Wiedereinstieg kommt / Druck wächst!!!

Hallo ihr Lieben!

Im kommenden Jahr werde ich wieder anfangen zu Arbeiten und mein Sohn ist dann 2 Jahre alt.
Ich freue mich schon auf diesen neuen Abschnitt u. denke das ich diese meine Mehr-aufgaben gut bewältigen kann. Trennungsangst u. Sorgen bestehen auch keine.

Doch der innerliche Druck wächst unglaublich in mir.

Allein wenn es darum geht, wieviele Stunde ich zum Wiedereinstieg nehmen werde.

Mir kommt es schon so vor als ob man bei einem 400 Euro Job von anderen Müttern blöd angeschaut wird u. belächelt wird - nach dem Motto: was du arbeitest nur so wenig? Ich bin schon nach 6 Monaten xy viele Std. arbeiten gegangen...

Bei den meisten Müttern klingt alles aus den Erzählungen immer so easy und selbstverständlich. Kaum jemand lässt sich wirklich in die Karten schauen und ich frage mich auch daher sehr kritisch wie alles wird. Wieviele std. ich nehmen soll? Das alles u. jedes ... so läuft wie ich mir das für uns auch wünsche.

Ich fühle mich dann als Loser. Weil ich manchmal zweifel, ob ich das auch alles mit Teilzeit etc. Familie & Co schaffe.

Ich hoffe ihr versteht mich richtig. Es ist schwer alles in den richtigen Worten auszudrücken.
Bitte textet nicht 100 mal wieviele Std. ihr schon von Anfang an gearbeitet habt u. wie toll alles klappt und wie selbstverständlich alles immer geht u. gehen muss.

Denn seid doch mal ehrlich - geht es auch auch manchmal nicht so, dass ich abends in einem ruhigen Moment über die Tage nachdenkt und euch fragt:

mache ich das alles so richtig?
läufen die Dinge wirklich so gut wie es scheint?

freue mich über eure reaktionen sehr!!!#blume
;-)

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Jepp, es ist hart. Und immer diese Angst, dass das Kind krank wird.
Und man ist müüüüde, immer so müüüüde.

Ich arbeite 27 Stunden - und es fühlt sich mit Kind an wie Vollzeit

Gruß Schnecki

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yepp, das stimmt. Immer der Gedanke "das Kind darf nicht krank werden" war auch hier sehr schlimm

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ich hab nach Kind 1 jahrelang auf 400 EUR gearbeitet. Die ersten 1-2 Jahre wars ja ganz nett, dann bekam ich den Koller. Mir war es zu langweilig. Mein Chef hat mich nicht mehr arbeiten lassen. Entweder vollzeit oder 400. So ging das noch Jahre.
Dann kam dem Boss die Erleuchtung und ich durfte 25 Stunden arbeiten. Es war stessig. Aber positiver Stress.
Und ja, das Familienleben wurde auch stressiger. Einiges blieb liegen, ich musste meine Prioritäten anders setzen.
Irgendwann wurde es dann negativer Stress. Aber das lag wohl eher daran, dass ich rausgemobbt wurde.
Ich muss aber dazu sagen, dass Kind 1 da schon 6 Jahre alt war.

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Darf ich fragen, wie ihr euch für die jeweiligen std. entschieden habt? 400 Euro bzw.27 std?

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In Elternzeit 400 Euro-Basis, danach 20 Std., dann 24 Std. - jetzt 27 Std.
Je älter die Kinder werden, desto besser kann man wieder aufstocken.

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ich bin damals auch schnell wieder vollzeit zur schule bzw. ausbildung bzw. job gegangen, aber mehrfach einfach gescheitert. kind im krankenhaus, das schaffte ich nicht, einfach so zu tun als hätte sich mein leben nicht doch ins ungewisse entwickelt. aber auch als sie älter wurde (2-3) zweimal gescheitert mit der blöden vollzeit. dann hab ich mich entschieden, es mal andersrum zu versuchen, bin aufs abendgymnasium gegangen und war tagsüber für meine tochter da. das hat funktioniert. dann umgeschult, wo sie schon in der schule war, das hat funktioniert, auch wenn es stressig war. inzwischen war ich ja älter und reifer und hatte einfach meinen stolz, da viele eltern aus ihrer klasse beide arbeiten gegangen sind, wollte ich es ihnen gleich tun. nach dem abschluss auch gleich vollzeit weiter gemacht. und dann schwanger geworden mit nr. 2 und nun bin ich auch grad wieder am einsteigen.

teilzeit wäre toll, aber das gibt es hier arg selten. bzw. 35 stunden zählen hier schon als teilzeit (plus fahrweg und pausen, ist es für mich wie vollzeit). aber ich hab noch zeit, eh es finanziell richtig eng wird.

fazit: nein, die dinge sind manchmal schwerer als außenstehende das beurteilen. denn meistens sind die es ja nicht anders gewöhnt. ist man aber länger draußen gewesen, ist es subjektiv allein schon echt schwer, dann noch das gefühl, sein kind zu vernachlässigen, den haushalt nicht mehr zu schaffen, einkaufen, termine, kind krank...

leider kann ich dir nur raten, denk an dich und deine familie und blende andere negative meinungen aus!

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Hi,
ich arbeite ja Vollzeit. Nur werden halt nur 30 Stunden bezahlt ;-).

Ne, im Ernst, Teilzeit mit Kindern ist mehr Belastung als Vollzeit ohne Kinder. Zumindest, wenn der Partner beruflich so eingespannt ist dass er tagsüber nicht wirklich viel abnehmen kann. Ist meine Erfahrung, nachdem ich früher Vollzeit (mit reichlich Überstunden und Fahrzeiten) hatte und jetzt Teilzeit (mit moderaten Überstunden, die ich auch abfeiern kann und kurzen Fahrzeiten) arbeite - aber halt mit 2 Kindern.

Was ich gerne abgegeben habe war das Putzen. Das war der Bonus dafür, dass ich 10 Stunden mehr mache als ich eigentlich wollte. Und das spart mir eine Menge - und vor allem Arbeiten, auf die ich ja so etwas von überhaupt keine Lust habe.

Mit den Kindern turnen gehen, Kochen...das mache ich wenigstens gerne. Aber putzen war ein reines MUSS.

Natürlich frage ich mich oft genug, ob ich alles richtig mache. Aber das habe ich mich auch gefragt, als ich in Elternzeit zu hause gesessen habe und mir irgendwann die Decke auf den Kopf gefallen ist und ich mir nichts sehnsüchtiger gewünscht habe, als mich mit erwachsenen Menschen über andere Dinge als Brei, Zahnen und Windelmarken zu unterhalten...

Ist doch ok, wenn man das, was man macht hinterfragt.

Letztendlich komme ich aber zu dem Schluss, dass es bei allem Stress so richtig ist. Und wenn ich irgendwann nicht mehr zu dem Schluss komme - dann habe ich einen Arbeitgeber, wo man durchaus die Stundenzahl auch reduzieren könnte.

Und ich muss es ja auch nicht alleine schaffen. Mein Mann bleibt trotz verantwortungsvoller Tätigkeit auch mal mit einem kranken Kind zu hause. Wir haben auch schon mal (beide mit Gleitzeitmodellen) ARbeitstage aufgeteilt - ich morgens ein paar Stunden, er nachmittags ein paar Stunden. Das schafft eine gewisse Entspannung. Allein die Möglichkeit zu haben lässt einen nicht mehr erschauern, wenn es um "12 Wochen Schulferien, aber nur in 4 Wochen Betreuungsmöglichkeit" geht. Oder darum, dass Kinder nun mal krank werden, unser Plan B (eine sehr liebe Rentnerin als ERsatzoma) gesundheitsbedingt komplett weggefallen ist und meine Eltern 450km entfernt wohnen...

Meine Kinder werden gut betreut und fühlen sich vor allem auch wohl dabei. Ich versuche es so hinzubekommen, dass sie auf so wenig wie möglich verzichten müssen. Klappt nicht immer, aber wenn in der Hauptsaison Kompromisse hermüssen (und lange Aufenthalte in KiGa und Hort, weil lange ARbeitszeiten) kann ich an anderer Stelle mit frühem Feierabend und spontanen Ausflügen ausgleichen...

Aber ganz ehrlich, gestern abend beim Elternabend (mein Mann hat in der Zeit vom Homeoffice aus gearbeitet, konnte nicht hingehen) bin ich fast eingeschlafen :-). Natürlich ist es anstrengend. Wer das bestreitet hat entweder die Oma nebenan wohnen, die permanent die Kinder aus dem Kindergarten abholt und abends um 7 mit geputzten Zähnen bettfertig abliefert. Oder macht sonst irgend etwas anders.

Aber "anstrengend" ist ja nichts negatives - so lange es nicht über-anstrengend wird. Und Tage, wo ich ernsthaft dachte "das wird zu viel" sind doch eher die Ausnahme - und vor allem hat es sich nicht bestätigt, war eher so die Panik, wenn mal wieder zusätzlich noch 3 arzttermine in einer Woche anstanden. Und es dann eben doch irgendwie ging (Gleitzeit sei Dank!). Mit festen ARbeitszeiten würde ich vermutlich anders denken und mehr routieren.

vor gut einem Jahr, als ich mich für den Job entschieden habe (nachdem ich fast ein Jahr etwas mit weniger Stunden gesucht und nicht gefunden habe) habe ich nicht gedacht, dass es auf Dauer klappt. Und ich hatte im Hinterkopf, nach der Probezeit einen Antrag auf Stundenreduzierung zu stellen...habe ich bis heute nicht gemacht. Und die Kinder werden auch immer seltener krank #huepf.

Viele Grüße
Miau2

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huhu,

mein mann und ich arbeiten beide vollzeit. für unsere familie ist es genau richtig. klar ist man nach arbeit geschafft. aber da wir uns die aufgaben teilen sind wir innerhalb von ner halben stunde mit dem haushalt (saugen, abwaschen, aufräumen, abtrocknen, wäsche machen etc.) fertig (haben kein haus oder garten) und können dann ganz ungestört mit den kindern spielen. am WE ist dann wischtag. also ganz ehrlich, wir kommen damit gut zurecht. sind zwars manchmal erschöpft aber das vergeht schnell (können ja auf der heimfahrt abschalten).

sicher haben wir oft ein schlechtes gewissen weil wir sie so lange im kiga lassen. aber ihnen gefällt es dort sehr und sie schimpfen sogar nachmittags, wieso wir sie denn schon so zeitig abholen:-p

aber jeder muss das für sich selber entscheiden.. ich kenne viele mütter die gehen nur 30 stunden.

hoffe das war mal ehrlich;-)

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Hi!

Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber 400 Euro ist tatsächlich wenig ;-) aber das wichtigste ist: was ist für DICH ok - und nicht für die anderen!

Außerdem: es ist ja auch recht wichtig wie viele stunden das bei dir wären.

Und bitte Überleg dir ob etwas sozialversicherungspflichtiges nicht besser wäre. Schon allein für die Pension, und bei den heutigen Scheidungsraten sollte sich frau auch selbst ein bisschen absichern.

Alles gute auf alle fälle!

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ich mach ne Ausbildung.. ich hab das Gefühl meine letzte Chance (ich bin schon bei ner Reha ausbildung angekommen.. wieviele möglichkeiten hab ich da wohl noch?) dazu alleinerziehend ohne Familie..

Ja ich hab oft ein mega schlechtes Gewissen meinem puks gegenüber.. ja der Druck ist enorm. Wenn er mal krank wird, ist es immer ne gradwanderung.. kiTa schicken oder nicht schicken? wir haben momentan 4x die woch evon 8 -17 Uhr... es ist einfach nur beschissen hart... Aber machbar.. muss ja auch..

Ich denke mir, es geht nicht darum ob andere dich komisch anschauen wenn du nur 400 euro jobbst.. das ist nicht wichtig. wichtig ist mit was du dich wohl fühlst und womit ihr als Familie zurecht kommt. und wenn du es erstmal auf irgendeine weise probierst.. daran lässt sich dann bestimmt noch was ändern. Arbeitsverträge sind nicht in stein gemeißelt wie die zehn Gebote.

Also probiert es aus und schaut wie es läuft.

Es braucht alles zeit bis die routine da ist.. aber wenn es erst mal läuft dann läuft es :D

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Du bist zu jung Mutter geworden.

Sonst wär Dir diese Fragestellung gar nicht eingefallen.

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Ey, ich war 21 und mir kam so´ne Fragestellung nie in den Sinn.

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WATTT?

Ich war 22 und mir wäre sowas auch NIE eingefallen!!!

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