Tod eines Familienangehörigen und krank geschrieben

Hi,

In meiner Abteilung ist von jemandem die Oma gestorben und ist nun krank geschrieben.

Aus meiner Sicht kein Problem, aber manche meinen, das sollte nicht mehr sein.
sie müssen jetzt für die Person mit arbeiten.

Wie seht ihr das?

Sind die alle so gefuehlskalt oder ......

lg

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Ich finde, das geht Euch ALLE nichts an.

LG,

W

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Also sich deswegen krank schreiben zu lassen halte ich für übertrieben. Klar, für die Vorbereitung der Trauerfeier/Beisetzung sollte man frei bekommen oder sich Urlaub nehmen.

Ansonsten denke ich, dass ein Erwachsener mensch so gut mit seiner Trauer umgehen können sollte, dass er trotzdem arbeiten kann. Sollte er/sie das nicht können, sollte man grundsätzlich über die Stellung des Mitarbeiters nachdenken!

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Völliger Unsinn. Jemand ist krankgeschrienen. Warum, geht die Kollegen nichts an.

Gruß

Manavgat

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Offenbar wissen die Kollegen es aber. Man kann sich, wenn man den richtigen Arzt hat, auch wegen "Kein Bock auf Arbeit" krank schreiben lassen. Eine gewisse Transparenz sollte schon herrschen.

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Da mir meine Oma wie eine Mutter ist, und ich mir vorstellen könnte, daß mich ihr Tod sehr mitnehmen würde, könnte es durchaus sein, daß ich auch kurzzeitig nicht zur Arbeit kommen könnte. Wenn man also selber nicht drin steckt, sollte man den Ball flach halten!

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Nun ja ich bin ja der Meinung das es niemanden was angeht warum jemand krankgeschrieben ist. Ein Todesfall kann auch ein Auslöser für einen Zusammenbruch sein. Es könnte aber auch sein das es ein Zufall ist und betreffende Person zusätzlich einfach krank geworden ist.

Bei solchen Kollegen würde ich ehrlich gesagt nicht wirklich arbeiten wollen. Diese Hetzerei ist mir zuwieder.

LG
Corinna

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Wenn ich als Angehöriger die Beerdigung organisieren muss ,dann kann man denke ich, schon erwarten dass man dafür frei bekommt.
Als Kollegin würde ich mich darüber nicht ärgern.

Ansonsten ist es ja wohl egal weshalb sich ein/e Kollege/in beurlauben lässt genauso wenn ein Krankenschein eingereicht wird.
Geht mich erstens nichts an und zweitens steht es mir fern darüber zu Urteilen welche Definition "Krank" für andere bedeutet.

Viel schlimmer finde ich die Gedanken der Kollegen die sich hier wohl als Leidtragende darstellen. Sind die Menschen heute wirklich so ,dass man sich über einen Tag mehr Arbeit echauffiert weil jemand verstarb?
Es ist wirklich traurig das die Mehrheit sich nur noch für den eigenen Radius interessiert und beschränkt. Von der Nasenspitze bis zum Monitor ,mehr mach ich nicht , muss ich nicht, brauch ich nicht. Kein Wunder das die Menschlichkeit abnimmt und die Welt immer gefühlloser wird, wenn sich jeder nur noch in der eigenen, Selbstgerechten dreht.

LG

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Die Mehrheit hier hat gesagt, dass sie die Situation nachvollziehen können oder sich respektvoll von den Krankheitsgründen der Mitarbeiter distanzieren.

Es ist traurig, dass du unbedingt die Menschheit als gefühllos und selbstgerecht abstempeln musst, während sich in diesem Thread genau das Gegenteil zeigt!

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In die Zukunft kann ich leider noch nicht sehen , ebenso wenig hab ich zwei PC´s neben mir stehen ,um parallel nachsehen zu können was die Mehrheit so schreibt ,während ich meinen Text verfasse.#augen
Davon abgesehen ist es natürlich schön wenn die Mehrheit hier in Urbia das nicht so gefühllos beurteilt ,aber bei Gott, Urbia ist nicht ALLE .

Und trotz der positiven Meinungen hier bin ich dennoch der Ansicht das die Gesellschaft immer mehr abstumpft.

Dazu muss man nur die Nachrichten sehen
#zitter

LG

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Hallo,

als meine Oma starb, hätte ich auch nicht arbeiten können.

Was ist schon ein Verlust eines lieben Menschen gegen etwas mehr Arbeit? Armselig, Deine Kollegen.

LG
Karin

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Hi,

wenn demjenigen die Oma sehe nahe gestanden hat - dann kann es durchaus zu einer Arbeitsunfähigkeit kommen.

Ich war nach dem Unfalltod meines "Fast-Stiefvaters" (er war 15 Jahre mit meiner Mutter zusammen und gehörte voll zu unserer Familie) auch zwei Wochen krank geschrieben. Ich bin an dem Tag, als ich es erfahren habe noch arbeiten gefahren. Dachte einfach, das geht schon. Es ging nicht. Niemals hätte ich erwartet, dass mich sein Tod so aus der Bahn wirft. Gleiches passierte mir nach dem ersten Besuch am Grab. Seit dem war ich nicht mehr da :-( und das ist jetzt 13 Jahre her.

Nur, wer sowas nicht erlebt hat, der kann das oft nicht nachvollziehen.

Gruß
Kim

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Hallo,

Solche verständnislosen Menschen sind furchtbar.

Als meine Oma gestorben ist war meine Mutter eine ganze Woche lang krank geschrieben, ihr ging es psychisch miserabel.
Sie hat sie in den Tod begleitet und hatte ewig lange mit den Bildern in ihrem Kopf zu kämpfen, sie hat tagelang nicht mehr geschlafen, wie sollte sie denn da arbeiten?
Jeder hatte dort Verständnis für sie.
Ihre Vorgesetzte war einen ganzen Monat nicht arbeiten als ihre Mutter verstarb, da diese im Ausland lebte und sie ihre Familie brauchte, auch das war machbar.

Zum Zeitpunkt des Todes meiner Oma war ich mit meinem ersten Sohn in Elternzeit, aber hätte ich dort schon wieder gearbeitet wäre ich auch ein paar Tage nicht dort gewesen.
Sie stand mir sehr nahe und auch ich war psychisch sehr am Ende, danach folgte eine länger andauernde depressive Phase, sie stand mir eben sehr sehr nahe.

Auch psychische Erkrankungen, sind Erkrankungen und soll lieber jemand voller Trauer unkonzentriert schlechte Arbeit abliefern, anstatt ein paar Tage zur Ruhe zu kommen und dann wieder gute Arbeit abliefern?

LG

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Ich hätte nach dem Tod meines Opas auch nicht sofort weiter arbeiten können, war aber zu der Zeit gerade Arbeitslos.

Ich hatte unschöne Bilder im Kopf, Gespräche mit der Kriminalpolizei ob es auch wirklich selbstmord war (mit 93 Jahren kommt das auch noch vor), dann hatten wir vom Wohnstift her nur 2 Wochen um seine Wohnung auszuräumen mit den 6000 Büchern drin, und mein Vater der da selber schon alt war hat das auch nicht gut vertragen. Als kleiner Nebenschauplatz gab es noch ein paar Diskussionen übers Erbe und eine Tante die sauer war weil es keine große Beerdigung gab auf ausdrücklichen Wunsch meines Opas.

Ganz ehrlich, wenn man an so vielen Fronten gleichzeitig kämpfen muss, dann KANN man eben eine Weile wirklich nicht arbeiten, da ist man auch ohne Arbeit schon nahe am Zusammenbruch.