Dies das und doch die Scheidung

Hallo ihr Lieben
Ich brauche den einen oder anderen Rat und hoffe ihr könnt mir helfen.
Wir haben einen 1jährigen Sohn und sind seit 7 Jahren zusammen. Nach vielen Höhen und Tiefen sollte die Geburt unseres Minimanns die Spitze unserer Ehe sein. Aber... tja ... es wurde der absolute Tiefpunkt.
Ich bin das ganze Jahr in Elterzeit und er hasst es dass ich zu Hause bin. Ich störe ihn, das Kind ist zu laut, er will schlafen usw.
Nettigkeiten gibt es keine mehr, zum Sex sagt er "bleib mir bloß fern".
Freunde und Familie meinerseits reden mir oft gut zu, jedoch versteht niemand warum ich noch bleibe.

Wie sieht das mit einer Trennung aus. Wir wohnen in einer gemeinsamen Mietwohnung. Könnte er mich mit dem Zwerg vor die Tür setzen? Er liebt die Wohnung, dank seiner Schulden und unseres gemeinsames Kontos stehen wir in der Schufa nun schlecht da, so dass er sich keine andere Bude suchen wollen würde weil er eh abgewiesen wird. Und ich würde mit Kind nun keine finden, gleiches Problem. Zudem ist es hier unser Zuhause ...
Hm und falls wir es doch geregelt bekommen ... wie finanziert man eine Scheidung ? Wir verdienen zusammen und ungefähr 4500.... werden da Schulden gegen gerechnet ? Kann man sowas in Raten begleichen?
Ich bin vom Kopf schon bei vielen Details weil es mir die Sicherheit tief in mir gibt, dass es besser werden kann, ohne ihn.

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Hi

Mit 4500 gemeinsamen Einkommen pro Monat sollte eine Scheidung durchaus finanzierbar sein.
Wie teilt sich dieses Einkommen auf? Wie geht es im Job später bei dir weiter? Wie hoch sind die Wohnkosten bei dir in der Gegend?

Es kann keiner den anderen einfach so vor die Türe setzen (Ausnahme häusliche Gewalt) da ihr beide im Mietvertrag steht.

Wie steht er zu einer Trennung?

Zuerst einmal würde ich ein eigenes Konto aufmachen.
Dann die Trennung aussprechen, auch wenn ihr dann noch gemeinsam wohnen müsst.
Wenn das Kind bei dir bleibt (wohl besser wenn er jetzt schon vom kleinen genervt ist), dann muss er für das Kind Unterhalt zahlen (Google nach Düsseldorfer Tabelle), falls der Einkommensunterschied zwischen euch groß ist, dann auch für dich (zeitlich begrenzt).
Schulden bleiben grundsätzlich bei dem der dafür unterschrieben hat. Beim Zugewinn können sie unter Umständen aber Teilweise einfließen. Wann hat er die Schulden gemacht? Ist überhaupt etwas da, das ihr aufteilen müsst?

LG

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Vielleicht bringt ihn das alleine auch dazu, sich zu ändern und wieder mehr Mühe zu geben, wenn du eine Trennung aussprichst.

Klingt nach ner Menge Kohle, die er da bezahlen müsste inkl. Schuldenberg... vielleicht bringt es ja was, die nackten Tatsachen mal auf den Tisch zu klatschen, damit er wie gesagt wieder zur Gesinnung kommt

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Ich habe mich im ersten Jahr mit Kind auch oft mit meinem Mann gestritten. Später wurde es dann besser.

Mein Mann fühlte sich ausgeschlossen und allein gelassen. Ich wieder fühlte mich mit der Verantwortung alleine. Wir stritten über Kleinigkeiten. Ich ließ ihn manchmal keinen Freiraum und er hat sich auch immer wieder verkrochen.


Wir haben uns zusammen gesetzt und über Bedürfnisse und Gefühle geredet.

Das hat oft geholfen und die Situation verbessert.

Ansonsten klingt Paartherapie zwar hart aber kann helfen wenn ihr wirklich wieder zueinander finden wollt. Falls Trennung nur noch in Frage kommt hilft das nicht.

Über Scheidung kann ich nichts sagen.

Er kann dich mit Kind nicht vor die Tür setzen und meist bleibt das Sorgerecht eigentlich bei der Mutter. Kann natürlich auch hässlich werden und vor dem Familien Gericht enden. Egal ob wegen Sorgerecht oder Unterhalt.