Arbeitskollegen und Homeoffice

HI,

wir sind bei uns am Standort bis dato nur ein ca. 7-Mann-Büro.

Im Büro zwischen 2-3 Personen.

Wir hatten jetzt für eine paar Wochen eine Ausnahmeregelung: die eine baut ihr Haus um (ist jetzt fertig gestellt) und der andere mußte dann nicht alleine im Büro sitzen. Damit waren alle einverstanden.

Die anderen Kollegen im Vertrieb sind nur unregelmäßig im Büro.

Das ging ein 2-3 Monate gut.
Jetzt haben wir noch einen Kollegen dazu bekommen und in ein paar Wochen kommt ein weiterer. Auf Grund dessen ist Homeoffice gestrichen, da die Zusammenarbeit und Einarbeitung gefördert werden soll und das ganze Team an einem Strick ziehen muss.
Homeoffice war eine Ausnahme, wurde auch so deklariert!

Wir haben jetzt über 2 Monate gesehen, das die Kommunikation - wenn alle im Homeoffice sitzen - einfach nicht klappt.
Die Kollegen sind komischerweise so gut wie nie erreichbar und es kann nicht nachvollzogen werden , WAS sie gemacht haben. Die neue Kollegin ist auch unglücklich, weil kein Ansprechpartner da ist. Es ist natürlich leichter und schneller ins Nachbarbüro zu gehen, als immer alles über Telefon und email zu regeln. Und vor allem fehlt der Fachaustausch über Themeninhalte.

Jetzt drohen beide mit Kündigung, wenn sie nicht weiter zu Hause arbeiten dürfen, weil es zu viele Fahrtkosten sind, der Weg zu lang ist.......sorry, das haben sie vorher auch jahrelang mitgemacht.

Sorry, das ist ein Sinnlosposting....
Mich nervt das total, das man ein paar Kollegen was gutes tut und dann trotz allem die Arschkarte bekommt.
Die wollen jetzt solch eine hohe Lohnerhöhung wo ich mir sicher bin, das der Chef das niemals zahlen wird.

Und in Zukunft wird es dadurch auch niemals mehr eine Ausnahme für Homeoffice geben:-[

grrr
Lisa

3

Homeoffice ist ein absoluter Witz.

Das erste was gemacht wird, wenn ein großer Betrieb saniert wird ist, dass das Homeoffice abgeschafft wird.

Das sind Freibriefe für zusätzliche freie Tage...und fertig.

Bestes Beispiel: wenn unser Kiga zu hat oder einen Brückentag macht, frage ich die anderen Mamas, wie sie das mit den Kids machen.

Ach, du, da macht mein Mann Homeoffice...

Ich persönlich könnte nur dann homeoffice machen, wenn es ruhig wäre und ich ungestört arbeiten könnte. Wenn aber zwei Kinder zu Hause sind, die betreut werden müssen, weil der Kiga zu hat, dann könnte ich gar nichts erledigen. Deshalb ist Homeoffice für mich ne Alibi-Veranstaltung. Und das erste, das ich abschaffen würde, wäre eben solches...

Oder wenn es um ein verlängertes WE geht...Ach, da macht er Homeoffice, dann können wir schon zu meinen Eltern fahren...

Aha, und wie bitte soll das gehen?

Sieht man ja bei euren nicht erreichbaren Kollegen, dass das eben NICHT geht.

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Wenn ich die 5-6-7 mal im Jahr Homeoffice mache, mache ich auch Homeoffice. Ich BMG erreichbar, ins Netzwerk der Arbeit eingeloggt, die Kollegen sehen mich online, ich bearbeite Mails. Buche in SAP, lege Bestellungen an, pflege Stammdaten.

In meinem, sowie vielen anderen mir bekannten Fällen, nix Alibi.

Homeoffice mache ich in meinem Fall, wenn ich a) Ruhe benötige (die ich auf Arbeit durch 150 zu betreuende Mitarbeiter nicht habe) oder aber die Schule geschlossen ist. Mein Kind ist auch dann super mit dem Homeoffice zu vereinbaren.

Was also soll deine pauschale Unterstellung?

Nur weil du entweder keine Vorstellungskraft oder aber saufaule Bekannte hast?

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Hallo,

ich habe einen besonderen Vertrag. Ich arbeite 30 Stunden im Betrieb und 10 darf ich per Homeoffice machen. Da bin ich sehr dankbar.

Manche Dinge lassen sich daheim einfach besser erledigen.

Auch der Arbeitgeber profitiert davon. Wenn eines der Kinder krank ist, muss er nicht auf mich verzichten. Auch wenn ich zb nur wegen Durchfall nicht kommen kann, ist arbeiten dennoch möglich.

Wenn ich daheim länger arbeite, ist es unentgeltlich. In der Regel habe ich ca. 5 Stunden unbezahlte Arbeit. Wenn ich meine Arbeit nicht erledigen würde, würde es auffallen.

Ich reagiere auf Mails, bearbeite die Personalzeiten, mache Urlaubsplanung, bereite Präsentationen vor, bin im SAP on, auf dem Server on usw.

Alles in allem bin ich mit manchen Dingen daheim schneller durch und habe im Betrieb die nötige Zeit mich auf wesentliche Dinge zu konzentrieren.

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Ich verstehe jetzt gerade nicht, was der Unterschied zwischen Homeoffice und Büro ist. Mein Ex arbeitet seit Jahren im Homeoffice. Eigentlich hat das mehr Nachteile für den AN als Vorteile. Eine 100%ige Erreichbarkeit während der Kernarbeitszeiten und natürlich Anwesenheitspflicht bei den Teambesprechungen (über Telefon) sind absolute Voraussetzungen. Klar kann er dabei seine Kinder in Kindergarten und Schule bringen...aber manche der Sitzungen sind eben auch nachts... (naja, eigentlich zu jedem Tag um jede Uhrzeit ist möglich). Solche Teambesprechungen hat er so um die 3-4 Stück am Tag, manche davon leitet er selbst und muss entsprechende Präsentationen vorbereiten. Oh...und die 500 Mails pro Tag müssen natürlich sofort gelesen und beantwortet werden.
Auch anlernen kann man übrigens per Telefon.

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"Ich verstehe jetzt gerade nicht, was der Unterschied zwischen Homeoffice und Büro ist."

wirklich?#kratz na dann denk mal nach, nicht jeder handhabt das so wie die firma deines ex...

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Klingt irgendwie nicht nach Homeoffice, sondern nach "Arbeitsvermeidung". ist denn irgendwie nachvollziehbar, was sie wirklich geleistet haben und ob das dem "normalen" Pensum entspricht?

4

Man könnte das alles überprüfen und es wurde auch Teilüberprüft.

Eigentlich hätten beide eine Abmahnung verdient, was auch wohl mündlich angesprochen worden ist. Da kommt man ihnen ja schon entgegen, keine zu schreiben#gruebel

Bei diesem Wetter kann ich es ja verstehen, wenn keiner ins Büro will#schwitz

Lisa

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Ja, aber dann eben nur, wenn auch wirklich Leistung erbracht wird.

Ich sitze auch manchmal alleine im Büro und muss mich dann schon zusammen reißen, damit ich trptzdem diszipliniert arbeite. Gerade wenn auch sicher den ganzen Tag keiner rein kommen kann und mich "erwischen" würde wenn ich nichts mache.

Aber man darf dieses Vertrauen des Arbeitgebers doch nicht ausnutzen!

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Hattest Du nicht vor Kurzem mal geschrieben, dass Dein Mann Dein Chef sei?

Warum greift der nicht durch?

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ja ist er.

Er greift schon durch (mündliche Abmahnung, Homeoffice streichen, mehrmalige Gespräche wie man das ein oder andere organisieren muss, wenn man Homeoffice arbeitet......) und trotzdem ärgert mich das Verhalten der "Kollegen". Ich versuche das halt auch ein bißchen zu trennen, denn sie sind meine Kollegen und mein Mann ist mein und deren Chef.#schwitz

Mich ärgert es im Moment extrem, das sie jammern, was vorher jahrelang normal war. Arbeiten im Büro - fertig/aus.
Offen kann ich nichts sagen, daher mein Jammerposting, denn in dem Moment werde ich nicht als Kollegin gesehen, sondern als das "Sprachrohr vom Chef"#schwitz #augen

lisa

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Ja - schwierige Situation.

Ich hätte mir einen anderen Job gesucht - ist aber leichter gesagt als getan, wie immer.....;-)

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Hallo

Erstmal muss ich sagen, dass es von den Kollegen eine Sauerei ist. Das ganze Benehmen meine ich. Leider wird es nun nachfolgenden Mitarbeitern (ich gehe stark davon aus, dass die Betreffenden entweder zeitnah selber kündigen oder eben gekündigt werden.) schwer gemacht.

Ansonsten finde ich, war es ein toller Ansatz dass ein Chef auch mal Flexibilität gezeigt hat.

Wäre es noch von allen Seiten möglich festzulegen, dass im Büro eine gewisse Präsenzpflicht herrscht, ein Teil der Leistung aber auch von zu Hause erbracht werden darf? Allerdings unter 100% Erreichbarkeit und Transparenz über die geleistete Arbeit.

Sind es denn wenigstens fachliche Überflieger, dass sie solche Forderungen stellen können? Ansonsten würde ich einfach neue Mitarbeiter suchen und jene welche dann ersetzen - dann können sie dauerhaft Homeoffice machen wenn sie Bewerbungen schreiben.

Für Dich kann ich nur sagen, lass Dich nicht als Sprachrohr missbrauchen, weder von der einen noch von der anderen Seite.

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Hi,

die Kollegen machen sich lächerlich!

Ich habe jahrelang teilweise im Homeoffice gearbeitet, da mein Betrieb seinen Firmensitz ca. 60 km weiter verlegt hat, infolge dessen musste ich einfache Strecke 100 km pendeln. Weder der Arbeitgeber noch ich hatten etwas davon, wenn ich mein Leben auf der Autobahn verbringe.

Im Homeoffice habe ich Dinge erledigt, die Konzentration (Präsentationen, Statistiken, Analysen, Konzepte etc.) oder die stupide Mengenarbeit erforderte (Daten eingeben, übertragen, korrigieren...). Ich habe auch von zuhause an Telefonkonferenzen teilgenommen, die aufgrund der Zeitverschiebungen zu unmöglichen Zeiten stattfinden (ich gehe nicht nachts um 03:00 Uhr ins Büro :-)).

Meine Arbeitsleistung war immer hervorragend, trotzdem hat Homeoffice tatsächlich das Manko, dass vielen Menschen die Fantasie fehlt, dass die Personen trotzdem anwesend sind und man sie jederzeit telefonisch fragen kann. Man MUSS nicht ständig in das Büro des anderen wackeln (was ich übrigens ohnehin lästig finde, ich muss mich bei der Arbeit häufig sehr vertiefen und hasse es, wegen banaler Fragen oder Plausch-Wünsche unterbrochen zu werden). Manchmal leidet die Kommunikation darunter. Irgendwann habe ich daher angefangen, die Leute proaktiv 1x am Tag anzurufen. Das klappte dann ganz gut. An 3 Tagen die Woche war ich jedoch auch am Standort.

Sind meine Kinder krank oder Kita/ Schule geschlossen, kann ich höchsten einen halben Tag arbeiten und so gebe ich es dann auch an. Gott sei Dank kann ich sie zumeist bei meinen Eltern unterbringen.

Was deine Kollegen dort veranstaltet haben ist sehr bedauerlich, jedoch auch reichlich dumm. Zum Homeoffice gehört viel Disziplin, die sie offensichtlich nicht haben. Ich würde faktisch jede Gehaltserhöhung ablehnen (deren Forderung selten dämlich ist) und darauf warten, dass sie kündigen (was sie nicht tun werden).

Man lernt eigentlich schon in der Ausbildung, dass man mit Kündigung nur drohen sollte, wenn man auch bereit ist, sie auszusprechen. Als Arbeitgeber lässt man sich nicht erpressen.

LG

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Ich sehe es auch so, das nicht jeder Homeoffice tauglich ist.

Ich habe selber den einzigen Homeoffice Platz unserer dt. Firma, da ich eigentlich nur "nebenher" arbeiten wollte. Nach und nach (durch gute Arbeit) wurden die Stunden erhöht.
Sicherlich kann man nebenher schnell eine Waschmaschine einwerfen.....nur bin ich noch der Fall, das ich "immer" erreichbar bin und somit irgendwie mehr Stunden arbeite als ich muss. Der Laptop oder das iPad ist immer greifbar und das Telefon sowieso.

Aber ehrlich muss ich auch sagen,das mir der Austausch mit den Kollegen fehlt. Wenn ich was im System nicht weiß, muss man umständlich hin und her telefonieren, wer zuständig ist, was jetzt gemeint ist, etc. etc. und nicht eben schnell rüber gehen und den Knopfdruck zeigen lassen.

Ich bin 1x im Jahr eine Woche im Ausland in unserem Stammsitz....das ist echt toll, weil man super viel mitbekommt.

Lisa

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Ja, ich stimme dir zu.

Ich habe es lange genossen, sowohl HO als auch Präsenz zu arbeiten. Gerade im internationalen Kontext war es manchmal gut, Mimik und Gestik live sehen zu können (es gibt ja doch immer kulturelle Missverständnisse). Und auch Flurfunk ist wichtig, ebenso wie Netzwerken am Standort.

Aber pauschal HO als "nicht arbeiten" abzustempeln - dagegen wehre ich mich. Es hat eigentlich auch reichlich viele Nachteile. Deswegen habe ich selbst eben abgewechselt.

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"Jetzt drohen beide mit Kündigung, wenn sie nicht weiter zu Hause arbeiten dürfen, weil es zu viele Fahrtkosten sind, der Weg zu lang ist.......sorry, das haben sie vorher auch jahrelang mitgemacht."

und

"Die Kollegen sind komischerweise so gut wie nie erreichbar und es kann nicht nachvollzogen werden , WAS sie gemacht haben."

Was ich machen würde? Jegliche Gehaltserhöhung ablehnen und HOFFEN, dass sie kündigen. Was will man in einer Firma mit solchen Mitarbeitern???? Da finden sich bestimmt motiviertere Mitarbeiter. Aber ernsthaft glaube ich nicht daran, dass sie wirklich freiwillig kündigen. Sie kriegen momentan Lohn für NICHTS.

LG

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Ganz ehrlich??? Meine ehemalige Chefin hat uns allen die Möglichkeit eines Home-Office genommen als sie auch nie zu erreichen war und keiner wußte, was sie überhaupt macht, bzw. immer kurz vor dem Termin rauskam, dass sie zu etwas *nicht gekommen* war. Später kam dann raus, dass sie in der Zeit in der Fa. ihrer Eltern gearbeitet hat, die sie dann übernommen hat. Wir hätten sie am liebsten geteert und gefedert.

Als ich zwischen Ende Elternzeit des Großen und Beginn Mutterschutz der Kleinen für ca. 6 Wochen wieder bei uns gearbeitet habe durfte ich (wenn ich Arzttermine o.ä. hatte) auch von zuhause aus arbeiten (sonst wäre ich an dem Tag überhaupt nicht ins Büro gefahren, da ich auch eine einfache Wegstrecke von mind. 1 h habe und zu der Zeit einen 5 h Tag hatte). Mein Chef war damals begeistert wie viel ich in der Zeit schaffe, aber Dank der dummen Trutsche von damals wird es wohl eine Ausnahme bleiben. Superschade, denn früher bin ich meist zwischen 10 und 14 h im Büro gewesen, da waren die 2 h Fahrt recht egal, aber für 5 h Anwesenheit ist das natürlich schon dumm...

Vielleicht ändert sich da ja mal was...
Anstelle Deines Mannes würde ich hoffen, dass die zwei Querulanten kündigen und dann vernünftige Leute einstellen.