Trennung und die Zeit davor

Hallo zusammen,
ich bin mit meinem Lebenspartner im zweiten Anlauf, wir sind dieses Jahr wieder zusammen gezogen und wir haben ein gemeinsames Kind. Insgesamt blicken wir jetzt auf 10 Jahre Beziehung zurück.
Leider klappt es jetzt hier gar nicht mehr, er beleidigt uns, das Kind sagt sämtliche erschreckende Kraftausdrücke schon nach, jeder rät mir zu Trennung und diese ist auch geplant. Der noch fällt es mir natürlich sehr sehr schwer, diesen endgültigen Schlussstrich zu ziehen.
Jetzt hatte er sich vor Monaten einen Termin beim Psychologen gemacht, um eigentlich unsere Beziehung zu retten. Das war so mein Hoffnungsschimmer, jetzt sagt er mir eben, diesen Termin hat er abgesagt. Sitzt dann hier und weint, weil er nicht möchte dass wir gehen, sagt aber auf der anderen Art, es kann ihm nicht schnell genug gehen. Er ist leider sehr narzisstisch veranlagt, weshalb er auch zur Therapie gehen wollte und seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Das hat mich jetzt gerade trotzdem noch sehr getroffen, dass er diesen Termin einfach absagt, nur weil wir scheinbar keine Zukunft mehr haben.
Der Wohnsitz von mir und meinem Kind ist ein paar hundert km entfernt, diesbezüglich hat er auch seine Einwilligung im letzten Jahr gegeben. Jetzt bin ich natürlich auch am überlegen, ob ich eventuell das alleinige Sorgerecht beantrage, was aber scheinbar schwierig ist. Hat dort jemand Erfahrungen? Er möchte diesem natürlich nicht zustimmen. Hat aber auch schon gesagt, er kommt wahrscheinlich erst in 4-5 Monaten dann zu Besuch.
Und nein, ich möchte ihm das Kind nicht vorenthalten, daher rührt meine Frage nicht. Es geht nur darum, durch die Entfernung, sehe ich es von Vorteil an, wenn ich einige Sachen einfach alleine entscheiden könnte. Danke fürs lesen und für einige Antworten.

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Hallo 👋
Also ich kann dir nur raten dich zu trennen. Das mit den alleinigen Sorgerecht wird sehr schwer falls er dem nicht zustimmt. Denn es muss schon eine Kindeswohl Gefährdung vorliegen, um im das Sorgerecht zu entziehen. Was schon einmal ein Vorteil für dich ist, ist das er deinem „Wohnort“ zugestimmt hat.
Mein noch Ehemann und ich werden das Aufenthaltsbestimmungsrecht jetzt wohl vor Gericht ausfechten müssen. Egal wie du dich entscheidest wünsche ich dir viel Kraft für deinen Weg.
LG