Studium mit Kind - wie sind eure Erfahrungen?

    • (1) 01.12.15 - 22:42

      Hallo. Bin am Überlegen, ob ich (30 Jahre alt, 2 Kinder 3+5 Jahre) noch ein Studium (Grundschullehramt) wagen soll...
      Studiert ihr mit Kind(ern)? Wie sind eure Erfahrungen? Was studiert ihr? Wie alt seid ihr und eure Kinder? Wie lange müsst ihr noch? Wie finanziert ihr euer Studium? Wie viel Zeit bleibt noch für eure Kinder bzw. wann kommt ihr heim? Wie sieht eure Woche so aus? Wer betreut eure Kinder?

      • Ich habe während des Grundschullehramtsstudiums zwei meiner Kinder bekommen. Das geht und ging alles, es dauert eben nur etwas und du brauchst flexible Betreuung.

        Finanziert haben wir meine Studium mit dem Gehalt meines Mannes, teilweise habe ich zwischendurch dann auch als PKB-Kraft gearbeitet. Ich hatte während des Studiums recht viel Zeit für die Kinder, manchmal denke ich, mehr als danach (naja und als im Ref auf jeden Fall).

        Hallo,

        ich habe von 2010-2013 mit zwei Kindern, damals 1,5 und 4,5 Jahre alt, Pädagogik der Kindheit und Familienbildung studiert. Damals war ich 31.
        Das Studium haben wir mit dem Gehalt meines Mannes finanziert, der gut verdient. Im letzten Studienjahr habe ich nebenbei noch als Honorarkraft in einer Familienbildungsstätte gearbeitet.

        Wir hatten immer nur an drei Tagen die Woche Vorlesung, in den ersten 3 Semestern meist von 9-45-17 Uhr, später nicht mehr so lange. So hatte ich zwei Tage frei und damit auch ZEit für die Kinder. An Studientagen habe ich morgens die Kinder zur Kita bzw. zur Tagesmutter und später zur Schule gebracht, mein Mann hat sie dann abgeholt und schon das Abendbrot bereitet, ich kam dann dazu (Hatte jeweils 1,5 Stunden Anfahrtsweg Hin und zurück). An den Tagen hatte ich natürlich nicht so viel ZEit mit den Kindern, haben wir aber gut hinbekommen.
        Den Haushalt machte ich dann an den freien Tagen.

        Meine Erfahrungen sind recht gut gewesen. Mein Mann hat viel mit angepackt - sonst wäre es auch echt schwer geworden - und die Kinder haben das prima mitgemacht und waren zum Glück nicht allzu oft krank. Und wenn doch, blieb ich zu Hause udn meine Kommilitoninnen haben mich mit Lernstoff versorgt. Wenn ich Prüfungen hatte, hat mein Mann im Krankheitsfall der Kinder freigenommen.

        Im letzten Jahr wurde er versetzt und ich musste die letzten acht Monate unter der Woche allein klarkommen und meine Bachelorarbeit schreiben mit den Kindern - das war echt nochmal stressig aber dank guter Freunde auch alles machbar.

        Ich bin in Regelstudienzeit fertig geworden und habe einen Schnitt von 1,2 gehabt im Studium...Mütter - so meine Erfahrung - sind halt meist doch organisierter und nutzen die wenigen ZEitfenster zum lernen effektiver als jüngere Mitstudenten....

        LG

        a79

        Hallo!

        Ich habe zwei Töchter. Die Große ist 4,5 (Schwerbehindertenausweis 100%). Die kleine Maus ist ein Jahr alt. Wir beginnen nun für das dritte Kind zu hibbeln.

        Ich studiere Lehramt gym/ges und Pfarramt (wobei ich in Pfarramt momentan pausiere). Arbeite halbtags (von zu Hause möglich). Während ich in der Uni bin, passt mein Mann auf (auch noch Student).

        Ich sitze jede Nacht bis 1 Uhr am Schreibtisch. Sobald ich eine Nacht zu faul bin, komme ich mit dem Arbeitspensum nicht mehr hinterher. Freizeit für Hobbys besitze ich nicht mehr. Für meine Kinder nehme ich mir tagsüber Zeit. Obwohl ich jeden Tag nur etwa 5-6 Stunden außer Haus bin, zerreißt es mir mein Herz. Ich leide darunter, außer Haus zu sein.

        Ich bin froh, wenn das Semester vorbei ist. Dann sind alle heftigen Sachen weg und der Master absolut greifbar.

        Ich persönlich beneide Frauen, die arbeiten statt zu studieren. Bei den meisten Jobs kommst du nach hause und hast Feierabend. Das hatte ich persönlich noch nie. Ich bin 24 Stunden, 7 Tage die Woche am machen und tun.

        Es hat natürlich auch Vorteile. Der Papa bekommt seine Kinder mit, da er auch noch studiert und die Präsenzzeit ist recht flexibel.

        Probiere es einfach aus. Aufhören kannst du noch immer. Ich ziehe es beispielsweise durch, auch wenn ich ehrlich gesagt mittlerweile keinen Bock mehr habe. Meine Mutter brach ihr Studium nach einem Semester ab (sie war bereits 35 und meine Schwester und ich waren auf der weiterführenden Schule).

        Du merkst schnell, ob es dir liegt und ob die Konditionen für dich akzeptabel sind.

        Alles Gute!
        Ninly

      • Vielen Dank für eure Einblicke. ;-)
        Mein Mann und meine Eltern würden mich auf jeden Fall sehr unterstützen bei meinem Vorhaben. Mit dem Auto brauche ich ca. eine halbe Stunde bis zur PH... Finanziell wäre ich jedoch auf ein Stipendium oder Bafög angewiesen... mal schauen was klappt...
        Da ich momentan sowieso auf Jobsuche bin, habe ich mir überlegt, endlich meinen Traum von einem Studium zu verwirklichen. Ich habe es oft bereut, nicht schon direkt nach dem Abi studiert zu haben und sehe es jetzt mit 30 als meine "letzte Chance" an. Wenn ich es nicht versuche, würde ich das später bestimmt bereuen... Habe mich auch für Teilzeitstellen beworben, aber weiß nicht, ob mich der Büroalltag auf Dauer noch glücklich macht... Da ich schon jahrelang als Hobby Musik habe, würde ich das gerne auch als Hauptfach im Studium wählen (habe die Musikaufnahmeprüfung bereits bestanden).
        Ich bin ein sehr quirliger, lebendiger Mensch und finde den Büroalltag zwischenzeitlich sehr trist...

        Hallo,

        Wieso willst Du LA GS studieren?

        LG

      • Hallo,
        ich bin fast fertig mit meinem Grundschullehrmtsstudium. Allerdings hatte ich durch das Erststudium sehr viele Anerkennungen.
        Bei Studiumbeginn war ich 33 und meine Kinder waren 8 Jahre im Hort betreut, 5 Jahre Ganzatgskindergartenplatz und Nummer Drei 2 Jahre alt und mit Krippenplatz betreut bis 15 Uhr.

        Im ersten Semester habe ich das normale Pensum eines Vollzeitstudents absolviert und das war definitiv zu viel. Ich habe meine Prioritäten etwas verschoben und mich nicht verrückt gemacht, wenn ich doch länger brauche. Ich bin drei Tage vormittags zur Uni gegangen und an den anderen zwei Tagen meine Vorbereitung etc. gemacht plus 2 bis 3 Abende am Schreibtisch gesessen. In der Prüfungszeit war es dann allerdings jeder Abend, wenn die Kinder im Bett waren. Somit hatte ich die Nachmittage mit den Kindern frei. Der Haushalt fiel besonders in der Prüfungszeit hinten runter.

        Allerdings kam dann noch in den Semesterferien nach dem 2.Semester unser 4.Kind ganz überraschend und das war natürlich sehr hart, aber wie Du siehst, habe ich es dennoch nach insgesamt 6.Semester geschafft!

        Fazit: Wenn es Dein Ding mache es. Du bist sogar so jung, dass Du gar kein Zeitdruck hast. Allerdings kann ich noch nicht sagen, wie das Referendariat wird. Wir werden dann ein Au-Pair oder Haushaltshilfe einstellen. Bei uns gibt es auch die Option das Referendariat in Teilzeit zu absolvieren. Ich werde es erstmal in Vollzeit probieren. Mich beruhigt es, aber das es diese Möglichkeit gibt.

        Was hast Du denn im Erststudium studiert? Vielleicht kannst Du Dir ja was anrechnen lassen.

        VG

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