450 Euro Job und schwanger! Wie läuft das alles?

Hallo Ihr Lieben,

ich habe momentan sehr viele Fragen und durch Google bekomme ich nicht immer die Antworten auf meine aktuelle Situation zu lesen.
Es geht darum das ich seit 2 Jahren eine geringfügige Beschäftigung ausübe und verständlicherweise nach Stunden bezahlt werde (8€ die Stunde). Ich musste mich daraufhin freiwillig familienversichern (156,00€ im Monat). Nun meine Fragen:

1. Besteht auch bei 450,00 Euro Job ein Kündigungsschutz für Schwangere?
2. Ich habe eine sehr schwere körperliche Tätigkeit und werde über 9 Stunden nicht sitzen können, muss mir der AG dann eine alternative Tätigkeit anbieten? Und wenn das nicht möglich ist, was passiert dann? Darf er mich dann kündigen?
3. Wie sieht das aus wenn mir die FÄ Beschäftigungsverbot verhängt? Bekomme ich dann überhaupt noch Geld vom AG?
4. Wie ist das mit Mutterschaftsgeld geregelt? Bekomme ich als freiwillig Versicherte überhaupt sowas?
5. Ab wann wird das Elterngeld gezahlt? Erst nach dem Mutterschutz,also 8 Wochen nach der Geburt oder direkt nach der Geburt?

Ich weiß das sind sehr viele Fragen, aber ich hoffe der eine oder andere der schon mal in der gleichen Situation war, kann mir vielleicht helfen!

Ganz liebe Grüße
sadkati

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Wie bist du nun versichert? Familienversichert, das wäre beitragsfrei und du würdest kein Krankengeld und nichts bekommen oder selber freiwillig versichert mit Anspruch auf Krankengeld usw.

Davon hängt das ab, wie das mit dem Mutterschaftsgeld später ist.

1. Ja, natürlich.
2. 2. Er muss dir etwas nach dem MuSchG anbieten oder ein BV aussprechen und dich so wie vor der Schwangerschaft weiter bezahlen.
3. Den Durchschnitt der drei Monate vor dem Eintreten der Schwangerschaft bekommst du beim BV, egal ob das FA oder AG ausstellt.
4. Wie gesagt, das hängt davon ab, wie du nun wirklich versichert bist.
5. DAs hängt auch davon ab, wie du versichert bist!

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Hallo,

auch ein 450 Euro Job ist ein Arbeitsverhältnis, dass dem gängigem Arbeitsrecht unterliegt. Kündigungsschutz hast Du, wenn das Arbeitsverhältnis nicht befristet ist, sonst läuft es trotzdem zum Ende der Vertragszeit aus.

Eine freiwillige Versicherung in der Krankenkasse bringt die gleichen Recht mit wie bei einer anderen Versicherung. Die Krankenkasse muss auch hier für Dich zahlen im Mutterschutz.

Elterngeld wird ab der Geburt bezahlt soweit ich weiß, genau wie das Kindergeld.

Wenn Du ein Beschäftigungsverbot hast, dann muss die Krankenkasse 80 % des Gehaltes zahlen (nach 6 Wochen oder so) ist ja quasi eine Krankschrift.

LG

Carola

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Entschuldige, aber hier ist eben doch einiges an Unwissenheit mit drin:

"Elterngeld wird ab der Geburt bezahlt soweit ich weiß, genau wie das Kindergeld."
Nein, Elterngeld wird in der Regel erst nach dem Mutterschaftsgeld gezahlt, wenn es nicht höher ist als dieses. Daher hängt das von der Versicherung ab.

"Wenn Du ein Beschäftigungsverbot hast, dann muss die Krankenkasse 80 % des Gehaltes zahlen (nach 6 Wochen oder so) ist ja quasi eine Krankschrift."

Nein, das ist eben klar zu unterschieden, bei einer AU bekommt man nach 6 Wochen nur noch 80% von der KK, bei einem BV bekommst du bis zum Mutterschutz normal vom AG deinen komplettes Gehalt inklusive aller Zuschläge weiter und er kann es sich komplett von der KK wiederholen.
Ist also eindeutig ein großer Unterschied!

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Ich habe das ja auch eingeschränkt, weil ich es eben nicht so genau weiß. Sorry. Deshalb habe ich geschrieben, so weit ich weiß...

Ein bißchen schlau machen, muss sich die Schreiberin selbst. Auf Urbia sollte man sich da sowieso nicht verlassen.

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