Thema Testament / Erbe: 1 Kind bekommt das Haus, die anderen Geld. Aber was ist wenn...

Hallo,

bei uns kam gestern mal folgende Frage auf. Meine Oma und mein Opa sind um die 80 Jahre alt und haben 5 Kinder. Sie wohnen in einem Haus auf dem Land und damit es später unter den Kindern keinen Streit gibt wegen dem Erbe, da sich die Kinder jetzt schon alle nicht wirklich einig sind, haben sie GEMEINSAM ein Testament verfasst. Alle Kinder waren bei der Erstellung des Testaments beim Notar anwesend und haben mit unterschrieben. Das Testament besagt, dass 1 der Kinder das Wohnhaus kriegt bzw. wurde es mittlerweile bereits auf diesen überschrieben und Oma und Opa haben lebenslanges Wohnrecht im Haus. Diese Person, der das Haus mittlerweile gehört, wird aller Voraussicht nach nach dem Ableben seiner Eltern das Haus NICHT beziehen, da er seine eigene Familie (Kinder und Enkel) in einer ganz anderen Ecke Deutschlands hat und dort auch eigenen Wohnraum besitzt.

Die anderen 4 Kinder von meiner Oma und meinem Opa sollen Geld erben, wovon aber gar nichts vorhanden ist, weil sie selbst alles ausgeben was sie haben. Sie bekommen auch keine großartige Rente.

Wie gesagt, es haben ALLE Kinder vorm Notar unterschrieben, dass es so aufgeteilt wird. Was würde denn jetzt passieren, wenn eins der Kinder das Erbe hinterher anfechtet, weil kein Vermögen zur Aufteilung unter den 4 Kindern vorhanden ist? Oder wenn derjenige, dem das Haus gehört, das Haus nicht bezieht und stattdessen verkauft? Gehört ihm allein dann der Erlös vom Hausverkauf oder muss er das dann teilen?

Vielleicht kennt sich hier jemand aus und kann mir das kurz erklären. Einerseits denke ich, es ist ja alles geregelt durch das Testament und dann dürfte es ja keine Anfechtung geben. Es ist schließlich unterschrieben von allen Kindern. Aber wenn der Hausbesitzer entgegen der damaligen Planungen das Haus nicht selbst bewohnt, sondern verkauft, weiß ich nicht, ob das dann von den Abreden abweicht und sich dadurch die Verteilung vom Erbe ändern kann #kratz

LG

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Das hängt davon ab, ob das jetzt eine Schenkung war mit dem Haus und wie lange die dann her ist.

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Ob es eine Schenkung war, weiß ich leider nicht. Das ist auch bestimmt schon 10 Jahre her mit dem Testament und noch leben Oma und Opa ja noch.

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Red doch einfach mit Oma und Opa wenn du mehr vom Kuchen willst.

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Hallo,
Das Haus gehört doch dem einen Kind jetzt schon wenn der Notartermin über 10 Jahre her ist. Er kann im Grunde jetzt schon fast damit machen was er will - Einschränkungen standen sicher im Vertrag des Notars. Zur Erbmasse gehört weder das Haus noch eben "nicht vorhandenes" Geld. Also werden alle Kinder gleichviel von NICHTS erben.

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Hallo,

ich blick da im Moment nicht durch. Es ist nix mehr da, also kann auch nix mehr vererbt werden. Das Haus, das ja wohl auch zur Erbmasse gehören sollte, is ja inzwischen schon verschenkt worden, kann also nich mehr vererbt werden. Wenn also nix mehr da is, gibt's auch nix mehr zum verteilen.

Oder hab ich da was nich verstanden .... #gruebel

LG

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Ich wusste nicht, wie sich das mit dem Haus verhält, wenn die anderen Kinder praktisch "nichts" bekommen. Aber da ja schon gesagt wurde, dass die Sache mit dem Haus schon abgehakt ist, wenn die Schenkung vor länger als 10 Jahren vollzogen wurde, dann bleibt für die anderen jetzt auch einfach "nichts".

Hätte ja sein können, dass das Haus dann doch wieder in die Erbmasse reinfällt, wenn es nicht wie geplant "eigengenutzt", sondern evtl. verkauft wird. Ich kenne mich mit den Regelungen nicht aus.

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Hallo,

#Wie gesagt, es haben ALLE Kinder vorm Notar unterschrieben#

Ein Testament wird nur von den Erblassern unterschrieben, in dem Fall auch vom Notar.
Es ist also KEIN Testament, sondern ein Erbvertrag.
Und da kann ohne Weiteres drinstehen, dass 1 alles bekommt, und die anderen 4 verzichten.

#wenn eins der Kinder das Erbe hinterher anfechtet, #
Seine eigene Unterschrift anfechten ?

Übrigens hat JEDER eine Kopie vom Notar erhalten, da kann man alles nachlesen.

freundliche Grüsse Werner