Erbe/Nachlass

    • (1) 05.01.11 - 12:29

      Hallo,

      meine Bekannte hat folgenden Fall und dazu eine Frage:

      Sie hat noch zwei Schwestern und eine Mutter. Der Vater ist gestorben und hat ein Testament hinterlassen, aber nicht beim Notar hinterlegt, sondern nur zu Hause.

      Alle wären sich einig und würden alles unter sich klären, damit es billiger kommt, sie meinen, da gibt es bestimmt keinen Streit, wenn sie es untereinander klären, dann wäre es auch viel günstiger als mit Notar.

      Müssen sie jetzt trotzdem zum Notar mit dem Testament, ist das so gesetzlich vorgeschrieben oder können sie alleine das Testament lesen und sich das Vermögen untereinander aufteilen?

      Es handelt sich hier nicht um ein Haus oder etwas größeres, sondern nur ein Auto, wo jetzt schon 7 Jahre alt ist und ein bisschen Geld ca. 3000 Euro Bargeld... und das wird eh fürs Grab benötigt...

      Gibt es da eine gesetzliche Testamentvorzeigepflicht beim Notar?

      Hat jemand schon mal so etwas in der Art mitbekommen, kennt sich jemand darüber aus?

      Ist ein Testament auch gültig, ohne das es vorher bei einem Notar hinterlegt wurde?

      Würde mich über viele Antworten freuen und bedanke mich im Voraus!

      Gruß Maja-Leonie

      PS: Habe diesen Eintrag schonmal geschrieben, habe jetzt erst dieses hier entdeckt und dachte, vielleicht kennt sich hier auch jemand darüber aus. Wusste nicht genau, in welche Sparte es gehört.

      • Meiner laienhaften Meinung nach ist es kein Problem:
        - handschriftliches Testament ist gültig
        - wenn sich alle einig sind, sind die gesetzlichen Vorschriften eh kein Thema. Wo kein Kläger, da kein Richter.
        LG

        Ein handgeschriebenes Testament ist gültig, es muß nur alle 2 jahre erneut unterschrieben werden.

        Aber: Bei diesem Erbe wird eh nichts (!) übrigbleiben, weil 3000 € für Beerdigung , Grab und Stein viel zu wenig ist. Vermutlich muß auch das Auto verkauft werden und selbst dann könnte es sein, das es nicht reicht

        Ute

        • (4) 05.01.11 - 13:55

          "Ein handgeschriebenes Testament ist gültig, es muß nur alle 2 jahre erneut unterschrieben werden."

          Dazu hätte ich gerne mal einen Link. Ich habe nämlich davon noch nichts gehört.

        • (5) 05.01.11 - 14:03

          Komisch, davon hab ich noch nieeee etwas gehört, dass alle 2 Jahre erneut unterschrieben werden muss. Was ist denn, wenn die bzw. der Verfasser nach den besagten 2 Jahren nicht mehr in der geistigen Verfassung ist und rechtlich dann gar nicht mehr unterschreiben darf?

          Ich hätte ebenfalls gerne einen Link.

          LG Jesssy

    Vielen Dank für die netten Infos, wünsche ein gutes neues Jahr!

    LG Maja-Leonie

    Angehörige oder Dritte, die ein Testament auffinden sind verpflichtet, dieses unverzüglich beim Nachlassgericht (Amtsgericht) abzuliefern. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, macht sich der Urkundenunterdrückung strafbar. :-( Das Nachlassgericht wird dann auf Antrag einen Erbschein ausstellen. Diesen Erbschein verlangen auch die meisten Banken, wenn es um die Auflösung bzw. Auszahlung des Barvermögens geht. Ein Testament ist natürlich auch gültig, ohne dass es beim Notar beurkundet bzw. dort hinterlegt wurde.

Mich würde ja interessieren, wozu ein Testament gemacht wurde? In der Regel macht man sowas nur, wenn die "normale" Aufteilung geändert werden soll #kratz Und spätestens dann sind sich in vielen Familien leider nicht mehr alle einig #schwitz

Normalerweise müßtest du aber auch ein Schreiben bekommen, in dem nach Werten, Immobilien, Familienangehörigen und eben auch Testament gefragt wird. (War jedenfalls bei uns so)

LG Kathi

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