Neuer Job ist der Horror... weiss nicht weiter...

Hallo,

ich hole mal aus, damit ihr meine Situation versteht:

Im September letzten Jahres sind mein Mann und ich in eine andere Region gezogen wegen dem Beruf meines Mannes und weil wir sowieso in diese Region ziehen wollten. Er ist seit ca. 10 Jahren bei einem Unternehmen beschäftigt und arbeitet dort auch weiter.

Ich habe meine Stelle aufgegeben (die ich nach 7 Jahren sowieso wechseln wollte - im kaufmännischen Bereich.

Wir wollen seit fast 2,5 Jahren unseren Kinderwunsch in die Tat umsetzen - 3 neg. IUIs und gehen wohl bald nen Schritt weiter.

Ich war dann ca. 1/2 Jahr arbeitslos und habe seit Ende März eine neue Stellung (unbefristet - Gehalt ist gut). Und ich bin seit 3 Monaten einfach nur noch unglücklich, ständig am Weinen und mit den Nerven runter.

Die Einlernphase in diesen technisch-kaufmännischen Job war 3 Monate, was für das umfangreiche Aufgabengebiet sehr sehr kurz ist. Es ist auch keineswegs so, dass ich die Stelle schon allein ausfüllen kann, aber genau das soll ich in ner Woche tun.

Das Arbeitspensum ist deutlich zuviel für eine Person und ich bin den ganzen Tag auf 180, mein Adrenalinspiegel ist ständig am Überkochen und das Wichtigste

ICH BIN TOTAL UNGLÜCKLICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll..

Gehen oder bleiben?

Mein Herz und mein Bauch sagen, ich soll so schnell wie möglich verduften.

Andererseits wäre´s auch irgendwie so ne Niederlage für mich, das alles hinzuschmeissen. Ich bin auch der Typ, der eigentlich echt gerne arbeitet und stolz aufs eigene Einkommen ist.

Mein Mann steht hinter mir, überlässt mir die Entscheidung.

Ich befürchte halt auch irgendwie, dass ich demnächst seelisch und körperlich fertig bin, wenn ich so weitermache...

Für was soll ich mich entscheiden: materielle Sicherheit oder Glück?!

Bin über Anregungen äußerst dankbar.

Viele Grüsse,

Honey

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Hmm, auf Dauer so unglücklich im Job ist nicht gut... Wie wär´s denn, wenn du dich halt nebenbei weiter bewirbst und aufhörst, wenn du was neues in Aussicht hast?

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Wir wohnen auf dem Land und momentan gibts da leider nicht soviel... und die Kollegin, die mich einlernt ist bald weg... momentan hab ich halt noch 2 wochen kündigungsfrist und später dann 3 monate aufs quartal *horror*

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Hey,

wenn du dich dort absolut nicht wohl fühlst, dann schau dich nach etwas anderem um und geh wenn du was besseres findest. Sich aus einer festen Stelle heraus zu bewerben sieht oft auch besser aus, als wenn man ohne Job ist. Wenn ihr auf dein Gehalt nicht zwingend angewiesen seit, dann würde ich aber abwägen, ob es körperlich/seelisch noch lange gut geht. Echt keine leichte Situation. Wünsche dir ganz viel Kraft.

Hast du mal mit deinem Chef gesprochen, was dich genau so unglücklich macht dort? Wie ist denn das Verhältnis zu ihm?

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Jedes Mal wenn ich ihm mitteilen will, dass ich mich noch nicht "reif" dafür fühle, den Job allein zu machen, schmettert er es ab... Er ist an sich schon nett, aber verstanden fühl ich mich nicht. Er hat halt selbst ganz schön viel an der Backe und schwimmt in Arbeit.

Aber ist denn nicht auch die Probezeit dazu da, sich den Job mal anzuschauen und ihn zu prüfen?! Warum fällt es mir so schwer einfach zu sagen "Das war´s halt nicht"

Finanziell kommen wir auch mit dem Gehalt meines Mannes aus, ideal find ich es nicht. Aber ich will einfach nicht mehr unglücklich sein und keine Nacht mehr schlafen können...

*Sorry für´s Gejammere*

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Ähm... also mal ganz ehrlich.. 3 MONATE Einarbeitungszeit findest du zu wenig? #schock Ich dachte du kommst schon auf einem kaufmännischen Bereich? Wie lange wolltest du denn erklärt haben wie dein Job funktioniert?

Ich denke mal, jeder Job ist am Anfang "schwer"- seinen Weg muss man eben finden. Rede doch mal mit deinem Chef drüber.

#gruebel Also irgendwie- nimms mir nicht übel- du schreibst der Job ist gut und auch gut bezahlt. Du wärst "schön doof" soetwas heutzutage kampflos aufzugeben.

#herzlich

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"3 MONATE Einarbeitungszeit findest du zu wenig?"

Vielleicht ist die Situation in Deinem Job so. Ich arbeite in einem Job, wo man so viele Dinge wissen muss und die Fallbeispiele so breit gefächert sind, dass man selbst nach einem Jahr noch nicht alles wissen kann.

Jeder Job hat ganz unterschiedliche Anforderungen. Da kann man ohne nötiges Hintergrundwissen nicht drüber urteilen, ob 3 Monate Einarbeitungszeit zu wenig sind oder nicht.

LG Janette

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was ist das denn für ein job?

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Hallo,

such dir was anderes.

Gruß Marion

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Du solltest Dir einen Hiwi-Job suchen, der befristet ist und wo Du nur die Hälfte verdienst!

Sorry für die harten Worte, aber nach 3 Monaten sollte man es doch "gefressen" haben oder belastet Dich Dein (Euer?) Kinderwunsch psychisch so sehr?

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Wenn jetzt, nach 3 Monaten Einarbeitungszeit, Deine Kollegin geht, kann Dein Chef Dir sicher niemanden mehr zur Seite stellen.

Das bedeutet nun: Durchbeißen, vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm, das allein zu machen....

Jedenfalls hast Du sicher noch 3 Monate Probezeit, oder? I.d.R sind es ja 6 Monate insgesamt-

Die würde ich nutzen, um mich da allein weiter reinzufinden.
Wenn es dann immer noch nicht besser ist, würde ich kündigen.

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lass es oder lern nein zu sagen.

entweder du nutzt die kurze kündigungsfrist, weil du eben festgestellt hast, dass es der falsche job ist, oder du setzt prioritäten und machst weiter. im klartext heißt das, dass du nur das machst, was du kannst und auch schaffst; nichts nach hause nehmen, keine aufgaben übernehmen, die nicht teil deiner stelle sind (kleine gefälligkeiten für den ag zum beispiel)...
dass die stelle eigtl. für zwei reichen würde, solltest du deinen chef spüren lassen, ohne es an deiner normalen arbeitsqualität mangeln zu lassen.

oder du merkst, dass es dir zuviel ist, weil du privat auch viel stress hast und auch dann solltest du dich entscheiden, einen angenehmeren job suchen (oder fragen, ob du tz arbeiten könntest) oder privates erstmal zurückstellen, weil du siehst, dass du wirklich nur mehr zeit brauchst, bis alles rund läuft...