Unfall auf Arbeitsweg

    • (1) 27.01.11 - 09:59

      Habe eine dringende frage

      Mein Mann hatte Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall mit dem Roller. Er ist auf Rollsplitt ausgerutscht.
      Hab ihn grad abgeholt u zum Arzt gefahren... Ihm tut die Schulter weh, kann sich nicht rühren u bekommt keine Luft.

      Sein AG sagte, er solle sagen, es ist ihm gestern Abend privat passiert :-[, so dass es nich über die berufsgenossechschaft läuft. Das Problem ist, dass mein Mann noch in der Probezeit ist u Angst hat, den Job zu verlieren, wenn er sagt, dass es auf dem Weg zur Arbeit war.

      Ach ja, er ist Koch, braucht also seine Schulter...

      Wie soll er reagieren???

      Danke

      Dani

      • Er soll unbedingt die Wahrheit sagen!


        Wie parzifal schon sagte, würde ich auch nicht auf die ggf. nötigen Leistungen der Berufsgenossenschaft verzichten.
        Man kann nie wissen, was so ein Unfall gesundheitlich nach sich zieht, wenn man Pech hat.


        Der Chef hat wahrscheinlich nur Angst um seine Beiträge.

        Der Arzt gehört angezeigt!


        Die Leistungen der BG sind viel besser als die der Krankenkasse. Lass Deinen Mann umgehend bei der KK anrufen, schildern was passiert ist und dann selbstverständlich bei der BG melden.

        Alles Gute

        Manavgat

    Hallo,

    klingt, als wolle sich der AG davor drücken, den Bericht an die Berufgenossenschaft auszufüllen. Was mir persönlich absolut schleierhaft ist, weil das nun wirklich nicht lange dauert.

    Oder genießen Mitarbeiter, die einen Arbeitsunfall (bzw. Wegeunfall) hatten, einen besonderen Kündigungsschutz, den der AG umgehen möchte? Weiß das hier zufällig jemand?

    Ich würde auf keinen Fall sagen, dass es privat passiert ist. Das ist schlicht gelogen.

    Gruß
    Sassi

    • (11) 27.01.11 - 18:00

      Die Beiträge können steigen, das ist etwas, was viele vermeiden wollen, nicht unbedingt die Formulare.
      Alle Unfälle, ob nun Wege oder im Betrieb werden ja erfaßt.


      Zu dem Kündigungsschutz kann ich nichts sagen, davon habe ich echt noch nie etwas gehört.

      • (12) 27.01.11 - 19:15

        Danke für deine Antwort.

        Ich habe mehrere Arbeitsunfälle gemeldet, als ich noch in einer Lohnabteilung gearbeitet habe. Die Beiträge wurden aber nicht angehoben. Vielleicht hatten wir da auch einfach nur Glück.

        • (13) 28.01.11 - 07:18

          Ich weiß nicht, wie sich das zusammenstellt.
          Mein Kollege, der sich um diese Dinge kümmert erzählte mir erst letztes Jahr, daß sie angehoben haben, weil es leider mehrere Unfälle gab, die auch je einen Arbeitsausfall für ein paar Wochen nach sich zogen.
          Aber ich weiß auch nicht, ob unsere Niederlassung einzeln zählt oder mit dem Mutterkonzern zusammen, keine Ahnung.
          Gut, aber ich bin auch nicht so tief in dieser Materie drin.

Auf gar keinen Fall!!!!!

Sollte Dein Mann einen bleibenden Schaden davon tragen, wo er z. B. nur noch eingeschränkt dauerhaft arbeiten könnte, muss die BG sein Leben lang einen entsprechenden Ausgleich (Rente) zahlen und das sollte man sich niemals entgehen lassen!

Selbst wenn Dein Mann über Jahre später durch die Sache wieder Probleme haben sollte, MUSS die BG wieder einspringen.

Dein Mann muss beim Arzt sagen, dass es ein Arbeitsunfall war. Tut er es nicht, gehen ihm wertvolle Leistungen verloren. Der Arzt informiert die BG, wenn der AG es nicht tut und dann schreibt die BG den AG an.

PS: Dein Mann bekommt bei längerer Krankheit dann auch kein minderes Krankengeld von der KK, sondern VOLLEN Lohnausgleich von der BG.

Das unterscheidet einen privaten Unfall von einem Wege- oder Arbeitsunfall gewaltig!

Auf solche Bonbons möchte man doch nicht freiwillig verzichten, oder?????

LG Janette

Wooooooooooooooooaaaaa, also erst mal: Die BG MUSS gar nix, wenn der Schaden an der Schulter nicht rechtlich wesentlich durch den Sturz verursacht wurde! #augen Aber das is n anderes Thema!

Also:

Ich weiß ja nicht, bei welcher BG der Arbeitgeber deines Mannes ist, aber zu befürchten hat er nix!

Ein Wegeunfall wird dem Arbeitgeber nie zur Last gelegt. Berufsgenossenschaften erheben oft nach Unfällen im Betrieb Beitragszuschläge, wenn Rentenzahlen o.ä. entstehen! Hier handelt es sich auch um den gemeinen Arbeitsunfall! Wegeunfälle werden NIE in Rechnung gestellt, weil der AG auf den Weg seiner Angestellten keinen präventiven Einfluss haben kann!

Ich weiß also gar nicht, was der AG hat?

Melde den Unfall beim Arzt in jedem Fall als Arbeitsunfall! Früher oder später kommt die Sache bei der KK eh ans Licht! Die melden das Ganze dann bei der BG! Das ist erst mal blöd! Und auch noch für alle! Für dich am meisten!

BG-Patienten haben wirklich das bessere Los, als Kassenpatienten! Und sollte es wirklich schlimmer sein, dann wird dein Mann dankbar sein, seinen Sachbearbeiter bei der Berufsgenossenschaft zu haben, denn die sind die Geilsten! #pro

Ich liebe meinen Job! :-)

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