Steuerklassenwechsel VOr und NACH der Geburt?

    • (1) 16.11.15 - 12:00

      Hallo liebes Forum,
      jetzt habe ich direkt auch mal eine Frage:
      Da ja das Elterngeld vom Nettoeinkommen abhängt, haben wir vorsichthalber jetzt schon mal in Steuerklasse 3 und 5 gewechselt. Ich mit mehr Gehalt in die 3 und mein Mann in 5. Ich will dann aber zuhause bleiben (bin aber noch nicht schwanger).
      Jetzt heißt es ja, dass man mit dieser Konstellation eventuell Steuern nachzahlen muss, da man in der Gesamtsumme ja die gleichen Steuern zahlt wie in 4/4. Bis zur geburt würden wir ja in 3/5 bleiben, um das Elterngeld zu erhöhen (sind bei mir sogar laut Rechner 300€ mehr).
      Macht es Sinn, nach der Geburt des Kinders wieder zurück in 4/4 zu wechseln? Ich will keine große Nachzahlung in dem Jahr haben, wo ich nur Elterngeld bekomme. Oder hab ich hier einen Denkfehler?

      • Die Wahrscheinlichkeit in der Kombi 3/5 Steuern nachzuzahlen ist nur dann insbesondere im Elterngeldbezugszeitraum höher wenn dein Mann die Steuerklasse 3 während deines Elterngeldbezuges hat, da er dann relativ wenig Steuern zahlt und durch deinen Elterngeldbezug bei gemeinsamer Veranlagung dein Elterngeld noch zur Ermittlung des Steuersatzes herangezogen wird (-> Progressionsvorbehalt) und du ja keine/bzw wenig Steuern zahlst. Dadurch kann es, wenn nicht andere Absetzmöglichkeiten bestehen, eher zu einer Nachzahlung kommen als z.B. in der Kombi 4/4.

        Das Elterngeld wird trotzdem vom Bruttolohn berechnet aber es wird die Steuerklasse angewandt die du im überwiegenden Anteil des Bemessungszeitraum hattest. Daher ist die Variante wie ihr es jetzt wählt für dein Elterngeld günstig: du in der 3 mit wenig Steuervorauszahlung dein Mann in der 5 mit hoher Steuervorauszahlung.
        Im Lohnsteuerjahresausgleich hebt sich das wieder auf, die Steuerlast ist immer die gleiche mit den Steuerklassen verändert ihr ja nur die Vorauszahlung.

        Dein Mann kann dan sobald du im Mutterschutz bist wieder in die 4 wechseln oder bleibt in der 5 da er dort ja noch eine recht hohe Vorauszahlung hat. Würde er dann in die 3 wechseln steigt das Risiko für eine Nachzahlung aus oben erläuterten Gründen.

        Konkret könnt ihr das nur mal mit euren Gehältern und Absetzmöglichkeit durchrechnen da die gesamte Steuerberechnung nur mit den genauen Zahlen möglich ist alles andere ist wildes Gerate und wage Prognosen....

        "Da ja das Elterngeld vom Nettoeinkommen abhängt, haben wir vorsichthalber jetzt schon mal in Steuerklasse 3 und 5 gewechselt. Ich mit mehr Gehalt in die 3 und mein Mann in 5."
        Es hängt aber vom Bruttoeinkomme und der überwiegenden Steuerklasse ab.

        Somit kannst du fünf Monate vor dem Mutterschutz schon die Steuerklassen wechseln!

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