Gehalt Sekretärin Teilzeit

    • (1) 16.10.15 - 08:50

      Guten Morgen,

      Ich bräuchte mal Meinungen oder Erfahrungen.

      Ich habe mich auf eine Teilzeitstelle als Vertriebssekretärin beworben und weiß nun gar nicht, was ich auf die Frage nach der Gehaltsvorstellung antworten soll. Die Stelle wäre 20 Stunden und im Internet finde ich gar nichts dazu.

      Ich habe keine Erfahrungen aber ein abgeschlossenes Studium. Wohne in einer Großstadt in NRW.

      Liebe Grüße

      • Was hast Du denn studiert und vorher gemacht?

        Irgendetwas das Dich qualifiziert als Sekretärin zu arbeiten?

        Wenn nicht würde ich sagen 1.000€, da ungelernt.

        Gruß K.

        • Hab eine geisteswissenschaft studiert und mich einmal dadurch und eben durch nebentärigkeiten qualifiziert. Ich hatte an 800 netto im Monat gedacht. Also knapp 20000 im Jahr?!

          Ich bin einfach ahnungslos was diese Sache angeht.
          Ehrlicherweise soll ist das auch nicht das, was ich eigentlich machen wollte. Wäre eher ein Übergang da ich ja nun mal studiert habe.
          Wäre der Job nicht so "fachfremd" und mehr in die Richtung, welche meine studierten Fähigkeiten entspräche, wüsste ich schon, was ich bekommen möchte. Aber so... Schwierig

          • Unter den Voraussetzungen bleibe ich bei meiner Meinung: 1000€, natürlich brutto.
            Man gibt keine Nettogehaltsvorstellungen an.

            • Wow das weicht dann schon echt davon ab, was ich dachte.
              Ich gebe natürlich kein Nettogehalt an, hatte nur versucht das etwas umzurechnen.
              Okay dann warte ich mal ab, was die so sagen.
              Dachte zehn Euro die Stunde seien nicht so unrealistisch.

              • Bei 1000€ Monatsgehalt landest Du bei knapp 11€ die Stunde.

                Wo ist da jetzt die Abweichung?

                Ich würde durchaus auch unterscheiden, ob Du als Vertriebsassistentin einem von x Vertrieblern zuarbeitest, einem Pool von Vertrieblern zuarbeitest oder dem Vertriebsleiter zuarbeitest.

                Dazu kommt noch die Firmengröße. In einer kleinen Firma wirst du wohl weniger kriegen wie in einer großen Firma.

                Ich denke die Range liegt so zwischen 1.000€ und 2.000€; ich würde mal spontan mit 1.300€ ins Rennen gehen für Teilzeit. Das wären 2.600€ Vollzeit; das denke ich ist angemessen.

                LG

                • Für eine ungelernte Kraft?

                  Kann ich mir nicht vorstellen, aber man soll ja nie nie sagen ;-)

                  • Ich meins nicht böse, aber ich wüsste nicht, dass Sekretärin ein erlernbarer Beruf ist. Ich habe selbst mal 2 Jahre auf so einer Stelle gesessen und wenn man nicht gerade im Vorstandssekretariat sitzt, kriegt man das auf einer Pobacke abgesessen wenn man bißchen was im Kopf hat... Und eine studierte Geisteswissenschaftlerin finde ich da durchaus plausibel in der Verhandlungsposition um etwas mehr zu verlangen wie jemand, der z.B. vorher Arzthelferin war und dann quer einsteigt...

                    • Selbstverständlich kann man das lernen, es gibt so gar einige Ausbildungsberufe dafür.

                      Bürokauffrau (ist noch der Geringste), Kauffrau für Bürokommunikation, Kauffrau für Büromanagement, etc. pp.

                      Ich stelle nicht in Abrede, dass es auch ohne eine adäquate Ausbildung möglich ist als Sekretärin zu arbeiten.

                      Allerdings nur wenn man einen anspruchslosen Chef hat und/oder bereits Erfahrung z.B. in einem Sachbearbeitungsjob und selbstverständlich mit den gängigen MS Office-Anwendungen ausreichend vertraut ist.
                      Dazu sollte man zumeist auch gut tippen können.

                      Ich weiß nicht wie viel Berufserfahrung die TE in ihrem studierten Geisteswissenschaftlichen Beruf hat.
                      Aber wenn sie frisch mit dem Studium fertig ist und noch nie im Büro gearbeitet hat, kann ich mir nicht vorstellen dass das was wird.

                      Die von Dir genannte Arzthelferin scheint mir da im Übrigen um einiges besser geeignet.

                      • "Die von Dir genannte Arzthelferin scheint mir da im Übrigen um einiges besser geeignet. "

                        Hast du ne Ahnung davon, was in so einem Studium verlangt wird? Allein das geforderte Textverständnis und die Fähigkeiten, selbst Texte zu verfassen sind auf einem hohen Niveau. Meine Freundin ist Soziologin und kann sich jederzeit überall schnell einarbeiten, wo nur "normale" Büroaufgaben anliegen. Während des Studiums hat sie im Verkauf gearbeitet und war schnell auf dem Niveau der ("gelernten") Filialleitung. So schwierig ist das nun auch nicht. In der Berufsschule werden auch viele Stunden mit dem Vermitteln von Wissen gefüllt (Mathe, Englisch ...), das jemand nach Abschluss eines Studiums bzw. nach dem Abitur sowieso beherrscht.

                        Ich sehe das auch bei mir im Büro. Wer ein anspruchsvolles Studium überstanden hat, der versteht die Wiedervorlage auch ganz ohne Einarbeitung und ist sicher auch in der Lage, gut zu formulieren. Wer nur eine "einfachere" Ausbildung hinter sich hat, ist da mitunter etwas langsamer beim Begreifen der Arbeitsabläufe und ganz oft auch unkreativ. Unsere Facharbeiter lieben fertige Checklisten, Absolventen eines Studiums machen die sich lieber selbst (kommen aber notfalls auch ohne klar). Ich spreche hier von Tätigkeiten, die nicht vorher erlernt werden konnten, wie z.B. die Koordination von Flüchtlingshilfe.

                        Da sieht man die Unterschiede deutlich (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich würde daher auch lieber jemanden einstellen, der dank seiner Intelligenz leicht neue Aufgaben bewältigt als jemanden, der sich die normalen Abläufe mühsam einprägen muss.

                        So laut in Deutschland der Ruf nach dem ABSCHLUSS auch sein mag, ich würde lieber schauen, was die Person kann. Das trifft sicher nicht auf alle Branchen zu, aber im Büro sicher. Ich meinem Studium habe ich auch nichts gelernt, was speziell fürs Büro nötig wäre. Trotzdem kann ich unsere Sekretärin jederzeit ersetzen.

                        Gruß

                    Ich habe viele Jahre als Sekretärin gearbeitet. Mein Werdegang war folgender:

                    (1) Berufsausbildung als FA Schreibtechnik (ist von der IHK heute gleichgestellt mit Kauffrau für Bürokommunikation. Dann:

                    (2) Fortbildung zur "Geprüfte Sekretärin", parallel dazu:

                    (3) Sprachausbildung Englisch / Französisch.

                    Von 1993 bis 1998 war ich als Sekretärin in Zeitarbeit tätig (Adecco). Ich hatte mir die Zeitarbeit ganz bewusst gewählt, weil es mein großer Traum war, in die Selbstständigkeit zu gehen. Und in Vorbereitung auf die Existenzgründung war es sehr ideal, in vielen Branchen und Bereichen viele Berufserfahrungen sammeln zu können.

                    Ich war immer in großen Unternehmen / Konzernen im Einsatz. Das reichte von Abteilungssekretärin (niedrigste Stufe) bishin zur Vorstandssekretärin in zwei großen Konzernen. Gerade die Tätigkeiten als Vorstandssekretärin waren große Herausforderungen, weil es da am wenigsten um Briefe schreiben ging, sondern vielmehr um die Planung und Organisation vieler anspruchsvoller Dienstreisen, Meetings, Tagungen, Events, Messe-Auftritte, usw.

                    Und da musste einfach alles stimmen. Da durfte es keine Pannen und Patzer geben - gerade z. B. auch bei all den "hoch angebundenen" Zusammentreffen von Vorständen verschiedenster Unternehmen. Das ist eine Ebene, bei der sehr viel das "Drum herum" zählt: der professionelle und sichere Umgang mit Menschen, stilvolle Repräsentation des Unternehmens - und natürlich Top-Styling für die Sekretärin - logisch :-)

                    => Ab 1998 habe ich dann meinen Traum Wirklichkeit werden lassen und bin in die Selbständigkeit gegangen.

                    Also es gibt Möglichkeiten ohne Ende :-)

                    • #rofl Oh Schreck, ich habe gerade gesehen, dass in meinem Beitrag meine Berufsausbildung verunglimpft dargestellt ist - durch diese automatische Abkürzungs"definition". Und ich kann den Beitrag jetzt nicht einmal korriegieren ....

                      Meine Berufsausbildung ist: Facharbeiter für Schreibtechnik - hätte ich wohl besser genauso ausschreiben sollen, als es zu "FA" abzukürzen - habe ich ja nicht geahnt, dass die hier im Forum da gleich "Frauenarzt" drauß machen. #rofl#rofl#rofl

                      Nun gut, da hab' ich nun hier also auch wieder etwas dazu gelernt: "Sei vorsichtig mit dem "Abkürzungsfimmel" - es könnte in eine merkwürdige Richtung mutieren #schwitz #rofl#rofl

                      Ähm ja und jetzt? Die Frage war ob sie als Geisteswissenschaftlerin dafür geeignet ist und ich habe explizit geschrieben dass bis Vorstandssekretariat das ein echt leicht erlernbaren und durchführbarer Job ist...

                      Bevor du mir deinen ganzen Lebenslauf erzählst, der mich nun wirklich null beeindruckt, antworte doch lieber der Threadstellerin was sie für ein Gehalt verlangen kann; scheinbar hast du ja immer solche Jobs gehabt und kannst ihr eine gute Einschätzung geben...

                  Ich habe eine schulische Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin gemacht.

          Wieso weicht das von deiner Vorstellung ab? Der Brutto-Netto-Rechner vom Spiegel wirft mir für 1.000€ brutto knappe 800€ netto bei Steuerklasse 1 raus.

          Ich finde das Gehalt allerdings zu niedrig und schlage 1.200€ vor. Die genaue Region kenne ich nicht und die spielt natürlich eine große Rolle.

          • Irgendwie habe ich mich hier gerade verzettelt. Ich dachte an 20000 Jahresgehalt aber das stimmt ja hinten und vorne nicht?! Ich stehe gerade völlig auf dem Schlauch

            • Das wären knapp 1700€ pro Monat.

              Du kannst es natürlich versuchen, aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen dass Du mit der Vorstellung auch nur zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.

              Ich würde an Deiner Stelle mit 15K in die Verhandlung einsteigen und nicht unter 12K annehmen.

              • Ja ich denke du hast wohl recht. Mir liegt jetzt nicht so wahnsinnig viel an dem
                Job. Muss mich auch erst einmal mit dem ganzen gehaltsgedöns auseinander setzten. Danke für deine Meinung

Warum willst du als Sekretärin arbeiten, wo du doch ein abgeschlossenes Studium hast? Aus der Nummer kommst du später kaum noch raus. Das ist völlig unter Wert!

Gruß

Manavgat

  • Ja da hast du wohl recht. Das war der erste und einzige fachfremde Job, auf den ich mich beworben habe und habe endlich mal eine positive Antwort bekommen. Hab bisher aber auh "nur" zwanzig Bewerbungen losgeschickt. Bei meinem Studium nicht besonders viel.
    Dennoch steh ich ein wenig unter Zugzwang endlich Geld verdienen zu müssen. Dachte halt ich könnte mich aus dem Job raus ja weiter bewerben...

    • . Dachte halt ich könnte mich aus dem Job raus ja weiter bewerben
      -------
      Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich wundere mich, dass du überhaupt eingeladen wurdest.

      Denn ein halbwegs intelligenter Personaler wird das auch wissen, dass du nicht studiert hast, um dich irgendwo aus Verzweiflung unter Wert zu verkaufen. Meist wissen die Unternehmen nämlich "die ist weg, sobald sich etwas besseres findet."

      Daher vermute ich mal, dass die Ansprüche nicht besonders hoch sein werden oder die Stelle so uninteressant und schlecht dotiert, dass sie Fachkräfte damit kaum begeistern können.

      Du kannst aber danach googlen. Je nach Branche, Größe des Unternehmens, Industrie (zahlt i. d. R. am besten), Großhandel oder kleines Handwerksunternehmen wird auch unterschiedlich gezahlt. Es wird ja vermutlich ausgeschrieben gewesen sein, welche Qualifikation gewünscht wird. Kauffrau für Büromanagement oder Indurstriekauffrau oder oder und dann nach der Branche schauen und du bekommst eine Bandbreite ausgeworfen, wo sich die Gehälter bewegen.

      Im Prinzip schon, aber bevorzugt werden schon diejenigen genommen, die für den Beruf qualifiziert sind, und ein Studium ohne Berufserfahrung sagt darüber ja gar nichts aus. Ich bin auch nach dem geisteswissenschaftlichen Studium im Büro gelandet und mit der Zeit aufgestiegen; aber das ist lange her: Bei den heutigen Einstellungstests hätte ich den Job sicher nicht bekommen.

      Viel wesentlicher als die Gehaltsfrage (Euro 1.700 erscheint mir viel zu hoch) ist, dass Du den potenziellen AG davon überzeugen kannst, dass Du nicht beim nächsten besseren Angebot die Fliege machst und Dein Handwerk beherrschst.

      Trotzdem viel Glück für die Bewerbung!
      Liebe Grüße
      Anja

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