AG zahlt nur noch jeden 2. Feiertag

    • (1) 11.01.11 - 09:36

      Hallo,

      im Dezember hat mein Arbeitgeber entschieden, daß nur noch jeder 2. Feiertag vergütet wird. Im Dezember hieß das, daß der 1. Weihnachtsfeiertag vom Stundenkonto (bei mir 5 Std/Tag) abgezogen und Neujahr wie sonst auch vergütet wurde. Karfreitag gibts wieder Minusstunden, Ostermontag wird bezahlt, etc.

      Ich arbeite wirklich in keinem kleinen Unternehmen. Mit über 300 Standorten in Deutschland und ca. 6000 Mitarbeitern sollte man doch eigentlich erwarten, daß der AG nicht so skrupellos ist. #aerger

      Leider ist der Betriebsrat gerade ziemlich machtlos und rät den einzelnen, gegen die Firma zu klagen. Nur leider kann ich mir das ganz und gar nicht leisten.

      Und nu? Abwarten?

      Ich arbeite seit über 11 Jahren für diese Firma und war eigentlich bisher immer mit allem zufrieden. #schmoll



      LG Mona,
      die sich jetzt zur Arbeit aufmacht



      • Ach, und:

        Es gab darüber auch keine offizielle Information. Ersichtlich war es nur anhand der Dienstpläne mit den vielen Minusstunden der Mitarbeiter. Erst auf Nachfragen bekam man Informationsfetzen.
        Noch immer gibt es keinen Aushang oder Tarifänderungen dazu.

        Die Tarife laufen über die NGG.


        LG Mona

        ''Ich arbeite wirklich in keinem kleinen Unternehmen. Mit über 300 Standorten in Deutschland und ca. 6000 Mitarbeitern sollte man doch eigentlich erwarten, daß der AG nicht so skrupellos ist.''

        die größten sind die schlimmsten...

        Matthias

        Hallo,
        erteile dem Arbeitgeber eine schriftliche Abmahnung, dass er es sofort zu unterlassen hat, die Feiertage nicht mehr zu bezahlen da es rechtswidrig ist.
        Die dadurch aufgelaufenen Minusstunden soll er dem Stundenkonto unverzüglich wieder gutschreiben.

        In dieser Abmahnung drohst du bei Nichtbeachtung eine sofortige Klage an.
        Diese Klage ziehst du dann auch durch falls der AG nicht spurt.
        Eine Arbeitsgerichtsklage ist auch nicht so teuer wie man immer denkt.

        Das ist das einzige mittel der Wahl.

        Wenn du dir das nicht leisten kannst/willst, dann musst du leider damit leben dass sich der AG rechtswidrig verhält.

        Gruß
        Demy

      • Schreiben an die Personalabteilung.

        Hiermit reklamiere ich meine Lohnabrechnung/mein Stundenkonto, aus folgendem Grund: laut Arbeitsgesetz (googlen musst Du selbst) sind gesetzliche Feiertage grundsätzlich voll zu vergüten. Bei mir fehlen xy Stunden wegen Feiertag blabla sowie ......

        Ich erwarte eine Korrektur bis zum Datum (Frist 14 Tage).

        Dann hast Du die Verjährung schon mal unterbrochen....

        Warum lässt Du Dich nicht von der Gewerkschaft vertreten?


        Gruß

        Manavgat

        • (6) 11.01.11 - 11:58

          "Dann hast Du die Verjährung schon mal unterbrochen.... "

          Eine Verjährung wird mit einem Schreiben nicht unterbrochen, wohl aber eine Ausschlussfrist die kürzer als die gesetzliche Verjährungsfrist sein kann.

          Die Ausschlussfrist muss aber per Tarifvertrag oder Einzelvertraglich vereinbart sein.

          Gruß
          Demy

      Hallo Mona,

      Du schreibst, „ Noch immer gibt es keinen Aushang oder Tarifänderungen dazu. „ Tarifgesetze bzw. Gesetzliche Feiertage sind grundsätzlich vom AG nach der augenblicklich gezahlten Lohnhöhe des AN zu zahlen. Das kann dein AG nicht ändern. Tut er dies dennoch, handelt er Rechtswidrig. Darüber sind wir uns, denke ich, einig.

      Aber…das mit markigen Worten gegen den AG einzufordern ist aus der Sicht eines AN der um seinen Arbeitsplatz und um sein Einkommen besorgt ist nicht so ohne weiteres, wenn überhaupt, möglich.

      Andrerseits heißt es, „wehret den Anfängen“ . Setz dich mit dem Betriebsrat zu einem gemeinsamen Beratungsgespräch zusammen, wie man mit friedlichen Mitteln eine akzeptable Lösung für alle Beteiligten finden kann.

      Viel Glück !
      Nobility

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