Arbeitsamt-Fortbildungsmaßnahme abgebrochen, Fragen

    • (1) 12.11.15 - 14:32

      Hi,

      war gerade in einer Diskussion mit meiner Nachbarin.
      SIe hat heute die Fortbildungsmaßnahme vom Arbeitsamt abgebrochen, da es eher ein Zeitverlust in der aktiven Bewerbungsphase ist. SIe ist erst zwei Wochen arbeitslos, hochqulaifiziert und wurde in eine Maßnahme gesteckt, die eher lächerlich ist.

      Jetzt weiß sie, das sie kein Arbeitslosengeld bekommt, weil sie eine Sperrfrist einhalten muss.
      Wie ist es in dieser Zeit, wird ihr dann die Krankenkasse weiter bezahlt, da sie in der Familie die einzige in der gesetzlichen Krankenkasse ist, sprich, es gibt keine Familienversicherung
      LG
      Lisa

      • Hallo,

        die KK fällt mit in die Sperre. Zahlt sie also selber nicht freiwillig, dann hat sie keine KV.

        Warum man eine Fortbildung abbricht weil man sie nutzlos findet erschließt sich mir nicht. Man kann sich doch trotzdem bewerben. Für Vorstellungsgespräche uä muss man freigestellt werden.

        Lg wirbelwinds.mama

        • Doch, ich verstehe das schon. Meine damalige Sachbearbeiterin wollte mich auch unbedingt in einen Anfängerkurs Englisch stecken. Mal abgesehen davon, dass in meinem Beruf eigentlich ohne Englisch gar nichts geht und sie da hätte eigentlich schon voraussetzen müssen, dass wenigstens Grundkenntnisse da sind, auch abgesehen davon, dass sie natürlich meinen schulischen und beruflichen Werdegang kannte und selbst meine allgemeinbildenden Schulabschlüsse gar nicht zu haben sind ohne mehrere Jahre Englisch. Sie liess sich auch nicht von einem Zertifikat beeindrucken, was ich zugegebenermaßen einige Jahre zuvor mal erlangt hatte wegen meinen Kenntnissen. Die Sachbearbeiterin war einfach beratungsresistent. Geholfen hat dann bei mir nur ein konsequentes Wechseln der Sprache. Ich spreche englisch fliessend. Also habe ich mich mit ihr dann in englisch unterhalten, sie hat nichts verstanden, mir aber irgendwie trotzdem geglaubt.

          • Das nicht jede "Fortbildung" Sinn macht ist mir vollkommen klar, hab auch schon die ein oder andere mitgemacht die man sich hätte schenken können, aber bevor man ne Sperre riskiert würd ich immer sagen Augen zu und durch.

            • Ich finde, da kommt es eher drauf an, wie lange der Quark läuft. Ein Bewerbungstraining über 2 Wochen kann man ja noch absitzen und den Kopf drüber schütteln, fertig. Aber bei Maßnahmen die Monate dauern, womöglich von 8 bis 17 uhr plus lange anfahrt, zwischen lauter Leuten die besser zur RTL2 ins Nachmittagsprogramm passen? Da würde ich schon auch überlegen, ob ich mir das wirklich geben muss oder auch so über die Runden kommen würde.

              • Ganau so ist es. Ich kenne Fach- und Betriebswirte, die sich für ein halbes Jahr verpflichten sollten, in eine Art Schule zu gehen und Bewerbunstraining zu absolvieren, das geht mal garnicht. Das behindert die aktive Arbeitssuche stark und so weit ich weiß muss man auch nicht jeden Quatsch unterschreiben.

                LG

      Es gibt Personen die qualifiziert sind;-)

      Meine Nachbarin ist Texterin und hat arbeitsmäßig viel telefonischen und persönlichen Kundenkontakt. Jetzt muss sie in der Fortbildung lernen, wie man Bewerbungen schreibt und wie man richtig telefoniert.....3 Monate a 5 Std./Tag.
      Dazu muss man sagen, das alle Teilnehmer wohl auf RTL Frauentausch Niveau sind.

      Sie hat ein Video mit dem Handy aufgenommen, das wäre der absolute YouTube renner#rofl
      Ich habe ja auch nie gelaubt, das das Trash TV Programm auch einen wahren Kern hat aber ab heute bin ich komplett überzeugt, das man soviel Dummheit nicht spielen kann.

      Seminare gibt es 2x die Woche, ansonsten muss sie täglich 5 Std. im PC Raum sitzen, um von dort die Bewerbungen zu versenden/bearbeiten und Stellenanzeigen durchgehen., sprich 3x die Woche. So viele Stellenanzeigen gibt es gar nicht in ihrem Bereich #rofl PCs, die ständig abstürzen, sie kann nichts ausdrucken ...im Raum sitzen 20 Personen die sich "assi" mäßig unterhalten. Telefonieren mit Firmen ist gar nicht möglich und graphische Gestaltung ihrer Bewerbung ist ebenfalls unmöglich, das sie nicht mit dem passenden Programm arbeiten kann und ihren eigenen PC darf sie nicht mitnehmen.
      Sie kommt nach Hause und muss dann ihre Bewerbungen bearbeiten, versenden...

      Sorry, meiner Meinung nach ist dieses eine sinnfreie Fortbildung.
      Ich kann sie da schon gut verstehen, das dieses Absitzen von stunden total unsinnig ist.

      Lisa

      • (11) 12.11.15 - 20:38

        Ich kann das bestätigen. Ein Freund von mir hat auch genau diese Art "Weiterbildung" hinter sich und ähnliches erzählt
        Hochqualifiziert, bereits jede Menge Bewerbungen verschickt, die auch von seinem Berater als "sehr gut" eingestuft wurden. Er hatte in seinem speziellen Bereich einfach nicht die Möglichkeit so schnell einen festen Job zu finden.

        Weil er auf das Geld, die KV, etc nicht verzichten wollte / konnte, hat er diese "Weiterbildung" durchgezogen, aber er war auch Tag für Tag verzweifelt...

        Ich werde nie verstehen, was sowas soll... und was für Gelder dort verschwendet werden.

        Er sagte allerdings außerdem, dass selbst wenn er die Maßnahme abgelehnt hätte, er sie irgendwann wieder auferlegt bekommen hätte. Mit den gleichen Konsequenzen...
        Deswegen wäre die Frage, inwiefern die Ablehnung einer selbst sinnlosen Maßnahme Sinn macht.

        Vg Lia

        • Der "Sinn" dahinter sind zwei Punkte.

          1.: Arbeitslosenfortbildung ist inzwischen ein Wirtschaftszweig. Man kann den größten Schwachsinn anbieten. Irgend jemand in der BA findet es toll und dann rollt der Rubel über Bildungsgutscheine.

          2.: Die Arbeitsagenturen / Jobcenter versuchen (teilweise!) auf diesem Weg, die Leute in Sperrzeiten / Sanktionen zu bekommen. Das spart der Verwaltung Geld. Daher sollte man die Zähne zusammenbeißen und den Tünnef mitmachen. Evtl. fühlt man sich ja ab und an unpässlich und kennt einen persönlichen "Dr. Holiday"...

          • DIe Zeit wo Du krank bist, wird hinten dran gehängt....also bringt das auch nix.

            Ich glaube eher, da die Arbeitslosen in der Fortbildung nicht als Arbeitssuchend zählen, somit die Statistik auf Staatskosten geschönt wird.

            Aber ich kann meine Nachbarin schon gut verstehen.

            Sie ist vom Nichtstun und von dem niedrigem Niveau nach solch einem Vormittag fix und fertig. Das zieht sie dermaßen runter, das sie nur noch schlecht gelaunt ist.

      Die meisten sind tatsächlich sinnbefreit. Durfte selbst mal zum Bewerbungsseminar. 7 verschiedene Dozenten, am Ende hatte ich 7 verschiedene Lebensläufe weil jeder den anders haben wollte #schwitz

      Aber ganz ehrlich, bevor ich ne Sperre bekomme weil ich einfach nicht mer hingehe quäl ich mich da doch lieber durch.

Top Diskussionen anzeigen