Elterngeld, Elternzeit, Teilzeit & Dienstwagen

Hallo,

ich befinde mich in eine etwas -für mich- knifflige Situation:

Ende Juli gehe ich in Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Meinen Arbeitgeber habe ich in der 11. SSW über meine Schwangerschaft informiert. Nun gestaltet es sich für meinen Arbeitgeber schwierig "Ersatz" für mich zu finden. #schein

Ich arbeite u.a. intensiv an eine Art "Programm" was ich zusammen mit einen Dienstleister erschaffen habe, d.h. der Dienstleister hat es nach meinen (und vom Unternehmen) Anforderungen programmiert. Ich übernehme die "einfachen" administrativen Tätigkeiten & Wartungen über eine erweiterte Benutzeroberfläche.

Das "Programm" muss ständig gewartet werden bzw. neue Inhalte eingegeben werden. Ein Ausfall wäre dramatisch, aber nicht extentiell wichtig für das Unternehmen. Es ist ein wichtiges Instrument, was nicht mehr gemießt werden möchte.

Der Diensteister ist derzeit nur für die Programmierungen bezüglich der Weiterentwicklung zuständig und als Admin an den "Eingeweiden" des Programmes.

Kurzum: durch mein angelerntes und durch das Programm mitgewachsenes Fachwissen in der Bedienung des "Programmes" bin ich nicht so einfach ersetzbar.

Meinen AG stehen nun drei Optionen zur Verfügung:
1. Der Diensteister übernimmt meine Tätigkeit -> ist möglich, kostet aber ne Menge 2h = 600€#schock

2. Es wird ein "Ersatz" (Mutterschaftsvertretung) gesucht, welchen ich bis Juli anlerne -> hierfür ist die Zeit einfach zu knapp, da der Berwerbungsprozess bereits eine Menge Zeit schluckt

Oder

3. Der AG fragt mich, ob ich nach dem Mutterschutz (in der Zeit muss der Dienstleister ran) Elternzeit auf Teilzeit (10 h/ Woche) machen möchte.-> für den AG die kostengünstigste Variante.

Nun meine Frage:

Welche Vorteile hätte ich? Bei Option 3.
Kann ich die Weiternutzung des Dienstwagen (pauschal versteuert & zur privaten Nutzung über lassen) beim Gespräch "fordern"?

Wie wird das Entgeld ans Elterngeld angerechnet?
Was sollte ich bei der Höhe des Entgeldes beachten, der PKW zählt als Gehaltsbestandteil, oder?
Würdet ihr Option 3 machen?

Allgemein: ich würde die Elternzeit auf insg. 2J. beantragen, dabei das 2J. in Teilzeit auf 30h/Woche am ursprünglichen Arbeitsplatz verbringen.

Es wäre mein erstes Kind #verliebt und ich möchte nicht viel verpassen, aber auch nicht zulange Zuhause bleiben#pc.

Unterstützung durch Schwiegermutter, Mutter und Kindsvater (je nach Schicht) wären gegeben.

Ich freu mich, wenn jemand mir bei der Entscheidung helfen könnte.#winke

VG Brina

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Wäre die Zeit möglich als Homeoffice?

Klar kannst du Forderungen stellen, wenn er dich braucht!
Einkommen vor der geburt abzüglich Einkommen nach der Geburt und davon 65-100% (je nach Höhe des Einkommens vor der Geburt) ergeben dann das Eterngeld. Meist darfst du von jedem verdienten Euro ca. 33 Cent behalten!

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#danke

Ja, ich hoffe im Homeoffice....ansonsten wär dies auch ein Forderung meinerseits ;-)
Anders würde ich allein mit der Fahrt zur Arbeit 2h pro Tag (Hin- und Rück) verbringen und müsste für die Zeit der gesamten Abwesenheit eine Babysitter finden.

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Dann würde ich genau dies alles fordern und gucken, ob der AG darauf eingeht. Wenn nicht, kannst du ihm immer noch sagen, du bleibst komplett zuhause ;)

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Ich würde ganz sicher Option 3 machen mit der Möglichkeit von Home-Office. Das hat im ersten Jahr immense Vorteile, wenn der Zwerg stündlich an die Milchbar will oder Du wegen jedem Quatsch hormonell bedingte Heulattacken bekommst.

Was das Entgelt angeht, musst Du mal forschen. Ich glaube, 400€-Jobs wirken sich nicht mindernd auf's Elterngeld aus. Ansonsten wird jeder Cent, den Du verdienst, vom Elterngeld abgezogen. Dienstwagen: Keine Ahnung.

Halte ich auch für zweitrangig. Option 3 führt dazu, Deinen Status in der Firma zu festigen. Und 10 Stunden pro Woche sind definitiv auch im ersten Jahr mit Baby (und Heulattacken und Milchstau ;)) schaffbar.

Grüsse
BiDi

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Vielen #danke für deine Antwort. Ich denke auch, dass Option 3 für mich in Frage kommt, solange ich davon auch meinen Nutzen, d.h. Homeoffice, freie Zeiteinteilung, PKW + etwas zusätzliches Geld, habe.

Freu mich schon auf die Verhandlung mit meinen AG ;-)

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Jedes Einkommen wirkt sich mindernt aufs Elterngeld aus wenn es mehr als den Sockelbetrag gibt!