Wechselmodell2022

Hallo,

wie ist eure Meinung?
Kind will kein WM, so sagt es. Geht 1xwöchentlich zu Papa sowie alle zwei Wochen von Donnerstagnachmittag bis Montag. Papa sagt er will WM, fühlt sich wie ein Wochenenddaddy und meint ich hätte Kind beeinflusst.
Sozialpädagogin meint, man solle Kind eine Weile mal zum WM zwingen und dann würde es das WM vielleicht toll finden.
Kind ist 12.
Was meint ihr? Soll ich das so machen? Bin ich Schuld daran, wenn Kind Keim WM möchte? Ich hab mein Kind mehrmals gefragt, ob es mehr Papa Zeit möchte.

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Das Kind ist alt genug um das selbst entscheiden zu dürfen, da kann der Vater noch so viel fordern.

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Das Problem ist, dass der Vater so viel Druck macht. Unser Kind hat einfach donnerstags seinen Ranzen nicht mitgebracht zum Papa, weil er dort halt erst Freitagabend schlafen möchte. Er traut sich nicht das zu sagen und mein Mann hat auch riesigen Stress gemacht, weil der Ranzen nicht mitgegeben wurde. Mein Ex meint ich hätte das so aufdiktiert. Aber das habe ich nicht. Unser Kind kann doch auch jederzeit nachmittags zum Papa, hab ich auch immer wieder so angeboten.
Ich weiß nicht, warum mein Ex da keine Ruhe gibt. Es belastet unser Kind. Ich weiß auch nicht, worum es ihm da wirklich geht. Ist er verletzt? Aber letztlich muss ich doch auch damit klarkommen, unser Kind einige Tage nicht zu sehen und man muss doch auch loslassen. Das betrifft doch beide Eltern. Ich weiß einfach nicht, wie da Ruhe reinkommen soll!

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So doof es sein mag, aber das Kind muss klar und deutlich seinen Willen äußern, beim Vater und allen anderen Zuständigen. Ohne, dass ihm jemand reinredet.

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Ich halte von Zwingen gar nichts. Vor allem nicht in dem Alter.
Was sagt denn dein Kind, warum es kein WM möchte?
Vlt. In der Woche noch 1-2 Tage mehr Papa Nachmittage einbauen, damit der Papa das Kind mehr hat.

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Hallo,

er möchte ein festes Zuhause und die Schulwoche geregelt bei mir haben, da das Wechseln anstrengend ist.
Der Papa wird geliebt, aber schimpft oft. Das kann ich ja nicht beurteilen.
Zählt man den einen Tag in JEDER Woche zur Papawoche, so hat der Papa ja fast ein WM, nur übernachten will Kind nicht so oft.
Vater macht sehr viel Druck. Nachmittage reichen ihm nicht. Er meint ich habe kein Recht das zu bestimmen und Kind will eigentlich WM.
Ich weiß nicht weiter :-(

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Wenn dein Kind klar kommuniziert, dass es nicht möchte dann - nein.
Es will nicht und zwingen tust du es nicht. Da kann sich dein Ex auf die Hinterbeine stellen. Mit Zwang erreicht ihr nur das Gegenteil, nämlich das dein Kind den Papa ablehnt.

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Als Mutter eines 12-jährigen, der vor 3 Jahren selbstständig ins Wechselmodell wollte: Niemals erzwingen. Wir Eltern haben von Anfang an klar gemacht, dass es nicht um unsere Befindlichkeiten und Bedürfnisse geht, sondern ausschließlich um sein Wohl. Er weiß auch, dass er jederzeit wieder zurück ins Residenzmodell könnte, wenn es ihm zuviel wird mit der Wechselei.
Ob du bewusst oder unbewusst Einfluss genommen hast, kann ich nicht beurteilen.
Aber ich würde in diesem Alter immer für den Wunsch meines Kindes kämpfen.

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Mein Mann hat sich vor 6 Jahren von seiner Frsu getrennt, der Sohn war da 12.
Der Sohn wollte auch zunächst das Wechselmodell nicht, er wollte eine feste Adresse
Da hat mein Mann drauf bestanden, dass der Sohn diese feste Adresse auch bei ihm probiert und nicht automatisch bei der Mutter.
Also musste er nach der Trennung erstmal drei Monate bei der Mutter und dann drei Monate beim Vater leben.
Dabei kam raus, dass er gesehen hat , dass er bei beiden Eltern gut aufgehoben ist.
Danach wurde das 14tägige Wechselmodell eingeführt.

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Mein Kind hat ja aber schon die Option, mehr zu übernachten. Das nimmt er aber nicht wahr, weil er sagt es ist ihm zu stressig wegen der Schule.
Ich weiß gar nichts mehr. Einer sagt so, einer sagt so.
Ich habe gefragt, ob Kind mehr Zeit mit Papa möchte. Kind sagt es ist gut so, wie es ist. Ich weiß ja, dass ich Papa jederzeit sehen kann.
Aus meiner Sicht ist alles gut mit der Umgangsregelung. Mein Ex Mann möchte das so aber überhaupt nicht akzeptieren.
Was bleibt mir dann? Also Kind ermuntern für das WM? Obwohl er dann sagt möchte ich nicht?

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Wie würdest du dich denn fühlen wrnn es umgekehrt wäre?
Könntest du akzeptieren wenn dein Sohn jedes zweite Wochenende käme?
Und klar sagt, dass er nicht mehr Zeit mit dir verbringen möchte?
Was ich sagen will, verstehst du deinen Mann?
Ist er enttäuscht, verletzt oder geht es ums Geld?
Ich sage nicht, dass dein Sohn zu etwas gezwungen werden sollte, er ist alt genug
Aber vielleicht hilft es ja, den Grund zu kennen, warum dein Mann das unbedingt so möchte.
Was bewegt ihn dazu?
Wenn das klar ist, wird es eine Lösung geben, die deinem Sohn entspricht.
Denn sowohl dem Vater als auch ihr muss klar sein, dass es nicht um eich geht.
Was machst du, wenn er in der Pubertät beim Vater leben will und dich nicht vielleicht nur noch ab und zu besucht?
Mütter erwarten oft Akzeptanz für ein bestimmtes Modell wenn es ihren Vorstellungen entspricht.
Sobald das Lind dann aber den Vater bevorzugt, ist Schluss mit der Toleranz gegenüber den Wünschen des Kindes.

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Ich denke mit "zwingen" meinen sie überreden. Wenn du als Mama dein Kind fragst ob es mehr zum Papa will, dann sagt es natürlich dass es bei dir bleiben will. Wenn der Papa es fragen würde,würde es sagen dass es mehr zum Papa will. Kinder sagen immer das was die Eltern hören wollen. Natürlich beeinflusst du dein Kind nicht absichtlich und böswillig, aber unterbewusst tust du das indem du allein schon die Frage stellst. Denn dein Kind ist nicht doof. Selbst vierjährige checken das. Deswegen ja, "zwinge" dein Kind indem du es ermutigst und selbst dahinter stehst. Sag ihm nicht "du musst zu Papa und ich muss dich zwingen" sondern sag "du darfst jetzt mehr Zeit mit Papa verbringen, das ist doch schön für uns alle."

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Das funktioniert vielleicht noch mit 6 oder 7, aber nicht mehr mit 12. In dem Alter können die Kinder die Folgen des Wechselmodells sehr gut einschätzen und reden den Eltern auch nicht mehr nach dem Mund.

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Ja sorry, aber ich hab doch das nicht so gesagt, von wegen du "musst" mehr zum Papa!
Wie gesagt, er hat völlig frei gesagt, dass er donnerstags gern wieder hier schlafen möchte, weil ihm das mit dem Wechseln zu blöd ist.
Ernsthaft, meint ihr das, was ihr da sagt auch noch für 14 Jährige???
Also gut, dann habe ich beeinflusst, obwohl er ganz klar seinem Vater gesagt hat wie er es am schönsten findet.
Also bleibt doch nur: hey, ich unterstütze deine Meinung nicht, es wäre toll, wenn du gleich viel Zeit mit Mama und Papa hast.
Es ist schwierig!

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Das arme Kind, wird vor so eine schwere Entscheidung gestellt und steht dann noch zwischen dem Gezerre der Eltern.
Ein Kind braucht ein festes Zuhause und muss wissen, wo es hingehört. Ich verstehe, dass es nicht wechseln möchte. Es ist aber auch für die Eltern schwer, ich verstehe beide Perspektiven.
Dennoch, das kind muss entscheiden und zum Wohle des Kindes sollten sich die Eltern entsprechend einigen und das akzeptieren.

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Der KV hat das gleiche Recht wie du, sein Kind zu sehen. Wenn sogar die Sozialpädagogin das empfiehlt hat er auch gute Chancen vor Gericht.

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Hä? Lest ihr denn alles richtig?
Mein Sohn kann doch gehen! Meine Frage war es doch, was man machen soll, wenn das Kind so nicht möchte.
Mein Mann sieht das Kind auch jeden Dienstag, aber Kind möchte halt nicht übernachten. Das sagt er meinem Mann auch. Ich verstehe nicht, warum immer der Mutter Beeinflussung vorgeworfen wird. Vielleicht macht ja auch der Vater so viel Druck, dass das Kind nicht will!
Im übrigen arbeite ich 38 Stunden in der Woche. Das klingt ja glatt so, als ob ich aus Langeweile ein Wechselmodell ablehne.
Mensch, ihr habt aber auch alle Vorurteile.

Ihr meint also, dass ein Kind ins Wechselmodell gehen muss, weil eben Mama und Papa gleiche Rechte haben.
Wo bleibt denn dabei das Kind? Wenn es das Wechselmodell tatsächlich als Stress empfindet?

Echt, dann wünsche ich mir ja langsam, dass ein Gutachter das Kind befragt. Sonst kehrt ja niemals Ruhe ein.

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Ja, dann hat er halt gute Chancen vor Gericht. Dort wird das Kind ja wenigstens auch befragt und dann wird man sehen.
Ich hoffe sehr, dass es Ruhe für mein Kind gibt!
Warum geht man immer gleich davon aus, dass die Mutter das Wechselmodell verbietet? Darum ging es doch in meiner Fragestellung überhaupt nicht.
Mein Kind kann auch zu seinem Papa ziehen und mich dann besuchen kommen, wenn es mein Kind glücklich macht, dann stehe ich doch dahinter.
Ihr setzt Wechselmodell mit Kindeswohl gleich! Vielleicht passt das Wechseln aber nicht allen Kindern! Nicht Wechselmodell heißt doch nicht Mama oder Papa nicht mehr sehen!

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Lässt sich dein Sohn darauf ein, dass er das Wechselmodell einfach einmal für ein paar Monate ausprobiert und dann frei entscheiden kann? Im Grunde genommen weiß er doch gar nicht, wie das Wechselmodell ist. Er kann doch gar nicht abschätzen, ob das mit der Schule stressig wird, weil er in der Situation noch gar nicht war.

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Nein, er lehnt es ab. Er sagt es ist alles gut, wie es ist.
Er sieht ja seinen Papa auch sehr oft. Es ist ja nicht so, dass ich den Kontakt unterbinde. Wie gesagt, er möchte ja schon von Donnerstag bis Montag nicht dort übernachten, sondern gern von Freitag bis Sonntagabend.

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Damit nimmt er sich langfristig die Möglichkeit einer zweiten, engen elterlichen Bezugsperson. Es ist etwas ganz anderes, mit dem Vater den Alltag zu verbringen, als nur auf Besuch zu kommen. Das verlängerte Wochenende und das gelegentliche Sehen sind nur Besuche. Ich finde Alltag miteinander sehr wichtig. Ich denke, ich würde wirklich darauf bestehen, dass er das Wechselmodell ausprobiert.

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Geht es hier wirklich nur um das WM oder auch um den dann gegenseitig zu verechnenden Unterhalt?

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Hallo,
inwiefern Unterhalt?
Keine Ahnung, ich hab nichts gefordert und ich arbeite für mich selber.

Noch einmal: Kind 1 mag nicht wechseln, Kind 2 aber schon.

Die Kinder sehen doch ihren Papa sehr oft! Ich verstehe euch nicht.

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Das Problem ist, dass der Vater mit der Konstellation nicht einverstanden ist.

Ihr Eltern zieht nicht an einem Strang und arbeitet eher gegeneinander als miteinander.

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