Hauskauf ohne Eigenkapital

    • (1) 06.12.15 - 12:35

      Hallo,

      jetzt hab ich mal eine Frage an die Finanzexperten. Angenommen man möchte ein Haus- KP 300000 Euro-auf 30 Jahre finanzieren (ohne Eigenkapital).
      Was wäre dann so grob die monatliche Belastung? Was müsste man noch für Grundsteuer, Feuerversicherung etc. rechnen?

      LG

      Tica

      • (2) 06.12.15 - 13:07

        Von so etwas würde ich eher abraten.

        Also bei 300000 Euro Kaufpreis, bleibt es ja nicht dabei, da kommen noch
        Grunderwerbssteuer (von Bundeland unterschiedlich, bei uns NRW 6,5%)
        Makler locker mal 4,75 %
        Plus Notar und Grundbucheintrag dazu da bist su schnell bei 40000 Euro mehr. diese Hausnebenkosten, sollte man mind. als Eigenkapital haben, ich hätte auch nicht gewusst, welche Bank sonst unser Haus finanziert hätte.

        Der Rest ist ja von unterschiedlichen Faktoren abhängig, wieviel Prozent Tilgung, welcehn Zinssatz bekommt man ohne Eigenkapital, etc.....

        spontan hätte ich gesagt fürs Haus mind. 1500 Euro reine Tilgung monatl. wenn man damit hin kommt, plus diverse Nebenkosten.

        Und an so nem Haus kann ja immer mal was sein, wenn man dann nichts gespart hat.......

        (3) 06.12.15 - 13:19

        Ich denke auch, der Abtrag wird bei € 1500,-- liegen. Zuzüglich Nebenkosten.

        Habt Ihr Geld für die Kaufnebenkosten (Makler, Notar, Grunderwerbssteuer)?

        Ich glaube nicht, dass eine Bank das mitmacht.....

        (4) 06.12.15 - 14:10

        Hallo,

        ich persönlich finde es total bekloppt überhaupt über sowas nachzudenken wenn man kein Eigenkapital hat....wenn man was kaufen möchte warum hat man es dann noch nicht geschafft etwas anzusparen #kratz also kann das Geld bei euch nicht so dicke sein.

        Und die Frage ist , gibt euch überhaupt jemand ein Kredit ohne Eigenkapital#kratz

        Lg

        • (5) 06.12.15 - 14:48

          Was is das denn bitte für eine blöde Antwort? Wir sind beide Beamte, daher wird ein Kredit eher kein Problem sein. Wir haben mittlerweile ein Jahreseinkommen von über 70.000 Euro. Weiß nicht, was Du als "dicke" empfindest. Meiner Meinung nach ist das in Ordnung.
          Wir haben aber kein nennenswertes Eigenkapital, da wir bereits im Studium Kinder bekommen haben, Bafög getilgt haben und dann zwei Autos, Küche etc. stemmen mussten.

          • (6) 06.12.15 - 15:13

            Brutto oder Netto?

            Und was auch für euch wichtig sein sollte: sind all die Dinge derentwegen ihr bisher nicht sparen konntet wirklich erledigt? Kredit fürs Studium wird nicht mehr kommen. Aber was ist mit dem nächsten Urlaub? Wie groß soll der in den nächsten Jahren ausfallen? Wie teuer soll das nächste Auto werden? Braucht einer eine Sanierung der Zähne um xy Euro? Darf eine Sprachreise der Kinder auch mal 1500 oder mehr Euro kosten? Wie lange hält die Waschmaschine noch?

            ihr solltet wohl auf jeden Fall 2000 Euro pro Monat fürs wohnen (Kredit und Betriebskosten, kleinere Reparaturen) aufbringen können, und zwar auf viele Jahre hinaus.

            Wenn das geht dann go for it.

            Ob eure Bonität reicht kann euch eh nur eine Bank sagen. Und ob ihr es euch leisten wollt im Grunde nur ihr selbst!

            LG

          • (7) 06.12.15 - 19:23

            Naja die Antwort ist nicht so nett formoliert, aber so unrecht hat sie ja nicht.
            Mein Mann und ich haben auch 2 sehr gute Jobs und kein niedriges gemeinsames Jahreseinkommen. Wir haben beide eine Ausbildung, beide studiert, 2 Autos und eine Tochter.
            Wir haben einfach immer ordentlich was an die Seite gelegt.
            Das schwierige finde ich bei euch, dass ihr bisher einfach wenig gespart habt. mit Haus werden eure Ausgaben ja nicht weniger eher mehr. Da ist es nötig zu sparen, es kann immer was sein. Ohne große Rücklagen hätte ich riesen Bauchschmerzen unabhängig davon ob euch das jemand finanziert.

            (8) 07.12.15 - 10:25

            wenn das brutto ist haut einen das aber nicht vom hocker. gerade als beamte.

          (10) 07.12.15 - 11:17

          "Wir haben mittlerweile ein Jahreseinkommen von über 70.000 Euro. Weiß nicht, was Du als "dicke" empfindest. Meiner Meinung nach ist das in Ordnung."

          Hallo,
          wenn das Brutto ist, dann ist das zu zweit aber nicht gerade in Ordnung.
          Schon gar nicht für ein Hauskauf mit Kaufpreis 300.000,-€ ohne angespartes Geld.

          Gruß
          Demy

          (11) 08.12.15 - 13:07

          Find ich für 2 Personen nicht SO dicke.

    (12) 06.12.15 - 14:33

    Wenn ihr es vorher nicht geschafft hab Eigenkapital anzusparen: zu hoch.

    Also früher hätte ich auch gesagt, dass ich es ohne Eigenkapital nicht wagen würde. Aber nach der jüngsten EZB Entscheidung sieht es wohl so aus, als würden die Zinsen noch sehr lange im Keller bleiben, also warum nicht.
    Entscheidend ist, dass ihr genug Einkommen habt und auch mal Durststrecken überbrücken könnt und noch finanzielle Rücklagen habt.
    Im Klartext: Ohne 20.000€ finanzielle Rücklage, die NICHT für den Hauskauf eingesetzt wird, würde ich keinesfalls kaufen.
    Kaufpreis 300.000€ + 10% Nebenkosten = 330.000€

    Bei keinem EK müsst ihr schon mit circa 3,5% Zinsen rechnen, würde ich sagen. Würde bei 3% Tilgung (das sehe ich als Minimum an) eine monatliche Belastung von 2062,50€ geben. Wenn ihr das locker stemmen könnt, dann würde ich kaufen. Sonst nicht.

    (14) 06.12.15 - 14:50

    Wir haben uns schon ähnliche Finanzierungen ausrechnen lassen und sind bei etwa 25 Jahren Laufzeit auf ca. 1200 - 1500€ monatl. Belastung gekommen. Also nur der Betrag, der an die Bank geht. Evtl. Versicherungen sind nicht berücksichtigt.

    (15) 06.12.15 - 15:10

    Hallo,
    das Problem ist, dass was viele nicht bedenken, dass Hauskauf ohne angespartes Geld eine Überfinanzierung des Kaufobjektes darstellt.

    Das heißt, man muss mehr Geld aufnehmen als das Objekt Wert ist.

    Gehen wir mal davon aus, ihr habt tatsächlich kein einzigen Cent angespart, dann machen wir doch mal ein Rechenbeispiel.

    Kaufpreis 300.000€
    Makler 6,5% = 19.500€
    Notar ca. 2% = 6.000€
    Grunderwerbsteuer 6,5% = 19.500€ (manche Bundesländer etwas weniger)
    Renovierung/Umzug, neue Möbel, Küchenanpassung, Böden etc. ca. 15.000€

    Ihr braucht also ca. 360.000€ von der Bank während das Haus nur 300.000€ Wert ist.
    Der Beleihungswert wäre also ca. 120%
    Die guten Zinsen gibt es nur mit Beleihungswert bis ca. 60 bis70% ab dann gibt es Zinsaufschläge
    Realistisch sind Zinssätze von ca. 3,8%
    Damit währt ihr bei einer monatlichen Belastung von ca. 1700,-€ KALT ohne Nebenkosten und nach ca. 29 Jahren und 10 Monaten wäre das vollständig abbezahlt.

    Bedenke aber, sowas machen nicht viele Banken, weil der Kredit durch den Grundbucheintrag nicht vollständig durch den Objektwert abgesichert ist.

    Das ist jedenfalls eine objektive und realistische Einschätzung mit Hauskauf ohne Eigenkapital!

    Gruß
    Demy

    (16) 06.12.15 - 18:29

    Wenn ihr beide Beamte seid würde ich über eine Beamtenbank Finanzieren. Wir würden dort bei einer Vollfinanzierung 2,3% zahlen.

    (17) 06.12.15 - 20:50

    Hallo,

    da die anderen User überwiegend keine Erfahrung mit Kauf ohne Ek haben, antworte ich auch noch: wir haben ohne Eigenkapital eine Wohnung für 250.000€ gekauft zu einem Zinssatz von 2%. An eigenem Geld hatten wir auch "nur" die Kaufnebenkosten von ca 30.000€ inkl Renovierung. Warum hier alle noch einen Makler mit rein rechnen verstehe ich nicht; so kann man halt echt sein Geld zum Fenster raus werfen: für einen Türöffner...

    Bedenken habe ich allerdings mit euren 70.000€ Familieneinkommen.. Falls das brutto sein sollte: vergesst es! Das ist echt ziemlich wenig... Bei netto sieht es dann wieder ganz gut aus aber dann spart halt mal ein paar Monate und gut ist. Wir haben in den 6 Monaten Bauzeit eisern gespart; gute 1500€ im Monat plus 6000€ Bonuszahlungen und uns damit auch das alles nur "leisten" können.

    Die Rate würde ich so bei 1300-1500€ schätzen. Aber damit ist es beim Haus ja längst nicht getan. Allein wir, mit "nur" ner Wohnung haben 250€ Hausgeld plus Strom plus Rücklagen, also auch etwa 600€ im Monat. Und in den 250€ Hausgeld sind alle Kosten durch 8 geteilt! Keine Ahnung was man dann alleine zahlt aber gerade weil ihr auch höhere Rücklagen bilden müsst, würde ich an eurer stelle noch mal 800-1000€ für Unterhalt und Rücklagen einkalkulieren.

    Generell: rechnet immer großzügig mit Puffer; keinesfalls knapp!

    Hoffe das konnte dir helfen.

    LG

    • Die 30 000 Euro waren doch Euer Eigenkapital....

      • Für mich ist Eigenkapital das, was man selbst zum Erwerb des Hauses, also zum Kaufpreis, beiträgt. Nicht das, was man außen rum bezahlen muss...

        Dass einem keine Bank ein 120% Darlehen gibt, dürfte ja hoffentlich der Threadstellerin als studierte Beamte auch klar sein... ;-)

        • (20) 07.12.15 - 10:57

          "Dass einem keine Bank ein 120% Darlehen gibt"

          Hallo,
          das haben die Banken hier in unserem Neubaugebiet bei sehr vielen Hauskäufern gemacht!
          Das machen die Banken auch immer wieder, wenn das Haus in einer Gegend mit starker Wertsteigerung und Nachfrage wie hier z.B. liegt.

          Im übrigen zielt die Frage Hauskauf ohne Eigenkapital hier im Forum genau darauf aus.
          Die meisten haben gar nichts angespartes und möchten auch die Nebenkosten finanziert haben.

          Vielen ist schlicht nicht bewusst, was neben dem Kaufpreis eines Hauses noch dazu kommt.

          Gruß
          Demy

          Neenee, das ist nicht so. 100%-Finanzierungen wie Eure sind relativ gängig und selbst für 120% findet sich fast immer noch ne Bank!

          LG

    (22) 07.12.15 - 11:05

    "Warum hier alle noch einen Makler mit rein rechnen verstehe ich nicht"

    Hallo,
    weil es Gegenden gibt, da geht beim kaufen ohne Makler gar nichts und da die TE sich nicht weiter zu den Umständen äußert, gehe ich natürlich von dem schlechteren aus.

    Hier zum Beispiel (Hamburg) gibt es fast kein Haus ohne Makler zu kaufen.
    Warum?
    Weil die Häuser auch mit Makler wie geschnitten Brot weggehen, die Nachfrage ist einfach riesig.
    Da geht dann ein Verkäufer einfach zum Makler und bietet es an und lässt dann den Makler für sich arbeiten, bezahlt ja der Käufer ;-)

    Auch Preisverhandlungen gestalten sich schwierig für den Käufer, ist der Preis realistisch und dem Marktwert gerecht, ist hier eine Preisverhandlung so gut wie unmöglich.
    Bei Neubauprojekten ist man beim Versuch der Preisverhandlung am Kaufpreis sogar sofort draußen!

    Gruß
    Demy

(23) 07.12.15 - 07:22

Euer Plan funktioniert so nicht.
1. Stimmt deine Altersangabe in deiner VK? Dein Mann ist vielleicht noch älter? Dann seid ihr ja längst Rentner, wenn der Kredit ausläuft - das macht keine Bank mit.
2. Euer Einkommen von 70.000 € ist zu niedrig für eine Familie mit mehreren Kindern. Die Bank wird euch das schon schönrechnen, aber die stehen ja auch im Grundbuch. Ich würde sagen, euer Limit bei dem Jahreseinkommen sollte die Hälfte des KP sein.

  • (24) 07.12.15 - 15:25

    >> Stimmt deine Altersangabe in deiner VK? Dein Mann ist vielleicht noch älter? Dann seid ihr ja längst Rentner, wenn der Kredit ausläuft - das macht keine Bank mit. <<

    Wieso, die TE ist gerade mal 37 ? Ich war 41 als wir mit dem Bau begonnen hatten und die Finanzierung auf 33 Jahre angelegt. Ok, wir hatten 20 % Eigenkapital, aber unser Alter war kein Problem, schließlich können Rentner auch Darlehen tilgen und die Banken leben davon, Darlehen zu vergeben, sie haben immer mehr Probleme, ihre Gelder unterzubringen.

    • (25) 07.12.15 - 17:47

      Ja, MIT EK ist das auch kein Problem. Aber bei dem geringen Einkommen, mit mehreren Kindern ohne Eigenkapital und der Laufzeit?
      Meine letzte Finanzierung ist gerade ungefähr 1 Monat jung. Die Zinsen sind natürlich im Keller derzeit. Irgendetwas weit unter 2%. Aber einen Kredit auf über 20 Jahre angelegt gab es aktuell gerade nicht...ok, wollte ich auch nicht. Aber bei mir ging es auch nur um eine Wohnung. Die kostet nicht ganz so viel wie ein Haus.

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