Schichtarbeit nach Elternzeit

Hallo!

Muss ab Oktober wieder arbeiten :-( und habe mich kurzfristig für Teilzeit in Kombination mit Elternzeit entschieden. Ein Jahr Elternzeit ist jetzt rum.

Doch leider habe ich meinen Antrag a) zu spät gestellt und b) kann man nur nach 2 Jahren Elternzeit um ein weiteres verlängern. #heul

Mein Chef meinte ich habe rechtlich nur Anspruch auf meinen alten Arbeitsplatz aber zu alten Konditionen, d.h.: Früh-, Mittel- und Nachtschicht und auch am Wochenende. Alles andere seie eine freiwillige Vereinbarung seinerseits.

Ich bin verärgert darüber, weil er könnte mich in Teilzeit von Montag bis Freitag arbeiten lassen, ich bin die einzige Mutter. :-[ Aber scheinbar möchte er es nicht. Selbst wenn ich es einrichten könnte, meine Kleine am Wochenende unterzubringen, kann ich nachts nicht arbeiten, weil ich noch stille. Das kann auch noch ne Weile dauern. Das habe ich ihm auch schon mitgeteilt.

Was meint Ihr dazu? Ist sein Verhalten gerechtfertigt?

Ich kenne nämlich Mütter, die haben vorher auch Schicht gerarbeitet und nach der Schwangerschaft nur noch Früh.

LG Nadine

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Ich denke, Dein Chef ist im Recht.
Du kannst je nach Betriebsgröße und Gegebenheiten einen Anspruch auf Teilzeit haben, nicht aber auf Wunsch-Arbeitszeiten!

Gruß,

W

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Hallo,

Dein Chef muß Dir die alten Konditionen wieder anbieten, das hat er getan. Er ist also im Recht.

LG

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Hallo,

Du hast während der Arbeitszeit ein Recht auf Stillzeiten, in denen Du entweder abpumpst oder man Dir das Kind zum Stillen bringen darf. Je nachdem, wenn ein Stillen nicht möglich ist, ist es auch möglich die Stillzeiten zu "sammeln" und eine Stunde früher zu gehen. Erkundige Dich mal beim für Dich zuständigen Amt für Arbeitsschutz.

Was den Rest angeht, hast Du ja schon Antworten bekommen.

Liebe Grüße

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" Je nachdem, wenn ein Stillen nicht möglich ist, ist es auch möglich die Stillzeiten zu "sammeln" und eine Stunde früher zu gehen. "

Hast Du dazu mal einen Link?
Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!

Gruß,

W

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Ja, und das lässt sich immer super gut in die Tat umsetzen und der Arbeitgeber wird begeistert sein...wer soll das Kind denn zur Nachtschicht vorbeibringen?#gruebel

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Im Gegensatz zu meinen Vorrednern. Nein, dein Chef ist nicht ganz im Recht. Warum? "...weil ich noch stille" Damit gelten wieder besondere Schutzbestimmungen für die Mutter. Dein Frauenarzt muß dir dazu eine Bestätigung geben, dass du noch stillst. Ansonsten hat dein Chef Recht. Du hast einen Vertrag und er muß es nur "versuchen" einen Teilzeitplatz für dich bereitzustellen. Aus betrieblichen Gründen kann er immer ablehnen. Und mal ganz ehrlich, wenn jemand erst einen Antrag zu spät abgibt und dann auch noch versucht irgendwelche Sonderleistungen zu bekommen, wäre meine Motivation als AG ganz weit unten, einen Teilzeitjob zu finden. Zumal ja dann jemand gefunden werden müsste für die anderen Schichten und das ist nun mal nicht so einfach. Also lieber ganz den unliebsamen Mitarbeiter kündigen, zumal er ja in nächster Zeit häufiger fehlen wird wegen krankem Kind und dann noch nicht einmal Schichten arbeiten kann.

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Und da schon wieder nach Paragraphen gefragt wurde... Mutterschutzgesetz die Paragraphen 2,6 (Absatz 3) und 7. Interessant ist außerdem der §8.
Also sieh zu, möglichst lange zu stillen.

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Ja, dann hat sie Anspruch auf Stillpausen aber nicht darauf, nur noch Frühschicht zu machen.

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Dein Chef darf dich nur zwischen 6 und 20 Uhr beschäftigen und nur Montag bis Samstag.

Weise ihn auf §8 MuSchG hin und erkläre dich bereit ihm auf seine Kosten ein Attest zur Verfügung zu stellen übers Stillen.

Außerdem weise ihn auf die Stillpausen hin, mindestens 45 Minuten am Tag und wann kannst du eigentlich festlegen (denn erforderliche Zeit heißt auch bestimmte Zeiten!), im Notfall legt die Aufsichtsbehörder die zeiten fest!

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Ähm...es sind genau 60 Minuten pro Tag, die dann verlängert werden müssen, wenn sie länger als 8 Stunden arbeitet.

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Ich weiß zwar nicht wovon du redest,
aber ich hätte schreiben müssen mindestens 60 Minuten am Tag, das dürfte nicht 45 Minuten heißen!

Weil genau Angaben gibts im MuSchG nicht!

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Dein AG muss dir deinen alten Arbeitsplatz zu den alten Konditionen freihalten. Alles andere ist Kulanz.

Was das Stillen anbelangt, da kenne ich mich nicht aus.
Aber sollte es stimmen was die anderen hier dazu geschrieben haben, dann wundere ich mich nicht mehr, das so mancher AG lieber einen Mann einstellt....

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Wundert mich dann auch nicht mehr !
Also, nix gegen das stillen, habe selber zwei kleine Kinder aber dann würd ich das halt mal etwas reduzieren.
Man kann ja auch abpumpen und die milch dann auch einfrieren. ich arbeite in der pflege und wenn da jeder so Wünsche hätte würd es eng werden. Ich habe nämlich außschließlich weibliche Koleginnen gehabt und fast alle mit kindern. Ich glaub das Heim hätte schließen können#schock
Lg,Luzie

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Abpumpen und Einfrieren???

Um Gottes Willen, als ordentliche Arbeitnehmerin pumpt man während der Arbeitszeit ab, hat ja ein Anrecht auf Stillzeiten, und fährt dann mit der Milch ein Stündchen früher nach Hause, um sie dort währen der "Stillpause" zu verfüttern....

Ich habe sehr viele Kolleginnen mit Kindern, aber erstaunlciherweise ist davon noch keine auf die Idee gekommen, ihre Rechte (uns wir haben einen sehr soziale und kulanten AG, der keine Probleme machen würde), in dem Maße auszunutzen.
Meine Nichte hat nach 3 Monaten wieder gearbeitet und auch gestillt bzw. tagsüber dann abgepumpt, aber nicht sämtliche Aktivitäten, die zur Kinderfütterung zählen, unbedingt in die Arbeitszeit gepackt.
Die abgepumpte Milch kann doch auch jemand anderes verfüttern, ohne dass das Kind Schaden davon trägt...

LG

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Erst einmal #danke für eure Mühe. Das ist ja schon in eine Diskussion ausgeatet. ;-)

Ich hätte noch erwähnen sollen, daß ich in der Gastronomie in einem Management- Posten arbeite.

Selbst wenn ich ein Anspruch auf das Stillen am Arbeitsplatz habe, kann das nicht funktionieren. Ich stille ausschließlich nachts.
Und das dies noch so der Fall ist, habe ich mir nicht ausgesucht. #aerger Sie braucht einfach die Brust zum Einschlafen. Sie davon zu entwöhnen im Moment ist nicht einfach.

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Zwischen 22 und 6 Uhr brauchst Du ja nicht arbeiten, solange Du stillst.
Dann kannst Du doch darauf bestehen und ansonsten regulär arbeiten!

LG

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Und dies ist dann das Mutterschutzgesetz?

LG

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