsam. Ich esse morgens nichts, darauf nehme ich auf mich R├╝cksicht. Wohl aber setze ich mich dazu.


Bei Freunden mit Familien gilt die Regelung, dass bestimmte Mahlzeiten gemeinsam sind.
Daf├╝r bekommt jedes Familienmitglied die Freiheit einmal die Woche (regelm├Ą├čig) an einer Mahlzeit nicht teilzunehmen. Kind m├Âchte am WE ausschlafen, Mutter isst unter der Woche in der Kantine. Abendessen sind somit immer gemeinsam.
Am Wochenende ist das fr├╝he Fr├╝hst├╝ck f├╝r alle die schon wach sind. Brunch ist Familienzeit f├╝r alle.


Als Kind war ich Langschl├Ąfer.
Ausfl├╝ge wurden mir fr├╝h angek├╝ndigt. Da wusste ich aber sehr genau, da MUSS ich fr├╝h aufstehen.
Das galt f├╝r alle Familienmitglieder.
An nicht Ausflugstagen durfte jeder ausschlafen wie er/sie wollte.

Mit meinem Kind mache ich es ├Ąhnlich.

Ausfl├╝ge planen wir einige Tage im voraus.
Was wir konkret machen, entscheiden wir zwar mal am Tag vorher oder am Tag selbst.
ABER DASS wir etwas vorhaben steht fest. Wecker stellen und es geht los.

Am Tag selbst anfangen zu ├╝berlegen, was wir tun k├Ânnten, endet damit, dass wir am Abend immer noch ├╝berlegen. Auch dann, wenn wir beide fr├╝h wach waren. Wir brauchen den Vorlauf.

Mit eingeplant wird: hat eine von uns eine stressige Woche, ist der Ausflug darauf angepasst.
Hatten wir eine chillige Zeit, besprechen wir das und planen etwas aktiveres.

Mit Vorlauf.

Bei uns gilt die feste Regelung, dass wir Sonntag abends die kommende Woche besprechen.
- Was steht an Terminen an
- was l├Ąuft regelm├Ą├čig wie sonst auch
- wo gibt es Ver├Ąnderungen

Dann kann sich jeder darauf einstellen und das machen wir JEDE Woche. Nicht nur ab und zu, sondern jede Woche.

Jeder kann W├╝nsche ├Ąu├čern, Veto einlegen (Ausflugsform zu stressig).

Bei euch l├Ąuft die Verl├Ąsslichkeit, dass er ausschlafen kann,
er kann sich darauf verlassen, dass es eurem Kind gut geht, auch wenn er nichts tut.
Wozu sollte er etwas ver├Ąndern oder eingreifen? In dein System, in deine Aktionen....

da w├╝rde ich mich u.U. als Eindringling f├╝hlen.

Bzw. als Alleinerziehende kann ich mir Perfektionismus nicht leisten.

Ich habe darauf geachtet, dass mein Kind satt wird und nicht erfriert.
Wohl aber hat mein Kind die Erfahrung gemacht, dass "keine Handschuhe anziehen" zu frieren f├╝hrt und lernte sehr schnell: wenn Mama das vergisst, dann sag ich selbst, dass da was fehlt ;-)

Wenn ich krank war, gab es eben etwas, das es sonst nicht gab. Hauptsache Kind war satt.
Ein paar Tage fand sie es super, das zu essen, was sonst nur selten ist. Kaum war ich gesund, freute sie sich riesig ├╝ber das, was es sonst gab.


Sofern er eurem Kind nicht schadet, das Kind satt wird, nicht erfriert,
mal eine Nacht anders schl├Ąft (sofern er ihn dir dann nicht aktiv in die Hand dr├╝ckt)

jo mei ....

meinem Kind traue ich zu, dass sie sich meldet, wenn etwas nicht rund l├Ąuft, seit sie reden kann.

Viele freuen sich, wenn sie auf mein Kind aufpassen k├Ânnen d├╝rfen: eben weil ich sie auch machen lasse und ihnen gesunden Menschenverstand unterstelle ;-)
Denen ich keinen gesunden Menschenverstand zu traue, passen nicht auf mein Kind auf.

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Bei uns war es ├Ąhnlich. Mein Mann musste erst in die Rolle hineinwachsen. Ich habe aber irgendwann garnichts mehr gesagt und ihn einfach machen lassen. Bin absichtlich auch mal l├Ąnger weggeblieben, damit die beiden Zeit zusammen verbringen k├Ânnen, ohne das "Mutti" immer dazwischen hakt. So mit 4/5 Jahren wurde es merklich besser und jetzt sind sie ein Herz und eine Seele. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir M├╝tter uns auch mal zur├╝ck nehmen und ihnen nicht immer alles vorkauen. Ich kann verstehen, dass dich das ungl├╝cklich macht. ├ťberlege dir, ob du dein Verhalten ├Ąndern kannst. Eine Bindung muss sich entwickeln und manchmal braucht es Zeit. Zum Thema Fr├╝hst├╝ck h├Ątte ich einen einfachen Tip. Fr├╝hst├╝ck machen und ihn fr├Âhlich wecken.­čśŐ

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Mein Gedanke, du schreibst oft ich w├╝nsche es f├╝r unseren Sohn.
Wei├čt du, vllt ist dein Sohn trotzdem gl├╝cklich mit seinem Vater. Vllt braucht er das alles gar nicht so, wie du es dir w├╝nscht. Ich habe auch oft gedacht, mein Kind muss in einen Verein, mein Kind muss.. Weil ich dachte das es gl├╝cklich machen muss. Aber nein, mein Kind wollte nie. Mein Kind ist gl├╝cklich, auch ohne einen Verein. Mein Kind ist gl├╝cklich mit seinen 2 festen Freunde. Was ich dir damit sagen m├Âchte, nur weil du es so empfindest kann dein Kind ganz anders denken. Und hey, muss ein Mensch alles k├Ânnen? Mein Mann geht nie mit ins Schwimmbad, oder so Indoors, oder entzieht sich s├Ąmtlichen Elternabends usw aber hey trotzdem ist er ein toller Vater. Er geht sehr liebevoll mit seinen Kindern um und ist eim toller Ehemann. Sch├Ątze die Dinge die dein Mann gut macht. Mr Perfekt wird es nie geben! Und ich pers├Ânlich muss nicht jedes We etwas unternehmen bzw den Kindern etwas bieten, auch nicht jeden Monat. Ausfl├╝ge sind etwas besonderes, die man sch├Ątzen sollte. Etwas das allt├Ąglich ist, verliert die Besonderheit.
Wir Menschen wir wollen immer mehr, vergleichen uns mit anderen und hey das leben der anderen "scheint" oft zu perfekt, sind unzufrieden, obwohl wir alles haben, um eig gl├╝cklich zu sein. Und ich finde, dass du viel positives ├╝ber deinen Mann geschrieben hast.
Ach zum Thema Geschenke, dass ├╝bernehme ich auch. Mein Mann w├╝rde wahrscheinlich Socken schenken oder sowas..mit seinem Patenkind hat er auch nicht so den Kontakt. Das mache auch ich.
Aber wei├čt du, was ist daran schlimm? Wenn es dich st├Ârt, dann lass es doch sein, wenn du seine Familie gern hast, dann ist es doch sch├Ân ihnen eine Freude zu machen.
Daf├╝r erledigt mein Manm andere Dinge, f├╝r die ich keinen Kopf habe.
Ich glaube du solltest akzeptieren, dass es nicht nur deine Sichtweise gibt. Das Resultat w├Ąre du bist gl├╝cklich und er nicht, da er sich komplett verstellen m├╝sste, um dir zu gefallen. M├Âchtest du das?
Nat├╝rlich bin ich auch manchmal genervt und w├╝nsche mir manchmal einen Mann der anders ist, aber wahrscheinlich w├╝nscht er sich auch mal eine andere Frau.
Ich hoffe du verstehst was ich meine.

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Meine ganz ehrliche Meinung:

Du willst f├╝r das Kind keinen Vater, sondern eine zweite Mutter.
Das Einzige, was mir in der Auflistung noch gefehlt hat ist, das du dich beschwerst das er ja auch nie gestillt hat.

Ich verstehe auch nicht warum Frauen nur allzu oft der Meinung sind an Mann m├╝sse doch gef├Ąlligst von selber wissen was sie gerne h├Ątten. Fakt: Das funktioniert schlicht nicht.
Er macht doch wohl klaglos worum du ihn bittest, also wo ist dein Problem?



... just my two cents ....

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Wir sollten sch├Ątzen was wir haben. Du hast einen Mann der dich und euer Kind liebt. Er geht arbeiten.
Respektvoller Umgang, Harmonie, Gespr├Ąche.
Viele Frauen w├╝rden sich dies w├╝nschen.
Achja als ich jung und naiv war, gab es einen Mann, wow, war ich verliebt aber er hatte eine Freundin und f├╝r ihn war das aber kein Hindernis. Naja, nat├╝rlich entschied er sich f├╝r sie, aber wei├čt du, das war auch gut so. Er schien zu perfekt aber am Ende war er ein L├╝gner und ein sehe guter Schauspieler.
Mein Mann ist nicht perfekt aber er ist ehrlich, er ist treu, er ist f├╝r unsere Familie da und auch wenn ich mich ├Ąrgere, wei├č ich das ich mich auf ihn verlassen kann. Nat├╝rlich ist diese Verliebtheit nicht mehr da, aber daf├╝r diese tiefe Verbindung zwischen uns.
Und wei├čt du wir haben alle unser Bild von dem perfekten Leben, aber jeder hat ein anderes. Und man muss sich arrangieren. Na gut, dann schl├Ąft er halt l├Ąnger aber vllt findet ihr etwas anderes. Wei├čt du ich h├Ątte auch gern jeden Abend ein Familienspiel, mein Mann nicht. Na gut, dann halt 1mal die Woche oder eben ich allein mit den Kindern. Arbeitet an euer Ehe, haltet fest daran, weggeworfen wird viel zu oft.