Kündigung unserer Tagesmutter

    • (1) 14.01.11 - 15:18

      Hallo ihr Lieben!

      mein Mann arbeitet in Dänemark und wurde vor kurzem zum 04.02. gekündigt. Da wir dann weniger Geld zur Verfügung haben (ich habe nur einen 400 Euro Job) und er dann ja zu Hause ist haben wir die Betreuung für unsere Tochter (fast 3 Jahre) bei der Tagesmutter beim Jugendamt zum 31.01. gekündigt. War auch kein Problem. Nun habe ich der TM Bescheid gegeben und sie hat dann gesagt, dass wir laut Vertrag mit ihr 4 Wochen vorher zum Monatsende erst kündigen können. Das wäre dann zum 28.02!!!! Selbst wenn unsere Tochter nicht kommt, müssen wir bezahlen. Ist eine Kündigung des AG kein Grund zur fristlosen Kündigung? Bin etwas enttäuscht von der TM und weiß nun nicht wie ich mich verhalten soll.... Bitte helft mir:-(

      • (2) 14.01.11 - 15:24

        Wie du dich verhalten sollst? Naja gemäß der vertraglich vereinbarten Fristen kündigen.
        Und wenn in eurem Vertrag mit der Tagesmutter steht, dass ihr mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündigen könnt, dann müsst ihr euch daran halten. Kündigung des AG ist kein Grund bei der Tagesmutter fristlos zu kündigen.
        Mag ja sein, dass es menschlich gesehen von der TM nicht ok ist, aber rechtlich gesehen ist sie im Recht. Und außerdem kann ich die TM auch verstehen. Bei ihr fällt euer Kind als Einkommen weg. Und sie muss sich jetzt quasi einen Ersatz suchen. Da ist es schon verständlich, dass sie natürlich auf das Einkommen nicht verzichten möchte. Denn wer sagt denn, dass sie sofort wieder ein Kind bekommt.

        (3) 14.01.11 - 15:33

        Versetz Dich doch bitte auch einmal in die Situation der Tagesmutter, für sie bedeutet Eure Kündigung ebenfalls weniger Geld. Das sie deshalb auf die Kündigungsfrist besteht ist ihr nicht zu verdenken, auch sie muss schauen wo sie bleibt. Aus Spass an der Freude wird sie auch nicht arbeiten....


        LG

        BEi wem muss denn gekündigt werden, beim Jugendamt oder bei der TM.
        Ich kann mir nciht vorstellen, dass ihr an zwei Stellen mit unterschiedlichen Fristen kündigen müsst!

        • Gekündigt wird bei der Tagesmutter, denn mit der haben sie ja einen Betreuungsvertrag. Dem Jugendamt muss das quasi nur mitgeteilt werden, weil die ja den Betreuungskostenzuschuss zahlen.

          • Kennst du ihren Vertag?

            Es gibt Gemeinden, da hast du mit der Gemeinde/Jugendamt den Vertrag und die Tagesmütter sind dann über die und ich vermutet bei denen angestellt.
            So ist es bei uns, duemeldest für die Kita an und wenns keinen Platz gibt, dann geben sie dir statt Kita-Platz eine Tagesmutter. Du hast den Vertrag mit der Stadt und zahlst auch an die.

            Da gehts nicht um Bezuschussung ;)

            • Nein, aber ich habe mich mal durch die Richtlinien der Tagespflege für S.H. gewühlt. Und alles was ich da gelesen habe ist, dass die Eltern sich entweder selber eine Tagesmutter suchen oder eben, wenn sie keine finden, eine vom Jugendamt vermittelt bekommen.
              Und die Eltern können dann beim Jugendamt einen Zuschuss zur Tagespflege beantragen.
              Die Eltern haben also keinen Vertrag mit dem Jugendamt, sondern mit der Tagesmutter.

              Ich denke, das Jugendamt hat hier einfach nicht nachgefragt, ob der Vertrag mit der TM schon gekündigt ist. Die werden wohl davon ausgegangen sein, dass die Eltern das mit der TM schon entsprechend geklärt haben.

        wir bekommen für die Kinderbetreuung einen Zuschuss vom JA. D.h. wir zahlen monatlich 64 Euro an´s Jugendamt und 2 Euro pro Betreuungstag an die TM für Essen und Trinken. Wir haben die Betreuung beim JA gekündigt- ohne Probleme und unsere TM hat sich auf ihren Vertrag berufen.

        • Das klingt für mich aber auch, als ob ihr den Vertrag dann doch eher mit dem Jugendamt habt.
          Frage da einfach mal nach oder guck, was du extra mit der TM vereinbart hast.
          Wenn du nichts vereinbart hast, dann ist das die Sache des JA wie sie das mit ihr regeln.

          • Was klingt denn hier nach einem Vertrag mit dem Jugendamt?
            Das Amt fördert die Betreuung durch die Tagesmutter und der Betreuungsvertrag ist zwischen Eltern und Tagesmutter geschlossen.

            Auf welchen Vertrag sollte die Tagesmutte sich denn berufen, wenn es keinen gäbe?

            Gruß,

            W

            • Das sie direkt ans Jugendamt zahlen klingt für mich danach und das die die Kündigung akzeptiert haben.

              • Das Jugendamt zahlt doch nur, warum sollten die etwas gegen die "Kündigung" haben?
                Ich denke, das Amt zahlt nur der Einfachheit halber direkt an die Tagesmutter oder, um Mißbrauch zu vermeiden.
                Die TaMu beruft sich doch ausdrücklich auf ihren Vertrag.

                nö... nicht unbedingt, wir haben auch unseren beitrag direkt ans jugendamt gezahlt und das jugendamt dann die gesamte summe (unseren anteil und den zuschuss) an unsere tagesmutter.

                unsere tagesmutter haben wir aber selbst ausgewählt, dem jugendamt vorgeschlagen und zusammen mit ihr unseren individuellen betreuungsvertrag ausgehandelt. kündigungsfristen, urlaubsregelung beider vertragsparteien usw. haben wir gemeinschaftlich festgelegt. der vertrag wurde auch nur von der tagesmutter und uns unterzeichnet...

                bei beendigung der betreuung haben wir es dem jugendamt und der tagesmutter mitgeteilt. unsere tagesmutter hat nicht auf einhaltung der fristen bestanden, sie ist aber auch für uns im vorfeld keine fremde gewesen.


                lg

        Ihr habt einen Vertrag mit der Tagesmutter, damit hat das Jugendamt nichts zu tun.
        Beim JA müßt Ihr auch nicht "kündigen", sondern einfach nur mitteilen, dass die geförderte Betreuung nicht mehr benötigt wird.

        Warum sollte das Jugendamt Probleme machen, wenn Ihr dort den Zuschuß nicht mehr beansprucht?

        Gruß,
        W

        (15) 14.01.11 - 19:13

        "unsere TM hat sich auf ihren Vertrag berufen."

        Darüber kannst du nicht ernsthaft enttäuscht sein...die Frau rechnet sicher mit dem Geld bzw. benötigt es vielleicht sogar dringend. Und selbst wenn nicht...sie hat einen rechtlichen Anspruch darauf. Wenn DEIN Arbeitsvertrag eine mehrwöchige Kündigungsfrist vorsieht, dein Arbeitgeber dir aber fristlos kündigen will, würdest du da garantiert auch nicht mitspielen. Sich einfach mal in die Lage des Gegenübers zu versetzen, hilft manchmal ungemein...nur mal so als Tipp am Rande.

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