Ausbildung zum Hörgeräteakustiker - Zuschüsse

Hallo,

mein Sohn hat einen Lehrvertrag angeboten bekommen als Hörgeräteakustiker (Yippie). Nach kurzer Freude über die Zusage hat sich jedoch leider Ernüchterung breit gemacht. Zugegeben - er/wir/ich hätten uns früher erkundigen können, aber mir war so etwas bisher total unbekannt!
Es gibt in ganz Deutschland nur EINE Berufsschule für Hörgeräteakustiker und diese ist in Lübeck... wir wohnen bei Frankfurt am Main. Er könnte dort ins angeschlossene Internat gehen für die Dauer der Berufsschule (Blockunterricht). Das wäre ca. 4 mal pro Jahr für je 4 Wochen. Die Kosten (Kost und Logie) für diese 4 Wochen belaufen sich (mit An- und Abreise) auf knapp 1000€! Das sind 12.000€ in drei Jahren Berufsausbildung...
Das Land Hessen zahlt wohl einen Zuschuss von ca. 200€ je Block - bleiben also noch 800€ alle 12 Wochen!

So schwer mir das fällt - ich kann das nicht bezahlen!
Ich bin mit 2 Kindern alleinerziehend und es geht einfach nicht. Ich bin berufstätig und bekomme keinerlei staatliche Unterstützung. Aber hier? Was könnte ich hier beantragen? Und bei wem?

Er würde diese Ausbildung so gerne machen, aber wie soll das funktionieren...?

LG

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vielleicht mal bei der Bundesagentur für Arbeit nachfragen?

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Ausbildung/FinanzielleHilfen/FoerderungderBerufsausbildung/index.htm

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Guten Abend!

Das mach ich mal - danke :-D

Gruß

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Kann er sich nicht einen Großteil des Ausbildungsgehalts auf die Seite legen? Habt ihr euch schon wegen Bafög schlau gemacht?

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Wie hoch ist seine Ausbildungsvergütung?
Kann er davon einen Teil zur Seite legen?
Eventuell ein Gespräch mit der Ausbildungsfirma suchen und die Problematik ansprechen. Vielleicht gibt es eine Regelung.

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Guten Abend!

Von den 390€ Ausbildungsgehalt kann er kaum etwas beisteuern, denn wenn er für "nichts" arbeiten gehen muss wird der Frust bald um so größer sein, wenn seine Altersgenossen dann schon dementsprechend mehr Geld verdienen.
Sicherlich muß er einen Teil leisten - viel kann es von "den paar Kröten" aber nicht sein...

Griß

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Nach Abzügen bleiben ihm ca. 310 € übrig, davon kann er doch 60 € für den Zweck der Unterbringung sparen, dann bleiben immer noch 250 €.
Und wenn er Frust schiebt, dass seine Altersgenossen mehr Geld verdienen, dann kann ich nur sagen: willkommen im Leben.

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Ich habe auf der Webseite des Internats nachgeschaut: Laut der kostet das günstigste Zimmer 13,15 € / Nacht + 9,50€ Halbpension. Wären ca. 600€ pro Block. Es sind auch nicht 12 Blöcke, sondern nur 8.
Dazu geben die meisten Bundesländer einen Zuschuss und mit dem Fernbus ist die Anreise auch nicht so teuer. Klar, Einzelzimmer mit Vollpension kostet mehr.

Ausserdem verdient Dein Sohn doch während der Ausbildung und Du sparst das Geld ihn 4 Wochen durchzufüttern.

Grüsse
BiDi

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Guten Abend!

Halbpension macht gar keinen Sinn, denn dann muß er sich jeden Abend Außerhalb des Campus Essen kaufen! Geholfen ist damit keinem... im Gegenteil so wird es vermutlich nur teurer! Und einen 16jährigen 4 Wochen lang ohne Abendessen dastehen lassen ist halt auch einfach nicht so mein Ding...

Und ganz ehrlich - hier zu Hause isst er nicht täglich für 12 Euro - das könnt ich mir ja gar nicht leisten! Das wäre ein tägliches Budget für 3 Personen von 36€ täglich für Essen. Das gebe ich definitiv nicht für Essen aus!

Mit den 8 Blöcken hast du recht - das habe ich bisher überlesen.

Trotzdem bleibt immer noch die Frage nach möglichen Zuschüssen, denn ich sehe hier ganz klar eine Benachteiligung aller Lehrlinge, die eben nicht aus dem Umkreis von Lübeck kommen...

Gruß

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Halbpension kenne ich als Frühstück und Abendessen.

Dann isst er morgens eine Stulle mehr, das reicht im Zweifel bis zum Abendessen.

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Erstmal sollte er den Vertrag auf jeden Fall unterschreiben. Sollte er doch noch etwas finden, was ihm besser gefällt, so kann er diese Stelle immer noch höflich absagen.

Besorge dir dann erstmal alle Unterlagen, also was er wann für Kosten hätte. Da sein Ausbildungsgehalt so niedrig ist, hat er sicher einen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) während der Zeit im Internat. Denn BAB erhält nur, wer wegen der Ausbildung nicht zuhause leben kann. Ob und in welcher Höhe er dann BAB bekommt, hängt auch von der Höhe der Unterbringungskosten ab.

Hier erhälst du alle Informationen zum BAB. Unten auf der Seite findest du dann auch den Link zum Rechner, damit du schon mal grob sehen kannst, was eventuell drin wäre.

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Ausbildung/FinanzielleHilfen/Berufsausbildungsbeihilfe/index.htm

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Es gibt Ausbildungsbeihilfe, die Arbeitsagentur berät hierzu.

Gruß

Manavgat

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Dann musst du du als Mutter eben die Arschbacken zusammenkneifen und dein Sohn ebenfalls!

Beihilfen beantragen und notfalls am Wochenende Zeitungen austragen/anderer Nebenjob, putzen gehen, babysitten!

Alternativ ALG 2 als Lebenskonzept.

Gruß

Manavgat

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... Vieleicht einfach erst mal bei der Schule nachfragen? Das dritte Suchergebniss das ich finde ist ein PDF der Schule das exakt die Frage der Kostenübernahme beschreibt.
Das habt ihr ja sicherlich schon gelesen, oder?
Wenn ja: Welche Frage ist denn noch offen?
Wenn nein: Warum nicht?