Arbeiten trotz Kind ???? Wie läuft das bei euch ???

    • (1) 27.01.11 - 14:42

      Hallo

      Ich hab mal eine allgemeine Frage.

      Ich bekomme ständig ein schlechtes Gewissen gemacht weil ich mein Kind mit Knapp 2 Jahren in die Kita gegeben habe und dann wieder von 7.30-13.30Uhr gearbeitet habe. Im September wird er 3 und ab da arbeite ich dann jeden Tag von 08-15 Uhr. Jetzt hör ich mir wieder an, "naja musst du ja wissen aber dafür hat man doch kein Kind bekommen.

      Meinem Kind gefällt es super gut in der Kita und momentan schläft er daheim bis 15 uhr und dann spielen wir oder machen sonstiges. Ab September hol ich ihn halt dann kurz nach 15 Uhr ab und dann haben wir noch den ganzen Nachmittag und Abend also genauso viel Zeit wie momentan nur das er dann halt nicht schläft sondern im Kiga ist.

      Irgendwie arbeitet keine Mutter in meinem Umfeld bevor das Kind nicht 3 ist und dann hoffen alle auf ein Vormittagsjob von 08.-12 und das auch nicht jeden Tag.

      Mir gefällt mein Job und ich brauche die Abwechslung zwischen Job und Mutter, ausserdem haben wir ein Haus zu bezahlen und wollen uns auch sonst noch ein bißchen was leisten und meinem Kind schadet es überhaupt nicht. Er hat total die Fortschritte gemacht seit der Kita.

      Ist das denn so unnormal?
      Mich würde mal interessieren wie lange hier andere Mütter arbeiten und wie sie das managen und wieviel Zeit sie mit ihren Kinder verbringen.

      Danke #klee
      Lg
      Angela

      • "Ich wurde nicht geboren um so zu sein wie Ihr mich haben wollt"

        Ich arbeite 40h pro Woche.

        K.

        Hallo Angela,

        ich habe zwei Kinder - und arbeite 40 Stunden die Woche :-p

        Meine Große ging mit 12 Monaten in die Kita, mein Kleiner ist zur Zeit noch bei der Oma (weil wir keinen Platz bekommen haben).

        Wie heißt es immer so schön? Die Qualität ist entscheidend, nicht die Quantität ;-)

        Ich verbringe immer noch genügend Zeit mit meinen Kindern: nach dem Feierabend, am Wochenende, in den Ferien.

        Ich werde eher von meiner Großen angemault, wenn ich es wage, sie auch nur eine halbe Stunde früher abholen zu wollen ;-)

        Gruß

        Karen

        (4) 27.01.11 - 15:12

        Mir geht es wie Dir, nur ohne schlechtes Gewissen! Allerdings bleibt in meinem Umfeld auch kaum eine Mutter länger als ein Jahr daheim.

      • Hallo.

        Meine Kleine ist ab ihrem 15. Lebensmonat zur Tagesmutter gegangen (8:00 Uhr bis 14:30 Uhr). Erst habe ich eine Weiterbildung gemacht und dann bin ich wieder beruflich eingestiegen.
        Seit August wird sie von 8:00 Uhr (meist sind wir gegen 8:20 Uhr im KiGa, ich muss um 9:00 Uhr im Büro sein) bis 16:00 Uhr (freitags 15:30 Uhr) im Kindergarten betreut.

        Ich habe eine 20-Stunden-Stelle, bei Position bringt aber auch etliche Überstunden mit sich ... ich möchte aber die Stunden nicht erhöhen, da ich mich dann auf 20 Stunden berufen kann, wenn mit meiner Kleinen was ist.
        Ich hole sie unterschiedlich vom KiGa ab, je nachdem wie hoch mein Arbeitsaufkommen ist oder ob ich noch was anderes zu erledigen habe. Ich lege aber alles in die Betreuungszeiten (selten haben wir mal ein Meeting nachmittags, da nehme ich sie dann mit ins Büro), so dass wir nachmittags allerspätestens ab 16:00 Uhr Zeit miteinander verbringen ...

        ... oder wie diese Woche den ganzen Tag ... meine Kleine ist krank und kann nicht in den KiGa ... Montag bis Mittwoch haben ich Home-Office gemacht und heute (und dann auch morgen) habe ich sie mit ins Büro genommen.

        Gruß von der Hedda.

        (6) 27.01.11 - 15:21

        Hallo,

        als meine Tochter 17 Monate alt war, hab ich mit 15 Stunden die Woche angefangen, dann hatte ich teilweise ne 40-Stunden Woche und seit 4,5 Jahren arbeite ich 30 Stunden die Woche. 30 Stunden sind absolut in Ordnung für mich. Selbst 40 Stunden wären o.k., wenn es nicht anders ginge, aber es geht zum Glück. Meine Tochter mochte den Kiga von Anfang an, es gab nie Probleme, und heut ist sie in der Schule und alles ist super.
        Lass Dich nicht verunsichern;-)

        LG

      • Hallo,

        >>Irgendwie arbeitet keine Mutter in meinem Umfeld bevor das Kind nicht 3 ist und dann hoffen alle auf ein Vormittagsjob von 08.-12 und das auch nicht jeden Tag. <<

        Du wohnst eindeutig im falschen Umfeld. ;-)
        Ich kennen keinen, der 3 Jahre zu Hause sein Kind betreut hat und hinterher nur vormittags arbeitet. Ich kenne nicht mal jemanden, der nur vormittags arbeitet, weil er es so möchte. (Nur welche, die nichts anderes gefunden haben.)

        Üblich ist in meinem Umfeld: 1 Jahr zu Hause und dann 30 - 40-Std.-Woche

        Ich selbst war nur 3 Monate zu Hause. Hab erst als Studentin ein Praktikum gemacht (40-Std-Woche) und seit dem Abschluss arbeite ich nahezu Vollzeit (38 Std.).

        LG

        • Hallo.

          In meinem Umfeld sind 3 Jahre durchaus üblich ...

          ... das liegt aber daran, dass es hier den Trend zu vielen Kindern gibt und dass sich die meisten Frauen hier locker die längere Elternzeit mit nur einem Gehalt leisten können. Zudem haben die meisten sehr gute Ausbildungen, so dass es unproblematisch ist, wieder in den Job einzusteigen (z.B. im öffentlichen Dienst), oder sie waren eh selbstständig, z. B. als Anwältinnen, und steigen eben irgendwann wieder in die eigene oder eine andere Kanzlei ein.

          Gruß von der Hedda.

          • Hallo Hedda,

            ich denke, bei uns ist das einfach historisch gewachsen. In der DDR war es üblich, dass die Frauen max. 1 Jahr (zwei, drei Jahrzehnte vor meiner Geburt sogar noch wesentlich kürzer) aus dem Beruf ausstiegen.
            Dies wurde so vorgelebt und auch weitergegeben, über die Wende hinaus.
            Dementsprechend ist ja auch die Kinderbetreuung gut ausgebaut und auch noch weiterhin bestehend. Für mich war es problemlos einen Platz in meiner Wunscheinrichtung zu bekommen.
            Ich denke auch, hier ist es nicht nur die Gehaltssituation, sondern auch die Einstellung, die eine Rolle spielt.
            Ich habe auch festgestellt, dass gerade die Frauen, die qualifiziert sind und eine dementsprechende Postition (Leitungsposition im Öffentlichen Dienst als mein Erfahrungsbeispiel) erreicht haben, vielfach früher noch zurückkehren, um den Anschluss nicht zu verlieren.
            Bei Selbstständigen (von der Nagelstudiobesitzerin bis zur niedergelassenen Ärztin) habe ich beobachtet, dass die Mütter so schnell wie möglich (die Fälle, die mir bekannt sind, direkt nach dem Mutterschutz) ihre Tätigkeit wieder ausnehmen, weil einfach die Kosten der Selbstständigkeit (Miete, Personalkosten etc.) weiterlaufen.

            LG Annika

            • Hallo.

              Ich komme und lebe aber im Westen ... ;-)

              Gruß von der Hedda.

              • Hallo,

                ich denke, genau dieser Unterschied, ob Ost oder West, macht viel aus.
                Das zeichnet sich in der Betreuungssituation ab, in der Gehaltssituation (bei vielen ist es einfach auch erforderlich) und auch darin, was man vorher vorgelebt bekommt und gewohnt ist.

                LG Annika

                • Hallo.

                  Das stimmt sicher ... für mich selbst wäre eine lange Elternzeit nicht in Frage gekommen, ich kenne das aber auch aus meiner Familie auch nicht ... bei uns haben die Frauen immer in Führungsposition (selbstständig und in großen Unternehmen) gearbeitet und es war nicht üblich, länger beruflich auszusteigen ...

                  ... dass ich hier in meinem Wohnumfeld nun erlebe, dass die Frauen viele Kinder bekommen und auch (dadurch) länger aussteigen, liegt zum einem sicher daran, was ihnen vorgelebt wurde und dass sie es sich finanziell leisten können, aber sicher auch zum anderen daran, dass hier die Mütter eher alt sind, sprich die Frauen haben erst Karriere gemacht (sind also auch dementsprechend beruflich gesattelt, so dass eine längere Auszeit nicht unbedingt ein Karriere-Knick ist) und entscheiden sich jetzt erst einmal ganz bewusst für Kinder und Familie.

                  Gruß von der Hedda.

                  • Hallo,
                    also deine Einschätzung zum Kinder-Kriegen und Karriere-Knick bei beruflich gefestigten Frauen find ich interessant.
                    Ich schwanke nämlich selber sehr stark, wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle. Einerseits würde ich sehr gerne beruflich vorankommen und mich darauf konzentrieren. Es wird ja auch einfacher umzusetzen, je älter meine Tochter wird.
                    Andererseits kann ich mir aber auch gut vorstellen, irgendwann noch einmal ein Kind zu bekommen. Die Bedingungen, als meine Tochter kam, waren alles andere als traumhaft und ich würde sehr gerne noch einmal ein Kind geplant und mit den Glücksgefühlen bekommen, wie es üblicherweise sein sollte.
                    Aber bislang hatte ich immer das Gefühl, dass sich beide Wünsche irgendwann beißen werden. Vielleicht denke ich auch einfach zu kurzfristig, weil ich das Gefühl habe, beides innerhalb der nächsten 10 Jahre "bewältigen" zu müssen.

                    LG Annika

      Für mich ist es selbstverständlich, dass ich wieder nach 1 Jahr Elternzeit arbeiten gegangen bin. Mir wäre zu Hause sonst die Decke auf den Kopf gefallen und außerdem möchte ich auch keine zu große Lücke in meinem Lebenslauf haben. Meine Tochter kam mit 10,5 Monaten zur Eingewöhnung in die Krippe und geht von 7 Uhr bis 15/16 Uhr dorthin.
      Ihr gefällts dort wirklich super gut und somit sind wir beide mit der Situation zufrieden.
      Ich könnte mir nie im Leben vorstellen, mit nur 1 Kind 3 Jahre zu Hause zu bleiben. Und ich finde das auch für die Kinder nicht besonders gut. Ich sehe es an meiner Tochter, sie hat von den älteren Kindern unglaublich viel gelernt und sie hat mit ihren 1,5 Jharen jetzt sogar schon 3 kleine Freundinnen in der Krippe, mit denen sie die ganze Zeit zusammen spielt. Das ist total süß, die drei glucken tatsächlich die ganze Zeit zusammen und himmeln sich gegenseitig an :-D
      Glücklicher weise haben wir eine Kita, in der sehr viel mit den Kleinen gemacht wird und auch ein sehr guter Betreuungsschlüssel da ist (4,5 erzieher auf 12 Kinder).
      Muß jeder für sich entscheiden, aber wir sind mit dieser Situation alle sehr glücklich.

      (15) 27.01.11 - 15:50

      Hallo,

      den Spruch kenne ich auch und der geht mir inzwischen zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus. Bleibt jemand penetrant an diesem Thema hängen hilft manchmal : " Ich habe doch kein Kind bekommen um mir drei Jahre lang zu Hause den Arsch platt zu sitzen und meine Ausbildung verkümmern zu lassen."

      Manchmal. Nicht immer.

      LG

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